Freitag, 20 Mai 2016 00:00

Der neue NLB-Keeper heisst Noah Ineichen

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Am Donnerstagabend wurde der neue Torhüter vorgestellt. Er spielte letzte Saison bei der SG Pilatus-Luzern.

Ineichen NoahDonnerstagabend, 19. Mai, Sportarena Feldli in Altdorf, kurz nach 18.30 Uhr. Noch zeigt sich die Halle nur durch Junioren besetzt. Doch in den Katakomben lässt sich bereits allerlei Neues vernehmen. So ist es der Vereinsleitung des HC KTV Altdorf, vertreten durch Präsident Stefan Arnold und Sportchef Mirko Funke, gelungen, den Torhüterposten nach dem Rücktritt von Marcel Luthiger und Nicolas Stocker durch einen kompetenten neuen Akteur zu besetzen. Gemeinsam mit Jan Dittli wird der Luzerner Noah Ineichen (20, zurzeit bis Mitte August in der Rekrutenschule Emmen steckend) beim Urner Nati-B-Ligisten zwischen den Pfosten stehen. Definitiv in den Reihen des HC KTV Altdorf I figurieren bereits Newcomer Nicolai Christensen (vorgängig zwei Jahre beim BSV Stans), und vereinseigene Nachwuchsakteure, wie Elias Arnold und Pascal Aschwanden, um nur diese zu nennen.

Aus einer «Handball»-angepickten Familie kommend

TrainingsauftaktIneichen stammt aus einer «Sport-angepickten» Familie. Im zarten Alter von erst acht Jahren machte er den Handballsport zu seiner Lieblings-Freizeitdisziplin, der er bislang eisern verbunden blieb. In den Reihen des HC Ruswil herangewachsen, durchlief Noah verschiedene Stationen, um schliesslich in der NLB bei der SG Pilatus-Luzern und gar im Kader des NLA-Klubs Kriens-Luzern zu landen. Nach der für die SG Pilatus-Luzern wenig berauschend verlaufenden Meisterschaft (13. Platz) suchte Noah Ineichen eine neue Herausforderung. Und wurde fündig. Beim HC KTV Altdorf unterschrieb er einen Vertrag.

Seinem neuen Umfeld wurde der junge Keeper (1.85 m gross, 93 kg auf die Waage bringend, von Beruf Zimmermann in einer Luzerner Firma) vorgestellt und sofort sehr gut aufgenommen. Der Newcomer hat es sich zum Ziel gesetzt, handballerisch weiterzukommen und mit den Altdorfern eine vielversprechende Meisterschaft zu bestreiten.

Das Kader der KTV-Truppe hat Spielertrainer Mario Obad übrigens schon weitestgehend beisammen. Er will dieses demnächst näher vorstellen. Das Training wurde im Hinblick auf die Saison 2016/17 anfangs dieser Woche aufgenommen. Vorbereitungs-Trainingseinheiten werden bis 17. Juni bestritten. Nach einer Sommerpause wird dann am 25. Juli definitiv zielstrebig zur Sache gegangen. Mit verschiedenen Vorbereitungspartien will sich das Team auf den neuen Punktemarathon minuziös vorbereiten.

Zur erwähnten «Handball-angepickten» Ineichenfamilie bleibt anzumerken, dass Vater Walter in früheren Zeiten bei Emmen das Tor hütete und Tochter Seline (zwischenzeitlich 26 Lenze jung) bei verschiedenen Vereinen (u. a. Spono Nottwil und Zug) in der Handballerinnenhierarchie stetig nach oben stieg. Letzte Saison schuf sie mit der Neckarsulmer Sportunion im benachbarten Deutschland den Aufstieg in die erste Bundesliga. Und Mama Ineichen hat sich in früheren Jahren die sportlichen Sporen in der Volleyballsparte abverdient.

Reserven steigen doch nicht ab

Von der zweiten Herrenmannschaft (3. Liga) war letzte Saison - nebst durchaus guten Leistungen - öfters wenig Berauschendes zu vermelden. Nach etwelchem Pech hatte sie gar den Gang in die Auf-/Abstiegsrunde 3./4. Liga anzutreten, um dabei in einer Achtergruppe (nur zwei Formationen waren durch die vom Handball-Dachverband verfügte Umstrukturierung noch für die 3. Liga vorgesehen) das Allerschlimmste zu vermeiden zu versuchen. Was nicht gelang. Doch der Rettungsring für die KTV-Crew wurde just in diesen Tagen geworfen, als den Urnern (nach der vermeintlichen Relegation) vom Verband beschieden wurde, dass sie nächste Saison nun doch weiterhin in der 3. Liga würde mitmixen können. «Diese Meldung nahmen wir natürlich nur allzu gerne auf. Im Besonderen deswegen, da es für einen Verein, dessen erste Garnitur in der zweitobersten Landesliga angesiedelt ist, keine gute Plattform ist, mit dem «Zwei» in der untersten regionalen Stärkeklasse eingestuft zu sein», erklärte Präsident Stefan Arnold am Donnerstagabend mit sichtlicher Genugtuung.

Von Deschwanden traf zehnmal ins Volle

Erfreuliches aus Altdorfer Sicht gibt es vom Altdorfer Handball-«Eigengewächs» Lukas Von Deschwanden zur vermelden. Er trägt bekanntlicherweise seit einiger Zeit das Dress Wacker Thuns. So gelang es den Berner Oberländern im schweizerischen Playoff gegen die favorisierten Schaffhauser Kadetten, in der eigenen Lachenhalle das Gesamtskore - nach der Auswärtsniederlage in der Munotstadt (25:31) - durch einen «Verlängerungssieg» (24:23) das Skore auf pari (1:1) zu stellen. Fight Nummer drei wird am Freitagabend, 20. Mai, in Schaffhausen ausgetragen.

Die weiteren Spiele der Playoffrunde um die definitive Vergabe des Schweizermeistertitels finden am 22. Mai in Thun, allenfalls am 26. Mai in Schaffhausen statt. Zum zweiten Fight bleibt übrigens anzumerken, dass Lukas von Deschwanden massgeblich am Erfolg seiner Truppe beitrug. Als erfolgreichster Skorer des «Wacker»-Kollektivs im zweiten Match gingen von den 24 Treffern nicht weniger als zehn (!) Einschüsse auf das Konto des entfesselten Altdorfers.

 

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