Sonntag, 02 Oktober 2011 20:33

Die erste Runde souverän überstanden

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BrückerJostHandball-Schweizer-Cup: SV Fides St. Gallen (1. Liga) – HC KTV Altdorf (NLB) 31:39

 

Um es vorweg zu nehmen: Zu einem Spaziergang wurde die Fahrt in die Ostschweiz am Sonntag nicht. Aber das Brack-Kollektiv löste die gestellte Aufgabe höchst zufriedenstellend.

 

In der Nationalliga B herrschte am Wochenende Funkstille. Aber natürlich nur, was die Meisterschaft anbelangte. Angesagt war nämlich die erste Schweizer-Cup-Runde. Daran beteiligten sich sämtliche zwölf Mannschaften der zweithöchsten nationalen Stärkeklasse. In zwei Partien standen sich je zwei NLB-Teams direkt gegenüber: Im Fight der Aufgestiegenen behielt Siggenthal gegen Zofingen das bessere Ende für sich (24:21), anderseits schwang Amicitia/GC Zürich gegen Chênois Genf um Haaresbreite obenaus (34:33). Überraschungen im Übrigen? Fehlanzeige: Alle NLB-Teams setzten sich gegen die ihnen zugelosten „Underdogs“ mehr oder weniger souverän durch.

 

Rasche und klare Führung

 

Trotz der ungewöhnlichen Anspielzeit (Sonntag, 13 Uhr) gingen die komplett angetretenen Urner gegen den SV Fides St. Gallen in der Kreuzbleiche-Halle sofort konzentriert zur Sache. Die Gastgeber hatten verletzungshalber auf zwei Verstärkungen zu verzichten, waren demzufolge natürlich auch etwas handicapiert. Doch das scherte die Urner wenig: Sie prägten die Partie nachhaltig. Über 6:1, 10:5, 15:10 wurde das Zepter nie aus der Hand gegeben. Die Seiten wurden beim Stande von 21:15 gewechselt. Im Rahmen des Pausengesprächs freute sich Spielertrainer Daniel Brack über die gute Verfassung aller Akteure, obwohl er auf einige noch durchaus verbesserungswürdige Details aufmerksam machte.

 

Zu Beginn des zweiten Spielabschnittes gaben die Urner das Heft weiterhin nie aus der Hand, auch wenn die Ostschweizer alles versuchten, um das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen. Im Lager des HC KTV Altdorf beeindruckten im Speziellen die Gegenstossaktionen – insgesamt wurden während der ganzen Spielzeit sechzehn entsprechend herausgearbeitete Chancen in Zählbares umgesetzt. Spielertrainer Daniel Brack eröffnete sämtlichen KTV-Spielern – längere Einsatzzeiten, wobei er dadurch die im Vorfeld (Trainings) erbrachten Leistungen honorierte. „Ich verteilte dabei keinerlei Geschenke, doch war es angebracht, diese Linie zu fahren. Alle unsere Akteure trugen sich denn auch in die Skorerliste ein und rechtfertigten das in sie gesetzte Vertrauen voll und ganz“, bilanzierte Daniel Brack. Er stellte eine weitere positive Entwicklung im Spiel seines Kollektivs fest. „Natürlich würde es mich ausserordentlich freuen, wenn wir jetzt im Hinblick auf die nächste Cuprunde einen attraktiven Gegner – vielleicht sogar den NLA-Verein HC Kriens (!?) zugelost erhielten.“

 

TV Steffisburg – ein anderes Kaliber

 

Nächster (Meisterschafts-) Gegner des HC KTV Altdorf wird am kommenden Samstag im Rahmen der vierten NLB-Meisterschaftsrunde der TV Steffisburg sein. Während Altdorf bereits 4 und die Gäste (noch) keinen Zähler im Trockenen haben, liegen die Vorteile (papierformmässig) auf der Seite der Urner. Doch Daniel Brack warnt: „In unserer Liga hat sich bereits abgezeichnet, dass praktisch jeder Gegner jeden zu schlagen imstande ist. Wir werden uns deshalb hüten müssen, die Partie auf die leichte Schulter zu nehmen. Das Ganze unterstreichen auch die Tordifferenzen.“ Und in der Tat: Altdorf steht „nur“ mit 89:84 zu Buche, während der Saldo der Steffisburger mit 81:94 ausgewiesen wird. Der samstägliche Match wird übrigens um 18 Uhr in der Feldli-Arena angepfiffen.

 

Altdorfs Aufgebot gegen den SV Fides St. Gallen: Nicolas Stocker (spielte während 60 Minuten stark auf), Marcel Luthiger; Jost Brücker (11), Ivan Fallegger (2), Marc Fallegger (6), Daniel Brack (2), Dave Zürcher (3), Peter Szilagyi (6), Christian Bär (1), Daniel Röösli (2), Flavio Fallegger (2), Martin Betschart (2), Sebastian Munzert (2).

 

ZUM BILD

Überflieger Jost Brücker: elf Treffer! FOTO: RUEDI AMMANN

 

 

 

 

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