Montag, 30 November 2015 00:00

Hexer Marcel Luthiger rettete Sieg in extremis

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Pilatus/Luzern – HC KTV Altdorf 22:23

Urner dank Top-Defensivleistung aber bedenklicher Chancenauswertung. Klarer Sieg wäre nötig, ja eigentlich zwingend gewesen.

Luthi Yell PfUngewohnte Anspielzeit (Sonntagnachmittag) zum mit Hochspannung erwarteten Innerschweizer Derby in der Luzerner Maihofhalle. In beiden Lagern waren die vorgängig verletzt ausgefallenen Topskorer mit von der Partie: Jan Gwerder bei den Luzerner Aufsteigern, Marko Koljanin bei den Altdorfern. Letzterer wirbelte die Pilatus-Abwehr, trotzdem er noch nicht hundertprozentig „wieder hergestellt“ war, gehörig durcheinander (zehn Treffer), während bei den Platzherren Samuel Weingartner neun- und der erwähnte Gwerder dreimal ins Volle trafen.

18 „Hundertprozentige“ versiebt

Wie schon mehrmals in der laufenden Saison wirkte der Angriff der Altdorfer, über die ganze Spielzeit hinweg betrachtet, speziell aber in der Schlussphase, etwas unkonzentriert. Nichts beweist dies besser als die Tatsache, dass insgesamt gleich anderthalb hundertprozentige Möglichkeiten verscherzt respektive ausgelassen wurden, was auch Headcoach Dani Lussi und Spielertrainer Mario Obad zu Recht kritisierten. „Das Wichtigste ist indessen wohl, dass wir schliesslich beide Punkte - vor rund 200 Zuschauenden, zum Grossteil Urner und Stanser Fans - in den eigenen Reihen zu behalten vermochten. Nun haben wir Zeit, uns auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten. Zum nächsten NLB-Fight treten wir erst am 12. Dezember in Möhlin an“, so Lussi. Danach folgt endlich wieder eine NLB-Heimvorstellung: am 19. Dezember gegen Horgen, und danach der Schweizer-Cup-Achtelfinal, ebenfalls in Altdorf (22. Dezember, gegen St. Otmar St. Gallen).

„Luthi“ sei Dank...

In den Reihen des HC KTV Altdorf war, nebst Marko Koljanin, Keeper Marcel Luthiger der eigentliche Matchwinner. Insgesamt durfte er sich eine Superabwehrquote (22 von 54, also 41 Prozent, gegen sein Tor abgefeuerten Bällen) attestieren lassen. Auch wenige Sekunden vor Spielschluss brillierte „Luthi“. Dies, nachdem die Altdorfer (Marius Kasmauskas) einen unnötigen Ballverlust produziert hatten und Fabio Hess (Pilatus/Luzern) allein Richtung KTV-Tor wegzog. Luthiger verwehrte dem Streitobjekt mit seiner Glanztat den Eintritt in den Kasten – Altdorf stand damit definitiv als Siegerformation (23:22) fest.

Der übrige Spielverlauf in Kürze: Altdorf führte nach wenigen Minuten 3:0, nach 10 Minuten 7:3. Bis zur 20. Minute kämpfe sich Pilatus/Luzern auf 9:7 heran. Der 2-Tore-Vorsprung hatte auch zur Pause Bestand (13:11). Nach Wiederaufnahme der Partie war bald der Gleichstand perfekt (14:14). Die Urner erhöhten postwendend die Kadenz (18:15, 20:15). Nach einem Konter (Fallegger) schien die Vorentscheidung zugunsten der KTV-Truppe in der 52. Minute gefallen zu sein. Weil sich die Altdorfer bis zum Schlusspfiff indessen wenig berauschend präsentierten, fünf Treffer kassierten und nur ein mickriges Törchen zu markieren verstanden, lautete das Skore bald 22:21 respektive 23:22, ehe Marcel Luthiger dann mit dem bereits geschilderten „Big-Save“ seine stupende Aufwartung machte.

Altdorf auf dem 9. Rang

Die fünf übrigen Wochenendpartien ergaben folgende Resultate: Möhlin – Kadetten/Espoirs Schaffhausen 28:22, Zofingen – Birsfelden 27:27, Wädenswil – Siggenthal 29:27, Baden – Suhr/Aarau 24:28, Horgen – Steffisburg 29:32.

In der NLB-Zwischenrangliste führen nach elf Spielen weiterhin Endingen (21 Punkte), vor Suhr/Aarau (20) souverän. Es folgen: 3. Horgen (14), 4. Möhlin (14), 5. Siggenthal (14), 6. Kadetten/Espoirs Schaffhausen (13), 7. Steffisburg (13), 8. Baden (11), 9. Altdorf (10/12 Spiele), 10. Birsfelden (7), 11. Wädenswil (7/12 Spiele), 12. Zofingen (5), 13. Yellow/Pfadi Winterthur (4), 14. Pilatus/Luzern (3).

Für Altdorf spielten: Marcel Luthiger, Jan Dittli; Marius Kasmauskas (3), Dave Zürcher, Ivan Fallegger (4), Marc Fallegger (1), Joy Gisler, Flavio Fallegger, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (1), Tizian Dossenbach (1), Yannick Drollinger (1), Mario Obad (2), Marko Koljanin (10).

 

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