Mittwoch, 02 Februar 2011 19:50

Da wäre doch noch eine Revanche fällig

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Nati B: HC KTV Altdorf tritt in Schaffhausen an

 

Knifflige, aber nicht unlösbare Aufgabe. Trainer Jan Sedlacek hofft, dass der „Lausanner Sieg“, acht Tage zuvor eingefahren, zusätzliche Motivationsschübe auslös

 

SedlacecAusgesprochen vielversprechend ist die Reihe der noch ausstehenden Qualifikationsrundenspiele vom HC KTV Altdorf in Angriff genommen worden. Dem HBC West wurden in Lausanne beide Punkte abgeknöpft, trotzdem sich die Romands erheblich verstärkt hatten. Das lässt – aus der Optik der Urner gesehen – für die weiteren Einsätze hoffen. Den Beweis, dass der letzte doppelte Punktegewinn, der die Urner aus der Relegationszone auf den 5. Tabellenplatz führte, kein Zufallstreffer war, können die Innerschweizer am Samstagnachmittag (15 Uhr, Schweizerbildhalle) gegen die Reserven der Schaffhauser Kadetten erbringen.

 

Ungute Erinnerungen

 

Anlässlich der Vorrunde hatte der HC KTV Altdorf gegen die Nordschweizer in der Feldli-Sporthalle mit 30:31 um Haaresbreite verloren. Damals war es der viel zu zahm ans Werk gehenden KTV-Deckung zuzuschreiben, dass beide Punkte flöten gingen. Daraus wurden Lehren gezogen. Seither hat die Deckung der Urner an Effizienz gewonnen, auch wenn noch längst nicht alles das Gelbe vom Ei ist. „Wir müssen uns in der Abwehr weiter optimieren, um uns gegen die Schaffhauser eine Gewinnchance ausrechnen zu können“, weiss Trainer und Coach Jan Sedlacek, der die bevorstehende Aufgabe anderseits „als durchaus lösbar“ einstuft und hofft, dass die in Lausanne/Crissier nach Hause gefahrene Moralspritze auch positive Auswirkungen im Hinblick auf das nächste Spiel hat. Schaffhausen grüsst zurzeit vom zweiten Tabellenrang (16 Punkte, Tordifferenz +25; Altdorf: 13, +33). Um gleich bei den Statistiken zu bleiben: Die Nordschweizer weisen in der NLB-Zwölfergruppe am deutlich wenigsten Minustreffer auf (284) – alle übrigen Teams stehen mit erheblich mehr als deren 300 zu Buche. Altdorfs Deckung wird insbesondere gut daran tun, auf einen gewissen Vladislav Radomir ein Auge zu werfen. Er steht im Klassement der besten NLB-Schützen nämlich an vierter Stelle (82 Tore), hinter Altdorfs Topskorer Florian Wisotzki (2., 90). Positiv könnte sich für den HC KTV Altdorf auswirken, dass die Gastgeber eventuell den einen oder andern starken Nachwuchsspieler im Hinblick auf das gleich anschliessend stattfindende Nati-A-Spiel der Schaffhauser „reservieren“ und später mit dem Fanionteam einlaufen lassen. Sich allerdings auf solche Mutmassungen einzulassen und darauf gar zu spekulieren, wäre für den HC KTV Altdorf indessen wohl falsch respektive eine krasse Fehleinschätzung.

 

Leaderinnenposition konsolidieren

 

Gleichentags treten die U18-Juniorinnen in der Meisterinnenklasse zum wichtigen Fight gegen die SG Stans/Sarnen auswärts an (Stans, Eichli-Halle, 13.00 Uhr). Zwar grüssen die Gastgeberinnen zurzeit vom letzten Tabellenplatz (3/0, Tordifferenz -19; Altdorf 2/4, +10), dürfen aber keinesfalls unterschätzt werden, soll der Innerschweizer Meisterinnentitel für den HC KTV Altdorf weiterhin eine Option bleiben. Trainer Silvio Zgraggen hofft, mit dem kompletten Kader antreten zu können.

 

Ebenfalls in Stans (11.30 Uhr) treten am Samstag die U15-Juniorinnen an. In der Eichli-Halle kommt es dabei zum Showdown der beiden Spitzenteams in der ersten Stärkeklasse. Die Nidwaldnerinnen führen die Zwischenragliste an (4/6, Tordifferenz +79; Altdorf 3/4, +34). Der HC KTV Altdorf wird wohl nur über eine kompakte Deckung gegen die Gastgeberinnen-„Tormaschine“ zum Erfolg finden können.

 

Am Sonntag steht in Goldau noch das U15-Juniorenteam im Einsatz (15 Uhr, Halle Berufsbildungszentrum). Die Gastgeber sind klar zu favorisieren. In der Stärkeklasse 2 führen sie die Rangliste verlustpunktelos an (3/6) – Altdorf nimmt die dritte Position (3/4) ein.

 

ZUM BILD

 

Erinnerungen an die knappe Vorrunden-Heimniederlage in der Nati B gegen Schaffhausen: Jan Sedlacek beim Motivieren seiner Truppe. FOTO: RUEDI AMMANN

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