Montag, 21 März 2016 00:00

Am Thron des Leaders gab es nichts zu rütteln

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Suhr/Aarau – HC KTV Altdorf 35:25

An eine zweite Überraschung (Sieg im Rahmen der Vorrunde) war nicht zu denken. Zu übermächtig, zu konsequent auch, setzten sich die Gegner am Sonntagabend in Szene.

Im Herbst hatten die Urner für eine handfeste Überraschung gesorgt. In der Feldliarena gelang ihnen der Coup, die Overdogs respektive Widersacher, welche den Wiederaufsteig in die oberste nationale Stärkeklasse anstreben, eine Niederlage zu verpassen. Diese blieb im weiteren Verlauf des Championats bislang die einzige, welche Suhr/Aarau in Kauf zu nehmen hatte. Und am Sonntagabend war in der Aarauer Schachenhalle, vor 350 Zuschauern, bald einmal klar, dass sich das zitierte «Ereignis» nicht wiederholen würde. Die Platzherren übernahmen das Zepter von Anfang an, führten nach 11 Minuten bereits mit 10:5 und liessen ihre Gegner bis zur Pause weitgehend chancenlos, auch wenn in ihren Reihen der infolge Krankheit gegen Baden ausgefallene Topskorer Marko Koljanin wieder mit von der Partie war.

Der weitere Spielverlauf

Suhr/Aarau war den Altdorfern bis zur Pause mehrheitlich überlegen, agierte vorweg im Defensivbereich überzeugender und liess im Verlaufe der ersten halben Stunde einen Sechs-Tore-Vorsprung Tatsache werden (18:12). Die Regie bei den Aargauern führten insbesondere der überragende Tim Aufdenblatten sowie Ljubomir Josic, ferner Kreisflitzer Patrik Strebel, sehr zur Genugtuung ihres Trainers Guido Frei. Auch die zweite Halbzeit gingen die Aargauer, deren Leistung ihre Teamleitung als «nicht fehlerlos, aber mit viel Leidenschaft und Emotionen geführt» quittierte, mit viel Konsequenz an.

Wichtige Vorentscheidungen gefallen

Der HC KTV Altdorf schien während der ganzen Partie, die schliesslich mit zehn Längen Differenz verloren gegeben werden musste, von Anfang weg irgendwie die Auffassung im Hinterkopf mitzuführen, dass gegen die zurzeit sackstark auftrumpfenden Tabellenleader kaum etwas auszurichten sein würde. Anderseits waren die Urner aufgrund der bereits gespielten Wochenendpartien auch bereits sicher, dass ihnen im hinteren Tabellenteil eh definitiv nichts mehr passieren konnte. So ist es nun definitiv, dass im Relegationssektor – vor den vier letzten Partien – rein arithmetisch lediglich noch Yellow/Pfadi Winterthur (16 Punkte), Wädenswil (13), Pilatus Luzern (9) sowie Zofingen (8) im Kreuzfeuer stehen. Ebenso sicher ist die Tatsache, dass bezüglich Direktaufstieg respektive Barrageteilnahme lediglich noch Suhr/Aarau (40) und Endingen (39) in Frage kommen.

Zum Spiel der Altdorfer bleibt anzumerken, dass die beiden Kroaten Mario Obad (7 Treffer) und Marko Koljanin (6) erneut als erfolgreichste KTV-Skorer, neben Marius Kasmauskas (4), auftraten. Hundertprozentige Abschluss-Erfolgsquoten verzeichneten Elias Arnold sowie Tizian Dossenbach, gefolgt von KTV-Spielertrainer Mario Obad (70 Prozent) sowie Yannick Drollinger (66).

Weitere Ergebnisse und nächste Einsätze

Die weiteren NLB-Wochenendresultate: Zofingen – Möhlin 25:28, Kadetten/Espoirs Schaffhausen – Pilatus/Luzern 28:22, Birsfelden – Horgen 28:28, Baden – Yellow/Pfadi Winterthur 31:24, Endingen – Siggenthal 30:23, Steffisburg – Wädenswil 34:26.

Während der Ostertage ruht der Meisterschaftsbetrieb. Der HC KTV Altdorf wird seine nächsten drei Einsätze ausnahmslos vor eigenem Publikum absolvieren können. In der Feldliarena weilen zu Gast: Steffisburg (2. April), Endingen (16. April), Pilatus/Luzern (20. April).

Altdorf spielte in Aarau mit: Jan Dittli, Marcel Luthiger; Marc Vollenweider, Elias Arnold (2), Marius Kasmauskas (4), Dave Zürcher (1), Ivan Fallegger, Joy Gisler (1), Flavio Fallegger, Fabian Auf der Maur, Tizian Dossenbach (2), Yannick Drollinger (2), Mario Obad (7), Marko Koljanin (6).

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