Sonntag, 18 September 2016 00:00

Nach turbulenter Aufholjagd der finale «Hammer»…

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Nationalliga B: Chênois Genf – HC KTV Altdorf 28:27

Die Urner waren am Samstagabend drauf und dran, etwas Zählbares aus der Calvinstadt zu entführen. Doch Fortuna stemmte sich dagegen.

Epp ObadNach dem Sieg über Siggenthal und dem Umfaller gegen Horgen waren die Urner bestrebt, aus der Romandie mindestens einen Punkt zu entführen. Das Vorhaben scheiterte nach einer beeindruckenden Aufholjagd (5-Tore-Rückstand) in der Schlussphase. Entgegen der Notizen, die vom Gastgeberverein im Live-Ticker verbreitet worden waren, verlief die Schlussphase völlig anders: Die Innerschweizer, welche mit einer unverkennbaren Leistungssteigerung – im Vergleich zum Match gegen die Zürcher Seebuben – weiterhin auf das Mittun des verletzten Marius Kasmauskas verzichten mussten, waren nämlich drauf und dran, ein Unentschieden (oder gar mehr…) aus dem Feuer zu reissen.

Vom Rückstand zur Miniführung

Die Urner starteten nach einem klaren Rückstand (nach drei Viertel der Gesamtspielzeit) zu einer Trotzreaktion respektive Aufholjagd. Und zwar höchst beeindruckend. Anderthalb Minuten vor dem Schlusspfiff hatten sie nicht nur den Gleichstand, sondern gar eine Miniführung (27:26) realisiert. Die Romands warteten indessen mit einer starken Schlussoffensive auf. Sie glichen aus. Für die Urschweizer folgte der «dicke Hund» dann unmittelbar danach: Der HC KTV Altdorf verlor Sekunden vor Spielschluss unnötigerweise einen Ball. Die Chênois-Truppe lancierte einen letzten Angriff. Marko Koljanin zog die Notbremse. Die Spielleiter kamen nicht umhin, dem «Sünder» die rote Karte (ohne gravierendere Folgen) zu zeigen, ihn des Feldes zu verweisen und einen Penalty zu verhängen. Chênois nützte die Gunst der Stunde, um das siegbringende 28:27 unmittelbar vor dem finalen Sirenenton zu verwirklichen.

Jetzt muss Gegensteuer gegeben werden

Spielertrainer Mario Obad: «Unsere Truppe zeigte auf dem heissen Genfer Boden viel Charakter, auch wenn noch nicht alle Akteure in Bestform agierten. Ich attestiere dem Team, insbesondere auch unserer jungen Garde, jedoch einen alles in allem aufopfernden Einsatz. Noch bleibt indessen einiges zu tun, wollen wir jetzt Gegensteuer geben und uns auf weitere Zählerjagd zu begeben. Eine Chance dazu präsentiert sich am kommenden Wochenende in Steffisburg, das gegen Birsfelden am Wochenende mit 30:28 das bessere Ende für sich behielt.»

Zum Spielverlauf bleibt anzumerken, dass Genfs Topskorer Adrien Molinié den HC KTV Altdorf weitgehend im Alleingang abschoss, zehnmal ins Volle traf und dabei auch vier Penaltys schnörkellos verwandelte. Man hätte ihn wohl schon früher als erst in der zweiten Halbzeit mit einer engen Deckung an die Leine legen sollen… In den Reihen des HC KTV Altdorf, der bis zur Pause mit 12:15 in Schieflage geraten war, erwies sich Marko Koljanin mit 8 Toren als bester Skorer. Je viermal trafen Nicolai Christensen, Spielertrainer Mario Obad, Fabian Auf der Maur sowie Ivan Fallegger ins Schwarze. Elias Arnold beeindruckte mit einer hundertprozentigen Chancenauswertung, vor Mario Obad (66), Fabian Auf der Maur und Ivan Fallegger (je 57 Prozent). Im gegnerischen Lager brillierte Torsteher Pierre-Yves Besson mit einer beachtlichen 35-prozentigen Abwehrerfolgsquote – beim HC KTV Altdorf kamen Noah Ineichen und Jan Dittli auf 23 respektive 27 Prozent.

Aufsteiger Solothurn beutelte favorisiertes Endingen

Die übrigen Wochenendresultate in der NLB: Stäfa – Wädenswil 28:25, Horgen – Siggenthal 31:31, Möhlin – Baden 23:25, Endingen – Solothurn (Sonntagsspiel) 25:27. Im Zwischenklassement führen in der Vierzehnergruppe nach zwei Einsätzen Stäfa und die Kadetten-Espoirs/Schaffhausen mit dem Zählermaximum; Endingen, Möhlin, Solothurn und Steffisburg folgen mit 4 Zählern (3 Spiele), Horgen sowie Siggenthal mit je 3 Punkten. Altdorf, Baden, Birsfelden und Genf stehen mit je 2 Zählern zu Buche. Yellow/Winterthur und Wädenswil weisen noch deren 0 auf.

Altdorf spielte mit: Jan Dittli, Noah Ineichen; Marc Vollenweider (2), David Arnold, Manuel Gisler, Ivan Fallegger (4), Flavio Fallegger, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (4), Elias Arnold (1), Mario Obad (4), Marko Koljanin (8), Nicolai Christensen (4).

 

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