Samstag, 15 Juni 2013 22:31

"Handballschweiz blickt nach Uri"

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HC KTV Altdorf vor der neuen Saison

51. Generalversammlung hielt im Jubiläumsjahr Rück- und Ausblick. Vorstandsreihen wurden ergänzt, neue Ziele abgesteckt.

Neue Freimitglieder: Mirko Funke (links) und Valentin Arnold (rechts), In der Mitte Vereinspräsident Stefan Arnold. FOTO: RUEDI AMMANN

Ein Grossaufmarsch prägte die 51. Generalversammlung am Freitagabend. Präsident Stefan Arnold hiess dazu willkommen, um gleich eingangs des verstorbenen, früheren Trainers Antal Kanyo aus Ungarn zu gedenken. Nach Genehmigung der gedruckt vorliegenden Jahresrapporte der Mannschaftschefs bezeichnete der Vorsitzende in seiner Retrospektive das zu Ende gegangene Jubiläum „50 Jahre HC KTV Altdorf“ als besonderen Meilenstein, katapultierte sich das Herren-Fanionteam doch im Mai als NLB-Meister direkt in die höchste nationale Stärkeklasse. Damit blieb die Mannschaft in der Nationalliga B übrigens seit dem 12. Februar 2011 im „Feldli“ ungeschlagen. „Ein unvergessliches Vereinsjahr, zu dessen Gelingen der ganzen Altdorfer Handballerfamilie, inbegriffen alle Trainer/innen Helfer/innen, Sponsoren, Gönner und Fans, die ihren grossen Anteil beisteuerten, Anerkennung und Dank gebührt“, erklärte Arnold. Weitere Meilensteine bildeten in der Saison 2012/13 der Verbleib der U19-Elite-Junioren der SG Stans/Altdorf (die Zusammenarbeit der beiden Urschweizer Vereine bewährt sich weiterhin ausgezeichnet) in der obersten nationalen Stärkeklasse, der Interklassenerhalt der U17-Junioren der SGSA, der 4.-Liga-Meistertitel der neu formierten dritten Herrenmannschaft, der dritte Platz der Damen-2.-Liga-Formation, welcher gleichzeitig die Qualifikation für den Cup 2013 bedeutete, ferner das erfolgreiche Abschneiden der Animationsteams anlässlich zahlreicher Nachwuchsturniere. „Die Erfolge verpflichten. Uns werden die nächsten zwölf Monate zusätzliche Arbeit bescheren. Doch wir stellen uns den Herausforderungen, nicht zuletzt auch im Wissen, dass jetzt nach dem NLA-Aufstieg die ganze Handballschweiz nach Uri blickt“, sagte Arnold, um gleich auch die Werbetrommel für zusätzliche Mitarbeitende an der Vereinsspitze zu rühren.

Credo „keine finanziellen Abenteuer eingehen“ bleibt

Der neue Finanzchef Christoph Locher (links) und der neue Marketing/Sponsoringchef Joe Herger. FOTO: RUEDI AMMANN

Mirko Funke präsentierte die Vereinsrechnung 2012/13. Bei Ausgaben von 245 000 Franken ergab sich ein Defizit von 2500 Franken. Bei gleich bleibenden Jahresbeiträgen prognostiziert der neue Voranschlag bei Ausgaben in Grössenordnung von 329 000 Franken ein Minus von rund 9200 Franken. Auf finanzielle Abenteuer will sich der Verein auch durch vermehrte Aufwendungen, die der NLA-Aufstieg mit sich bringt, nicht einlassen, strich im Rahmen der Erläuterungen Präsident Stefan Arnold hervor – angestrebt wird gar eine ausgeglichene Soll- respektive Habenseite. Drei Zahlen zu den Aufwendungen im neuen Vereinsjahr: Meisterschaftsbetrieb (alle Mannschaften): 78 500 Franken, Schirikosten: 24 000 Franken, Aufwand für Trainer/Coaches respektive Spieler: 143 000 Franken.

Wahlen und Ehrungen

Aus dem Vorstand treten Finanzchef Mirko Funke sowie Materialwart Valentin Arnold, ferner Juniorenchef Silvio Zgraggen zurück. Als neuer Säckelmeister liess sich Christoph Locher, als neuer Marketing-/Sponsoringverantwortlicher Joe Herger, als neuer Materialwart Daniel Kempf verpflichten. Der Posten eines Juniorenchefs bleibt vorderhand noch vakant. J+S-Chef Migi Müller liess sich im Vorstand bestätigen. Ebenso wurden die Revisoren Armin Lusser sowie Urs Bissig wiedergewählt.

Für besondere Verdienste im Vorstand liessen sich die zurücktretenden Mirko Funke sowie Valentin Arnold die Freimitgliedschaft verleihen. Speziell geehrt wurden: NLA-Aufsteigerteam (Kapitän: Christian Bär), Coach Predrag Ceko, das 4.-Liga-Meisterteam (Kapitän: Marc Fallegger), das Administrationsduo Andrea Clapasson sowie Judith Gisler, Lukas von Deschwanden (Wacker Thun), Katharina Arnold und Mirko Funke (Spono Nottwil), Daniela Blättler und Claudia Arnold (Kioskverantwortliche), Andrea Valsecchi sowie Patrik Amrhein (Zeitnehmer), Chris Herzog (Homepage-Neugestalter), Sebastian Munzert, Dave Zürcher, Tizian Dossenbach (scheidende Trainer), Joseph Baumann (Redaktor Jubiläumsbroschüre), die aus dem Damenfanionteam zurücktretenden Michèle Zwahlen, Brigitte Kempf, Michaela Jauch.

„Freunde des HC KTV Altdorf“ in der Pipeline

Diese Sponsorengruppe wird neu konstituiert. Ein (gelbes) Fan-Shirt (Aufschrift: „Hiä regiärt dr Üristier“) soll im Hinblick auf die erste NLA-Saison kreiert werden. Stefan Arnold orientierte im Weitern über mögliche Material-Sammelbestellungen, sieben einsatzbereite Schiedsrichter- respektive IHV-Funktionäre, um ausserdem zu sieben Hochzeiten und elf Geburten in den Reihen der Vereinsmitglieder besonders zu gratulieren.

Präsentiert wurde schliesslich das reichbefrachtete neue Tätigkeitsprogramm. Einige Schwerpunkte: Tenero-Lager (21. bis 26. August); NLA-Saisonstart am 4. September mit dem Knüller Altdorf-Kriens, Sponsorenlauf (Datum noch unbestimmt), Chlausabend (14. Dezember), kantonales Schülerturnier 2014 (26. Januar), nächste GV 2014 (27. Juni). Zum Abschluss der Zusammenkunft meldete sich der Präsident des Stammvereins KTV Altdorf, Stefan Kempf, zu Worte. Er überbrachte die besonderen Gratulationen zum erfolgten NLA-Aufstieg der ersten Herrenmannschaft, nicht ohne einen grosszügigen Obolus in die HC-Vereinskasse zuzusichern.

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Spezieller GV-Gast: NLA-Trainer/Coach Burkhard Keller. FOTO: RUEDI AMMANN

Umfeld, Spielerkader, Hausaufgaben

Das neu in die Nationalliga A promovierte Team des HC KTV Altdorf verfügt in der Person von Burkhard Keller über einen ausgewiesenen Trainer-/Coachfachmann. Er durfte an der GV speziell willkommen geheissen werden. Wir stellten ihm drei kurze Fragen.

Welches Umfeld haben Sie beim HC KTV Altdorf vorgefunden?

Burkhard Keller: „Ich habe hier ein gut funktionierendes Umfeld angetroffen. Das Kollektiv arbeitet als geschlossene Einheit und lässt mir jegliche Unterstützung zukommen.“

Sind sie mit dem gegenwärtigen Spielerkader (zwei Rückkehrer, drei  "Neue") zufrieden?

Burkhard Keller: „Ich bin mit dem gegenwärtigen Spielerkader sehr zufrieden. Wir haben für jede Position mehrere Alternativen und es wird einen grossen Konkurrenzkampf um die Plätze geben. Dass Spieler immer wieder zurückkehren, ist ein unverkennbares Zeichen, das es ihnen hier gefällt und spricht für das gute Umfeld. Wir haben mit Philipp Reuter einen Akteur gefunden, der den Abgang von Daniel Brack kompensieren wird und mit Lutz Wesseling und Samuel Stadelmann zwei spielstarke und ehrgeizige junge Spieler verpflichtet, die zur Mannschaft passen und uns ebenfalls weiterhelfen werden. Mit den Rückkehrern Daniel Röösli und Marc Fallegger verfügen wir über weitere Alternativen am rechten Flügel, im Rückraum oder am linken Flügel.“

Erhält das Kader während der drei ersten Juli-"Ferien"-Wochen auch gewisse "Hausaufgaben" mit auf den Weg - wo setzen sie die ersten Schwerpunkte unmittelbar danach?

Burkhard Keller: „Die Hausaufgaben geben sich die Spieler selbst, denn sie wollen alle den Sprung in das Nationalliga-A-Kader schaffen und kämpfen um die Plätze. Natürlich machen wir am Ende der ersten und Anfang zweiter Vorbereitungsphase Tests, um den "Fitnessstand" festzustellen. Werden der Trainingsfleiss und die Einstellung der Spieler zurzeit beobachtet, muss man sich um die Disziplin in den Ferien keine Sorgen machen.“ 

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