Mittwoch, 11 September 2013 15:30

Heisst der neue Nationaltrainer Brack?

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Letzte Saison stand Ex-KTV-Spielertrainer Daniel Brack gegen GC-Amicitia II (Bild) im Fokus – nun figuriert sein Vater Dr. Rolf Brack als neuer Schweizer Nationaltrainer im Gespräch. FOTO: RUEDI AMMANN   Handball NLA: HC KTV Altdorf – GC/Amicitia Zürich (Samstag, 18 Uhr, Feldli)

Urner bestreiten ihr drittes Spiel vor eigenem Publikum. - Bezüglich Ersatz von Goran Perkovac steht Entscheid unmittelbar bevor.

Aus Altdorfer Optik steht die dritte NLA-Meisterschaftsrunde im Brennpunkt. Für den HC KTV steht sie am Samstagabend, ab 18 Uhr (Feldli-Arena), im Blickfeld der Urner Handballfans. Zu Gast erwartet wird GC/Amicitia Zürich I. Der Doppelname des Kollektivs aus der Limmatstadt mag fürs Erste da und dort etwas irritieren. Er tauchte indessen tatsächlich erst nach einer Fusion der beiden Klubs im Jahre 2010 auf.

GC/Amicitia ist für den HC KTV Altdorf keine unbekannte Grösse. Gegen die zweite Formation spielten die Urner in der Nationalliga B bereits im Rahmen der Vorjahre öfters. Nun heisst es, gegen das starke Fanionteam der Zürcher in die Hosen zu steigen. Es hat sein erstes Spiel in der neuen Saison gegen Wacker Thun mit 22:29 verloren, wobei Borna Franic (6), Roman Caspar und Jonas Dähler (je 5) als Topskorer auftraten. GC/Amicitia I hat in seinen Reihen mehr als ein halbes Dutzend Ausländer (auch Doppelbürger) stecken. Die Truppe von Trainer Arno Ehret (in Altdorf kein Unbekannter…) hat sich soeben mit Goran Bogunovic verstärkt. Er ersetzt den verletzungsbedingt ausfallenden Mario Jelinic. Der 24-jährige Kroate stiess vom französischen Verein Dijon Bourgogne Handball zum GCA, gilt als grosses Talent und verfügt, mit seinen 1.98 m und 106 kg, zudem über „Gardemasse“. Ergänzend sei festgehalten, dass Bogunovic bereits über Erfahrungen in der A-Nationalmannschaft Kroatiens verfügt. GC/Amicitia I wird seinen zweiten NLA-Einsatz übrigens erst am Donnerstagabend, 12. September, und zwar gegen St. Otmar St. Gallen, bestreiten.

„Heisse“ Altdorfer werden am Samstagabend gegen GC/Amicitia Zürich I erwartet; hier Dave Zürcher im Anflug – rechts lauert Martin Betschart. FOTO: RUEDI AMMANNFest steht, dass die Urner am Wochenende vor einer echten Bewährungsprobe stehen. KTV-Coach Burkhard Keller wird es indessen zweifellos verstehen, seine Akteure auf die schwierige Aufgabe optimal einzustellen. Der HC KTV Altdorf ist zuversichtlich, sich vor seinem treuen Publikum gut verkaufen zu können. Es wäre natürlich super, könnten der (oder die) erste(n) NLA-Punkt(e) eingefahren werden.

Sechs weitere Spiele

Vom HC KTV Altdorf nehmen am Samstag/Sonntag gleich sechs weitere Mannschaften das neue Championat in Angriff. Die 2.-Liga-Damen empfangen am Samstag um 16 Uhr den HC Kriens. Nach dem Out im Schweizer Cup (letzten Sonntag) gegen die Erstligistinnen aus Basel kann sich die Formation unter dem Zepter von Christoph Piske voll und ganz auf die Meisterschaft konzentrieren.

Die ältesten Junioren (erneut gemeinsam mit dem Nachwuchs des BSV Stans zur Sache gehend) stehen vor schwierigen Missionen. Die U19-Eliteklasse-Truppe empfängt um 12.30 Uhr im Feldli die starke Vertretung von St. Otmar St. Gallen - das U17-Inter-Team sucht am Sonntag die SG Möhlin/Magden auf.

Altdorfs 3.-Liga-Herrenformation hat sich als Saisonziel aufs Banner geschrieben, ins Oberhaus aufzusteigen. Geziemt es sich doch für einen NLA-Verein, die Kluft bezüglich Einstufung der „Reserven“ zu verkleinern. Der HC KTV Altdorf II tritt am m Samstag um 20 Uhr vor eigenem Anhang gegen die Mythen-Shooters an.

Das 4.-Liga-Männerteam, letzte Saison souverän Innerschweizer-Titellorbeeren abholend, empfängt um 14.15 Uhr in der Feldli-Halle Sarnen. Erneut erhoffen sich die Altdorfer, sich auch 2013/14 wieder eine Spitzenposition sichern zu können.

Schliesslich sind da noch die U15-Junioren. Sie treten am Samstag auswärts gegen den TV Horw an. Wiederum wird das Championat mit einem nicht allzu grossen Kader in Angriff zu nehmen sein.

 


Dr. Rolf Brack neuer Nationaltrainer?

Wichtiges tut sich an der Spitze des schweizerischen Dachverbandes. Insbesondere über den Ersatz des vorzeitig verabschiedeten Nationaltrainers Goran Perkovac ist zu befinden, unter dessen Zepter während fünf Jahren 66 Länderspiele über die Bühne gingen. Hoffnungen, dass sich der Coach mit seinem Team während dieser Zeitspanne profilieren würde, haben sich zerschlagen – Remedur wird angestrebt. Mutmassungen über die Nachfolge Perkovacs stehen im Raum. Als heisser Anwärter auf den Posten gilt ein gewisser Dr. Rolf Brack. Brack? Auch schon gehört… Da war doch Altdorfs Erfolgsspielertrainer und Topskorer Daniel gleichen Namens, der als KTV-NLB-Meistermacher und „Vater des Aufstiegs in die nationale Spitzenklasse“ nun bekanntlicherweise wieder nach Deutschland zurückgekehrt ist. Er ist just der Sohn von Dr. Rolf Brack (59)… Letzterer zeichnet gegenwärtig (noch) als Coach des deutschen Bundesligateams HWB Balingen-Weilstetten verantwortlich. Die „Stuttgarter Nachrichten“ schreiben dazu, dass sich die Anzeichen verdichten, wonach Brack senior in die Fussstapfen Perkovacs treten könnte respektive als neuer Chef der schweizerischen Nationalmannschaft in Frage käme. Die deutsche Gazette: „Dr. Rolf Brack – ein heisser Kandidat auf das Amt“. Mal gucken, wie sich das Ganze entwickelt. Zum Namen Brack könnte jedenfalls in Helvetien ein weiteres, neues (Handball-) Kapitel aufgeschlagen werden.

Zur Aufdatierung: Die Schweizer Nationalmannschaft trifft in der ersten Phase der neuen WM-Qualifikation auf Slowenien, Luxemburg und die Ukraine. Die erste Partie der Kampagne findet am Mittwoch, 30. Oktober, auswärts im slowenischen Velenje statt. Am 3. November steht für die SHV-Auswahl das erste Heimspiel auf dem Terminkalender. Zu Gast weilt dannzumal in der Zürcher Saalsporthalle Luxemburg.


 

 

 

Gelesen 2873 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 12 September 2013 12:48