Montag, 17 Februar 2014 14:11

Genialer Zwischenspurt reichte nicht zum Höhenflug

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Nationalliga A, Abstiegsrunde: Fortitudo Gossau – HC KTV Altdorf 32:24

Fünf-Tore-Rückstand (3:8) in 28. Minute aufgeholt (11:11). Schliesslich aber doch Niederlage und weiterhin warten auf ersten Saisonsieg.

Nebst Ivan Fallegger (Bild) trafen auch Dave Zürcher und Sebastian Munzert viermal ins Volle. FOTO: RUEDI AMMANN   Die Vorzeichen im Hinblick auf einen Sieg im zweiten Relegationsrundenspiel standen für die Urner schlecht. Denn der Grippevirus bescherte den Urnern weitere Probleme. So fiel Kevin Ledermann im sonst schon reduzierten Kader gänzlich aus, während Lutz Wesseling teilweise doch noch einigermassen fit getrimmt werden konnte (Ausfall in den vorangegangen Trainings) und wenigstens im Angriff zum Zuge kam. Der Sieg der stark besetzten Ostschweizer – unter dem Zepter von Aliaksei Usik und Remo Monn, die zusammen 18-mal ins Schwarze trafen – liess die beiden Punkte in der Ostschweiz bleiben. Weil anderseits Stäfa gegen den Leader in der Vierer-Relegationsgruppe, GC/Amicitia Zürich, den Kürzeren zog (23:28), änderte sich im Zwischenklassement bezüglich Konstellation zwischen Direktabsteiger und Barrageteilnehmer nichts: GC/Amicitia weist nun 19, Gossau 16 Punkte auf. Es folgen Stäfa (10) und Altdorf (2). Am kommenden Samstag wird nun in der Feldliarena der zweite Fight der laufenden Meisterschaftsphase zwischen den Urnern und dem Team vom Zürichsee angepfiffen. Mit einem Sieg könnten die Altdorfer den Rückstand auf Stäfa verkleinern (Anspielzeit: 18 Uhr).

Zum Spielverlauf

Bereits nach knapp 4 Minuten lagen die Altdorfer in Gossau mit 3 Längen zurück (0:3). Dave Zürcher glückte der erste Treffer für seine Farben. Die Innerschweizer fanden sich insbesondere gegen das entfesselte Gossauer Torschützenzweigespann Usik/Monn nur sporadisch zurecht. Nach dem ersten Drittel der Gesamtspielzeit hatten die Ostschweizer die Nase klar im Wind (8:3). Ihre beste Phase verzeichneten die Altdorfer, im Anschluss an ein durch Burkhard Keller angefordertes Teamout, zwischen der 20. und 28. Minute. Samuel Stadelmann (2), Ivan Fallegger (2), Christoph Piske (2) und schliesslich Lutz Wesseling (2), unterstützt durch den stark auftrumpfenden Torsteher Srdjan Djordjevic, zauberten den Gleichstand aus dem Hut (11:11). In Unterzahl (Zeitstrafe gegen Stadelmann) sahen sich die Urner dann bis zur Pause wieder etwas distanziert (11:13). Gossau vermochte sich nach Wiederaufnahme der Partie schon bald vorentscheidend abzusetzen (18:13, 38. Minute), dabei auch von verscherzten Topchancen und technischen Fehlern der Gäste profitierend. 10 Minuten vor Spielschluss hatten die Ostschweizer ihren Vorsprung weiter ausgebaut (27:20) – die Partie war dadurch gelaufen, auch wenn der KTV-Altdorf alles versuchte, die drohende Niederlage noch abzuwenden, indessen gegen die clever zur Sache gehenden Favoriten nicht zu reüssieren vermochten. Trainer/Coach Burkhard Keller: „Im Hinblick auf die zweite Spielhälfte hatten wir uns viel vorgenommen, verscherzten aber zu viele Möglichkeiten. Einmal mit mehreren Längen ins Hintertreffen geraten, ist es natürlich immer schwer, wieder zurückzufinden. Kämpferisch hat unsere Truppe alles gegeben, doch das reichte ein weiteres Mal erneut nicht. Jetzt geht es weiter. Wir wollen alles probieren, um nun im bevorstehenden Fight gegen Stäfa vor eigenem Publikum den ersten Saisonvollerfolg an Land ziehen zu können. Die Moral unserer Truppe ist ungebrochen.“

Zwei „Hundertprozenter“

Aus dem Altdorfer Kollektiv stachen zwei Akteure hervor, die mit einer hundertprozentigen Chancenauswertung beeindruckten: Sebastian Munzert liess sich vier Versuche und ebenso viele Erfolge attestieren - Lukas Huwilers Bilanz war ebenso makellos (1/1). Dave Zürcher (4/6) und Daniel Röösli (2/3) kamen auf je 66 Prozent. Srdjan Djordjevic bestritt den Grossteil der Partie. Von 38 gegnerischen Bällen, die auf sein Tor kamen, entschärfte er deren 11 (29 Prozent).

Altdorf spielte mit: Srdjan Djordjevic, Marcel Luthiger; Sebastian Munzert (4), Lukas Huwiler (1), Dave Zürcher (4), Christian Bär, Lutz Wesseling (3), Ivan Fallegger (4), Marc Fallegger (1), Samuel Stadelmann (2), Fabian Auf der Maur, Tizian Dossenbach, Daniel Röösli (2), Christoph Piske (3).

 

 

 

 

 

 

 

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