Montag, 14 Oktober 2013 11:08

Teufelskerl Martin Galia als Spielverderber

geschrieben von
Artikel bewerten
(0 Stimmen)

Nationalliga A: St. Otmar St. Gallen – HC KTV Altdorf 33:28

Urner verpassten einen Punktegewinn nach guter Leistung relativ knapp. Schon fast unheimlich wirkte, wie viele KTV-Chancen der Otmar-Hüter neutralisierte.

Stupende Erfolgsquote in St. Gallen: Daniel Röösli (5 Tore nach 6 Abschlussversuchen, was stolzen 83 Prozent gleichkam). FOTO: RUEDI AMMANNDer HC KTV Altdorf trat am späten Sonntagnachmittag in der St. Galler Kreuzbleichehalle mit dem Vorhaben an, sein Punktekonto in der obersten nationalen Stärkeklasse zu äufnen. Doch daraus wurde nichts. Zwar konnte den Ostschweizern lange Zeit Paroli geboten, ja sogar kurzfristig die Führung abgeluchst werden, doch am Ende behielten sie die Zähler auf ihrer Seite. Hauptverantwortlicher (nebst Topskorer  Björn Fröhlich: 9 Tore) war der Otmar-Schlussmann Martin Galia. Was er an gegnerischen Chancen zunichte machte, war weitgehend mirakulös. Der 1.89 Meter grosse Tscheche, erst im Frühjahr vom deutschen Bundesligisten TV Grosswallstadt zum Schweizer NLA-Team gestossene 33-jährige Profi ist für St. Otmar zweifellos ein unverkennbarer Gewinn. Sein Können stufte auch Altdorfs Trainer Burkhard Keller als „Weltklasse“ ein. Nicht ohne anzumerken, dass der HC KTV Altdorf im Rahmen seines siebten NLA-Einsatzes aus den erarbeiteten Chancen eigentlich mehr Kapital hätte schlagen müssen. Burkhard wusste der Partie aus Innerschweizer Optik aber durchaus auch viel Positives abzugewinnen: „Wir haben generell sehr gut gespielt und alles gegeben – unser Kollektiv, das ohne den verletzten Thomas Mohenski (Rückenprobleme) anzutreten hatte - verdient Anerkennung. Jetzt wollen wir selbstverständlich weiter nach vorne schauen und uns bestmöglich auf den nächsten Einsatz vom Mittwoch, 23. Oktober, gegen Schweizer Meister Wacker Thun (mit Top-Skorer und Ex-Altdorfer Lukas von Deschwanden; Anspielzeit: 20 Uhr, Feldliarena) vorbereiten.“ Die beachtliche Leistung der Urner Aufsteiger würdigte übrigens auch der Vereinschronist der St. Galler. Sein Fazit: „Die Begegnung wurde gegen die bis zuletzt aufsässigen und top motiviert wirkenden Altdorfer zum erwartet harten Kampf.“

Starke erste Halbzeit

Die ersten 6 Spielminuten sahen unerschrocken zur Sache gehende Innerschweizer am Werk. Ivan Fallegger war für das 1:0, Philipp Reuter für das 2:1, Lutz Wesseling für das 3:2 besorgt. Erst in der 8. Minute vermochten die Otmärler erstmals in Front zu ziehen. Kurz vor Ablauf der ersten Viertelstunde führten die Gastgeber 8:4. Es war beeindruckend, wie sich die Urner darob nicht aus dem Konzept werfen liessen, den Druck massiv erhöhten und sich wieder an die Gegner heranpirschten. Nach dem 10:10 gelang Christoph Piske in der 23. Minute gar wieder die Führung für seine Mannschaft (11:10). Die verbleibenden Minuten des ersten Spielabschnittes verliefen völlig ausgeglichen. Erst in der Schlusssekunde war Vredan Banic für St. Gallens hauchdünne Pausenführung (16:15) besorgt.

Vier-Tore-Vorsprung der Gastgeber als Knackpunkt

Der zweite Spielabschnitt begann ausgeglichen. Nach drei Treffern seitens Daniel Röösli, Sebastian Munzert sowie Ivan Falleggers herrschte im KTV-Angriff Flaute: Zwischen der 35. und 41. Minute vermochten die Altdorfer die gegnerische Deckung nicht mehr auszuhebeln. Anderseits erzielten die Platzherren vier Tore in Serie. Nach drei Vierteln der gesamten Spielzeit lagen sie mit 24:20 in Front. Diese Hypothek vermochte die Keller-Truppe nicht mehr auszuräumen. Immerhin durften sich die Altdorfer attestieren lassen, durch Samuel Stadelmann den letzten Treffer der Partie erzielt zu haben. In St. Gallens Kollektiv spielte übrigens auch der Ex-Altdorfer Jost Brücker mit. Er erzielte für seinen neuen Verein einen Treffer.

Bestes Rendement: Daniel Röösli

Von den 59 Abschlussversuchen führten gegen St. Otmar St. Gallen 28 zum Ziel – eine rund 48-prozentige Erfolgsquote also. Jene der Ostschweizer lag bei 59 Prozent. Effizientester KTV-Angreifer war Daniel Röösli. Von sechs abgefeuerten Bällen fanden deren fünf den Weg ins Netz (83 Prozent). Die nächstbesten Quoten liessen sich Samuel Stadelmann und Ivan Fallegger (je 66 Prozent), vor Sebastian Munzert (60) attestieren.

Äerger übrigens für Altdorfs Coach Burkhard Keller. Aus den Katakomben der Kreuzbleiche-Halle in St. Gallen verschwand kurzerhand sein Handy spurlos. Welche Umtriebe damit verbunden sind, weiss nachzuvollziehen, wem schon ein ähnliches Malheur widerfahren ist…

Am Wochenende spielten nebst Altdorf: GC/Amicitia Zürich – Kriens-Luzern 24:28, Stäfa – Gossau 21:26. – Der gegenwärtige Stand am NLA-Tabellenende: 7. Bern/Muri 6/4, 8. GC/Amicitia Zürich 7/4, 9. Stäfa 7/4, 10. Altdorf 7/2.

Altdorf spielte mit: Srdjan Djordjevic, Nicolas Stocker; Sebastian Munzert (3), Lutz Wesseling (3), Dave Zürcher, Christian Bär, Ivan Fallegger (2), Marc Fallegger, Samuel Stadelmann (2), Fabian Auf der Maur, Tizian Dossenbach, Philipp Reuter (6), Daniel Röösli (5), Christoph Piske (7).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gelesen 2079 mal