Mittwoch, 10 Februar 2016 00:00

Vor kniffligen Missionen

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Vor kniffligen Missionen

NLB-Herren in Schaffhausen, 2.-Liga-Damen zu Hause im Einsatz

Vor einer spannenden Aufgabe stehen Urner Handballerinnen und Handballer. Besondere Brisanz verspricht der Fight gegen die Espoirs aus der Munotstadt.

In unguter Erinnerung haben die NLB-Männer das Vorrundenheimspiel gegen die Schaffhauser Espoirs. Sie sahen sich im Herbst in der Feldliarena von den Nordostschweizern mit 24:34 vom Feld gefegt. Jetzt möchten sie sich nur allzu gerne für diese Schlappe revanchieren. Ob dieses Vorhaben in der Schaffhauser BBC-Arena am späten Samstagnachmittag (ab 17 Uhr) gelingt, ist allerdings höchst fraglich, auch wenn die Urner ihr Qualifikationsrunden-Restprogramm 2016 in Zofingen mit einem klaren Sieg in Angriff genommen haben und so eine beachtliche Form nach der mehrwöchigen Einsatzpause dokumentierten.

Urner klare Underdogs

Der HC KTV Altdorf tritt in Schaffhausen als Aussenseiter an. Die Gastgeber-Espoirs, unter den Fittichen des Nachwuchs-Nationaltrainers Michael Suter stehend und angeführt durch den vormaligen NLA-Akteur Nik Tominek - er markierte gegen Siggenthal anlässlich des ersten Sieges im neuen Jahr (31:24) gleich elf Treffer - grüssen zurzeit im NLB-Zwischenklassement von der dritten Position (21 Punkte, +55), deutlich vor dem Ranglistensiebten HC KTV Altdorf (16, -19). Im NLB-Torschützenklassement belegt der Schaffhauser Topskorer Albin Alili (130 Treffer, im Schnitt 8,7) den zweiten Platz. Seitens der Urner nehmen Marko Koljanin den 4. (111, 7,9), Mario Obad den 7. (88, 5,9), Ivan Fallegger den 36. (49, 3,3) Rang ein.

Männer II und Damen im Zugzwang

Die zweite Herrenmannschaft bestreitet die Auf-/Abstiegsrunde 3./4. Liga. Im bisherigen Verlauf holte der KTV-Trupp 4 von 6 möglichen Punkten (gemeinsam mit Borba/Luzern, Baar/Zug sowie Sursee) ab. Er empfängt nun am Samstagnachmittag (16 Uhr) in der Feldliarena zum Spitzenspiel den aktuellen Leader Malters. Die Luzerner haben nach drei Einsätzen bereits 6 Zähler eingebunkert.

Die Altdorfer 2.-Liga-Damen dürfen sich in der Auf-/Abstiegsrunde 2./3. Liga mit grösster Wahrscheinlichkeit nur dann noch Chancen auf den Klassenerhalt ausrechnen, wenn sie nach den beiden Auftaktniederlagen nun gegen Sursee am Sonntagabend (18.30 Uhr, Baldinihalle) die ersten Zähler sicherstellen. Die Luzernerinnen haben auf ihrem Konto zurzeit 1 Zähler stehen.

Vier Nachwuchsteams auf Punktejagd

Die U19-Interjunioren der SG Altdorf/Stans treten am Samstag in Aarau gegen die HSG Suhr/Aarau an. Die Innerschweizer sind zurzeit mit 18 Punkten auf dem 2. Platz, die Gastgeber mit 8 Zählern auf der 7. Position etabliert.

Gegen die Vertretung des gleichen Vereins spielen die Urner/Nidwaldner U17-Interboys gleichentags ebenfalls im Rüebliland. Der HSC Suhr/Aarau gilt klar favorisiert (5., 12 Punkte), gegenüber der SGAS (10., 4).

Die U17-Elitejuniorinnen der SG Altdorf/Stans erhalten am Sonntagabend Gelegenheit, sich noch vorteilhafter in der vorderen Tabellenhälfte zu etablieren. Sie treffen auswärts auf den TV Appenzell. Die Gastgeberinnen stehen gegenwärtig als acht- (8, -33) gegenüber den fünftrangierten Urschweizerinnen (12, -8) zu Protokoll.

Am Sonntag stehen schliesslich auch die U15-Junioren des HC KTV Altdorf in der Stärkeklasse 2 im Blickfeld. Sie wollen versuchen, ihre gute Ausgangslage (3., 4 Punkte nach drei Spielen) in Huttwil (6., 2 Zähler nach zwei Durchgängen) zu optimieren.

Unwiderstehlicher Lukas von Deschwanden

Im Schweizer Cup der Männer haben sich nach Titelverteidiger Pfadi Winterthur auch Wacker Thun, die Kadetten Schaffhausen und der TSV St. Otmar St. Gallen (mit dem Ex-Altdorfer Jost Brücker) für das «FINAL4» vom 7. und 8. Mai in Sursee qualifiziert. (Die Halbfinals werden am Sonntag im Rahmen der NLA-Partie zwischen St. Otmar und Pfadi Winterthur ausgelost.)

Wacker Thun gewann ein enges Derby auswärts gegen den BSV Bern Muri mit 20:19 (10:10). Vor 1000 Zuschauern fiel die Entscheidung mit der Schlusssirene: Der Altdorfer Nationalmannschaftsspieler Lukas von Deschwanden traf mittels Siebenmeterwurf zum umjubelten Siegtreffer der Oberländer. Der Topskorer hatte dem Spiel bereits zuvor seinen Stempel aufgedrückt: Er erzielte zwölf Tore – und war in der letzten Viertelstunde fast im Alleingang für die Wende zugunsten seines Kollektivs verantwortlich.

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