Spielberichte Herren 1

Spielberichte Herren 1 (153)

Montag, 25 März 2019 12:40

Erneuter Punktgewinn für den KTV

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HC KTV Altdorf – TV Steffisburg 30:30 (15:18), 23.3.19, Feldli Altdorf

 

Florian Henrich sorgt mit seinem verwandelten Siebenmeter nach Spielschluss für den verdienten Punktgewinn. Wie schon letzte Woche hätte das Spiel auf beide Seiten kippen können und das Remis sichert beiden Mannschaften den verdienten Punkt. 

 

In dieser äusserst wichtigen Partie musste das Trainerduo um Sebastian Munzert und Marc Fallegger gleich auf zwei Kräfte im Rückraum verzichten. David Arnold fehlt weiterhin aufgrund eines leichten Schleudertraumas, Marius Kasmauskas wurde von Problemen an der Achillessehne ausser Gefecht gesetzt. So musste das Urner Angriffsspiel mit nur drei Rückraumspielern auskommen. Doch nicht die Offensive war das Problem des KTV. Vor allem in der ersten Halbzeit fand die Defensive kein Mittel gegen die mit viel Dynamik vorgetragenen Angriffsauslösungen der Gäste aus Steffisburg. Gleich 18 Gegentreffer hagelte es deshalb bis zur Pause ins Urner Gehäuse. Nach ausgeglichenem Start geriet der KTV immer mehr ins Hintertreffen. Zwei Minuten vor dem Seitenwechsel erhöhten die Gäste auf 18:13, doch zum Glück konnten die Altdorfer vor der Pause noch mit zwei Toren reagieren. Der 15:18 Rückstand liess die Situation für den zweiten Umgang um einiges besser aussehen. 

 

Diesen Schwung konnte der KTV auch gleich mitnehmen. Als Goali Jan Dittli nach vierzig Spielminuten drei Paraden in Serie zeigte, kippte das Spiel erstmals seit der Startphase wieder auf Seiten des KTV. Doch Steffisburg reagierte mit drei Treffern in Serie und verpasste es durch zwei technische Fehler, für eine Vorentscheidung zu sorgen. Dies nutze dann wiederum der KTV aus und der starke Edvinas Vorobjovas glich in der 54. Minute erneut aus, bevor zwei weitere Treffer von Pascal Aschwanden und dem souveränen Siebenmeterschützen Florian Henrich für die scheinbare Vorentscheidung sorgten (57./29:27). Was folgte war die erste umstrittene Entschidung der Schiedsrichter in der Schlussphase. Ivan Fallegger stellte gegen den Steffisburger Flügel Gabriel Felder den Körper rein, um ihm nur einen kleinen Abschlusswinkel zuzulassen. Normalerweise stellt sich dabei die Frage, ob der Defensivspieler noch in Bewegung war (Foul und somit Siebenmeter) oder ob er bereits stand (Offensivfoul und Ballbesitz Altdorf). Die Referees entschieden auf Siebenmeter und Zeitstrafe. Der Berner Oberländer konnten somit für zwei Minuten in Überzahl agieren und nutzten dies Gnadenlos aus. Drei Tore in Serie später führten die Gäste mit 30:29. Altdorf spielte mit dem letzten Angriff noch um einen Punkt. Edvinas Vorobjovas wurde in Abschlussposition gebracht. Obwohl sein Wurf den Weg nicht ins Tor fand, jubelten die Urner. Die Schiedsrichter entschieden auf Siebenmeter und Zeitstrafe gegen Cedric Manse. Dieses Urteil konnte wohl als Kompensationspfiff für die vorherige Aktion gewertet werden. Florian Henrich behielt die Nerven sorgte mit seinem persönlich zehnten Treffer zum Ausgleich. 

 

Da Emmen und Winterhur im Abstiegskampf wichtige Auswärtssiege gegen stärker eingestufte Gegner erringen konnten, verliert der KTV gegen die beiden Direktkonkurrenten einen Punkt. Die neu gejagte Mannschaft ist nun Biel, welche drei Punkte vor den Urnern liegt. Winterthur hat bereits vier Punkte Vorsprung auf das Schlusslichtduo aus der Innerschweiz. Das Derby gegen Stans vom kommenden Samstag wird also weiter angeheizt.

 

Für Altdorf spielten: Jan Dittli/Christian Amrein; Manuel Gisler, Daniel Baumann, Ivan Fallegger (2), Pascal Aschwanden (2), Marc Häusler, Flavio Fallegger, Fabian auf der Maur (1), Florian Henrich (10/5), Tomas Adamcik (1), Amer Zildzic (5), Edvinas Vorobjovas (8), Sebastian Munzert (1)

Montag, 25 März 2019 12:37

Bitterer Abend trotz Punktgewinn

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HC KTV Altdorf – TV Birsfelden 30:30 (15:16), 16.3.19, Feldli Altdorf


Der KTV Altdorf kassiert nach der Schlusssirene durch einen direkt verwandelten Freiwurf den ganz bitteren Ausgleichstreffer. Trotzdem macht man in Kampf um den Abstieg einen Punkt gegen die direkten Konkurrenten gut.

 

Überraschen wollte der KTV Altdorfer die Gegner aus Birsfelden gleich zu Beginn. Das taktische Mittel des siebten Feldspielers, bei dem der Torhüter jeweils im Angriffsspiel durch einen zusätzlichen Feldspieler ersetzt wird, wurde vom ersten Angriff an genutzt. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei welchem der KTV durch Tore von Fabian Auf der Maur und Florian Henrich jeweils vorlegen konnte. Doch auch die Birsfeldener punkteten eifrig. Vor allem Rechtsaussen Irfan Butt nutzte den ihm gegebenen Freiraum und er erzielte in der Startviertelstunde vier Tore, wobei er seine Farben mit dem Dritten erstmals in Front brachte. Zwei Altdorfer Zeitstrafen innert kürzester Zeit brachten den Gästen weiter Aufwind und nach knapp einem Drittel der Spielzeit ist die Führung der Basler auf vier Tore (8:12) angewachsen. Die Altdorfer Bank reagierte und brachte Defensivspezialist Manuel Gisler ins Spiel. Dieser brachte die nötige Aggressivität in den Abwehrverbund und verteidigte beeindruckend stark. Drei Treffer in Serie von Marius Kasmauskas brachten den KTV noch vor der Pause wieder voll ins Spiel und mit 15:16 wurde die erste Halbzeit beendet. 

 

Die Startphase in den zweiten Umgang gehörte dann den Urnern. Innert vier Minuten verwandelten die Urner den Rückstand in eine Zwei-Tore-Führung. Doch in der Folge konnte sich der KTV nicht weiter absetzten und die Gäste glichen bis zur 45. Minute wieder aus. Erst riss der KTV die Führung nochmals an sich, dann wendeten die Birfeldener die Partie und lagen mit einem Treffer vorne, bevor der KTV Sekunden vor dem Ende durch Marius Kasmauskas’ siebten Treffer erneut in Führung ging. Doch dieser verursachte nochmals einen Freiwurf, der nach Ablauf der Spielzeit direkt ausgeführt werden musste. Kreisläufer Björn Buob fand den Weg an der fünf Mann starken Mauer sowie an Torhüter Amrein vorbei. Ein äusserst bitteres Ende für die Urner. 

 

Das 30:30 Remis bringt den Altdorfern einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf. Doch der Verlust des Zweiten war so schmerzhaft wie unnötig. Über das gesamte Spiel gesehen ist das Unentschieden sicherlich ein faires Resultat, da beide Mannschaften den Sieg in dieser ausgeglichenen Partie nicht ins Trockenen bringen konnten. Zu gerne hätte man jedoch vor den zahlreich erschienenen Zuschauern den Vollerfolg gefeiert. Die Aktion «Gelbe Wand», bei welcher in gelb gekleidete Zuschauer freien Eintritt erhielten, fand Anklang und darf wohl als Erfolg gewertet werden.

 

Immerhin liefen die restlichen Spiele der zwanzigsten NLB-Runde für den KTV. Die direkten Konkurrenten aus Emmen, Winterthur und Biel haben ihre Spiele verloren und somit machen die Urner einen Punkt gut. Der Rückstand auf den Nichtabstiegsrang beträgt nun noch drei Punkte. Somit ist in den letzten sechs Spieltagen noch alles offen und für Spannung ist garantiert. Bereits am Samstag steht das nächste Heimspiel gegen den TV Steffisburg an.

 

 

Für Altdorf spielten: Jan Dittli/Christian Amrein; Marius Kasmauskas (7), Manuel Gisler, Ivan Fallegger (1), Pascal Aschwanden, Marc Häusler, Flavio Fallegger, Fabian auf der Maur (5), Florian Henrich (7/3), Tomas Adamcik, Amer Zildzic (3), Edvinas Vorobjovas (5), Sebastian Munzert (2)

Montag, 04 März 2019 08:43

Deutliche Niederlage gegen den TV Endingen

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Spielbericht TV Endingen - HC KTV Altdorf 36:22 (17:12), 2.3.19, GoEasy Siggenthal

 

Das Spiel gegen den Ligadominator TV Endingen war die erwartet klare Angelegenheit. Bereits in der ersten Halbzeit war ein Klassenunterschied sichtbar. Als die Endinger dann im zweiten Umgang noch die Defensivarbeit intensivierten waren es deren zwei. Doch ab jetzt muss der KTV im Abstiegskampf liefern. 

 

Mit dem Resultat von 36:22 für den Tabellenführer ist bereits viel über das Spiel ausgesagt. Vor allem die Altdorfer Defensive erwischte einen rabenschwarzen Abend. Über die gesamten 60 Minuten war man den Endinger Angriffsbemühungen wehrlos entgegengestanden. Mit welcher Konsequenz die Aargauer Angriff für Angriff hundertprozentige Torchancen herausspielten, verdient Anerkennung. Allgemein verlief das Spiel so, wie es der TVE zuliess. In der ersten Halbzeit fand auch die Abwehrreihe der Gegner nicht zur erwarteten Stabilität und die zwölf erzielten Tore hielten den KTV in Schlagdistanz. Eine Machtdemonstration folgte in der zweiten Halbzeit, als innert 18 Minuten der Spielstand von 17:12 auf 27:13 anwuchs. Gegen Ende des Spiels konnten sich die beiden Kreisläufer Häusler und Munzert mit je drei Toren noch in Szene setzten, am Spielgeschehen änderte sich jedoch nichts mehr. Klare Verhältnisse in der Tabelle, klare Verhältnisse auf dem Platz, und so resultierte dann diese klare Niederlage, die in Kauf genommen werden musste. 

 

Abstiegskampf: so sieht es aus

 

Der KTV hat noch sieben Spiele zu bestreiten. Nebst dem Derby gegen Stans stehen den Altdorfern die sechs letzten Mannschaften in der Tabelle gegenüber. Die beiden Innerschweizer Schlusslichter aus Emmen und Altdorf erspielten sich bisher acht Punkte. Um sich von den beiden Abstiegsplätzen zu entfernen, muss eine Mannschaft aus dem Trio Winterthur (12 Punkte), Biel (13) oder Steffisburg (15) überholt werden. Die beiden nächsten Gegner des KTV aus Birsfelden und Steffisburg haben sich mit ihren Heimsiegen wohl vorentscheidend vom Tabellenende abgesetzt und haben bereits 17 Punkte erspielt. 

 

Der Spielplan ist so angelegt, dass es in den letzten Spielen tendenziell immer zu Angelegenheiten zwischen Tabellennachbarn kommt. Da also alle Abstiegskandidaten in Direktduellen aufeinandertreffen, werden wohl alle Mannschaften ihr Punktestand noch in die Höhe treiben. Dies heisst für die Altdorfer jedoch auch, dass in den letzten Spielen noch intensiv gepunktet werden muss. Fünf bis sechs Siege sind für den Verbleib in der zweithöchsten Spielklasse wohl mindestens notwendig. Verliert man hingegen ein Spiel gegen einen Gegner im Abstiegskampf, kann dies bereits den Abstieg bedeuten. Der Druck im Heizkessel des KTV steigt also unaufhaltsam. Es bleibt zu hoffen, dass damit die noch etwas stotternde Altdorfer Dampflokomotive in Fahrt kommt, bevor das ganze Gefährt in die Luft fliegt. 

 

 

Für Altdorf spielten: Christian Amrein/Jan Dittli; David Arnold (1), Manuel Gisler (1), Pascal Aschwanden (1), Ivan Fallegger, Marc Häusler (3), Flavio Fallegger, Fabian auf der Maur (1), Florian Henrich (5/1), Tomas Adamcik, Amer Zildzic (6), Sebastian Munzert (3)

Donnerstag, 21 Februar 2019 10:44

Von Baden überrannt

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STV Baden - HC KTV Altdorf 30:20 (16:11), 20.2.19, Baden Aue

 


Der KTV verliert klar und deutlich gegen ein stark aufspielendes Team aus Baden. Das hohe Spieltempo überforderte die Altdorfer immer wieder aufs Neue. Gegen Ende der Partie liefen die Badener einen Gegenstoss nach dem andern, was sich schlussendlich im Resultat niederschlug. 

 

Zum Start in die Partie konnten sich die beiden Torhüter mit je zwei Paraden in Szene setzten. Altdorf fand dann vor allem offensiv ins Spiel und konnte jeweils mit einem Tor vorlegen. Doch defensiv kamen die Badener immer wieder zu einfachen Abschlüssen. Pascal Bühler, der wohl explosivste Rückraumspieler der Liga, erarbeitete sich durch seine schnellen Seitwärtsbewegungen immer wieder vorzügliche Abschlusspositionen. Im gesamten Spiel bekamen ihn die Urner nicht unter Kontrolle und er avancierte mit sieben Toren zum Toptorschützen. Unterstützung bekam er von Neuzugang Jonathan Knecht, der beim Debut zu gefallen wusste. Der wurfgewaltige Spieler im rechten Rückraum könnte sich als das fehlende Puzzleteil im Badener Spiel entpuppen. Auf Seiten der Altdorfer hielt das Trio um Auf der Maur, Zildzic und Henrich dagegen, welches zehn der elf Tore in der ersten Halbzeit erzielte. Eine etwas unnötige Zeitstrafe nach zwanzig Minuten gegen Pascal Aschwanden nutzte Städtli Baden als Starthilfe und vergrösserte den Vorsprung von einem auf fünf Tore bis zum Seitenwechsel. Der Pausenrückstand von 16:11 war dahingehend gerechtfertigt, dass die Defensive der Altdorfer nie wirklich zur nötigen Stabilität fand. 

 

Auch in der zweiten Halbzeit vermochte der KTV über weite Strecken dagegenzuhalten. Der Rückstand pendelte sich bei fünf bis sechs Toren ein. Da die Urner für den Torerfolg jeweils viel härter arbeiten mussten, schien das Spiel einseitiger, als es tatsächlich war. Doch in der Schlussviertelstunde zerfiel das Spiel der Urner komplett. Badener Gegenstösse über die rechte Seite waren die Folge von technischen Fehlern und Abschlüssen nach festgefahrenen Angriffsaktionen. Zuerst vermochte Torhüter Amrein noch mit einer Doppelparade dagegenzuhalten, doch kurz darauf war dann auch der letzte Widerstand des KTV gebrochen. Der STV Baden bestrafte die Urner Nachlässigkeiten konsequent und zog bis zum Ende der Partie auf 30:20 weg. 

 

Baden hat früh verstanden, dass der KTV mit dem schnellen Umschaltspiel grosse Mühe bekundet. Auch durch ihren breiten Kader konnte der STV das Spieltempo über 60 Minuten hochhalten. Auf Seiten des KTV fehlte Marius Kasmauskas das letzte Mal gesperrt. Seine fehlende Unterstützung machte sich an diesem Abend bemerkbar. War das gesamte Offensivspiel doch klar auf den Schultern des oben erwähnten Trios verteilt. Schlussendlich wäre es möglich gewesen, gegen einen wirklich starken STV Baden mit fünf Toren zu verlieren, um sich die Bestätigung zu holen, dass man auf dem richtigen Weg ist. Durch den Verlauf der letzten Minuten bleibt dann aber doch nur Frust und Enttäuschung. 

 

Für Altdorf spielten: Christian Amrein/Fabio Arnold; David Arnold (1), Manuel Gisler, Daniel Baumann, Pascal Aschwanden, Ivan Fallegger, Marc Häusler, Fabian auf der Maur (5), Florian Henrich (4), Tomas Adamcik, Amer Zildzic (7), Edvinas Vorobjovas (1), Sebastian Munzert (2)

Montag, 18 Februar 2019 12:09

Der KTV lebt noch

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Mit einer starken Mannschaftsleistung sichert sich der KTV die ersten Punkte des Jahres. Der 30:22 Sieg gegen den TV Möhlin war bitter nötig, denn wiederum punkteten die direkten Konkurrenten im Kampf um den rettenden zwölften Platz.

 

Die Unsicherheit nach den letzten Spielen war den Urnern anzumerken. Die Defensive wirkte nicht gefestigt und auch offensiv tat sich der KTV zunächst schwer. Der Tabellendritte aus Möhlin wusste dies auszunutzen und legte in den ersten fünf Minuten mit zwei Toren vor. Darauf folgte eine hektische Phase, in welcher beide Teams äusserst leichtsinnig mit dem Spielgerät umgingen. Der KTV konnte sich etwas früher wieder fangen und konnte ausgleichen. Eine deutliche Leistungssteigerung der Altdorfer Defensive brachte den Möhliner Angriffsfluss ins Stocken und es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Beide Mannschaften brockten sich sieben Zeitstrafen ein. Altdorf nutze diese Überzahlsituationen immer wieder gut aus und spielte dabei die Aussenspieler frei. Fabian auf der Maur nutze eine solche Situation in der 17. Minute zur erstmaligen Führung. In der Folge schafften es die Altdorfer immer wieder, durch ein schnelles Umschaltspiel zu einfachen Toren zu gelangen. Drei Minuten vor der Pause liess man jedoch die Chance auf eine Vier-Tore-Führung aus und kassierte im Gegenzug zwei einfache Tore. Somit schaffte der Gast noch vor dem Seitenwechsel den Anschluss. 

 

Da Amer Zildzic kurz vor der Pause eine Zeitstrafe kassierte, starteten die Urner in doppelter Unterzahl in den zweiten Umgang. Doch im ersten Angriff setzte sich Ivan Fallegger am Flügel durch holte neben dem Tor auch eine Zeitstrafe heraus. Was folgte war eine äusserst starke Phase des Heimteams. Vom 12:11 zur Pause zog der KTV innerhalb von neun Minuten auf 19:13 weg. Zu harmlos war der Angriff Möhlins ohne ihren Topscorer Patrik Vizes. Offensiv konnten die Altdorfer endlich mal alle Positionen voll ins Spiel integrieren. Die sonst kaum mit Torchancen bedienten Flügel netzten gleich zehn Mal ein. Auch Kreisläufer Adamcik traf fünffach und die Rückraumachse um Zildzic, Henrich und Vorobjovas steuerte wie gewohnt ihre Treffer bei. Doch Möhlin gab noch nicht auf. Die Gebrüder Wirthlin erzielten drei Tore und beim Stand von 20:16 und Ballbesitz für die Gäste schien sich das Spiel nochmals zu öffnen. Doch es folgte die zweite ganz starke Phase der Urner. Sieben Minuten und sechs Tore in Serie später konnte der KTV nun eine zweistellige Führung ausweisen. Torhüter Amrein hielt in diesen Minuten den Kasten dicht, er parierte schlussendlich 56% der gegnerischen Würfe. Viel lief danach nicht mehr. Zu erwähnen ist noch, dass der TV Möhlin in den Schlussminuten den Rückstand etwas verringern konnte. Für den KTV zu verkraften, konnte man endlich die ersten Punkte des Jahres auf dem Konto gutschreiben.

 

Die Ernüchterung kam dann erst nach dem Schlusspfiff, als die Resultate der anderen Spiele bekannt wurden. Die auf den rettenden Plätzen 11 und 12 klassierten Mannschaften aus Biel und Winterthur gewannen ebenfalls. Der Rückstand beträgt weiterhin fünf bzw. vier Punkte. Doch dies Leistung stimmt zuversichtlich für die anstehenden Aufgaben. Tritt der KTV Altdorf weiter so auf, ist der Ligaerhalt realistisch. Der erste Schritt dazu wurde nun gemacht.

 

Für Altdorf spielten: Fabio Arnold, Christian Amrein; Manuel Gisler, Daniel Baumann, Pascal Aschwanden, Ivan Fallegger (3), Marc Häusler, Flavio Fallegger, Fabian auf der Maur (6), Florian Henrich (5), Tomas Adamcik (5), Amer Zildzic (6), Edvinas Vorobjovas (4), Sebastian Munzert

Montag, 04 Februar 2019 12:00

Der KTV rutscht weiter ab

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HC KTV Altdorf – SG GS/Kadetten Espoirs 26:27 (12:15), 02.02.19, Feldli Altdorf

 

Gleich zweimal startete der KTV Altdorf schlecht in die Halbzeit. Somit liefen die Urner gegen die SG GS/Kadetten Espoirs aus Schaffhausen konstant einem Rückstand hinterher. Trotz aller Bemühungen reichte es nicht mehr zum Ausgleich in der Schlussphase und der KTV verliert unglücklich mit 26:27.

 

Wie erwartet trafen die Gäste nicht vollzählig im Altdorfer Feldli ein. Neben den Verletzten verzichteten die Espoirs auf ihren rechten Flügel Levin Wanner, der auch im NLA-Kader zum Zuge kommt. Für die Altdorfer dies, was man sich erhofft hatte: Eine Mannschaft, die zwar durch die Leistung in der Vorrunde verdient vorne in der Tabelle steht, durch die Mutationen im Kader jedoch ganz klar in Reichweite der Urner liegt. 

 

Der Start in die Partie verschlief der KTV jedoch. Eine Abwehr, die nicht zur notwendigen Stabilität fand, gepaart mit technischen Fehlern im Angriffsspiel, resultierte nach einem Viertel der Spielzeit in einem 3:7 Rückstand. Auf Seiten des Heimteams vermochte in der Startphase vor allem Edvinas Vorobjovas dagegenzuhalten. Eingesetzt auf dem rechten Flügel erzielte er bei seinem Comeback gleich anfangs drei Tore. Ebenfalls Wirkung zeigte die Einwechslung des Defensivspezialisten Manuel Gisler. Er Überzeugte mit der notwendigen Härte in der Abwehr und konnte das Spiel der Schaffhauser mehrmals unterbrechen. Er war es auch, der den KTV mit dem Anschlusstreffer in der 22. Minute wieder voll ins Spiel brachte. Doch gleich im Gegenzug erhöhten die Gäste durch Teubert wieder auf zwei Tore. Fünfzehn Sekunden vor dem Pausensignal nahm Trainer Munzert sein zweites Timeout. Der angesagte Spielzug funktionierte wie geplant, doch ein ungenauer Pass verhinderte den Erfolg. Somit wurde beim Stand von 12:15 die Seiten getauscht. 

 

Und auch in die zweite Halbzeit starteten die Urner nicht wunschgemäss. Bis zur vierzigsten Minute sah man sich einem Fünf-Tore-Rückstand konfrontiert. Das Trio aus den beiden Rückraumspielern Teubert und Bührer sowie Kreisläufer Schopper bekam die Urner Defensive nicht unter Kontrolle. 22 der schlussendlich 29 Gegentore gingen auf ihr Konto.  Die Einwechslung von Pascal Aschwanden brach frischen Wind ins Altdorfer Angriffsspiel und die beiden siebenfachen Torschützen Kasmauskas und Zildzic hielten den KTV am Leben.  Fünf Minuten vor Schluss kämpften sich die Urner wiederum an ein Tor heran, die Defensive hielt und die Gäste kassierten eine Zeitstrafe. Doch mit einem Fehlwurf, einem Pass in die Hände des Gegners sowie einem Offensivfoul blieben die letzten drei Altdorfer Angriffsaktionen erfolglos. Eine weitere Niederlage besiegelt. 

 

Da das Spiel im Namen der «Week oft the Referee», einer Aktion für mehr Respekt gegenüber den Schiedsrichtern, stattfand, geht ein besonderes Lob ans Duo Hitz/Lämmler. Die beiden hatten das Spiel über die gesamte Spielzeit unter Kontrolle. Und der KTV kann sich sicherlich nicht beklagen, dass die 50/50 Situationen in der entscheidenden Phase gegen das Heimteam ausgelegt wurden. 

 

Was bleibt ist eine weitere schmerzhafte Niederlage und der Erhalt der roten Laterne. Der Rückstand auf den rettenden Platz beträgt jedoch weiterhin zwei Punkte. Dieses Spiel gilt es nun vor allem mental zu verarbeiten. Ein Punktgewinn wäre auch für das angeschlagene Gemüt der Mannschaft ein Aufsteller gewesen. Die einzige Lösung: Weiterkämpfen und die Chance vom kommenden Samstag nutzen.

 

Für Altdorf spielten: Christian Amrein/Jan Dittli, Marius Kasmauskas (7), David Arnold (5), Manuel Gisler (1), Daniel Baumann, Ivan Fallegger, Pascal Aschwanden (3), Marc Häusler, Fabian auf der Maur, Florian Henrich (3), Tomas Adamcik, Amer Zildzic (7), Edvinas Vorobjovas (3)

Montag, 28 Januar 2019 12:15

Kein Start nach Mass

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Lakers Stäfa – HC KTV Altdorf 35:25 (18:14), 26.01.19, Stäfa Frohberg


Der Rückrundenauftakt gegen die Lakers Stäfa war für den KTV Altdorf die erwartet schwere Partie. Der Tabellenzweite dominierte das Spiel über die komplette Spielzeit und liess beim 35:25 keine Fragen offen.

 

Nach sechs Wochen Pause überraschten die Urner mit einem neuen Deckungssystem. Anstelle der bewährten 6:0- Abwehr verteidigte man mit dem vorgezogenen Abwehrspieler Ivan Fallegger deutlich offensiver. Somit sollte der Spielfluss des Heimteams vom Zürichseeufer eingeschränkt werden. Unbeeindruckt davon legten die Lakers in den ersten sieben Minuten mit 4:1 vor. Doch dank einem starken Marius Kasmauskas, der in der Startviertelstunde gleich vier Mal einnetzte, blieben die Urner in Schlagdistanz. Jan Dittli im Tor entschärfte nach seiner Einwechslung gleich einige Abschlüsse und die Urner schafften den Anschluss zum 10:9 nach einem Drittel der Spielzeit. Doch das Heimteam reagierte stark und liess einen 5:0-Lauf folgen. Der Pausenstand von 18:14 entsprach dem Gezeigten.

 

Nach dem Seitenwechsel waren es dann wieder die Seebuben, welche dem Spiel den Stempel aufdrückten. Als Kreisläufer Christian Vernier in der 44. Minute den Abschluss zum 27:17 versenkte, war das Spiel entschieden. Vor allem mit dem hohen Spieltempo waren die Urner häufig überfordert. Abstimmungsprobleme führten dazu, dass sich gegnerische Angriffsspieler von der Deckung lösen konnten und frei zum Abschluss kamen. Für die Altdorfer ging es nun noch darum, sich gegen eine noch höhere Niederlage zu wehren und sich so gut wie möglich an das Spieltempo zu gewöhnen. Denn in den nächsten Spielen warten wiederum Mannschaften aus der vorderen Tabellenhälfte. Normalerweise folgt bei solch klaren Verhältnissen eine laue Schlussphase.

 

Doch es wurde nochmals hektisch. Nach fünfzig Minuten flog Routinier Marius Kasmauskas wegen eines Schlages gegen den Bauch von Olafsson mit der blauen Karte vom Platz. Die blaue Karte wird nach der roten Karte nachgereicht und bedeutet, dass sich der Verband die Aktion nochmals ansehen wird und die Disziplinarkommission über eine Sperre entscheidet. Eine möglicherweise folgenschwere Konsequenz für den personell im Rückraum eh schon schmal aufgestellten Altdorfer Kader. Immerhin soll Edvinas Vorobjovas, er fehlte gegen Stäfa noch, kurz vor dem Comeback nach einer Knieoperation sein. Dieser wurde jedoch vom fünffachen Torschützen David Arnold gut vertreten. Weitere fünf Minuten später flog dann auch noch der acht Mal erfolgreiche Amer Zildzic nach ungestümen Abwehrverhalten mit glatt rot vom Platz. Er hingegen hat keine Sperre zu befürchten. Trotz all der Strafen schafften es die Urner, den Rückstand bei zehn Toren Differenz in einem noch vertretbaren Rahmen zu halten. Auch wenn die Kanterniederlage verhindert wurde, an Punkte war an diesem Abend nicht zu denken. Zu stark und souverän zeigte sich das Heimteam und überzeugte als starkes Kollektiv, welches mit schnellem und attraktiven Handball zu gefallen wusste.

 

Die SG Wädenswil Horgen und der TV Steffisburg setzten sich dank Heimsiegen nun klar vom Tabellenende ab. Am Mittwoch kommt es zum Kellerduell zwischen den beiden direkt vor Altdorf platzierten Mannschaften Winterthur und Biel. Da auch in diesem Spiel zwei Punkte verteilt werden, ist die Lage für den KTV nun definitiv ungemütlich. Am Samstag folgt mit dem Heimspiel gegen Schaffhausen die nächste Gelegenheit auf Punkte.

 

Für Altdorf spielten: Christian Amrein/Jan Dittli, Flavio Fallegger, Marius Kasmauskas (7), David Arnold (5), Manuel Gisler, Daniel Baumann, Ivan Fallegger, Pascal Aschwanden (1), Fabian auf der Maur, Florian Henrich, Tomas Adamcik (2), Amer Zildzic (8), Marc Häusler (2)

Montag, 17 Dezember 2018 12:04

Bittere Pille zum Abschluss

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HC KTV Altdorf – HS Biel 23:26 (13:16), 15.12.18


Der KTV Altdorf verliert das letzte Spiel im Jahr 2018 zu Hause gegen den HS Biel und rutscht auf den dreizehnten und somit einen Abstiegsplatz ab. Nach schwachem Start wurden die Chancen auf einen Sieg in der zweiten Halbzeit vergeben. 

 

Die Ausgangslage hätte für dieses Kellerduell nicht klarer sein können. Der Sieger verschafft sich ein wenig Luft, der Verlierer rutscht auf einen Abstiegsplatz ab. Doch neben Edvinas Vorobjovas mussten die Urner aufgrund von Zahnproblemen auch auf Marius Kasmauskas verzichten. Hinzu kam, dass sich Roland Szabo beim Aufwärmen am Oberschenkel verletzte und das Spiel als Zuschauer verfolgen musste. Trainer Sebastian Munzert präsentierte sich deshalb im Trikot und überliess das Coaching Marc Fallegger. Auch in der Startformation gab es eine Veränderung, denn Pascal Aschwanden startete als Spielmacher. 

 

Dementsprechend unsicher wirkten die Altdorfer. Offensiv unterliefen gleich zu Beginn drei technische Fehler, die Abwehr war zu passiv und Torhüter Amrein fasste wiederholt daneben. Das 1:5 nach sieben Minuten war sicherlich nicht der gewünschte Start in die Partie. Allmählich fing sich das Heimteam und fand zurück ins Spiel. Noch vor der Pause vergab der KTV mehrmals die Chance auf den Ausgleich und so kam es, wie es kommen musste. Biel legte wieder vor und erzielte mit der Pausensirene das 13:16. Die Offensivleistung war abgesehen von den zehn technischen Fehlern bis zur Pause okay, die Defensive verbesserungsfähig. Insgesamt war also noch genug Potential vorhanden, um das Spiel in der zweiten Halbzeit zu drehen.

 

Die zweite Halbzeit entwickelte sich dann zum erwarteten Abnützungskampf. Die Altdorfer Defensive verdichtete sich zu einem Bollwerk und machte zum Start in den zweiten Umgang gleich mal sieben Minuten dicht. Bereits in der 33. Minute glichen die Urner aus, verpassten es jedoch, die Führung an sich zu reissen. Torhüter Amrein kompensierte seinen durchwachsenen Start in die Partie mit einer starken zweiten Halbzeit. Doch nun passte offensiv nicht mehr allzu viel zusammen. Biel legte jeweils vor, Altdorf hielt mit, vermochte aber erst in der 53. Minute durch den achtfachen Torschützen Amer Zildzic erneut auszugleichen. Das Spiel somit wieder vollkommen offen. Im Gegenzug flog Captain Ivan Fallegger mit einer Zweiminutenstrafe vom Platz. Der Abpraller vom Siebenmeter landete im Seitenaus, die Bieler nutzten die zweite Chance und legten erneut vor. Und diesmal konnten die Altdorfer nicht mehr reagieren. Biel schaukelte das Spiel nach Hause und holte zwei extrem wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. 

 

Wieder so ein Spiel, in dem deutlich mehr drin gelegen wäre. Auffallend, dass Biel in 60 Minuten 57 Mal zum Abschluss kam, Altdorf hingegen nur gerade 40 Würfe verzeichnete. Zu viele technische Fehler und nicht gesicherte Abpraller führten zu diesem Missverhältnis. Da helfen auch die hohe Wurfquote und das klar gewonnene Torhüterduell nicht weiter. Viel Arbeit wartet also auf die Urner. Bis Ende Januar bleibt Zeit, um sich auf die Rückrunde vorzubereiten. Ab dann gilt es definitiv ernst in der «Mission Ligaerhalt». 

 

Für Altdorf spielten: Christian Amrein/Jan Dittli, David Arnold (2), Manuel Gisler, Daniel Baumann, Ivan Fallegger (1), Pascal Aschwanden (3), Kevin Ledermann, Fabian auf der Maur (1), Florian Henrich (4), Tomas Adamcik, Amer Zildzic (8), Sebastian Munzert (4)

Montag, 10 Dezember 2018 11:43

Keine Punkte in Winterthur

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SG Yellow/ Pfadi Espoirs – KTV Altdorf 33:27 (18:13), AXA Arena Winterthur

 


Der KTV Altdorf konnte nicht an die starken Leistungen anknüpfen und verliert gegen die junge Winterthurer Mannschaft mit 33:27. Schlussendlich waren die vielen Gegenstosstore nach unnötigen Ballverlusten entscheidend. Die Lage im Tabellenkeller spitzt sich zu.

Letzter gegen Viertletzter lautete die Ausgangslage im Kellerduell in der schmucken, neuen AXA Arena in Winterthur. Beide Mannschaften befanden sich jedoch im Aufwind und es wurde ein umkämpftes Spiel erwartet. Zu Beginn knüpften die Urner an die Partie gegen Emmen an und produzierten weiter technische Fehler. Yellow/Pfadi bedankte sich und setzte sich gleich mal mit drei Toren ab. Äusserst schwer tat sich der KTV mit dem vorgezogenen Abwehrspieler, welcher den Spielfluss ein ums andere Mal zu brechen wusste. Trotzdem kämpften sich die Gäste in die Partie zurück und verkürzten in der 15. Minute mit dem 7:8 auf ein Tor. Doch in den folgenden zehn Minuten schenkte der KTV den Ball gleich fünf Mal her und das junge Heimteam nutzte die Kontergelegenheiten aus und zog bis zur 23. Spielminute auf 15:9 weg. Vor der Pause konnten die Altdorfer nicht mehr darauf reagieren und die Seiten wurden mit 18:13 getauscht. 

 

Die zweite Halbzeit verlief ausgeglichen und die Altdorfer erkämpften sich jeden Treffer durch harte Arbeit. Die Winterthurer hingegen hatten ein einfacheres Erfolgsrezept. Scorte man nicht über den schnellen Konter, so begab man den Ball in die Hände des Ligatopscorers Henrik Rein Schönfeldt, der mit 14 Toren einmal mehr eine überragende Leistung ablieferte. Auf Seiten des KTV stach Marius Kasmauskas mit sieben Feldtoren heraus. Er war es, der den KTV nochmals hoffen liess. Doch man verpasste es in der 53. Minute auf drei Treffer heranzukommen. Es wäre wohl die letzte Chance gewesen, um nochmals um Punkte mitzureden. Die Winterthurer stellten dann für die Schlussphase Philip Steden ins Tor und dieser sicherte seinem Team mit fünf Paraden den Heimsieg. Ein kurzer Blick in die Statistik: Identische Torhüterquoten, ähnliche Wurfquoten, 16:3 Ballverluste. Selten ist es so einfach, die Ursache des Misserfolges zu finden. 

 

In der Tabelle hat sich für den KTV wenig geändert. Weiterhin rangiert man mit sechs Punkten auf dem 11. Platz und der Abstand zum Abstiegsplatz beträgt lediglich einen Zähler. Am kommenden Samstag, beim letzten Spieltag vor Weihnachten, treffen die Altdorfer auf den zwölftplatzierten HS Biel. Die Winterthurer treffen auf den neuen Tabellenletzten Handball Emmen. Mindestens zwei Kellerklubs werden also weiter Zähler sammeln. Will der KTV nicht im rot eingefärbten Teil der Tabelle überwintern, müssen also dringendst Punkte her. 

 

Für Altdorf spielten: Christian Amrein/Fabio Arnold, Marius Kasmauskas (7), David Arnold, Manuel Gisler, Ivan Fallegger (1), Pascal Aschwanden (3), Roland Szabo (4), Marc Häusler, Kevin Ledermann, Fabian auf der Maur (1), Florian Henrich (6/1), Tomas Adamcik, Amer Zildzic (5/1)

Montag, 03 Dezember 2018 10:46

Erfolgreiche Abwehrschlacht gegen Emmen

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KTV Altdorf – Handball Emmen 20:18 (10:8)


Der KTV Altdorf holt sich den zweiten Heimsieg in Folge, überholt den Gegner Handball Emmen damit in der Tabelle und rückt weiter vor. Die tragische Figur des Spiels wird der ehemalige Altdorfer Torhüter Marcel Luthiger.

 

«Jungs, lasst mir heute diesen Luthi nicht ins Spiel kommen, dies ist meine grösste Sorge heute!» war die klare Ansage des Altdorfer Trainers Sebastian Munzert vor dem Spiel. Als dieser dann in der dritten Minute bereits den dritten Abschluss parierte, war dann jedem klar, warum. Gegen «seinen» KTV schien er doppelt und dreifach motiviert und bewies, weshalb ihm der Übername «Zerberus» verliehen wurde. Zum Glück, aus Altdorfer Sicht, produzierten die Emmer Vorderleute viele technische Fehler und das Heimteam konnte den Rückstand in der Startphase in Grenzen halten. Bis zur 15. Minute glich der KTV das Spiel aus und machte die zwei Tore Differenz wett. Das Spiel lebte von der Spannung, handballerisch wurde Magerkost serviert. Beide Mannschaften verzichteten auf ein hohes Spieltempo, die Angriffsversuche verliefen sich irgendwo in den beiden starken Deckungsreihen und andauernd beklagten sich die Mannschaften über unnötige Fehler. Als Emmen dann nach dem 7:8 in der zwanzigsten Minute bis zur Pause nur noch Fehler und Fehlwürfe produzierte, liess der KTV das Spiel auf seine Seite kippen und ging mit dem leichten Vorteil einer 10:8 Führung in den zweiten Umgang.

 

Für diejenigen, die sich in der zweiten Halbzeit ein besseres Spiel erhofft hatten, hier die chronologische Reihenfolge der ersten sieben Minuten nach dem Seitenwechsel: Fehler, Fehler, Fehler, Fehlwurf, Fehlwurf, Fehlwurf, Fehlwurf, Fehlwurf, Fehlwurf, Fehler, Fehler, Fehlwurf, Fehler. Der Stimmung auf den Rängen tat dies jedoch keinen Abbruch. Handball Emmen mobilisierte lautstarken Support, die Urner hielten dagegen. Schliesslich war das Spiel offen und die zwei Punkte sind für beide Mannschaften im Abstiegskampf enorm wichtig. Das Spielgeschehen verlief auch weiterhin äusserst ausgeglichen, mit kleinen Vorteilen für die Gäste. Diese rissen dann in der 49. Minute durch ein Tor des Kroaten Kavacevic mit 14:15 die Führung wiederum an Sich. Der KTV reagierte stark und liess einen 3:0 Lauf folgen. Als die Urner dann vier Minuten vor Spielende beim Stand von 19:16 in Ballbesitz kamen, schien das Spiel entschieden. Ein Fehler, ein verschossener Siebenmeter und zwei Emmer Tore später nahm das Altdorfer Trainerduo das letzte Timeout. Emmens Keeper Luthiger musste das Spielfeld inzwischen verletzungsbedingt verlassen und die Entscheidung von der Bank aus miterleben. 19:18, noch 25 Sekunden auf der Spieluhr, beide Mannschaften mit jeweils einer Zeitstrafe, Ballbesitz Altdorf. Trainer Munzert erinnerte sich wohl an die legendäre Aussage seines Landsmannes Oli Kahn, «Eier, wir brauchen Eier», und beorderte Torhüter Amrein für einen zusätzlichen Spieler auf die Bank. Ein weiterer Fehler hätte den Ausgleich ins leere Tor bedeutet. Amer Zildzic behielt jedoch die Nerven und sorgte mit seinem sechsten Treffer nun definitiv für die Entscheidung. 

 

Das Derby hielt also was es versprach. Nicht hochstehend, dafür umso umkämpfter und nervenaufreibender war das Spiel. Wichtig für den KTV, dass man diese zwei Punkte im Feldli behalten hat. Auch wenn die Leichtigkeit und Frische der letzten Woche vermisst wurde, die beiden gewonnen Punkte sind äusserst wertvoll in der zweiten Tabellenhälfte.

 

Für Altdorf spielten: Christian Amrein/Fabio Arnold, Marius Kasmauskas, David Arnold (3), Manuel Gisler (1), Ivan Fallegger, Pascal Aschwanden (3), Roland Szabo (1), Marc Häusler, Kevin Ledermann, Fabian auf der Maur (1), Florian Henrich (4/2), Tomas Adamcik (1), Amer Zildzic (6)

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