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Samstag, 10 Juni 2017 07:59

Nationalrat Beat Arnold übernimmt Vereinszepter

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Stefan Arnold tritt ins hintere Glied zurück. Altdorfs Traditionssportverein blickt zuversichtlich in die Zukunft.

Beat ArnoldZu den grossen Altdorfer Traditionssportvereinen zählt der HC KTV Altdorf. Hervorgegangen aus den Reihen des KTV Altdorf war er vor 55 Jahren aus der Taufe gehoben worden, um in der Folge zu höchst beachtlichen «Höhenflügen» anzusetzen und zahlreiche Meilensteine zu setzen. Diese fanden auch schweizweit viel Beachtung. Die Männer holten die verschiedensten Trophäen ab. Das Fanionteam stiess gar in die oberste nationale Liga vor, vermochte sich dort aber, eigentlich erwartungsgemäss, nicht zu behaupten, da andere Klubs eben über ein etablierteres Umfeld und auch die notwendigen finanziellen Mittel verfügten. Seit langen Jahren gehören die Männer des HC KTV Altdorf jetzt der zweitobersten nationalen Stärkeklasse (NLB) an. Auch die Frauenabteilung setzte übrigens spezielle Zeichen und mixte vorübergehend im nationalen Spitzenhandball mit.

Altdorfer Akteure setzten immer wieder auch auf nationalem respektive internationalem Parkett Marksteine. So sind gegenwärtig im Nationalteam Lukas von Deschwanden (Wacker Thun, NLA, sowie Jost Brücker, HC Kriens/Luzern, NLA) anzutreffen. Dass es Urnern aus der «Handballprovinz» zu solch speziellen Höhenflügen reichte, ist ein Verdienst vieler engagierter Förderer. Nichts vermag dieses Fazit besser zu unterstreichen als die einleitenden Worte, welche im Rahmen der Festschrift – erschienen zum 50-Jahr-Vereinsjubiläum – zu Papier gebracht wurden. Und da lauteten: «Seit seiner Gründung im Jahre 1962 ist der HC KTV Altdorf eine verschworene Gemeinschaft mit viel Power, Idealismus, Freude am attraktiven Ballsport und einem schlechthin grossartigen Teamgeist, wobei der Verein den familiären Charakter nie preisgab und sich immer wieder auf eingefleischte «Familienclans», zahlreiche Fans und Supporter abstützen durfte respektive weiterhin darf.»

Neues Kapitel wird aufgeschlagen

Jetzt wird im HC KTV Altdorf ein neues Kapitel aufgeschlagen. Die bevorstehende Generalversammlung ist auf den 23. Juni terminiert und wird die entsprechenden Weichen definitiv stellen, nachdem die Vorbereitungen auf die nähere Zukunft bereits jetzt auf Hochtouren laufen.

An der Vereinsspitze tritt Stefan Arnold ins hintere Glied. Während neun Jahren hat er es verstanden, den Klub, in dessen Reihen er seinerzeit auch als Aktivspieler Furore machte, nach aussen hin als versierter Chef mit Umsicht zu präsentieren, nachdem er vorgängig als Finanzchef und technischer Leiter fungiert hatte. In Stefan Arnolds Amtszeit fielen die NLA-Meisterschaftsteilnahme des HC KTV Altdorf, dann aber auch die enge und gute Zusammenarbeit im Juniorenbereich mit dem BSV Stans (Spielgemeinschaften mehrerer Formationen).

Er wird seinem Stammverein weiterhin als versierter Schiedsrichter zur Verfügung stehen.

Der künftige Präsident

Dem HC KTV Altdorf ist es gelungen, Beat Arnold als künftigen Präsidenten des Klubs zu motivieren. «Eine sehr gute Lösung und ein absoluter Glücksfall für den HC KTV Altdorf», erklärt Stefan Arnold, der seine Demission schon vor Jahresfrist angekündigt hatte. Der neue «Präsi» entstammt einem «angefressenen» Handballerclan, den «Bärchelers», dessen Sprösslinge im Klub bereits in früheren Jahren unauslöschliche Zeichen setzten.

Beat Arnold erzielte mit den Altdorfern schon im Rahmen seiner Juniorenzeit höchst beachtliche Erfolge. In den Jahren 2001 und 2004 bestritt er mit der ersten Mannschaft in der Nationalliga B mehr als sechs Dutzend Einsätze. In Freundeskreisen kurzum als «Bee» bekannt, hat der in Schattdorf wohnhafte Beat Arnold, diplomierter Bauingenieur FH/MAS sowie Wirtschaftsingenieur FH, - verheiratet mit Marion (-Renner), Vater einer quirligen zweijährigen Lisa - auch politisch Furore gemacht. Als erster Vertreter der SVP Uri nahm er bekanntlicher weise Einsitz im Urner Regierungsrat, um sich in der Folge im vergangenen Jahr mit einem ausgezeichneten Resultat als Urner Nationalrat nach Bern delegieren zu lassen.

Selbstverständlich hat sich Beat Arnold bereits auch schon Ziele als künftiger Präsident gesetzt: Sein Credo: «In erster Linie möchte ich neben meiner Zeit als Spieler und Trainer jetzt auch als Funktionär dem Verein etwas zurückgeben. Meine Idee ist es, die erfolgreiche Arbeit meiner Vorgänger fortzuführen und das Augenmerk auf die Nachwuchsförderung zu legen. Dies umso mehr, da wir im HC KTV Altdorf auf ein bewährtes Team von Frauen und Männern, die in den verschiedensten Sparten erfolgreich und mit grossem Engagement tätig sind, zählen dürfen.»

 Ruedi Ammann

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