Sonntag, 23 Februar 2014 17:06

War das der vorzeitige Keulenschlag?

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Nationalliga A: HC KTV Altdorf – Stäfa 27:28

Ein erster NLA-Sieg für die Urner lag in Griffnähe. Doch die erneute Schlappe liess den Rückstand auf den Tabellenvorletzten auf zehn Längen anwachsen.

Mit Zuversicht ins schwere Spiel. FOTO: RUEDI AMMANNWie träf doch der Kommentator der Lakers aus Stäfa den Fight vom Samstagabend auf der Homepage der Zürichseebuben umreisst. Er spricht davon, dass sein Team in Altdorf „mit einem blauen Auge davongekommen“ sei. In der Tat verscherzten es die Gastgeber, das „angerichtete Mahl“ vorzeitig definitiv auf die eigene Tischseite zu ziehen (O-Ton Philipp Reuter, des bis Saisonende verletzungsbedingt ausfallenden KTV-Topshooters, welcher den Match vor Ort mit Interesse und eingegipstem rechtem Vorderarm verfolgte), nach dem Abpfiff der (vorentscheidenden?) Partie in der NLA-Abstiegsrunde.

Sebastian Munzerts letztes Anschlusstor (27:28) – 9 Sekunden vor Spielschluss erzielt – kam zu spät. FOTO: RUEDI AMMANN   Im Anschluss an den doppelten Punkteverlust ist der Rückstand der Altdorfer (allenfalls gleichbedeutend mit dem Direktabstieg), nach dem ersten Viertel der Relegationstour auf zehn und mehr Längen angewachsen, zumal sich Gossau und GC/Amicitia Zürich die Punkte „brüderlich…“ teilten (27:27): 1. GC/Amicitia 20, 2. Gossau 17, 3. Stäfa 12, 4. Altdorf 2 Punkte.

Drei Hundertprozenter

Der jüngsten Statistik ist zu entnehmen, dass seitens des HC KTV Altdorf gleich drei Akteure eine hundertprozentige Schusserfolgsquote verzeichneten: Ivan Fallegger, Marc Fallegger sowie Samuel Stadelmann. Daniel Röösli kam auf 72, Sebastian Munzert auf 62, Dave Zürcher, Lutz Wesseling (sein Einsatz war bis unmittelbar vor Spielbeginn verletzungshalber ungewiss, während Kevin Ledermann zum Vornherein passen musste) sowie Christoph Piske folgten mit 50 Prozent. Srdjan Djordjevic überliess seinen Torsteherposten in der 20. Minute Marcel Luthiger. Ersterer verzeichnete eine Abwehrerfolgsquote von 22, Luthiger eine solche von 30 Prozent. – Zum weiteren Verlauf der Abstiegsrunde bleibt anzumerken, dass der HC KTV Altdorf bereits am Mittwochabend wieder im Einsatz steht, und zwar in Gossau.

4-Tore- und Halbzeit-Führung der Urner

Christoph Piske markiert einen seiner insgesamt vier Treffer. FOTO: RUEDI AMMANNDie hochkarätig besetzten Gäste zogen vorerst in Front, mussten sich aber bis zur 9. Minute den Gleichstand gefallen lassen (5:5, nach Toren von Sebastian Munzert/2, Christoph Piske, Daniel Röösli und Samuel Stadelmann). Nachdem Dave Zürcher seine Truppe (in Unterzahl) erstmals in Führung geschossen hatte, zauberten Lutz Wesseling, Dave Zürcher sowie Sebastian Munzert das 9:5 zugunsten der Platzherren aus dem Hut. Der gegnerische Coach verpasste seinen Schützlingen in der Folge eine Gangartänderung, vom 3:2:1-System auf 6:0 umstellend. Prompt schlossen die Zürcher auf, dabei von einem seitens der Spielleiter den Innerschweizern unterschlagenen glasklaren Foul profitierend (9:8). Dem 10:10 (22. Minute) setzten die Altdorfer nach starken Abwehraktionen seitens Marcel Luthiger wieder dreimal eine 2-Tore-Führung entgegen (Sebastian Munzert, Lutz Wesseling, Marc Fallegger, Christoph Piske). Einigen Gesprächsstoff lieferte dann ein Treffer Ivan Falleggers, der just mit dem Pausensirenenton zusammentraf, ab. Spielleiter sowie HSV-Delegierter („ein Grenzfall“, wie dieser auf Nachfrage erklärte) entschieden indessen auf Aberkennung. So wurden die Seiten beim Stande von 14:13 gewechselt.

Fatale Zeitstrafe in der Schlussphase

Die erste Viertelstunde des zweiten Spielabschnittes entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch. Keiner Mannschaft gelang es, sich vorentscheidende Reserven zuzulegen. Nach 45 Minuten donnerte Lutz Wesseling den Ball in Überzahl, zur letztmaligen Führung der Altdorfer, wie sich weisen sollte, ins Stäfner Netz (22:21). Dem 22:25 setzte der mit viel Herzblut fightende HC KTV Altdorf nochmals den Gleichstand (25:25: Samuel Stadelmann, Daniel Röösli, Christoph Piske) entgegen. Nach dem 26:26 (57. Minute) kassierten die Altdorfer, die vorgängig einige Bälle veralbert hatten, ein hartes Zeitstrafenverdikt (gegen Marc Fallegger verhängt). Prompt war sie Ausgangspunkt für die abschliessende Niederlage der Urner, nachdem die beiden erfolgreichsten Skorer der Gäste (Pascal Vernier und Simon Getzmann) je gegen die dezimierte KTV-Abwehr zu reüssieren vermochten. Sebastian Munzerts sehenswertes 27:28 fiel erst 9 Sekunden vor Spielschluss – zu spät, als dass das Skore allenfalls noch ausgeglichen hätte gestaltet werden können.

Altdorf spielte mit: Srdjan Djordjevic, Marcel Luthiger; Sebastian Munzert (5), Lukas Huwiler, Dave Zürcher (2), Christian Bär, Lutz Wesseling (5), Ivan Fallegger (2), Marc Fallegger (1), Samuel Stadelmann (3); Fabian Auf der Maur, Tizian Dossenbach, Daniel Röösli (5), Christoph Piske (4).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gelesen 2056 mal Letzte Änderung am Sonntag, 23 Februar 2014 17:17