Sonntag, 14 Februar 2016 00:00

Der Prominenz auf den Zahn gefühlt

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Schaffhauser Espoirs – HC KTV Altdorf 32:29

Beinahe glückte den Urnern die Revanche für die happige Vorrundenniederlage (zehn Tore Differenz). Doch zuletzt fehlte ihnen etwas die Kraft, um das Vorhaben umzusetzen.

koljdrollinger filteredDie Nordostschweizer traten – mit zahlreichen ehemaligen NLA-Akteuren respektive gegenwärtigen Nachwuchs-Nationalmannschaftsspielern besetzt – als Overdogs zum Samstagabend-Kräftemessen an, auch wenn die Gastgeber auf ihrer eigenen Homepage umgekehrt die Urner als «favorisiert» eingestuft hatten. Das Team von Nachwuchs-Nationaltrainer Michael Suter zeigte sich insbesondere im Rahmen der letzten Viertelstunde auf der Höhe seiner Aufgabe, als es ihm gelang, aus den nachlassenden gegnerischen Kräften (verletzungsbedingte Ausfälle von Mario Obad und Dave Zürcher – bei den Gastgebern schied Topskorer Albin Alili im Anschluss an eine fatale Ellbogenverletzung aus) der Innerschweizer Profit zu schlagen.

Nach Siegen über Siggenthal und Birsfelden – die beiden nächsten KTV-Gegner in der Feldliarena am 20. respektive 27. Februar – sicherte sich der Trupp aus der Munotstadt damit bereits den dritten 2016er-Vollerfolg. Anderseits verpassten die Altdorfer eine Punktekontoäufnung (nach dem klaren Starterfolg im neuen Handballjahr über Zofingen).

Knappe Pausenführung der Urner

Der HC KTV Altdorf startete in die Partie fulminant. Marius Kasmauskas und Marko Koljanin besorgten die 2:0-Führung der Innerschweizer. In der 7. Minute zogen die Schaffhauser erstmals in Front. Ausgeglichen präsentierte sich das Zwischenresultat nach Ablauf der ersten Viertelstunde. 4 Minuten vor dem ersten Sirenenton führte der KTV nach höchst sehenswerten Aktionen mit 15:12, ehe die Espoirs vor dem Seitenwechsel noch auf eine Länge zu verkürzen vermochten (15:14). Mehr wäre aus Sicht der Altdorfer zu diesem Zeitpunkt durchaus möglich gewesen, wie insbesondere KTV-Headcoach Dani Lussi im Rahmen seiner Zwischenbilanz bezüglich Spielverlauf gegen das aus seiner Optik «beste NLB-Team der laufenden Saison» befand und beklagte, dass seine Truppe in der Abwehr oft eine Prise zu zögerlich zur Sache gegangen war.

Die Schaffhauser Espoirs drehten nach Wiederaufnahme der Begegnung das Ergebnis zu ihren Gunsten, um bis zur 55. Minute auf 30:25 und später 32:27 zu erhöhen. Den letzten Treffer der Partie erzielte Ivan Fallegger. Er hatte damit insgesamt viermal ins Volle getroffen, genau so oft wie Marius Kasmauskas, gegenüber den beiden alle Mitstreiter überragenden Kroaten Mario Obad und Marko Koljanin, mit je acht Treffern. In der KTV-Teambilanz liessen sich Dave Zürcher, Fabian Auf der Maur und Yannik Drollinger mit je 100-prozentiger Chancenauswertung die besten Werte attestieren, vor Ivan Fallegger (66), Marko Koljanin (61) sowie Mario Obad (57). Zu den Gastgebern bleibt anzumerken, dass sich als beste Skorer Maximilian Gerbl (9), Lucas Meister sowie Leszec Starczan (je 6), ferner Nic Tominec (5) nur schwer an die Leine zu legende Akteure erwiesen und sich ihre Torhüter mit 45-, 40- respektive 30-prozentigen Abwehrquoten (Altdorf: Dittli 25, Luthiger 24) immer wieder speziell auszeichneten.

Altdorf weiterhin Tabellensiebte

Die weiteren Ergebnisse der 17. Meisterschaftsrunde (auszutragen sind im Rahmen der Qualifikationstour 2015/16 total 26 Einsätze; Steffisburg und Altdorf haben eine Partie weniger als die Konkurrenz ausgetragen): Pilatus/Luzern - Wädenswil 31:29, Siggenthal - Birsfelden 15:21, Steffisburg – Yellow/Winterthur 22:14, Möhlin - Endingen 23:25, Zofingen - Baden 19:27, Horgen - Suhr/Aarau 36:42.

Das NLB-Zwischenklassement: 1. Endingen (31 Punkte), 2. Suhr/Aarau (30), 3. Kadetten-Espoirs (23), 4. Möhlin (21), 5. Steffisburg (19), 6. Horgen (18), 7. Altdorf (16), 8. Siggenthal (16), 9. Baden (15), 10. Birsfelden (13), 11. Yellow/Winterthur (12), 12. Wädenswil (9), 13. Pilatus/Luzern (7), 14. Zofingen (6).

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Jan Dittli; Michael Bissig, Marius Kasmauskas (4), Dave Zürcher (2), Ivan Fallegger (4), Cyril Keller, Joy Gisler, Fabian Auf der Maur (1), Tizian Dossenbach, Yannick Drollinger (2), Mario Obad (8), Marko Koljanin (8), Elias Arnold.

 

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