Mittwoch, 02 September 2015 00:00

Die neue Punktejagd geht los

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Nati B: Erste Spiele Mitte nächster Woche

Der HC KTV Altdorf startet am Mittwoch in Horgen. Heimpremiere am Samstag, 12. September, in der Feldliarena gegen Zofingen (18 Uhr).

obad sptrainer4In der obersten nationalen Stärkeklasse ist der Meisterschaftsauftakt der Saison 2015/16 bereits passé. Die beiden Teams mit Urner Akteuren, St. Otmar St. Gallen (Jost Brücker, 3 Tore) und Wacker Thun (Lukas von Deschwanden, 6 Tore) stiessen direkt aufeinander. Sie trennten sich unentschieden (26:26). Der starke Innerschweizer Vertreter HC Kriens-Luzern trat bei Aufsteiger RTV Basel einen Zähler ab (27:27). Am Mittwoch, 2. September, stieg bereits die zweite NLA-Runde. Am 8. September figuriert die erste NLB-Begegnung (Möhlin – Yellow/Pfadi Winterthur) auf dem Terminkalender. Tags darauf kreuzen Horgen und Altdorf, die Kadetten/Espoirs Schaffhausen - Steffisburg, Baden - Wädenswil, SG Pilatus - Suhr/Aarau, am Donnerstag schliesslich Birsfelden - Endingen die Klingen.

Grosser Favorit: Suhr/Aarau

Während der verflossenen Monate ging in den 14 NLB-Vereinen die (erwartete) grosse Flurbereinigung, respektive Zusammenstellung neuer Kader, über die Bühne. Die Buchmacher sind sich nun weitgehend einig, dass es generell ein umstrittenes Ringen um die Plätze absetzen dürfte. Als Kronfavorit wird das Team des HSC Suhr/Aarau gehandelt, dem seitens der Kenner der Materie die besten Chancen bezüglich Direkt-Wiederaufstieg in die oberste nationale Stärkeklasse zugeschanzt werden. Auf einen Nenner gebracht: Praktisch jeder Klub könnte gegen jeden gewinnen. Der Zweite nach der Qualifikationstour (26 Spiele) erhält - wie im Rahmen der letzten Saison - die Chance, zusätzlich aufzusteigen. Direkt in die 1. Liga verabschiedet sich der Ranglistenvierzehnte, der -dreizehnte hat sich anlässlich einer Barrage zu bewähren.

Beim HSC Suhr/Aarau blieb in jüngster Zeit kein Stein auf dem andern. Markus Jud amtet als neuer Cheftrainer. Wie er sagt, will sein stark besetztes (im Vergleich zur Saison 2013/14) umgekrempeltes Team wieder direkt ins Oberhaus promovieren. Ob es der Konkurrenz gelingen kann, die hochgesteckten Pläne zu durchkreuzen, wird sich weisen.

Der TV Endingen, ein weiterer Aargauer Verein, setzt seinerseits auf die Erfahrung eines neuen Trainerduos: Michael Spuler und Fabian Ammann haben das Erbe von Zoltan Cordas übernommen. Das Team aus dem Surbtal hat sich vorgenommen, einen der beiden ersten Plätze für sich zu beanspruchen.

Der STV Baden, letzte Saison immer wieder mit positiven Überraschungen aufwartend, will erneut an der Spitze dabei sein. Als Trainer haben Björn Navarin und Adi Lehner die Zügel übernommen. Verschiedene junge Wilde, welche das Handballmetier bei Suhr/Aarau erlernt hatten, und der schwedische Hüne Steven Larsson haben das Zeug dazu, ihre Truppe leistungsmässig zu prägen.

Die Kadetten/Espoirs aus Schaffhausen treten - landesweit eine NLB-Einmaligkeit - ausnahmslos mit Schweizer Nachwuchsakteuren, hauptsächlich der Jahrgänge 1995/96, an. Einige Spieler mixen in der Swiss Handball Academy mit – sie werden schon bald ins Team nachrücken. „Unsere Saisonzielsetzung ist auf die Weiterentwicklung der Spieler und den Verbleib in der NLB ausgerichtet“, erklären Trainer Michael Suter sowie sein Assistent Vladislav Radomir unisono. Sie stufen ihr Kollektiv „stärker als im Vorjahr“ ein.

Im Juni wurde die Fusion Yellow Winterthur / Pfadi Winterthur bekanntgegeben. Die neue Konstellation stuft die “Gelben“ als typisches Farmteam des Schweizercupsiegerkollektivs 2015 ein, wie sie beispielsweise auch die Kadetten mit den Espoirs aus Schaffhausen handhaben, erklärt Trainer Nico Peter im Vorfeld der neuen Meisterschaft. Er stapelt keinesfalls tief – will ganz einfach den Klassenerhalt sowie eine gute Klassierung als klares Saisonziel umreissen.

Der SC Siggenthal/vom Stein Baden ist für den HC KTV Altdorf keine unbekannte Grösse, zumal das jüngste Trainingsspiel gegen das Team mit dem Ex-Altdorfer Keeper Peter Szilagyi knapp verloren ging. Der neue Trainer Kai Wetzel hat es sich mit seiner Truppe aufs Banner geschrieben, möglichst schnell von den hinteren Plätzen wegzukommen.

Einige Routiniers haben den TV Möhlin verlassen. Zoltan Cordas als neuer Cheftrainer ist es offenbar gelungen, entstandene Lücken gut zu schliessen, so dass mit den Nordschweizern bestimmt zu rechnen sein wird. Möhlin wird sich mit Bestimmtheit nicht nur als simpler Punktelieferant abstempeln lassen.

Jederzeit für Siege dürfte der TV Birsfelden fähig sein. Er peilt in seinem zweiten NLB-Jahr den Klassenerhalt an. Trainer Tom Reichmuth und Assistent Matthias Küng haben verschiedene Abgänge zu verkraften. Sie wollen sich mit ihrer Truppe speziell mit einem guten Start rechtzeitig ein Punktepolster zulegen, wie es scheint.

Der TV Steffisburg wird weiterhin eng mit Wacker Thun zusammenarbeiten. Eine gute Saison zeichnet sich seitens der Berner, da sie offenbar über ein breit aufgestelltes Kader verfügen. Trainer Dominic Bleuer strebt mit seinem Team keine eigentlichen Höhenflüge an. Angesagt sind insbesondere der Ligaerhalt, ferner die Förderung der eigenen Perspektivakteure.

Ein kompletter personeller Umbruch zeichnet sich beim TV Zofingen ab. Mehr als ein Dutzend Spieler haben die Reihen des Aargauer Renommierklubs früherer Zeiten verlassen – anderseits wurden gleich neun „Neue“ verpflichtet. Trainer Zsolt Toth bezeichnet den Klassenerhalt des TVZ als „von oberster Priorität“.

Altdorf und die beiden Aufsteiger

Der HC KTV Altdorf - ausgezeichneter Dritter der letzten Saison und „Inhaber“ des NLB-Torschützenkönigs 2014/15, Marko Koljanin (210 Treffer, im Schnitt 8,4 Tore pro Match), segelt weiterhin unter dem erfahrenen Zepter von Spielertrainer Mario Obad. Ausserdem mit Headtrainer Dani Lussi und Co-Trainer Marco Sigrist zur Sache gehend, schätzt das Trio selber seine Truppe eher als eine klitzekleine Prise schwächer als letzte Saison ein. Es erhält mit Yannick Drollinger aber (nach vier Rücktritten) einen bedeutsamen Zuzug. Die Urner, welche erneut ihre Heimstärke auszuspielen gedenken, dürfen sich auf den „Spielhunger“ verschiedener hoffnungsvoller Nachwuchsakteure aus der eigenen Schule stützen. Die versierten Teamleistungsträger und -verantwortlichen geben sich alles über alles überzeugt, dass ein guter Platz in der vorderen Ranglistenhälfte nicht als Hochstapelei abgetan werden darf.

Und da wären schliesslich noch die beiden Aufsteiger, nachdem Chênois Genf und Kreuzlingen wieder in die 1. Liga abgetaucht sind: Die SG Pilatus (vormals Borba Luzern und Nachwuchsorganisation des NLA-Vereins Kriens-Luzern) hat es im vierten Anlauf geschafft, in die NLB zu promovieren. Andy Gubler und Co-Trainer Thomas Helfenstein stehen insbesondere starke Nachwuchskräfte zur Verfügung. Saisonziel: Konsolidierung in der NLB.

Der HC Wädenswil tritt mit einer jungen, dynamische Truppe an. Sie möchte insbesondere die Promotion ins Oberhaus rechtfertigen. Die Trainer Remo Herbst (Assist: Daniel Ottinger) sind bestrebt, mit ihren Leuten das Optimum herauszuholen und den Ligaerhalt zu sichern.

 

Gelesen 1169 mal Letzte Änderung am Freitag, 04 September 2015 16:49