Sonntag, 08 September 2013 19:26

Noch bleibt etwelches zu tun

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Altdorfs Team vom Sonntagnachmittag – mit dem neuen Trainer/Coach Christoph Piske. FOTO : RUEDI AMMANN   Damenhandball 2./1. Liga, Schweizer Cup: HC KTV Altdorf – SG ATV/KV Basel 21:39

Trotz Heimvorteils erhielten die Urnerinnen einen Denkzettel verpasst. Doch gegen die höherklassigen Widersacher kam das Cup-Aus nicht unerwartet.

Die Zweitligistinnen des HC KTV Altdorf hatten ihr bisheriges (spärliches) Training im Rahmen der Vorbereitungsphase buchstäblich in „Eigenregie“ organisiert. Erst in den letzten Tagen ist es der Vereinsleitung nämlich gelungen, als Verantwortliche Christoph Piske und Angelo Pedroncelli zu verpflichten. Der Schweizer-Cup-Fight vom Sonntagnachmittag – vor nur 50  Kiebitzen in der Feldli-Arena ausgetragen – war somit als erste Standortbestimmung zu werten. Beide Formationen waren nicht mit ihrem gesamten Kader eingelaufen – beim HC KTV Altdorf wirkten gar drei U18-Nachwuchsspielerinnen mit und es fehlten einige Teamstützen So verwunderte es nicht, dass das Niveau der Begegnung einige Wünsche offen liess. Die Baslerinnen wirkten kompakter, ideenreicher und spritziger, die Altdorferinnen etwas zu verhalten sowie oft konzeptlos, vorweg in der ersten Halbzeit.

Mit letztem Einsatz am Drücker: Stephanie Gisler; im Hintergrund lauert Shelly Eisner (Nr. 2). FOTO: RUEDI AMMANN   Erster Saisontreffer von Mirjam Arnold

Die Gastgeberinnen liessen schon nach 72 Sekunden Hoffnungen auf eine ausgeglichene Begegnung keimen. Mirjam Arnold erzielte das 1:0. Livia Waser und erneut Arnold trafen bis zur 5. Minute weitere zwei Mal ins Schwarze (3:3). Unnötige Ballverluste im KTV-Lager, ferner immer wieder zu frühe Abschlussversuche spielten den Nordschweizerinnen in der Folge in die Hand (4:9, 18. Minute). Später erhöhten die Gäste ihre Reserven auf acht Längen. Noch vor der Pause waren Arnold, Alissa Pedroncelli und Shelly Eisner für eine leichte Verbesserung der Bilanz besorgt. Beim Seitenwechsel lagen die Baslerinnen mit 17:10 voraus.

Leistungssteigerung im zweiten Durchgang

In der Kabine hatte sich Christoph Piske seine Schützlinge zur Brust genommen. Nicht ohne Erfolg – vorerst. Das Spiel der KTV-Truppe wirkte konzentrierter, es wurde wesentlich besser kombiniert. Doch die hohe Ballverlustquote hatte im KTV-Trupp fatalerweise weiterhin Bestand. Die Baslerinnen schlugen daraus weidlich Profit. Mit schnellen Gegenstossaktionen trafen sie Mal für Mal ins Volle, wobei eine Kollision zwischen der ATV-Hüterin und Kora Munzert (vorübergehender Ausfall) zusätzliche Verunsicherung heraufbeschwor. Nach 40 Minuten hatten die Nordschweizerinnen ihren Vorsprung auf zehn Längen, nach 50 Minuten gar auf deren 15 ausgebaut. Der Match war dadurch natürlich gelaufen, zumal die fehlende Spielpraxis in den Reihen des HC KTV Altdorf immer offenkundiger zutage trat. Der Fight ging schliesslich mit 21:39 an die Gäste. Trainer Christoph Piske: „Wie sich zeigte, bleibt im Hinblick auf die kommende Zeit, das heisst in den nächsten Tagen bis zur Stunde X - erstes Meisterschaftsheimspiel am 14. September gegen den HC Kriens (16 Uhr, Feldli) - noch einiges zu tun. Die Niederlage gegen die höherklassigen Baslerinnen ist selbstredend nicht als Debakel zu werten, da unsere Formation alles über alles gesehen doch keine schlechte Leistung ablieferte. Was speziell zuversichtlich stimmte: Die konditionelle Verfassung aller Akteurinnen durfte sich durchaus sehen lassen.“

Altdorf spielte mit: Luzia Briker, Elena Müller (erster Einsatz im Fanionteam); Mirjam Arnold (7), Stefanie Baumann, Shelly Eisner (6), Stephanie Gisler (1), Kora Munzert (1), Tea Pavic, Alissa Pedroncelli (4), Livia Waser (2), Lea Zgraggen.

 

 

 

Gelesen 1987 mal Letzte Änderung am Sonntag, 08 September 2013 19:32