Donnerstag, 27 Februar 2014 16:39

Gut gespielt - mit viel Pech verloren

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Nationalliga A, Abstiegsrunde: Gossau – HC KTV Altdorf 28:25

Einen Drittel der Relegationsrunde haben die Liganeulinge jetzt hinter sich. Der Rückstand auf den Vorletzten (Stäfa) macht weiterhin 10 Längen aus.

Nach Verletzungspause wieder mit dabei: Nachwuchstalent Kevin Ledermann. FOTO: RUEDI AMMANNWährend in Altdorf das grosse Fasnachtsspektakel (Eintrommeln mit Hunderten von Akteuren) über die Bühne ging, hatten die Akteure des HC KTV Altdorf zur vierten Relegationsrunde in Gossau anzutreten. Fortitudo, das seinem Namen, abzuleiten von „die Glücklichen“ – ohne eigenes Zutun notabene, um nicht falsch verstanden zu werden – alle Ehre machte, gewann die Partie doch mit unverkennbarer Mühe. Denn wenn es müssig erscheint, sich über die Spielleiter zu enervieren, so hatten die mitgereisten Altdorfer Fans und die Innerschweizer Akteure selbst allen Grund dazu. Was an nicht übersehbaren Fehlentscheidungen (Benachteiligungen) während 60 Minuten in Kauf zu nehmen war, überschritt das „akzeptable“ Mass bei Weitem (oder kam da der oft zitierte „Bonus“ der Oberklassigen zum Tragen?). Immer wieder sahen sich die Altdorfer (diese Feststellung hat mit „Chauvinismus“ - siehe Wikipedia: „Der Glaube an die Überlegenheit der eigenen Gruppe“ - absolut überhaupt nichts zu tun) unverkennbar benachteiligt respektive Fortitudo eben bevorzugt. Das schleckt keine Geiss weg und wurde übrigens von „neutralen“ Beobachtern 1:1 zugestanden. Sei dem, wie es wolle: Weitere 2 Punkte sind verloren. Die Altdorfer liegen weiterhin mit 10 Längen auf der letzten Position (Direktabstieg), hinter Stäfa (12), Gossau (19) und GC/Amicitia Zürich (20). Ein Nachtragsspiel (GC/Amicitia – Stäfa) wird am Samstag ausgetragen. Der HC KTV Altdorf tritt zum fünften Fight erst am Sonntag, 9. März, in Zürich gegen GC/Amicitia (Saalsporthalle, 16.30 Uhr) an.

Verletzungsungemach zweier Akteure

Im Verlauf der Mittwochabendpartie zogen sich Lutz Wesseling wie Dave Zürcher Verletzungen zu. Glücklicherweise erwiesen sie sich als nicht allzu gravierend – beide Akteure konnten im Verlaufe der Partie wieder ins Spielgeschehen eingreifen.

Das Skore in Gossau eröffneten Dave Zürcher sowie Lutz Wesseling (2:0). Erst in der 13. Minute vermochte Gossau erstmals die Führung an sich zu reissen. Die Urner hielten dagegen, liessen sich nicht beeindrucken und glichen die gegnerische Führung immer wieder aus (9:9, 21. Minute). Einige Unkonzentriertheiten in den Reihen der KTV-Truppe quittierten die Ostschweizer mit einer Viererserie (13:9, 25. Minute), um die Pause schliesslich mit einer Reserve (13:10) anzutreten. Altdorfs Replik liess nach Wiederaufnahme der Partie nicht auf sich warten (14:13, 33. Minute – Treffer von Ivan Fallegger, Dave Zürcher sowie Daniel Röösli). Das 24:20 (49. Minute) vermochten die Urner bis 5 Minuten vor Spielschluss wieder auf zwei Längen zu reduzieren (26:24). Zu mehr reichte es ein weiteres Mal nicht, wozu auch einige zu hektisch vorgetragene KTV-Aktionen das Ihrige beitrugen. Den Erfolgs-Schlusspunkt aus Altdorfer Sicht setzte 20 Sekunden vor dem letzten Sirenenton Christoph Piske (28:25).

Trainer Burkhard Keller attestierte seinem Team eine gute Leistung, sowohl im Angriff wie in der Defensive. „Ich sah ein engagiertes Kollektiv auf dem Parkett, das keinerlei Resignation erkennen liess und an die am Samstag zuvor gezeigte Leistung anknüpfte“, um sich gleich überzeugt zu geben, dass der HC KTV Altdorf auch die verbleibenden acht NLA-Partien mit Engagement und Herzblut in Angriff nehmen wird.

39 Bälle aufs Gossauer Tor gehämmert

Ein Blick auf die Matchstatistik zeigt, dass der HC KTV Altdorf 39 Schüsse (Gossau: 32) auf das gegnerische Tor abfeuerte. Marcel Luthiger, der mehrheitlich zwischen den Pfosten stand, zeigte eine starke Leistung (Abwehrerfolgsquote von 29 Prozent – sein Gegenüber Holger Hug: 22). Erfolgreichster Skorer des Spiels (Gossau eingeschlossen) war Christoph Piske vom HC KTV Altdorf mit einem halben Dutzend Treffer, vor Daniel Röösli und Dave Zürcher (je 4). Piske wies auch die höchste Erfolgsquote (85 Prozent), vor Zürcher und Röösli (je 80) sowie Samuel Stadelmann (75) und Sebastian Munzert (66) auf.

Dieses Wochenende sind sämtliche KTV-Mannschaften spielfrei. Der Fasnachtsvirus lässt grüssen…

Altdorf spielte in Gossau in folgender Aufstellung: Marcel Luthiger, Srdjan Djordjevic; Sebastian Munzert (2), Lukas Huwiler, Dave Zürcher (4), Christian Bär, Lutz Wesseling (3), Ivan Fallegger (3), Marc Fallegger, Samuel Stadelmann (3), Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur, Daniel Röösli (4), Christoph Piske (6).

 

 

 

 

 

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