Freitag, 02 Dezember 2016 00:00

Entfesselter Marko Koljanin aus dem «Lazarett» zurück

geschrieben von
Artikel bewerten
(1 Stimme)

HC KTV Altdorf – STV Baden 32:25

Koljanin Baden 13x 2 filteredSpeziell das Kroatenzweigespann Marko Koljanin / Mario Obad entzauberte am Donnerstagabend die hochkotierten Tabellendritten. Altdorfer fanden damit definitiv im Mittelfeld der 14-teiligen Gruppe Unterschlupf.

Aufgrund einiger Verletzter – neu hinzu war Topskorer Nicolai Christensen gekommen (Fussblessur) – und ihrer mehrheitlich negativen Resultate aus den letzten Spielen waren die «Aktien» der Urner im Vorfeld der zwölften Runde nicht sonderlich hoch gehandelt worden. Zumal die Aargauer Gäste ihre letzten Einsätze Fallegger Ivan BADEN filteredsiegreich gestaltet hatten. Doch alles kam am Mittwochabend in der Feldliarena, vor 250 einheimischen Fans, anders. Im KTV-Trupp, in dessen Reihen waren vom eigenen Nachwuchs Lukas Diener (Jahrgang 1999), Pascal Aschwanden (1998) und David Arnold (1997) die Jüngsten, mixte erfreulicherweise Marko Koljanin, welcher zuvor infolge einer Knieverletzung während mehrerer Partien ausgefallen war, wieder in alter Frische und Spritzigkeit voll und ganz mit. Und erst noch wie: Er fetzte nicht weniger als dreizehn Bälle ins Netz der Besucher. Und da auch Spielertrainer Mario Obad sich einer ausgezeichneten Spiellaune erfreute (acht Tore), war das Kroaten-Duo in Altdorfs Reihen an der Trefferausbeute (32) mit insgesamt nicht weniger als 21 Einheiten besorgt. Kommentar: schlichtweg genial.

Abschied aus hinterem Ranglistendrittel

Der STV Baden wurde vom Anpfiff weg kompromisslos an die Leine gelegt. Er vermochte seiner Reputation dank einer starken KTV-Defensive jedenfalls nicht, wie eigentlich erwartet, gerecht zu werden. Wären da nicht einige ausgezeichnet herausmanövrierte Kreisanspiele sowie souverän verwandelte Penaltys der Widersacher gewesen, hätte die Bilanz der Innerschweizer gar noch wesentlich beeindruckender ausfallen können. Doch der Erfolg der Gastgeber war auch so hochverdient. Durch den doppelten Punktegewinn verabschiedeten sich die Urner definitiv aus dem hinteren Tabellendrittel. Sie haben nun 11 Punkte eingebunkert und sich dadurch ein recht souveränes Polster gegenüber Siggenthal und Yellow/Pfadi Winterthur (beide 8 Zähler), Birsfelden (5) sowie Chênois/Genf (3) und Schlusslicht Wädenswil (2) zugelegt. Auch wenn sie bereits eine Partie mehr als dieses Quintett bestritten haben.

Freude herrscht nach dem VOrstossen ins Ranglistenmittelfeld. filtered 2Den Ausfall des wie erwähnt zusätzlich verletzten «Toppers» Nicolai Christensen, welcher für die beiden letzten Spiele im alten Jahr zum Abseitsstehen verknurrt sein wird, vermochten die Altdorfer erstaunlich gut wegzustecken. Es waren wohl insbesondere eine Jetzt-erst-recht-Trotzstimmung sowie die vorbildliche Spieldisziplin, welche den Sieg des HC KTV Altdorf Realität werden liessen. Daran hatten die beiden Unparteiischen Urs Fässler und Patrik Meier im Rahmen ihrer «Feldli-Premiere» (als Delegierter weilte kein Geringerer als Roger Felder vom Schweizer Handballdachverband zugegen) massgeblichen Anteil. Sie erstickten sich abzeichnende «Brandherde» stets kompromisslos und verhängten gleich ein volles Dutzend Zeitstrafen (zwei Drittel davon gingen auf das Konto der Aargauer), dadurch gar nicht erst grössere Unruhe auf dem Parkett aufkommen lassend.

Fünf Akteure auf der KTV-Skorerliste

Droll Baden 3 filteredDer während einigen Wochen ausgefallene Marko Koljanin meldete sich im Lager der Gastgeber als Skorer (gegen Wädenswill war er lediglich als Penaltyvollstrecker aufgetreten) auf souveräne Art und Weise zurück. Er setzte das Leder aus dem Spiel heraus (nebst den fünf souverän verwandelten Sieben-Meter-Würfen) achtmal ins gegnerische Netz – und war gleich auch für die ersten beiden KTV-Treffer der Donnerstagabendbegegnung zuständig. Nach 8 Minuten lautete das Skore 3:3. In der Folge setzten sich die Altdorfer bereits definitiv in Front, um das Zepter während des ganzen Fights nicht mehr aus der Hand zu geben. Zwischen der 15. und 22. Minute erhöhten die Platzherren vom 7:6 auf 12:8. Der Vier-Tore-Vorsprung hatte auch zur Pause Bestand (15:11). Altdorfs Vereinspräsident Stefan Arnold wie auch Ex-Fanionteam-Topskorer Sebastian Munzert attestierten ihren Leuten in einer ersten Zwischenbilanz, sowohl in Abwehr wie Angriff sehr gut und effizient gearbeitet und nur wenige Unzulänglichkeiten begangen zu haben. Lobende Worte fanden sie speziell auch für Keeper Noah Ineichen. Nach einer Vielzahl exzellenter Parden erhielt er ebenfalls von den Zuschauerrängen aus ungeteiltes Lob gezollt.

Sensationeller «Flieger» pflanzte Tüpfelchen aufs i

Obad M Timeout 2Das positive Bild ihrer Leistung setzten die Altdorfer auch im Verlaufe der zweiten Halbzeit ohne Wenn und Aber fort. Definitiv auf Siegeskurs steuerte Ivan Fallegger den Gotthardexpress, als er mit einem sensationellen «Flieger» erfolgreich geblieben war. 11 Minuten vor Spielschluss hatten sich die Altdorfer mit 28:20 abgesetzt – Baden war nicht in der Lage, wirksam Gegensteuer zu geben. Trotzdem die Akteure der Aargauer zwischendurch mit einigen sehenswerten Aktionen zu beeindrucken verstanden, aber (vergeblich) versuchten, dem KTV-Angriff mit einem Timeout respektive einer Doppelmanndeckung eventuell noch den Giftzahn ziehen zu können.

Nebst den beiden Topskorern Koljanin und Obad trafen seitens des HC KTV Altdorf noch Ivan Fallegger (fünf-) und Marius Kasmauskas sowie Yannick Drollinger (je dreimal) ins Volle. Die besten Abschlusserfolgsquoten erzielten hinter Marko Koljanin (76 Prozent), Yannick Drollinger (75), Spielertrainer Mario Obad (72) und Ivan Fallegger (71). Torhüter Noah Ineichen hielt stolze 41 Prozent aller der auf sein Tor abgefeuerten Bälle. - Zur Erinnerung: Die nächste NLB-Partie bestreitet der HC KTV Altdorf am 10. Dezember in Birsfelden.

Altdorf spielte mit: Noah Ineichen, Jan Dittli; Marc Vollenweider, Marius Kasmauskas (3), David Arnold, Yannick Drollinger (3), Ivan Fallegger (5), Pascal Aschwanden, Lukas Diener, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur, Mario Obad (8), Marko Koljanin (13).

-

Gelesen 767 mal Letzte Änderung am Freitag, 02 Dezember 2016 10:43