Montag, 10 März 2014 00:00

Auch Runde fünf ohne Punktgewinn

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Nationalliga A, Abstiegsrunde: GC/Amicitia Zürich – HC KTV Altdorf 27:20

Starke erste Halbzeit der Urner war für einen Punktegewinn zu wenig. Danach zeichnete sich Zürcher Sieg definitiv ab.

Marc Fallegger: 100-prozentige Schuss-Erfolgsquote und drei Treffer; rechts: Sebastian Munzert in Lauerstellung. FOTO: RUEDI AMMANNNichts Neues unter der Sonne. Der HC KTV Altdorf rennt dem ersten doppelten Punktegewinn in der obersten nationalen Stärkeklasse weiter hinterher. Im Rahmen der fünften Relegationsrundenpartie setzte es für die Innerschweizer am Sonntagnachmittag in der Zürcher Saalsporthalle vor nur knapp 100 Zuschauern eine klare Niederlage mit sieben Längen Unterschied ab. Damit ist der Zug bezüglich Klassenerhalt wohl definitiv abgefahren. Stäfa vermochte sich als Ranglistenvorletzter ebenfalls nicht zu profilieren. Die Zürcher Seebuben verloren gegen Gossau mit 24:27. Die Zwischenrangliste (nach fünf von insgesamt zwölf Spielen) präsentiert sich wie folgt: 1. GC/Amicitia Zürich (24 Punkte), 2. Fortitudo Gossau (21), 3. Lakers Stäfa (12), 4. HC KTV Altdorf (2). Die nächste Partie findet am kommenden Samstag auswärts gegen Stäfa, die nächste Heimpartie am 22. März (18 Uhr, Feldli) gegen GC/Amicitia Zürich statt.

Auftaktführung und Pausenremis

Der HC KTV Altdorf nahm das Auswärtsspiel in Zürich mit viel Punch in Angriff. Treffer von Daniel Röösli, Christoph Piske (zweimal) sowie Lutz Wesseling liessen bis zur 8. Minute eine vielversprechende 4:2-Führung Tatsache werden, zumal sich die KTV-Deckung gegen die wurfstarken Gastgeber immer wieder gut aus der Affäre zu ziehen verstand und Torsteher Srdjan Djordjevic mehrmals Topparaden ablieferte. Das favorisierte Team aus der Limmatstadt vermochte erst in der 25. Minute erstmals in Führung zu ziehen (8:7). Lutz Wesseling und Dave Zürcher waren später dafür besorgt, dass bis zum Seitenwechsel wieder gleichgezogen werden konnte (9:9).

Erneute 2-Tore-Führung

Die Gastgeber waren zu Beginn der zweiten halben Stunde unverkennbar bestrebt, der Partie eine vorzeitige Wende zu verleihen. Doch dagegen legten die Altdorfer vorerst ihr Veto ein. Sebastian Munzert und Dave Zürcher waren mit sehenswerten Treffern für das 12:10 besorgt – Hochspannung im Hinblick auf den weiteren Spielverlauf war damit angesagt. Doch zwischen der 33. und 41. Minute folgte das vorentscheidende Debakel. Im Lager des HC KTV Altdorf war plötzlich der Wurm drin. Kaum mehr eine Aktion lief wunschgemäss. Technische Fehler und weitere Ungereimtheiten häuften sich. Die Zürcher profitierten von der Gunst der Stunde. Sie zogen auf 18:12 weg. Im späteren Verlauf der Partie gelang es den Urnern, wieder Tritt zu fassen und den Rückstand zu reduzieren (21:18, 49. Minute). GC/Amicitia zeigte sich in der Folge indessen zu clever, um noch etwas anbrennen zu lassen. Vielmehr bauten die Limmatstädter ihren Vorsprung in der Schlussphase auf sieben Längen aus.

KTV-Trainer und -Coach Burkhard Keller resümierte, dass sich seine Truppe an diesem Spieltag selber schlug. Im Verlaufe des zweiten Spielabschnittes wurde phasenweise überhastet agiert. Es fehlte an Spieldisziplin. Zu viele Eigenaktionen führten zu fatalen Ballverlusten. Diese kamen den Platzherren immer wieder zu pass. Keller: „Während der ersten Halbzeit und in den Auftaktminuten des zweiten Spielabschnittes zeigten wir, dass wir einiges drauf haben – aber das reichte dann in der Endabrechnung eben erneut nicht.“ Ein Kränzchen wand Keller der Abwehr seiner Truppe, die vorweg im Verlaufe der ersten Spielhälfte eine überzeugende Leistung ablieferte, nicht ohne auch auf den unbändigen Siegeswillen seines Kollektivs zu verweisen, das nach dem zwischenzeitlichen Flop wieder alles in die Waagschale warf, einen sehenswerten Zwischenspurt lancierte und einen 7-Tore-Rückstand zwischen der 41. und 50. Minute wieder markant verkleinerte.

Blick auf die Statistik

Der gut disponierte Srdjan Djordjevic im Tor des HC KTV Altdorf zeigte wie erwähnt eine starke Leistung (28 Prozent-Abwehr-Erfolgsquote). Nicolas Stocker parierte einen gegnerischen Penalty. Mit je 3 Treffern waren in den Reihen der Urner Lukas Huwiler, Dave Zürcher, Marc Fallegger und Christoph Piske die erfolgreichsten Skorer. Je 100-Prozent-Erfolgs-Schussquoten liessen sich Marc Fallegger und Samuel Stadelmann attestieren. Bei GC/Amicitia trafen Roman Sidorovic sowie Gian Grundböck je fünfmal ins Volle. Die Zürcher kassierten vier, die Altdorfer acht 2-Minuten-Zeitstrafen.

Altdorf spielte mit: Sdjan Djordjevic, Nicolas Stocker; Sebastian Munzert (2), Lukas Huwiler (3), Dave Zürcher (3), Lutz Wesseling (2), Ivan Fallegger (1), Marc Fallegger (3), Samuel Stadelmann (1), Fabian Auf der Maur, Daniel Röösli (2), Christoph Piske (3).

 

 

 

 

Gelesen 1712 mal Letzte Änderung am Montag, 10 März 2014 17:23