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Dienstag, 16 August 2016 00:00

Abgebrühte Oberklassige

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brückerZum zweiten Saisonvorbereitungsspiel nach der Sommerpause trat der HC KTV Altdorf am Samstag gegen den Nati-A-Vertreter des HC Kriens-Luzern auswärts an. Der ambitionierte NLB-Vertreter hatte sich für die Partie gegen das Aushängeschild der regionalen Handballszene einiges vorgenommen. Dass aus den gefassten Vorsätzen vorerst nur wenig wurde, lag daran, dass die Gastgeber mit den gleichen Plänen angetreten waren. Der Heimchronist der Luzerner: «Die Oberklassigen legten los wie die Feuerwehr und liessen im Verlaufe der ersten 20 Minuten die Muskeln spielen. Die Besucher waren von der Physis und dem gegnerischen Tempo sichtlich überfordert. Sie gerieten rasch mit 3:9 ins Hintertreffen, dabei war den Gästen nur gerade ein allereinziges Tor aus dem Spiel heraus gelungen, zwei weitere Treffer glückten dem HC KTV Altdorf nach Abprallern in der HCK-Deckung.» Die Seiten wurden beim Stande von 17:10 zugunsten des Heimteams gewechselt.

Guter KTV-Start in die zweite Halbzeit

Die Platzherren steckten angesichts der klaren Fakten nach dem Tee etwas zurück. Die Altdorfer fanden immer besser in die Partie und beeindruckten mit ihrer forsch und mutig zur Sache gehenden Gegenwehr. Der HC Kriens-Luzern entschied den Trainingsgalopp schliesslich mit 34:22 zu seinen Gunsten. Der HCK-Kommentator: «Kriens zeigte in einigen Bereichen gute Ansätze. Unser Kollektiv hat unverkennbar an Stabilität gewonnen. Mit Nyffenegger, Fellmann und Baviera im Deckungszentrum und Paul Bar im Tor hat die neue Formation trotz noch fehlender Spielpraxis in Sachen Stabilität bereits beachtlich zugelegt. Auffallend wirkte ausserdem die neue Flügelpower der Luzerner. Mit Jost Brücker (Ex-Altdorf und St. Otmar St. Gallen), ferner Ramseier zeigten zwei Mannschaftsneulinge, dass sie dem Team einiges zu bringen vermögen. Dies bezüglich Positionsspiel genauso wie im Rahmen schnell ausgelöster Gegenstösse.»

Altdorfs Neutrainer respektive -coach Stefan Epp: «Während des zweiten Spielabschnittes fanden wir gut in die Partie, so dass der Einsatz während 10 bis 15 Minuten ausgeglichen gestaltet werden konnte. Doch nach einigen Wechseln in unserer Aufstellung bekundeten wir wieder mehr Mühe. Kriens ging in der Abwehr mehrheitlich konsequent zur Sache – damit umzugehen hatten wir immer wieder einige Mühe.»

Stäfa, Raiffeisencup und Einsiedeln

Die Altdorfer treten nun am Mittwochabend im vorletzten Trainingsgalopp vor Meisterschaftsbeginn gegen Nati-A-Absteiger Stäfa auswärts an. Die «Lakers» nehmen das NLB-Championat am 9. September mit der Auswärtspartie gegen den TV Solothurn, der sich im Hinblick auf die Meisterschaft 2016/17 erheblich verstärkt hat, in Angriff. Die Urner bestreiten ihren ersten NLB-Punktefight nach dem Raiffeisencup in Muotathal (20. August) und dem Vorbereitungsspiel gegen Einsiedeln (Donnerstagabend, 25. August, Baldinihalle Altdorf) dann am 3. September mit der Heimpartie gegen Siggenthal.

Zum Einsatz der Urner in Kriens bleibt nachzutragen, dass der gegen Stans verletzte Nicolai Christensen glücklicherweise wieder mit von der Partie sein konnte.

Altdorf spielte gegen den HC Kriens-Luzern mit: Jan Dittli, Noah Ineichen; Pascal Aschwanden, Fabian Auf der Maur, Nicolai Christensen, Yannick Drollinger, Ivan Fallegger, Flavio Fallegger, Manuel Gisler, Marius Kasmauskas, Marko Koljanin, Mario Obad, Marc Fallegger.

 

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