Sonntag, 08 Dezember 2013 12:45

"50 Minuten lang tolle Leistung erbracht"

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Nationalliga A: BSV Muri-Bern – HC KTV Altdorf 37:27

Die „Mutzen“ rächten sich für Vorrunden-Punkteverlust. Urner liessen miese Leistung vom Mittwoch (gegen Stäfa) in Vergessenheit geraten.

Samuel Stadelmann erzielte für den HC KTV Altdorf gegen den BSV Muri Bern am meisten Treffer (6). FOTO: RUEDI AMMANNMänniglich war gespannt, ob den Innerschweizern am Samstagabend ein erneuter Effort wie anlässlich der Vorrunde (Remis) gelingen würde. Sie gerieten zwar bald in Rücklage, kämpften sich aber wieder an die Berner heran. Alles in allem attestierte KTV-Trainer Burkhard Keller seinen Spielern für die erbrachte Leistung viel Anerkennung: „Unsere Abwehr wirkte noch nie derart aggressiv wie im jüngsten Fight – sie liess den Flop vom vorangegangenen Mittwochabend vergessen. Jetzt heisst es, dieses Positivum im Hinblick auf das Dienstagabend-Heimspiel gegen St. Otmar St. Gallen (20 Uhr, Feldli) mitzunehmen.“ Keller weiter: „Unsere Truppe erhielt auch seitens des objektiven Berner Publikums etwelches Lob gezollt, was doch einiges heissen will.“

Entfesselter Severin Ramseier

Zur Aufstellung des HC KTV Altdorf bleibt anzumerken, dass wieder mit Christoph Piske (gegen Stäfa erkrankt ausgefallen) zur Sache gegangen werden konnte. Topshooter Philipp Reuter hatte sich vorgängig zusätzlich zur Fingerblessur eine Ellbogenverletzung zugezogen, wollte aber unbedingt mit von der Partie sein. Torsteher Srdjan Djordjevic („Zenga“) fiel verletzungsbedingt aus (Keller: „Wir wollen ihn unbedingt im Hinblick auf die Abstiegsrunde wieder fit bringen“) – auf dessen Posten erbrachte Marcel Luthiger eine generell starke Leistung.

Auf Seite der Gastgeber war ein Mann matchentscheidend: Der junge Nationalspieler Severin Ramseier (Jahrgang 1989). Sich immer wieder als kaltschnäuziger Gegenstossverwerter profilierend, traf er gleich 15-mal (!) ins Schwarze. Der Linkshänder ist beim BSV Muri-Bern erst seit kurzer Zeit engagiert – spielte vorgängig bei GC/Amicitia Zürich und war bei Suhr-Aarau gross geworden. Burkhard Keller lernte das Nachwuchstalent (ein „Frechdachs“, wie er ihn bezeichnet) übrigens bereits als Akteur in der Schweizer Junioren-Nationalmannschaft, die er als Co-Coach in Schweden betreute, kennen und dessen Talente schätzen.

Zum Spielverlauf

Lukas Huwiler schoss den HC KTV Altdorf bereits nach 32 Sekunden in Front, um später auch für den zweiten Treffer der Urner verantwortlich zu zeichnen. In der Folge entwickelten die Gastgeber mächtig Druck. Sie hatten nach der Auftaktviertelstunde die Nase deutlich im Wind (11:5). Die Urner gaben sich natürlich längst nicht auf, zumal Dave Zürcher und Daniel Röösli noch unmittelbar vor der Pause ins Volle trafen (18:15).

Nach Wiederaufnahme der Partie vermochten die Innerschweizer weiter Terrain gutzumachen und sich mehrmals bis auf eine Länge an die Berner heranzupirschen. Den k.o.-Schlag erhielten die Altdorfer dann nach der 50. Minute verpasst, als der BSV Muri-Bern innerhalb von 2 Minuten gleich fünf Gegenstösse kaltschnäuzig in Tore umsetzte. Im Verlaufe der letzten 6 Spielminuten vermochten die Urner nur noch zweimal zu reüssieren (Christoph Piske, Samuel Stadelmann). Die Gastgeber vergrösserten ihren Vorsprung kontinuierlich – um schliesslich auf satte zehn Längen Unterschied davonzuziehen.

Beste Skorer in den Reihen des HC KTV Altdorf waren Samuel Stadelmann (6) und Philipp Reuter (5). Daniel Röösli liess sich eine hundertprozentige Torschuss-Erfolgsquote attestieren – Dave Zürcher brachte es auf 80, Samuel Stadelmann auf 75 Prozent.

Am Samstagabend holten im Übrigen die Kadetten Schaffhausen (32:25 gegen GC/Amicitia Zürich) sowie Kriens-Luzern (29:22 gegen Stäfa) Siege ab. Für eine faustdicke Überraschung sorgte am Sonntagabend St. Otmar. Die St. Galler schlugen Leader Pfadi Winterthur mit 29:28. Für die Abstiegsrundenteilnahme (vier Teams) kommen – drei Runden vor Abschluss der NLA-Qualifikationstour – jetzt noch in Frage: Muri-Bern (18 Punkte), Thun (17), GC/Amicitia Zürich (14), St. Gallen (12) sowie Gossau (10). Gesetzt sind bereits Stäfa (6) und Altdorf (2). Die aus dem Qualifikationsdurchgang eroberten Punkte werden übrigens in die „Abstiegsbarrage“ mitgenommen – zu bestreiten sein werden dabei pro Team 12 Spiele (Doppel-Heim-/Auswärts-Runde).

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Sebastian Munzert, Lukas Huwiler (4), Dave Zürcher (4), Lutz Wesseling, Ivan Fallegger (3), Marc Fallegger, Samuel Stadelmann (6), Fabian Auf der Maur, Tizian Dossenbach, Philipp Reuter (5), Daniel Röösli (4), Christoph Piske (1).

 

 

 

 

 

Gelesen 1715 mal Letzte Änderung am Montag, 09 Dezember 2013 20:49