Montag, 02 November 2015 00:00

Nationalmannschaft gab sich in Altdorf die Ehre

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brack rolfDie Schweizer Handballnationalmannschaft bestritt zwischen Sonntag und Dienstag den ersten Lehrgang in der neuen Saison. Unter dem Zepter von Rolf Brack – dem Vater des vormaligen KTV-Spielertrainers Daniel -, Co-Trainer Petr Hrachovec sowie der neue Teambetreuer Hans Wipf, in Anwesenheit von Physiotherapeut Ricardo Morgado, wurden in der Baldinihalle verschiedene Trainingseinheiten durchexerziert. Aufmerksamer Beobachter des Zusammenzuges war Ingo Meckes, früherer Bundesligaspieler in Deutschand, Chef Leistungssport SHV. Das Team selber logierte bis Mittwoch früh im Hotel Höfli, wo es sich bestens aufgehoben fühlte. Unter den Akteuren befanden sich auch der Ex-Altdorfer Lukas von Deschwanden, aktueller NLA-Topskorer von Wacker Thun, ferner der Torsteher des NLA-Klubs Kriens/Luzern, Andi Portmann (früher während einer Saison beim HC KTV Altdorf tätig), sowie Thomas Hofstetter, aktuell ebenfalls beim HC Kriens/Luzern engagiert.

Von Deschwanden als „Hämmerer“

Lukas von Deschwanden hat einen Vertrag bis ins Jahr 2017 bei Wacker Thun unterschrieben, der ihm allerdings unter bestimmten Voraussetzungen auch gewisse portmann andi filteredfrühere Vereinswechselmöglichkeiten offenlässt. Der Ex-Altdorfer beendet sein mehrjähriges Sportwissenschaftsstudium in Bern im kommenden Sommer. Er liebäugelt nach eigenen Aussagen durchaus mit Möglichkeiten, sein Handballtalent auch in einer anderen Nation zum Tragen bringen zu können, ohne zurzeit bereits persönliche Präferenzen zu erwähnen. Lukas von Deschwanden hat sich übrigens unlängst an Tempo-Spitzenmessungen beteiligt. Mit Ballgeschwindigkeiten von 116 km/h belegte er den ersten Platz vor Luka Maros (Schaffhausen) mit 109, und Luca Mühlemann (BSV Bern/Muri) mit 105 km/h.

nati lager filteredDer Nationalmannschaftstross disloziert nun am Mittwochmorgen nach Mailand, von wo er den Flug nach Tunis antritt (Teilnahme an einem Vierländerturnier in Tunesien).

Die Schweizer Nationalmannschaft bestreitet im Januar 2016 die erste Phase der WM-Qualifikation. Die SHV-Auswahl von Cheftrainer Rolf Brack trifft dabei in einer Dreiergruppe auf Luxemburg sowie Holland. Nur der Gruppenbeste qualifiziert sich für die Playoffs. Die Heimspiele finden gegen Luxemburg am Samstag, 9. Januar, 19 Uhr, gegen Holland am Mittwoch, 13. Januar, 20 Uhr, jeweils in der Aarauer Schachenhalle statt.

Prekäre Personalsituation

IMG 3112.CR2Die Personalsituation rund um die Nationalmannschaft bleibt weiter keine einfache, erklärte Nationaltrainer Rolf Brack bereits vor dem Trainingszusammenzug in Altdorf: „Wir sehen uns für den Herbst-Lehrgang erneut mit zahlreichen Abwesenden konfrontiert. Darum bildet notgedrungenermassen eine junge, international eher unerfahrene Mannschaft das Gerippe. Routiniertester Akteur im Kader ist Torhüter Aurel Bringolf (46 Länderspiele). Mit Lucas Meister (Kadetten Schaffhausen), Cédrie Tynowski (Pfadi Winterthur) und Björn Fröhlich (GC/Amicitia Zürich) stehen drei Debütanten im Aufgebot; mit Benjamin Geisser (St. Otmar St. Gallen) und Thomas Hofstetter (HC Kriens/Luzern) kehren ausserdem zwei Spieler nach längeren Unterbrüchen in die Nationalmannschaft zurück. Jammern hilft generell nichts. Wir müssen die Situation annehmen, wie sie ist. Und wir wollen mit den Tugenden der Universiade, also der richtigen Mentalität und grossem Teamgeist, die Defizite kompensieren“, erklärte Rolf Brack weiter. Zur Erinnerung: Im südkoreanischen Gwangju hatten die Schweizer im Juli an der Universiade überraschend die Bronzemedaille gewonnen – zahlreiche Leistungsträger von jenem Turnier sollen auch jetzt wieder die Verantwortung übernehmen.

 

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