Freitag, 18 Oktober 2013 20:29

...mit Lukas von Deschwanden, Wacker Thun

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Interview Handball NLA

Am kommenden Mittwochabend (Anspielzeit: 20 Uhr) steigt in der Feldliarena der mit Spannung erwartete Fight gegen den amtierenden Schweizer Handballmeister Wacker Thun (zurzeit Tabellenvierter weiterhin mit 8 Punkten, Torverhältnis 216:214, nach der 24:30-Heimniederlage vom Mittwochabend gegen Pfadi Winterthur), in dessen Reihen der Altdorfer Lukas von Deschwanden spielt. Der 1.89 m grosse und  87 kg auf die Waage bringende Urner Student (Universität Bern) wird zweifellos auch im bevorstehenden Meisterschaftsspiel in der höchsten nationalen Liga seine „Spuren“ hinterlassen. Innerhalb der sechs in der Saison 2013/14 mit Wacker bestrittenen Einsätze hat von Deschwanden bereits 33-mal (Schnitt: 5,5 Treffer) ins Volle getroffen. Nachstehend ein kurzes Interview.

Deine Erfahrungen nach dem ersten Länderspiel in den arabischen Emiraten (Katar)?

Lukas von Deschwanden: „Es war ein Riesenerlebnis und eine grosse Ehre, erstmals das Schweizerkreuz auf der Brust zu tragen. Mit meiner Leistung im ersten Länderspiel bin ich sehr zufrieden. Ich durfte während 45 Minuten spielen und vermochte mit meinen vier Toren einen Beitrag zum 19:21-Sieg gegen Katar leisten.“

Wie läuft es in der NLA für Thun gegenwärtig?

Lukas von Deschwanden: „Wir haben für unsere Ansprüche einen mässigen Saisonstart hingelegt. Die Auswärtsniederlage gegen Gossau war besonders ärgerlich. Diese zwei Punkte hätten wir unbedingt gewinnen müssen. Wir spüren langsam die Doppelbelastung, bedingt durch die Beteiligung in der Champions League. Die Auslandreisen setzten uns mehr zu, als wir im Vornherein dachten. Zudem mussten wir bereits der Mehrbelastung in Folge von Verletzungen Tribut zollen, welche ein erfolgreicheres Abschneiden in der Meisterschaft erschweren.“

Was sind Deine Ambitionen auf handballerischer/beruflicher Ebene?

Lukas von Deschwanden: „Handballerisch will ich weitere Titel gewinnen. Ich durfte mit den beiden Cupsiegen und dem Meistertitel letztes Jahr erleben, wie geil es ist, mit dieser Mannschaft Titel zu erreichen und sie zu feiern. Dieses Gefühl möchte ich gerne noch mehr erleben. Zudem will ich in der Champions League gute Spiele abliefern und mich weiter für die Nationalmannschaft aufdrängen.

Beruflich bin ich zurzeit mit dem Masterstudium der Sportwissenschaft an der Universität Bern voll ausgelastet. Aufgrund der Mehrbelastung mit der Champions League und der Nationalmannschaft musste ich im letzten Monat meine Tätigkeit als Verantwortlicher „Handball macht Schule“ beim Handballverband Bern-Jura niederlegen. Ich kann mir jedoch vorstellen, auch nach meinen Studium weiterhin in der Sparte Handball tätig zu sein.“

Nimmt Thun den Altdorf-Match wohl auf die leichte Schulter?

Lukas von Deschwanden: „Wir werden den Altdorf-Match keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Ich werde meine Mannschaftskollegen vorgängig darauf hinweisen, dass es im Feldi für keine Mannschaft in der NLA leicht ist, Punkte zu holen. Der HC Altdorf lebt von seiner Heimstärke mit seinem frenetischen Publikum, und deswegen wir es zweifelsohne schwierig, in der Urschweiz zu gewinnen.“

Was hast Du Dir zum Ziel gesetzt im Hinblick auf den Match  Altdorf-Thun?

Lukas von Deschwanden: „Ich will das Spiel ganz einfach geniessen und freue mich, dass ich vor meiner Familie und meinen Freunden spielen darf. Es wird sehr speziell, gegen meine ehemaligen Mannschaftskollegen anzutreten. Ich will natürlich ein gutes Spiel abliefern und dabei meiner Mannschaft helfen, die beiden Punkte aus Altdorf ins Berner Oberland zu entführen.“

Wagst Du auch Prognosen betreffs NLA-Erhalt der Altdorfer?

Lukas von Deschwanden: „Von der Qualität der Mannschaft her bin ich überzeugt und glaube, dass sie sich im NLA-Championat beweisen kann. Die Altdorfer haben in den bisherigen Spielen gezeigt, dass mit ihnen zu rechnen ist. Bis auf den Einsatz  gegen die Kadetten Schaffhausen waren sie jeweils in allen Partien nahe am Vollerfolg.“

 

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