Montag, 14 März 2016 00:00

Keine berauschende Vorstellung – unnötige Schlappe

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HC KTV Altdorf – STV Baden 24:28

Krankheitsbedingter Ausfall von Topskorer Marko Koljanin hatte fatale Folgen. Dem umgestellten Team gelang recht wenig – über 20 Topchancen wurden zudem versiebt.

IMG 5961Die Urner hatten sich vorgenommen, die Auswärtsniederlage gegen die Gäste vergessen zu machen respektive für Revanche zu sorgen. Doch alles kam ganz anders. Vor gut 300 Zuschauern stellte sich das Team in der Feldliarena phasenweise höchst kompliziert oder zumindest ideenlos an. Mit entsprechenden Folgen: Die Aargauer nutzten die Gunst der Stunde, verpassten den Gastgebern einen eigentlichen Denkzettel und liessen die Innerschweizer in der Tabelle auf 19 Punkten sitzen. Und die bevorstehende Auswärtspartie gegen Leader Suhr/Aarau vom kommenden Sonntag lässt vermuten, dass der KTV-Trupp sein Punktekonto vor Ostern nicht wird zu äufnen vermögen. Also heisst es gegen Steffisburg, Endingen, Pilatus/Luzern, Wädenswil sowie Möhlin zumindest noch jenen Zähler einzubunkern, der die Altdorfer auch arithmetisch gesehen aus dem «Relegationsschneider» (bezogen auf die zwei letztklassierten Mannschaften, falls diese alle ihre ausstehenden Partien siegreich gestalten sollten) führt…

Nach den Wochenendpartien Kadetten-Espoirs/Schaffhausen – Endingen 33:31, Pilatus/Luzern – Steffisburg 30:26, Birsfelden – Yellow-Pfadi/Winterthur 20:25, Siggenthal – Suhr/Aarau 23:33, Wädenswil – Zofingen 34:28, Möhlin – Horgen 32:27 präsentiert sich die aktuelle NLB-Hauptrunden-Rangliste wie folgt: 1. Suhr/Aarau (38 Punkte), 2. Endingen (37), 3. Kadetten-Espoirs/Schaffhausen (29), 4. Möhlin (27), 5. Steffisburg (21), 6. Siggenthal (21), 7. Horgen (20), 8. Altdorf (19), 9. Baden (17), 10. Birsfelden (17), 11. Yellow-Pfadi/Winterthur (16), 12. Wädenswil (13), 13. Pilatus/Luzern (9), 14. Zofingen (8). – Altdorf und Steffisburg haben eine Partie weniger als die Konkurrenz bestritten.

Nach Vier-Tore-Führung leistungsmässig abgebaut

Drollinger BasdenIm Anschluss an eine Gedenkminute für das verstorbene Ehrenmitglied Osi Arnold war es sehenswerten Aktionen von Torsteher Jan Dittli zu verdanken, dass die Altdorfer nicht gross ins Hintertreffen gerieten. Marius Kasmauskas (dreimal), Spielertrainer Mario Obad (zweimal) und Tizian Dossenbach waren prompt für eine 6:2-Führung des KTV besorgt. Der Fight schien damit in die vorgesehenen Bahnen gelenkt. In der Folge profitierten die Badener indessen immer wieder von der alles andere als sattelfest wirkenden Abwehr der Platzherren, die den Besuchern Mal für Mal gute bis beste Chancen eröffnete, um erfolgreich abschliessen zu können. So kam es nicht von ungefähr, dass die Aargauer auszugleichen und gar in Führung zu ziehen vermochten (8:9, 25. Minute, 10:12 zur Pause).

Immerhin zweimal den Ausgleich geschafft

arnold david baden filteredDie Gardinenpredigt von Headcoach Dani Lussi und Spielertrainer Mario Obad, sich ihrer Qualitäten zu besinnen, vermochte die Altdorfer fatalerweise nicht sonderlich wachzurütteln. Auch nach erfolgtem Seitenwechsel überzeugten sie nur phasenweise. Immerhin gelang es, bis zur 45. Minute mit den Besuchern gleichzuziehen (18:18). Nach einer doppelten, zumindest einmal sehr fragwürdig verhängten Zeitstrafe (gegen Tizian Dossenbach und Yannick Drollinger ausgesprochen), war es für die druckvoll agierenden Gäste ein Leichtes, sich wieder Luft zu verschaffen. Gute Phasen im Altdorfer Kollektiv liessen nach dem 20:24 nochmals Hoffnung keimen. Knapp 4 Minuten vor Spielschluss hatten Ivan Fallegger (zweimal), Marius Kasmauskas und Dave Zürcher den Gleichstand bewerkstelligt (24:24). Doch die Altdorfer, weiterhin mit technischen Unzulänglichkeiten, unverwerteten Chancen und herzlich wenig Selbstvertrauen agierend, sahen im Rahmen der restlichen Spielzeit die Felle definitiv davonschwimmen. «Wer derart zahlreiche Möglichkeiten versiebt und Ballverluste produziert, kann einen Match ganz einfach nicht siegreich gestalten», resümierte der von der Leistung seiner Truppe, die insbesondere gegen Florian Legoll (9 Tore) und STV-Spielertrainer Björn Navarin (6) oft unbeholfen zur Sache ging, sichtlich enttäuschte KTV-Headcoach Dani Lussi.

Bester Skorer seines Teams war an diesem Abend Spielertrainer Mario Obad (8 Treffer), vor dem stark auftrumpfenden Marius Kasmauskas (7) und Yannick Drollinger (3), der auch die beste Chancenauswertung (75 Prozent) auswies. Jan Dittli parierte im Tor 39 Prozent der auf sein Gehäuse abgefeuerten Bälle, Nicolas Stocker 13 Prozent.

Altdorf spielte mit: Jan Dittli, Nicolas Stocker (ohne den angeschlagenen Marcel Luthiger); Marc Vollenweider, Elias Arnold, Marius Kasmauskas (7), Dave Zürcher (2), Ivan Fallegger (2), Marc Fallegger, Joy Gisler, Flavio Fallegger, Fabian Auf der Maur (1), Tizian Dossenbach (1), Yannick Drollinger (3), Mario Obad (8).

 

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