Donnerstag, 24 November 2016 00:00

Negativserie gebrochen – vierten Saisonsieg eingefahren

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HC KTV Altdorf – HC Wädenswil 28:25

Fall Ivan Wäd filtered 3Der Mittwochabendfight forderte bei Fans und Aktiven Nerven. In der Schlussphase erwiesen sich die Gastgeber eine Prise abgebrühter und konsequenter.

Letzte Saison hatten die Urner den Zürchern gleich zweimal das bessere Ende zu überlassen. Diese Negativbilanz wollte der KTV-Trupp am Mittwochabend – vor rund 300 Zuschauern – unbedingt beenden. Doch die Besucher aus der Fallegger FlavioNLB-Vierzehnergruppe erwiesen sich als hartnäckige Widersacher, zumal sie auf der vorletzten Tabellenposition (mit erst 2 Punkten) alles andere als rosig dastanden. Im Vergleich zu den Gastgebern, die immerhin bereits 7 Zähler ins Trockene gebracht hatten, aber im Rahmen der letzten Spiele keine speziell überzeugenden Leistungen aufs Parkett gebracht hatten. In den Reihen der Altdorfer fehlte weiterhin der verletzte Topskorer Marko Koljanin. Dieser trat lediglich als Ausführender eines Penaltys, den der Kroate indessen in der 20. Minute versiebte, auf.

Rasche Führung der druckvoll agierenden Gäste

Mit dem ältesten Urner, dem orkanartig wehenden Föhn, im Visier - dieser hatte die anreisenden Zürcher auf dem Weg in die Urschweiz kräftig durchgerüttelt - fanden die Gäste nach dem 1:0 (Marius Kasmauskas in der Auftakt-Spielminute) recht überzeugend in die Partie, um nach 5 Minuten bereits mit 4:1 zu führen. Im Verlaufe der ersten halben Stunde geriet der KTV-Trupp bis zur 15. Minute gar mit vier Längen in Verzug. Doch in der Folge zeichnete sich eine gewisse Morgenröte in den Reihen Spielertrainer Mario Obads (an diesem Abend erfolgreichster Skorer mit zehn Treffern!) ab. Marius Kasmauskas gelang in der 25. Minute der Ausgleich (12:12), Obad wenig später das 13:12. David Arnold realisierte später das 15:14, doch der Ausgleich der Gäste kam noch vor dem Seitenwechsel zustande. Diesen traten die Urner übrigens mit einer im letzten Moment kassierten 2-Minuten-Zeitstrafe im «Tornister» an.

Über diesen Zwischenstand zeigte sich KTV-Präsident Stefan Arnold anlässlich der Halbzeit-Verschnaufpause alles andere als erbaut. Sein Kommentar: «Vier hundertprozentige Chancen liess Ineichen Ledermannunser Kollektiv unverwertet respektive hielt der stark auftrumpfende Wädenswiler Hüter brillant. In der Verteidigung wirkten wir anfänglich schwach, mit zunehmender Spieldauer indessen immerhin überzeugender. Was in unseren Reihen weitgehend fehlte, waren Flügeldurchbrüche sowie überraschende Kreisanspiele.»

Altdorf in Zugszwang gebracht

Die erste Viertelstunde des zweiten Spielabschnittes weckte bei den Fans gewisse Befürchtungen, zumal das Skore auch nach 50 Minuten immer noch 22:24 lautete. Doch Mario Obad und David Arnold waren für den Gleichstand besorgt. Ivan Fallegger läutete mit einem Doppelschlag (54. Minute) die Wende zugunsten des KTV ein. Danach nochmals blankes Entsetzen bei den einheimischen Schlachtenbummlern, als Nicolai Christensen (in Christensen Nicolai Wädenswil 3 filteredÜberzahl) beim Stande von 26:24 einen 7-Meter-Wurf vom blitzschnell reagierenden Zürcher Keeper Nummer zwei abgewehrt sah. Doch Marius Kasmauskas reparierte den Schaden, respektive erzielte das 27:24. Den aufgegleisten Sieg zementierten die Altdorfer durch einen Erfolgsknaller David Arnolds (28:24). Der letzte Treffer der Gäste hatte auf den Sieg der Urner keinen Einfluss mehr. Dieser war nicht zuletzt (auch) ein Verdienst Torsteher Noah Ineichens. Er hatte es in der heissen Schlussphase verschiedentlich verstanden, mit stupenden Paraden seine Aufwartung zu machen. Die «Schlussrakete» zündete letztlich Teamyoungster Lukas Diener. Er traf fünf Sekunden vor dem Abpfiff der generell souverän arbitrierenden Hristo Boskoski/Lukas Stalder mit einem Knaller nur den Aussenpfosten.

In den Reihen des HC KTV Altdorf erwies sich Spielertrainer Mario Obad als gewiefter Skorer. Er setzte den Ball nicht weniger als zehnmal in den gegnerischen Kasten. Der wieder genesene Rückraumspezialist Marius Kasmauskas durfte sich acht Erfolgstreffer gutschreiben Erleicht Wädenswil 3lassen, Ivan Fallegger deren vier. David Arnold verzeichnete eine geniale hundertprozentige Abschlusserfolgsquote, gefolgt durch Mario Obad (83), Ivan Fallegger und Yannick Drollinger (je 50). Im Tor beeindruckte Noah Ineichen. Er verzeichnete eine tolle 43-prozentige Abwehrerfolgsmarke.

Erfolg: «eminent wichtig»

Yannick Drollinger zum ersehnten Sieg des KTV-Kollektivs, das sein Punktetotal durch den Erfolg auf neun Einheiten anwachsen liess – Wädenswil und Genf verblieben mit je 2 Punkten am Ranglistenende: «Der doppelte Zählergewinn war für die Befindlichkeit unserer Equipe von eminenter Wichtigkeit.» Und Noah Ineichen: «Unser stetig wachsendes Selbstvertrauen trug im Verlaufe der Begegnung dazu bei, den Heimsieg zu realisieren. Dass wir gleich drei Penaltys nicht ins Ziel brachten, war wohl der phasenweise grossen Nervosität anzulasten.»

Die weiteren Mittwochabendergebnisse: Stäfa – Möhlin 30:22, Chênois Genf – Kadetten Espoirs Schaffhausen 28:31, Horgen – Solothurn 30:26, Endingen – Steffisburg 35:21. – Die Rangliste vor den Donnerstagabend-Nachtragspartien zwischen Birsfelden und Baden sowie Siggenthal und Yellow/Pfadi Winterthur: 1. Endingen (18 Punkte), 2. Stäfa (17), 3. Möhlin und Solothurn (je 14), 5. Schaffhausen (13), 6. Steffisburg (11), 7. Baden und Horgen (je 10), 9. Altdorf (9), 10. Winterthur (8), 11. Siggenthal (6), 12. Birsfelden (4), 13. Wädenswil und Genf (je 2).

Altdorf spielte mit: Noah Ineichen, Jan Dittli; Marc Vollenweider, Marius Kasmauskas (8), David Arnold (3), Yannick Drollinger (1), Ivan Fallegger (4), Pascal Aschwanden, Lukas Diener, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur, Mario Obad (10), Marko Koljanin, Nicolai Christensen (2).

 

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