Montag, 02 September 2013 21:42

Uristiere empfangen zur Saisonpremiere die Drachen

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Erinnerungen an den sensationellen NLA-Aufstieg werden wach…Nationalliga A:HC KTV Altdorf – HC Kriens-Luzern

Am Mittwoch, 4. September, 20 Uhr, geht es zur Sache – Saisonauftakt. Im Altdorfer Sportpalast dürften die Zuschauerränge aus allen Nähten platzen.

Seit Wochen rüsten sich die Altdorfer nach ihrer grandiosen Promotion in die oberste nationale Stärkeklasse umfassend auf die neue Herausforderung. Weder die Vereinsverantwortlichen noch Trainer Burkhard Keller (assistiert durch Torhütertrainer Rolf Gisler) haben etwas unterlassen, um ihre Truppe bestmöglich auf Vordermann zu trimmen. Erklärtes Ziel ist es natürlich, den HC KTV Altdorf unter den zehn besten Schweizer Mannschaften zu etablieren respektive den Klassenerhalt zu schaffen. Kein Pappenstiel – natürlich, auch wenn das Kader verstärkt werden konnte. Dies umso mehr, da auch die weiteren NLA-Formationen „aufgestockt“ haben. Sorgenfalten bereitet im Altdorfer Lager der Umstand, dass der Ersatz von Spielmacher Daniel Brack (Rückkehr nach Deutschland) durch Philipp Reuter (vorher: Pfadi Winterthur), sich seit einiger Zeit mit einer Oberschenkelzerrung herumzuplacken hat. Burkhard Keller gibt sich indessen zuversichtlich, die Meisterschaftspremiere weitgehend in Vollbestand bestreiten zu können.

Vielversprechende Hitchcockpaarung

Einen besseren „Knüller“ als die Partie zwischen dem HC KTV Altdorf und dem HC Kriens-Luzern hätten sich die Spielplangestalter übrigens kaum ausdenken können. So werden am Mittwochabend die beiden „Grossen“ der Region in der Feldli-Arena einlaufen. Die Gäste sind natürlich ganz klar zu favorisieren. Sie bringen als Leistungsausweis mit sich, ihre NLA-Zugehörigkeit bereits zu wiederholten Malen gerechtfertigt zu haben. Die „Uristiere“ werden gegen die „Drachen“ (die Mannschaften haben sich diese Embleme auf ihre Banner respektive Propaganda-Flugblätter geschrieben!) generell als „Underdogs“ gehandelt, wollen aber gerade deshalb nicht unterschätzt werden.

Die „Drachen“ im Fokus

Der HC Kriens-Luzern ist bereits vor einigen Tagen vor die Öffentlichkeit getreten, dabei viel Zuversicht bezüglich des erneuten Klassenerhaltes verbreitend: „Der HCK schreibt mit Blick auf die Saison 2013/14 eine spezielle Geschichte: Jugend, Swissness – und ein neues Gesicht, so lautet unser Motto. Nach drei Jahren mit Coach Torben Winther und einer erfolgreichen Phase mit drei Finalrundenqualifikationen wollte die Vereinsleitung einen anstehenden Umbruch aktiv steuern. Parallel zur Trainerfrage drängten sich auch auf Spielerseite verschiedene Änderungen auf, weil die sieben Abgänge von teilweise sehr wichtigen Akteuren kompensiert werden mussten. Jetzt stellt der HC Kriens-Luzern ein neues Team: 17 Kaderspieler – jüngstes Team der NLA – mit nur drei Ausländern und somit dem höchsten Schweizer Anteil, und vor allem mit einer ausgesprochen starken Verwurzelung in der Region.“ Dazu erklärt Manager Nick Christen (früher Topskorer beim HC KTV Altdorf): „Von 17 Akteuren stammen zehn aus der Region, acht sogar aus der eigenen Nachwuchsabteilung der SG Pilatus. Wir wollen jungen Spielern aus der ganzen Region eine Plattform bieten, im Handballsport bei uns ihre Grenzen suchen zu können.“ Als neuer Trainer schwingt beim HCK Heiko Grimm das Zepter, seines Zeichens früher selber ein begnadeter Spitzenhandballer im nördlichen Nachbarland. Von der Verletzungshexe während der Vorbereitungsphase wenig verschont, werden die Luzerner Gäste in Altdorf nicht ganz aus dem Vollen schöpfen können.


Präsident Stefan ArnoldAltdorfs Vereinspräsident Stefan Arnold vor der neuen Saison

Eine intensive NLA-Vorbereitungszeit des Fanionteams ist zu Ende - Ihre "Wertung"?

Stefan Arnold: „Die ganze Mannschaft hat sich während der harten Vorbereitungszeit toll eingesetzt. Eine solche Anzahl Trainings mit vielen Vorbereitungsspielen gespickt, hat unsere Akteure sehr stark gefordert und auch an deren Leistungsgrenzen geführt. In den letzten beiden Wochen hat die spielerische Leistung des Teams kontinuierlich zugenommen. Ich hoffe, dass wir uns noch weiter steigern können.“

Was erwarten Sie vom Team?

Stefan Arnold: „Wir sind uns bewusst, dass wir vor einer sehr schweren Saison stehen. Nach den zwei sehr erfolgreichen Jahren in der NLB spielen wir diese Saison gegen die besten Teams der Schweiz, gespickt mit ausländischen oder Schweizer Nationalspielern. Primär wird es für und darum gehen, möglichst viele Erfahrungen zu sammeln. Speziell erwarte ich vom Team eine kämpferische Leistung - nie aufgeben, Kampf um jeden Ball.“

Werden wir von der Konkurrenz als "Kanonenfutter" betrachtet?

Stefan Arnold: „Wenn man die vorhandenen Mittel betrachtet, könnte man uns schon als Kanonenfutter betrachten. Ich denke aber, dass die anderen Teams uns sicher ernst nehmen. Auch sie haben unsere Heimstärke während der letzten Jahre mitbekommen und werden sich auch dementsprechend vorbereiten.“

Wo sehen Sie den HC KTV Altdorf nach der Qualifikationsrunde positioniert?

Stefan Arnold: „Als Liganeuling werden wir unser sicher in den hinteren Rängen bewegen. Alles andere wäre schlicht sensationell. Wir hoffen aber schon, dass wir das eine oder andere positive Zeichen setzen können.“

Wie nehmen Sie den Stellenwert unseres Kollektivs seit erfolgtem NLA-Aufstieg in der Öffentlichkeit wahr?

Stefan Arnold: „Der Support seitens unserer Fans war bis jetzt grossartig. Handball ist aktuell ein Thema. Speziell das erste Spiel gegen den HC Kriens-Luzern hat auch in der ganzen Region grosses Interesse geweckt. Praktisch bei allen Medien waren auch wir ein Thema. Es ist natürlich beeindruckend, dass man als kleiner Verein wahrgenommen wird.“


Das Kader des HC KTV Altdorf

Torhüter: Marcel Luthiger (1983), Nicolas Stocker (1986), Peter Szilagyi (1993), Sebastian Aschwanden (1990); Feldspieler: Sebastian Munzert (1984), Lukas Huwiler (1990), Martin Betschart (1980), David Zürcher (1988), Christian Bär (1984), Lutz Wesseling (1992), Ivan Fallegger (1986), Marc Fallegger (1984), Samuel Stadelmann (1990), Thomas Mohenski (1980), Kevin Ledermann (1991), Fabian Auf der Maur (1994), Tizian Dossenbach (1988), Philipp Reuter (1987), Daniel Röösli (1979), Christoph Piske (1987); Perspektivspieler: Joy Gisler (1992), David Bär (1989), Flavio Fallegger (1991), Jan Dittli (1993), Marc Vollenweider (1993). – Coachingteam: Burkhard Keller (Trainer), Rolf Gisler (Torhütertrainer). – Physiotherapeut: Koen Haelters. – Management: Markus Brand (Mannschaftsleiter), Marco Lauener (Manager), Michael Müller (Organisation), Patrik Amrhein (technischer Leiter), Philipp Berger (Sportchef).

FOTOS: RUEDI AMMANN

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