Sonntag, 08 September 2013 21:50

Überraschende Ergebnisse prägten Runde zwei

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Nationalliga A: Kadetten Schaffhausen – HC KTV Altdorf 40:19

Mit fünf Treffern in Schaffhausen bester Altdorfer Skorer: Philipp Reuter (FOTO: RUEDI AMMANN)Urner sahen sich gegen SM-Titel-Kronfavoriten kalt geduscht. Die Innerschweizer bissen sich an gegnerischer Deckung die Zähne aus – in der Abwehr wurde zu zahm agiert.

Der samstägliche Widersacher aus Schaffhausen landete den zweiten Saisonsieg. Nach seinem mageren Auftakterfolg in St. Gallen (ein Tor Unterschied) putzten die Gastgeber (vor 340 Kiebitzen; Schiris: Boskoski/Stalder) die Aufsteiger aus dem Urnerland respektlos vom Parkett. Die Kadetten führen die Tabelle vorübergehend allein mit dem Zählermaximum an, nachdem es überraschenderweise Aussenseiter Fortitudo Gossau gelang, dem amtierenden Meister Wacker Thun einen Nasenstüber zu verpassen (31:27), Stäfa gegen Bern/Muri siegreich blieb (27:25) und Kriens/Luzern gegen Pfadi Winterthur remisierte (31:31).

Frühzeitige Führung der Widersacher

Schon nach sechs Minuten führte Schaffhausen mit 5:1 – den ersten KTV-Treffer erzielte Christoph Piske nach dem 4:0. Dem 5:2 durch Lutz Wesseling setzten die Platzherren sechs Treffer in Serie entgegen. Altdorf kam nicht auf Touren, patzerte bezüglich Chancenauswertung und kassierte demzufolge tödliche Gegenstosstore. Generell darf angemerkt werden, dass Schaffhausen wohl zu Recht als Kronfavorit der neuen NLA-Meisterschaft gehandelt wird. Altdorf vermochte in keiner Phase der Partie auch nur annähernd auf Touren zu kommen, nicht zuletzt auch deswegen, da im gegnerischen Tor ein grandios disponierter Torsteher, der erst 19-jährige Jonas Maier, agierte. Er vertrat bis zur 46. Minute Stammzerberus Arunas Vaskevicius und lieferte nicht weniger als 19 (!) geniale Paraden ab. Die Partie war bereits zur Pause klar entschieden. Die Kadetten hatten das Skore bis zu diesem Zeitpunkt auf 21:8 geschraubt, kein Ruhmesblatt – weder für den KTV-Angriff noch die Abwehr. Die zweite Spielhälfte stand erneut ganz im Zeichen der Gastgeber. Sie setzten ihren Sturmlauf fort, um den Altdorfern noch 19 weitere Bälle in den Kasten zu donnern. Trainer Burkhard Keller, welcher vermehrt auch dem klubeigenen Nachwuchs Spielchancen zugestanden hatte, zum Fight: „Wenn man  kein Glück hat, kommt meistens noch Pech hinzu. Die Partie hat gezeigt, was für uns in der Nationalliga A möglich ist. Die Schaffhauser: ein Topteam, auf sämtlichen Positionen doppelt stark besetzt, liess auch bei Auswechslungen keinen Qualitätsabfall erkennen, spielte während 60 Minuten auf durchgehend hohem Niveau. Auf unserer Seite fehlten verletzungshalber Christian Bär und Samuel Stadelmann – und dadurch zwei Abwehralternativen. Nun müssen wir uns weiterhin im Abwehrbereich optimieren und die Chancenauswertung verbessern.“ Übrigens zeigte sich Schaffhausens Trainer Markus Baur von der Leistung seines Team ausgesprochen angetan. Er zeigte sich zufrieden, dass seine Truppe sowohl Leistung wie Kadenz bis zum Schluss durchzog, was bisher nicht immer der Fall gewesen war.

GC/Amicitia Zürich zu Gast

Runde drei führt den HC KTV Altdorf am Samstag, 14. September (Anspielzeit: 18 Uhr), in der Feldli-Arena mit GC/Amicitia Zürich zusammen. „Für uns gilt es, mit der gleichen Konzentration und Einstellung, wie gegen Kriens-Luzern, zu agieren. Die Formation aus der Limmatstadt verfügt über eine offensiv eingestellte Truppe, mit ausgesprochen schnellen Aussenspielern, mit Routinier Ivan Ursic am Kreis und einem sehr agilen Rechts-Mitte-Akteur: Roman Sidorowics. Die Begegnung verspricht zu einem heissen Lauf zu werden. Trainer der Gäste ist kein Geringerer als der Ex-Nationalcoach von Deutschland und der Schweiz, Arno Ehret.“ GC/Amicitia verlor den Meisterschaftsauftaktmatch in Thun übrigens 22:29 – den zweiten Fight bestreitet die Mannschaft am Donnerstag gegen St. Otmar St. Gallen in der Zürcher Saalsporthalle.

Altdorf spielte mit: Sebastian Aschwanden, Nicolas Stocker; Sebastian Munzert (4), Lukas Huwiler (1), Martin Betschart, Dave Zürcher (1), Lutz Wesseling (4), Ivan Fallegger, Thomas Mohenski (1), Fabian Auf der Maur, Tizian Dossenbach, Philipp Reuter (5), Daniel Röösli (1), Christoph Piske (2).

 

 

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Gelesen 1964 mal Letzte Änderung am Sonntag, 15 September 2013 12:04