Sonntag, 25 August 2013 13:02

Sieg am 20. Raiffeisen-Cup-Turnier

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HC KTV Altdorf (NLA) bestand Nagelprobe im „Täli“

Sebastian Munzert traf im „Täli“ gleich ein Dutzend Mal ins Schwarze. FOTO: RUEDI AMMANN   Im Endspiel wurde NLA-Mitstreiter Lakers Stäfa mit 34:30 bezwungen. Munzert und Wesseling (12) sowie Röösli (10) beste KTV-Skorer.

Genau ein Dutzend Tage vor Beginn des grossen Nationalliga-A-Abenteuers trat der HC KTV Altdorf am Samstag in Muotathal zur Jubiläumsauflage (20. Durchführung) des Raiffeisen-Cups an. Trotz des am Abend zuvor gegen den HSG Siggenthal/Vom Stein bestrittenen Einsatzes warteten die Urner bereits 15 respektive 18 Stunden später mit beachtlichen Leistungen auf, auch wenn die erste Partie (gegen den BSV Borba Luzern, 1. Liga) mit etwas gedrosselten Motoren in Angriff genommen wurde. Zu den Ausmarchungen waren weiter die Gastgeber (1. Liga), ferner der NLA-Klub Lakers Stäfa angetreten. Zum Turnier als solchem bleibt anzumerken, dass es in den vorangegangenen drei Jahren je durch den HC KTV Altdorf gewonnen worden war, die Stäfner indessen dieses Mal mehrheitlich als Kronfavorit gehandelt wurden.

Philipp Reuters Mini-Einsatz

Im ersten Spiel traten die Urner gegen den BSV Borba Luzern an. Die Formation aus der Leuchtenstadt hatte in der letzten Zeit die Zusammenarbeit mit dem HC Kriens weiter vertieft und ist bestrebt, in der neuen Saison den Aufstieg in die zweitoberste  nationale Stärkeklasse zu realisieren. Dass die Borbasten diesbezüglich auf guten Wegen sind, zeigte deren Performance gegen die KTV-Truppe klar auf. In den Reihen der Letzteren fehlten Nicolas Stocker, Ivan Fallegger, Christian Bär, Kevin Ledermann und der noch immer nicht ganz von  einem Rippenbruch „genesenen“ Marc Fallegger. Philipp Reuter, für Daniel Brack (Rückkehr nach Deutschland) als Spielmacher vorgesehen, kam zu einem rund 10-minütigen Einsatz. Danach machten sich bei ihm fatalerweise erneut Probleme mit der Oberschenkelmuskulatur bemerkbar, so dass Trainer Burkhard Keller ihn schonungshalber erneut pausieren liess. Christoph Piske handelte sich bereits Mitte erster Halbzeit eine rote Karte ein, so dass er in der Folge nicht mehr eingesetzt werden konnte. Keller ortete bei den Gegnern ein starkes Kollektiv. „Es forderte unseren Abwehrverband enorm“, befand der Coach, um gleichzeitig festzuhalten, dass seiner Mannschaft insgesamt zehn Zeitstrafen aufgebrummt wurden, so dass sie mehrheitlich in Unterzahl zu agieren hatte. Trotz allen Ungemachs erarbeiteten sich die Urner zahlreiche gute bis beste Torchancen, die aber – zu oft – nicht in Zählbares umgesetzt wurden. Der BSV Borba Luzern verlor die Partie schliesslich mit zwei Längen Unterschied (25:27). Damit hatte sich der HC KTV Altdorf bereits für das mit Spannung erwartete Finale qualifiziert. Ebenso wie die Lakers Stäfa. Sie hielten sich (erwartungsgemäss) den gastgebenden Unterdog KTV Muotathal klar vom Leibe (36:24).

 Der grosse Showdown

 Um die begehrte Cup-Trophäe ging es schliesslich zwischen den beiden NLA-Vertretungen aus den Kantonen Uri respektive Zürich. Der KTV zeigte sich bei bester Spiellaune. Er hielt dem Turnierfavoriten respektlos entgegen. Speziell motiviert durch die Torhütertopleistungen (Marcel Luthiger und Sebastian Aschwanden) sowie  eine immer kompakter wirkende 6:0-Abwehr-Performance zogen die Innerschweizer  ihren Widersachern, die nach dem ersten Einsatz allerdings eine wesentlich kürzere Ruhepause als die Altdorfer in Kauf zu nehmen hatten, den Zahn, um die Partie schliesslich mit 34:30 verdienterweise für sich zu entscheiden. Auch wenn sie gleich vier Penaltychancen versiebten und erneut keine optimale Schussauswertung verzeichneten. „Eine alles in allem beachtliche Leistung unseres Teams gegen den NLA-Mitkonkurrenten, die weitere Fortschritte erkennen liess. Es gilt jetzt primär noch die Chancenausbeute zu optimieren und das Tempospiel zu forcieren“, bilanzierte Burkhard Keller. Letzte Möglichkeiten dazu bieten die noch anstehenden Trainings respektive der Auswärts-Trainingsgalopp vom kommenden Samstag gegen Fortitudo Gossau, das zur neuen NLA-Meisterschaft am 7. September gegen Schweizer Meister Wacker-Thun (mit dem Ex-Altdorfer Akteur und Topskorer Lukas von Deschwanden) startet.

 

Zu den beiden Raiffeisen-Cup-Einsätzen der Altdorfer sind noch die Skorer nachzureichen. Treffer markierten: Sebastian Munzert (12), Lutz Wesseling (12), Daniel Röösli (10), Christoph Piske (8), Lukas Huwiler (7), Dave Zürcher (5), Thomas Mohenski (4), Philipp Reuter (1), Martin Betschart (1), Samuel Stadelmann (1).

Erster Altdorfer NLA-Gegner Kriens setzt Akzente

Der HC KTV Altdorf wird am Mittwoch, 4. September (20 Uhr), in der Feldli-Arena in die neue Meisterschaft starten. Gegner HC Kriens gab in seinem jüngsten Trainingsspiel gegen die Schaffhauser Kadetten (die Nordostschweizer verfügen in ihrem Kader über acht Ausländer aus sieben Nationen!) seine Visitenkarte ab, um den Fight gleich mit 30:29 zu seinen Gunsten zu entscheiden. Tom Hofstetter, Boris Stankovic und Luca Spengler erzielten die Hälfte aller Luzerner Treffer. HCK-Coach Heiko Grimm bilanzierte: „Ich habe festgestellt, dass meine Truppe bereits viele Automatismen im Zusammenspiel verinnerlicht hat. Das bereitete gegen den früheren Serien-Landesmeister und Titelanwärter 2013/14 etwelche Genugtuung.“ Und ein HCK-Kommentator befand, dass sich die Krienser ganz offensichtlich bezüglich Teamentwicklung auf bestem Weg befinden.

 

 

 

 

 

 

 

 

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