Dienstag, 28 Juni 2016 00:00

Start mit elf Formationen in neuen Punktemarathon

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HC KTV Altdorf stellte Zukunftsweichen

Verjüngtes NLB-Kollektiv – knappe Kadersituation. Zwei neue Vorstandsmitglieder: Elias Arnold und Dani Baumann.

GV 3Vereinspräsident Stefan Arnold («Stiege») blendete am Freitagabend auf ein reichbefrachtetes Vereinsjahr zurück. Er bezeichnete die verflossenen zwölf Monate als ausgesprochen einsatzintensiv. Im Brennpunkt stand die erste Herrenmannschaft. Sie vermochte nicht ganz an die Vorjahresleistung heranzukommen, war aber einziges Team, das NLA-Aufsteiger Suhr/Aarau zu bezwingen vermochte. Das Kollektiv landete auf dem 8. Platz (von 14 Mannschaften), erzielte aus 26 Spielen 23 Punkte und verzeichnete ein Torverhältnis von 708:757, womit die Erwartungen nicht ganz erfüllt werden konnten. Einige Akteure entschieden sich in der Folge, aus dem Kader auszuscheiden und den grossen zeitlichen Aufwand nicht mehr zu betreiben. Ein Glanzlicht war die Leistung der U19-Junioren. Das Kollektiv der SG Altdorf/Stans schaffte den Aufstieg in die nationale Eliteklasse, die höchste Schweizer Juniorenliga. Die U17-Juniorinnenenmannschaft der SGAS sicherte sich den Klassenerhalt souverän. Die U15-Girls waren derart erfolgreich, dass sie die Rückrunde gar in der U18-Kategorie bestreiten konnten und gut mitzuhalten vermochten.

Neues Gremium

GV 111Innerhalb des Vereins musste der Vorstand teilweise umorganisiert werden. Ins Leben gerufen wurde unter anderem eine Techniker- und Marketinggruppe. Damit gelang es, sich in diesen Gremien auf Fachthemen konzentrieren zu können. Die Sponsorenbetreuung, die Joe Herger und Stefan Arnold übernommen hatten, leistete ein grosses Mass Arbeit. Anfangs Jahr übernahm Mirko Funke bezüglich Kaderbildung im NLB-Team die Verantwortung. Als Finanzchef zeichnete Markus Baumann anstelle von Stefan Arnold für die anfallenden Aufgaben zuständig.

Nach einer schwierigen Saison mit mehreren langzeitverletzten Spielerinnen wurden die 2.-Liga-Damen das «Opfer» einer vom schweizerische Dachverband verfügten Ligareduktion. Nach Saisonschluss musste der Vorstand aufgrund von beruflichen und ausbildungsbedingten Gründen zahlreiche Rücktritte entgegennehmen. Wegen des ohnehin schon knapp gewordenen Kaders konnte im Hinblick auf die neue Saison keine Frauenformation mehr gemeldet werden.

Im Hinblick auf die neue Saison liess Stefan Arnold verlauten, dass im U17-Sektor ein «klubeigenes» Team für die Regionalmeisterschaft gemeldet werden konnte. Der Vorstand hat verschiedene zukunftsgerichtete Fakten im Auge: Neuaufbau der Frauenabteilung mit dem Ziel, im Hinblick auf die Saison 2017/18 wieder ein Team stellen zu können; Intensivierung des Juniorentrainings (zusätzliches Fördertraining – drittes Training); Durchführung von Torhütertrainings; Trainerförderung (interne Weiterbildung und Events); Strukturanpassungen im Vorstand; Überarbeitung /Organigramm; positive Gestaltung der Jahresrechnung - weitere Verluste sind nicht mehr verkraftbar.

Verjüngstes NLB-Kader

GV 22222Wie sich Stefan Arnold überzeugt gab, wird der Verein mit der ersten Herrenmannschaft in der Nationalliga B künftig weiterhin stark gefordert sein. Der Präsident: «Das Fanionteam wurde erheblich verjüngt. Die Kadersituation ist relativ knapp. Der bisherige Trainingsverlauf verlief ausgesprochen erfreulich. Ebenso die Trainingsspiele. Die Kaderbildung sowie die Besetzung der verschiedenen Trainerposten gestaltete sich sehr zeitaufwendig. Glücklicherweise sind nun fast alle besetzt.»

In den Reihen des schweizerischen Dachverbandes gibt es Veränderungen. Stefan Arnold: «Die Regionalverbände wurden in den SHV integriert. Letzterer hat zudem sein Geschäftsjahr verlängert, was erhebliche Mehrkosten mit sich bringt. Das Budget für die nächste Saison wurde an der Delegiertenversammlung zurückgewiesen. Ein weiterer Anlauf erfolgt anfangs September. Bezüglich Lizenzen muss mit einmaligen Zusatzkosten von 25 Prozent gerechnet werden. Die Schiedsrichterstellungspflicht wurde auf die U15 ausgeweitet.»

Der Vereinspräsident unterliess es nicht, sämtlichen Vorstandsmitgliedern, Trainerinnen und Trainern, ferner den Funktionären, Helferinnen und Helfern für ihren stetigen engagierten Einsatz zu danken. Er verwies auch darauf, dass es auf Ende des neuen Vereinsjahres gelten werde, einen neuen Vorsitzenden zu nominieren. Es sollen neue Leute, neue Ideen, neue Wege beschritten werden. Das künftige Fanionteam werde festzulegen haben, welche Wege der Verein in Zukunft beschreiten wolle, erklärte der Vorsitzende.

Finanzchef Markus Baumann, der diese Aufgabe im Verlauf der letzten Zeit übernommen hatte, präsentierte die Jahresrechnung. Sie schloss mit einem Verlust ab. «Es ist eng geworden. Wir alle sind gefordert, Gegensteuer zu geben», erklärte Baumann, dessen Dank sich speziell an die Adresse der Sponsoren und Donatoren richtete. - Trotz sich verteuernder Lizenzgebühren entschieden die Versammelten, die Jahresbeiträge auf bisherigem Niveau zu belassen. Zustimmung erhielt auch das neue Budget. Es weist ausgeglichene Soll- respektive Habenseiten auf. Allein für die Teamanmeldungen, Trainer, Schiedsrichterkosten und Funktionäre sind Ausgaben von rund 200 000 Franken budgetiert.

Wahlen und Würdigungen

Aus dem Vorstand traten Markus Brand sowie Daniel Kempf zurück. Ihre grossen Einsätze und ihr Engagement wurden von der Versammlung gebührend gewürdigt. Für ein Jahr liess sich Präsident Stefan Arnold, für zwei Jahre Patrik Amrhein und Stefan Epp im Vorstand weiterhin verpflichten. Neu erhielt im leitenden Gremium definitiv Markus Baumann einstimmig das Vertrauen ausgesprochen. Als neue Vorstandsmitglieder beliebten Elias Arnold und Dani Baumann. Als Revisoren amten weiterhin Urs Bissig und Armin Lusser.

Zu einem besonderen Highlight wurde die Ernennung eines neuen Ehrenmitglieds. Es war bereits die 30. diesbezügliche Würdigung seit der anfangs der sechziger Jahre erfolgten Gründung des Klubs. Unter Akklamation fiel die Würdigung Marco Lauener zu. Er hatte den Verein seinerzeit während sechs Jahren umsichtig geleitet (ausserdem sieben Jahre als Vize) – unter seine Amtszeit fiel unter anderem der Bau der legendären Baldinihalle, unter dem Co-Engagement von Floorball Uri. Das Bauwerk stiess schweizweit auf (verdiente) Bewunderung, ist aus dem Hallenangebot im Urner Unterland nicht mehr wegzudenken und wird auch von nationalen und internationalen Organisationen immer wieder gerne benützt. Marco Lauener erhielt im Rahmen seiner wohlverdienten Würdigung durch Stefan Arnold eine prächtige beschriftete «Tryychle» überreicht.

Aus dem Donatorenverein waren Joseph Baumann und Heinz Gisler zurückgetreten. Als neuer Präsident wurde wenige Tage vor der Freitagabend-GV Marco Lauener, ferner Tisi Wyrsch gewählt. Als Vertreter des HC KTV Altdorf im IHV trat Philipp Berger zurück. Er sowie rund drei Dutzend Funktionäre, darunter auch «Mister Handball»: Migi Müller, als «Mädchen für alles und jedes», einige Spielerinnen (darunter die «letzten Mohikanerinnen» respektive Aktivspielerinnen des vorübergehend aufs Eis gelegten Damenaktivteams) und Akteure, durften sich mit je einem Präsent würdigen lassen.

Verabschiedet wurde das neue attraktive Jahresprogramm. Zum Auftakt figuriert das traditionelle Sommerlager in Tenero auf der Liste (Leitung: Migi Müller). Die Meisterschaft 2016/17 wird im September mit elf Altdorfer Teams in Angriff genommen – darunter figurieren drei unter dem «Label» Spielgemeinschaft Altdorf /Stans segelnde Formationen. Wobei gleich angemerkt sei, dass die Zusammenarbeit mit den Nidwaldnern ausgezeichnet funktioniert.

Doppeltes Hunderterspiel und Full Moon Party

Joe Herger orientierte über die Lancierung eines attraktiven «Doppelten Hunderterspiels» (verquickt mit attraktiven Preisen). Die erhofften Einnahmen daraus sollen insbesondere für die Unterstützung des Nachwuchses eingesetzt werden. Joe Herger appellierte an die Versammelten (und auch Abwesenden), sich vermehrt als freiwillige (ehrenamtliche) Vereinsmitarbeitende zu profilieren, um dabei gleich daran zu erinnern, dass diesbezüglich in den Vereinen der ganzen Schweiz jährlich rund 665 Millionen Stunden geleistet werden.

Judith Imholz, welche zusammen mit Andrea Clapasson den Vorstand in den verschiedensten Funktionen beeindruckend unterstützt, will im neuen Vereinsjahr (27. August) als Novum geführte Touren (mit vier verschiedenen «Schwierigkeitsvarianten») inszenieren und dadurch den Zusammenhang im Verein zusätzlich fördern – «eine ausgezeichnete Idee», wie sich der Vorsitzende freute (nähere Infos folgen).

Marco Hauger (und einige bereits eingeschriebene Unentwegte) werden im Juni 2017 eine grosse «Full Moon Party» (in Flüelen, entsprechende Gespräche laufen) inszenieren – in Erinnerung an die rauschende «Beach Party», vor einigen Jahren in der Altdorfer Baldini-Halle durchgeführt. Rund 100 Helferinnen und Helfer werden dazu benötigt… Auch darüber soll zu gegebener Zeit näher orientiert werden. Die erhofften Einnahmen daraus sollen der Förderung der ersten NLB-Herrenmannschaft, der Amortisation der Baldinihalle, dem Fahrzeugfonds sowie der Inszenierung von Trainingslagern zugute kommen.

André Fallegger überbrachte namens des «Vereins der Freunde des HC KTV Altdorf» im Jahre des 55-jährigen Bestehens des Klubs abschliessend die besten Zukunftswünsche. Er hoffte auf eine weiterhin erspriessliche sportliche (und kameradschaftliche) Tätigkeit.

 

Gelesen 1227 mal Letzte Änderung am Samstag, 06 August 2016 20:02