Montag, 24 Oktober 2016 00:00

Fatales Verletzungspech handicapierte die Urner

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HC KTV Altdorf – Lakers Stäfa 24:27

Ausgerechnet im Hinblick auf das Spitzenspiel fehlten die verletzen «Topper» Marko Koljanin und Marius Kasmauskas. Sonst wären die Tabellenleader wohl kaum ohne Punkteverlust geblieben.

Christensen Stäf filteredDie Verletzungshexe schüttelt die KTV-Truppe zurzeit bös durch. So fällt der Torschützenbeste Marko Koljanin für einige Zeit infolge einer Knieverletzung aus. Und auch Marius Kasmauskas sieht sich zu einer Zwangspause verknurrt. Damit ist bereits gesagt, dass die Gastgeber am Samstagabend in der Feldliarena vor 350 Kiebitzen mit einem echten Handicap gegen die NLA-Absteiger antreten mussten. Gesagt sei aber auch gleichzeitig, dass sich die dadurch vermehrt zum Zuge kommenden KTV-Nachwuchsspieler ausgesprochen gut zu verkaufen verstanden. Alles in allem lieferten die Innerschweizer gegen die hochkarätigen Widersacher ein Duell auf Augenhöhe ab. Dies attestierte dem Trupp von Spielertrainer Mario Obad und Coach Stefan Epp auch der Chronist der Zürcher: «Unsere Gegner zeigten auf, weshalb sie in den beiden vorgängigen Partien Möhlin und die Kadetten Espoirs aus Schaffhausen geschlagen hatten.»

Beidseitig etwelches Abschlusspech

Die Zuschauer erhielten vom Start weg eine spannungsträchtige Partie vorgesetzt. Sehenswert herausgespielte Tore und wirblig vorgetragene Angriffe prägten den Fight. Für die erste Führung der Gastgeber waren Fabian Auf der Maur und Spielertrainer Mario Obad besorgt (1:0, 2:1). Nach dem 5:5 legten sich die Altdorfer ein kleines Polster zu (8:6), ehe in der Folge Obad Timeouteinige technische Fehler der Einheimischen den Zürcher Seebuben mehrmals in die Hände spielten und sich diese bis zum Seitenwechsel mit drei Längen abzusetzen vermochten. Ungeachtet verschiedener Topparaden des KTV-Keepers Noah Ineichen, der sich immer wieder die Ovationen der mitfiebernden einheimischen Matchbesucher zu sichern verstand. 10:13 lautete das Skore zur Pause zugunsten der Stäfner, die zu diesem Zeitpunkt 28 Abschlüsse verzeichnet hatten – Altdorf deren 17.

Topstart in zweite Halbzeit

David Arnold läutete die Aufholjagd seiner Truppe mit einem sehenswerten Durchbruch ein. Mario Obad setzte unmittelbar danach zwei seiner insgesamt sechs souverän verwerteten Penaltys ins gegnerische Netz, Nicolai Christensen steuerte einen Treffer zum 14:14 (35. Minute) bei. Nach drei Vierteln der gesamten Spielzeit hatten die Urner die Hand noch immer am Drücker (19:20), ehe dann die Stäfner mit drei Längen Vorsprung in Front zogen und diese Reserve bis zuletzt nicht mehr preisgaben, zumal sie ihre Torerfolgsquote nach der ersten Spielhälfte insgesamt von 46 auf 70 Prozent zu steigern verstanden.

Arnold David Stäfa 2In den Reihen der Zürcher profilierte sich nebst Mikkel Madsen (8 Tore) und Nicola Brunner (7) insbesondere der Neuzugang vom HC Metalac Zagreb, Valentino Valentakovic (5). Im Lager der Urner war Mario Obad bester Skorer (8), vor Nicolai Christensen, Ivan Fallegger und Yannick Drollinger (je 4). Die besten Abschlusserfolgsquoten liessen sich Ivan Fallegger sowie Yannick Drollinger (je 80 Prozent), vor Fabian Auf der Maur (60) attestieren. Torsteher Noah Ineichen, der praktisch während der ganzen Spielzeit den Kasten hütete, war die auffälligste Erscheinung aller auf dem Feld zum Einsatz gelangenden Keeper. Er wehrte 16 gegnerische Versuche erfolgreich ab – dies entsprach einer tollen 40-prozentigen Quote.

Die übrigen NLB-Resultate des Wochenendes: Steffisburg – Möhlin 23:24, Wädenswil – Baden 28:38, Siggenthal – Endingen 23:29, Horgen – Schaffhausen II 27:27, Yellow/Pfadi Winterthur – Chênois Genf 35:23, Solothurn – Birsfelden 27:23. – In der Zwischenrangliste führt Stäfa nach sieben Runden (13 Punkte), vor Endingen (12), Schaffhausen II (11), Möhlin und Solothurn (je 10). Altdorf liegt zusammen mit Steffisburg mit je 7 Punkten im Mittelfeld. Vom Tabellenende grüssen Genf, Winterthur sowie Wädenswil (je 2). – Am kommenden Wochenende hat der HC KTV Altdorf Yellow/Pfadi Winterthur aufzusuchen.

Altdorf spielte mit: Noah Ineichen, Jan Dittli; Marc Vollenweider, David Arnold (1), Ivan Fallegger (4), Pascal Aschwanden, Flavio Fallegger, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (3), Elias Arnold, Yannick Drollinger (4), Mario Obad (8), Nicolai Christensen (4).

 

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