Spielberichte Herren 1

Spielberichte Herren 1 (149)

Samstag, 01 Februar 2014 20:42

Luzerner "Lamborghini" erlitt keinen veritablen Kratzer

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Nationalliga A, Vorbereitungsspiel: HC KTV Altdorf – HC Kriens 23:36

Eine Viertelstunde lang vermochten die Urner Paroli zu bieten. Danach setzten sich die klaren Favoriten immer deutlicher ab.

Mit Händen und Füssen versucht die Krienser Deckung einen Durchbruch Lutz Wesselings (6 Treffer) zu verhindern. FOTO: RUEDI AMMANNEine Woche vor Wiederaufnahme des Meisterschaftsbetriebes traten der HC KTV Altdorf sowie der HC Kriens in der Baldinihalle am Freitagabend zu einem weiteren (und letzten) Vorbereitungsspiel an. Beide Mannschaften verfügten nicht über das komplette Kader. Beim HC KTV Altdorf musste Sebastian Munzert infolge Rückenproblemen ein weiteres Mal passen. Hingegen gehört die Oberschenkelverletzung Lutz Wesselings glücklicherweise der Vergangenheit an. Im Lager der Gäste, die alles in allem einen ungefährdeten Sieg erzielten, sorgte offenkundig insbesondere die jüngste Vermeldung von Vertragsverlängerungen der Leistungsträger Daniel Fellmann (30), Boris Stankovic (34) und Fabio Baviera (22), je bis 2016, für zusätzliche Impulse. Linkshänder Stankovic zählt seit Jahren zu den besten NLA-Goalgettern, der beinahe 100-fache Internationale Fellmann spielt seit 2011 bei den Luzernern, Kreisläufer Baviera gehört dem erweiterten Kader des Nationalteams an.

Dreimalige Führung der Altdorfer

Am Rande des Spielfeldes therapiert Kora Munzert-Piepgras (auch Spielerin des 2.-Liga-Damenteams) ihren von argen Rückenproblemen gebeutelten Mann Sebastian. FOTO: RUEDI AMMANN   Gegen die renommierte Truppe des HC Kriens, der die NLA-Finalrunde (sechs beste Teams) am kommenden Samstag in der Gümliger Sporthalle gegen den BSV Muri-Bern in Angriff nimmt – als weiteres Handball-Highlight in der Region figuriert gleichentags das Championsleague-Spiel zwischen Wacker Thun und Barcelona (Berner Wankdorfhalle, 16.30 Uhr) auf dem Terminkalender – wartete der HC KTV Altdorf mit einer recht eindrücklichen Auftaktviertelstunde auf. Samuel Stadelmann erzielte das 1:0 und 3:2, Daniel Röösli das 5:4. In der Folge gestaltete sich das Spiel, durch Stefan Arnold und Philipp Tresch aufmerksam geleitet, ziemlich ausgeglichen. Nach dem 9:9 setzte sich dann die Abgebrühtheit der Gäste definitiv durch. Bis zur Pause erhöhten sie das Skore auf 18:12, öfters von gegnerischen Fehlzuspielen sowie technischen Fehlern der Platzherren eiskalt Nutzen ziehend. Aus dem Verlauf der zweiten Halbzeit bleibt insbesondere ein Treffer des HCK-Torstehers Roman Schelbert hervorzustreichen. Ihm gelang das Kabinettstücklein, den zu weit vorne platzierten Luthiger mit einem Von-Tor-zu-Tor-Präzisionswurf in die Röhre gucken zu lassen.

Nicht vorbehaltlos zufriedene Trainer

Während der zweiten Halbzeit gab der HC Kriens das Zepter kaum mehr aus der Hand. Die Luzerner erhöhten ihren Vorsprung kontinuierlich, auch wenn der den zweiten Spielabschnitt bestreitende (bislang während längerer Zeit verletzte) Marcel Luthiger immer wieder mit starken Paraden seine Aufwartung machte. Der HC KTV Altdorf verlor die Partie schliesslich mit 23:36 klar. HCK-Trainer Heiko Grimm zeigte sich von der Leistung seiner Schützlinge nicht vorbehaltlos angetan: „Gegen den BSV Muri-Bern müssen wir am Samstag schnörkelloser und effizienter zur Sache gehen, wollen wir die Punkte in den eigenen Reihen behalten.“ Sein Gegenüber Burkhard Keller, der Kriens seinerzeit ins Oberhaus geführt hatte, zur Vorstellung der Urner Gastgeber: „Wir versuchten während der zweiten Halbzeit, so ganz nach dem Motto „Teufel komm raus“, ziemlich alles, um Terrain gut zu machen. Zu viele technische Eigenfehler verunmöglichten ein besseres Resultat.“ Zufriedenstellende Noten erteilte Burkhard dem Gesamteindruck, den seine Truppe hinterliess. Er bezeichnete es im Hinblick auf die Abstiegsrunde speziell wichtig, als Team möglichst positive Akzente zu setzen und so achtbare Resultate anstreben zu können.

Noch zwölf Einsätze bis zum Saisonende

Der HC KTV Altdorf empfängt zum Auftakt der Abstiegsrunde am Samstagabend, 8. Februar, 18 Uhr, in der Feldliarena die Zürcher Truppe Grasshoppers/Amicitia. Die Gäste aus der Limmatstadt blicken den zwölf Spielen berechtigterweise mit etwelcher Zuversicht entgegen, spielt ihnen die Ranglistenkonstellation (mitgenommene Punkte aus der NLA-Qualifikationsrunde) doch in die Hand: GC/Ami 15 Punkte (Tordifferenz -34), Fortitudo Gossau 14 (-58), Lakers Stäfa 8 (-88), HC KTV Altdorf 2 (-133). Am Ende der Durchgänge steigt der Letzte direkt in die Nationalliga B ab, während der Zweitletzte gegen das zweitbeste NLB-Team zu einer Barrage antritt.

Im von der Verletzungshexe arg gebeutelten Team des HC KTV Altdorf ist sich das ganze Kader der schwierigen Mission „Abstiegsrunde NLA“ bewusst. Erfreulicherweise ist im Kollektiv keinerlei Weltuntergangsstimmung, sondern vielmehr eine Jetzt-erst-recht-Einstellung auszuloten. Dies dürfte bestimmt auch das Publikum zu honorieren wissen, welches seiner Mannschaft auch in der höchst prekären Situation seine Unterstützung kaum versagen wird.

Altdorf spielte mit: Srdjan Djordjevic, Marcel Luthiger; Christoph Piske (3), Lutz Wesseling (6), Kevin Ledermann, Marc Fallegger (1), Ivan Fallegger, Daniel Röösli (5), Fabian Auf der Maur (1), Lukas Huwiler, Tizian Dossenbach, Samuel Stadelmann (6), Dave Zürcher (1).

 

 

 

 

 

 

 

Dienstag, 21 Januar 2014 02:51

Erfreulich gute Testleistung des NLA-Teams

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Bei bester Schusslaune zeigte sich in Olten Daniel Röösli (6 Treffer). FOTO: RUEDI AMMANNNach dem klar verlorenen Auswärts-Trainingsspiel gegen den HC Kriens trat die erste Mannschaft am Samstag zu einem weiteren NLA-Abstiegrunden-Vorbereitungsfight in Olten an. Die Klingen wurden gegen den Aufstiegsaspiranten der HSG Suhr/Aarau gekreuzt. Die Begegnung endete mit einem hauchdünnen 31:30-Erfolg der Aargauer, nachdem die Innerschweizer zur Pause die Nase noch im Wind gehabt hatten (15:13). In der Folge glich Suhr/Aarau aus, um später mit zwei Längen in Führung zu ziehen (25:23, 28:26). Dank einer sehenswerten Trotzreaktion glichen die Urner aus (30:30), um danach unglücklicherweise den matchentscheidenden Minustreffer zu kassieren.

Trainer/Coach Burkhard Keller: „Insgesamt aus unserer Optik ein guter Test. Alle Spieler wurden auf verschiedenen Positionen eingesetzt – es kamen diverse Abwehrformationen zum Zuge. Nach dem Ausfall Philipp Reuters (Fingeroperation), gilt es jetzt ganz einfach, für ihn Alternativen in Abwehr und Angriff zu finden. Deshalb sind die Ergebnisse erst einmal zweitrangig.“ Alles in allem ortete Keller während der ersten Halbzeit eine überzeugende Leistung seines Kollektivs, um dann das Rendement seiner Truppe während des zweiten Spielabschnittes, aufgrund der vielen Wechsel, als „nicht mehr so gefestigt“ einzustufen und über wertvolle Erkenntnisse im Hinblick auf die nächsten Vorbereitungsspiele zu rapportieren.

Am Samstag, 25. Januar, steht ein weiterer Trainingsgalopp in der Baldinihalle an. Um 16.30 Uhr wird die Partie gegen den Nati-B-Spitzenklub Yellow Winterthur angepfiffen.

Für Altdorf spielten in Olten: Srdjan Djordjevic, Nicolas Stocker; Christoph Piske (4), Daniel Röösli (6), Christian Bär, Samuel Stadelmann (4), Lutz Wesseling (4), Ivan Fallegger (2), Marc Fallegger (4), Lukas Huwiler (1), Dave Zürcher (2), Fabian Auf der Maur (2), Tizian Dossenbach (1), Kevin Ledermann.

 

 

 

 

 

Donnerstag, 16 Januar 2014 17:01

Klare Niederlage in Kriens

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Nationalliga A

Der HC KTV Altdorf trat am Mittwochabend, 15. Januar, in Kriens - im Hinblick auf die bevor stehende Abstiegsrunde (Start am 8. Februar) - zu einem ersten Testspiel an, nachdem einige seiner Akteure (Philipp Reuter, Ivan Fallegger, Nicolas Stocker, Christoph Piske, Dave Zürcher), zusammen mit Ergänzungen aus Deutschland, in einem ad hoc zusammengewürfelten Team in Neuyork während der Festtagspause zu einem internationalen Turnier angetreten und nunmehr wieder in die „Heimat“ zurückgekehrt waren. In den USA trumpfte die Truppe aus dem „alten Kontinent“ durchaus sehenswert auf. Ein Spiel konnte siegreich gestaltet werden, zwei Einsätze gingen knapp verloren. Es schaute schliesslich der 6. Turnierplatz heraus.

Begrenzter Aussagewert

Zum Mittwochabend-Trainingsspiel zwischen Luzernern und Urnern wird auf der Homepage des HC Kriens festgehalten: „Solche Einsätze haben bekanntlich nur begrenzten Aussagewert, weil es eine Momentaufnahme ist. Trotzdem blicken die Verantwortlichen unseres NLA-Teams mit Genugtuung auf das zweite Testspiel der laufenden Vorbereitungsphase zurück. Gegen den KTV Altdorf gewann der HCK mit 48:27. Dabei probierten die Gastgeber sowohl offensiv wie defensiv das eine oder andere neue Element aus, um es in der Finalrunde dann anzuwenden. Zwar gelang noch nicht alles wunschgemäss. Immerhin aber spielte der HCK während der gesamten Spieldauer mit hohem Tempo und viel Druck. Dies trotz der aktuellen hohen Trainingsbelastung. Viel wird man sich beim HCK aber auf diesen klaren Sieg nicht einbilden. Denn Gegner Altdorf - aktuelles Tabellenschlusslicht der NLA - leistete deutlich weniger Widerstand als noch im Rahmen der NLA-Qualifikationsrunde. Immerhin haben die Urner personelle (verletzungsbedingte) Ausfälle zu beklagen, die ihnen auch nicht unbedingt jene Sicherheit vermitteln, welche es jetzt im Rahmen der schweren „Mission Ligaerhalt“ bräuchte.“

Nachwuchs mit neuen Zielen

Während des bevorstehenden Wochenendes wird in den Reihen des HC KTV Altdorf auf Sparflamme gekocht. Im Einsatz stehen lediglich die U15-Junioren. Nachdem sie im Rahmen der Qualifikationsrunde 2013 eine tolle Performance abgeliefert hatten (8 Spiele, 16 Punkte, Torverhältnis 238:131), nimmt der hoffnungsvolle Urner Nachwuchs jetzt an den Ausmarchungen in der neuen Stärkeklasse 1 teil. Die erste Partie wird am Samstag, 18. Januar, in und gegen Horw bestritten. In der Sechsergruppe mixen ausserdem Borba Luzern, Stans, Kriens sowie die Mythen-Shooters mit.

 

Mittwoch, 01 Januar 2014 16:07

Abstiegsrundentermine stehen fest

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Nationalliga A

Die Nummer 3 der NLA-Topskorer nach der Qualifikationsrunde 2013: Philipp Reuter vom HC KTV Altdorf. FOTO: RUEDI AMMANNDie Qualifikationsrunde in der obersten nationalen Stärkeklasse gehört der Vergangenheit an. Sechs Mannschaften bestreiten die Final-, vier die Abstiegstour. Der HC KTV Altdorf (Aufsteiger der letzten Saison) vermochte bislang keine Stricke zu zerreissen. Er gehört dem Quartett der „roten Zone“ an. Die Abstiegsrunde umfasst zwölf Spiele – jeder involvierte Verein tritt je viermal gegen die Widersacher an. Die im Rahmen des Qualifikationsdurchgangs eroberten Punkte werden mitgenommen. Mit von der Partie sind nebst dem HC KTV Altdorf (2 Punkte, 466:599) Stäfa (8, 468:556), Gossau (14, 488:546) sowie GC/Amicitia Zürich (15, 493:527).

Für den HC KTV Altdorf beginnt die Abstiegsrunde am 8. Februar mit dem Heimspiel gegen GC/Amicitia Zürich (18 Uhr, Feldli). Die weiteren Spieldaten: 15. Februar gegen Gossau (A/auswärts), 22. Februar gegen Stäfa (H/Heimspiel), 26. Februar gegen Gossau (A), 9. März gegen GC/Amicitia (A), 15. März gegen Stäfa (A), 22. März gegen GC/Amicitia (H), 29. März gegen Gossau (H), 12. April gegen Gossau (H), 17. April gegen Stäfa (H), 28. April gegen GC/Amicitia (A), 30. April gegen Stäfa (A).

Die besten Torschützen nach der NLA-Qualifikationsrunde: 1. Julian Krieg (121, Durchschnitt 6,7 Treffer), 2. Benjamin Geisser, Gossau (117, 6,5), 3. Philipp Reuter, Altdorf (110, 6,1). Bester Skorer von GC/Amicitia Zürich: 5. Roman Sidorovic (99, 5,5), von Stäfa: 17. Pascal Vernier (82, 4,6). - Vom HC KTV Altdorf sind unter den erfolgreichsten 100 Skorern (hinter Reuter) anzutreffen: 23. Daniel Röösli (64, 3,6), 29. Christoph Piske (59, 3,7), 38. Ivan Fallegger (54, 3,0), 41. Lutz Wesseling (43, 3,4), 49. Sebastian Munzert (48, 2,7), 76. Samuel Stadelmann (25, 1,7), 79. Lukas Huwiler (24, 1,8).

 

 

 

Donnerstag, 19 Dezember 2013 11:05

Tolle Kampfmoral gezeigt - Viel Pech bekundet

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Nationalliga A: HC KTV Altdorf – Fortitudo Gossau 30:31

Altdorfer beeindruckten mit nie erlahmendem Einsatz. Schlechter Lohn für letzte Vorstellung im alten Jahr.

Die Würfel sind gefallen

Ivan Fallegger erbrachte gegen Gossau eine starke Leistung. FOTO: RUEDI AMMANNIn der obersten nationalen Stärkeklasse sind am Mittwochabend die letzten Entscheidungen bezüglich Final- respektive Abstiegsrundenteilnahme gefallen. Durch den klaren Heimsieg von St. Otmar gegen Wacker Thun (38:27) und die Auswärtsschlappe von GC/Amicitia Zürich gegen Pfadi Winterthur (24:34) sicherten sich die St. Galler den definitiven Sprung über den Strich. Weitgehend sekundär waren die Resultate zwei weiterer Spiele: Kriens/Luzern – BSV Muri/Bern (27:27) sowie Stäfa – Kadetten/Schaffhausen (23:29).

Die NLA-Finalrunde bestreiten nun Winterthur (31 Punkte), Schaffhausen (30), Kriens/Luzern (24), Muri/Bern (21), Thun (19) und St. Gallen (16). Zum Abstiegsstechen treten an: GC/Amicitia (15), Gossau (14), Stäfa (8) und Altdorf (2). Die Spiele werden anfangs Februar in Angriff genommen. Im Abstiegssektor steigt der Letzte direkt ab, der Vorletzte bestreitet eine Barrage gegen einen NLB-Klub. Gespielt werden insgesamt 12 Partien – die durch das Schlussquartett erzielten Punkte aus der Qualifikationstour werden mitgenommen. – Der HC KTV Altdorf pausiert nun bis zum 10. Januar, um danach das Intensivtraining wieder aufzunehmen, Zuversicht zu tanken und Blessuren einiger Akteure (soweit möglich) auszukurieren.


Getragen durch rund 500 einheimische Fans, welche ihre Truppe mit etwelchen Zwischenovationen eindeckten und nach dem Schlusspfiff mit verdientem Applaus in die Festtagspause verabschiedeten, warteten die Urner gegen Gossau mit einer höchst beeindruckenden kämpferischen Leistung auf. Sie erlahmte auch anlässlich eines grösseren Rückstandes nicht (15:20, 35. Minute). Wenn schliesslich eine hauchdünne Niederlage Tatsache wurde, hatte dieses Fazit verschiedene Gründe.

Die Negativpunkte

Sebastian Munzert erzielte den Altdorfer Führungstreffer schon nach einer halben Minute. FOTO: RUEDI AMMANN   Altdorf begann mit einer ausgesprochen schwachen Defensivleistung – die Gästestürmer führten phasenweise ein eigentliches Herrenleben, schmuggelten sich immer wieder durch die löchrige Abwehr der Platzherren und zogen daraus weidlich Profit. In die (Negativ-) Waagschale fielen in den Reihen des HC KTV Altdorf natürlich auch die verletzungsbedingten Ausfälle von Thomas Mohenski (Schulteroperation), Christoph Piske (Fussverletzung) sowie Lutz Wesseling (Schenkelblessur). Neu hinzukommen wird ein sich aufdrängender chirurgischer Eingriff, dem sich Teamshooter und Topskorer Philipp Reuter zu unterziehen hat. Letzterer plackt sich schon seit längerer Zeit mit einer leidigen Fingerverletzung herum. Ein weiterer Negativpunkt der Altdorfer war am Mittwochabend die schlechte Schussauswertung. Verschiedenste Schüsse verfehlten ihr Ziel allerdings nur knapp, öfters stand einem Erfolg die gegnerische Torumrandung im Weg. Allein Daniel Röösli traf gleich dreimal nur Aluminium. Schliesslich war da auch noch die Spielleitung, die in einer entscheidenden Phase der zweiten Halbzeit mit der Vorteilregel auf Kriegsfuss stand: Gleich zwei Treffer der Marke Dave Zürcher fanden keine Anerkennung, weil seine Efforts nicht laufen gelassen wurden und er zurückgepfiffen wurde. Auch anderweitige diskutable Entscheide der Unparteiischen (zugunsten der Gossauer „mit Nati-A-Bisherigen-Bonus“ gefällt, wie Matchbeobachter auf der Tribüne festgestellt haben wollten), ferner zwei „unterschlagene“ Penaltys wurden vom Publikum mit gellenden Pfiffen quittiert. Schliesslich sei uns eine letzte Feststellung erlaubt: Die Torhüterleistungen im Team des HC KTV Altdorf fielen mehrheitlich ausgesprochen diskret aus – einiges hätte besser gemacht werden können, ja müssen…

Die Leistung der Ostschweizer sei durch diese Anmerkungen nicht herabgemindert. Sie zeigten sehenswerten Handballsport und verfügten in Daniel Stahl über einen Akteur der Sonderklasse (neun Treffer).

3-Tore-Rückstand zur Pause

Samuel Stadelmann war am Mittwochabend gegen Gossau gleich viermal erfolgreich. FOTO: RUEDI AMMANN   Sebastian Munzert war schon nach einer halben Minute für den mächtig applaudierten Führungstreffer der Altdorfer besorgt. Er sowie der eine starke Leistung zeigende Lukas Huwiler waren anschliessend erfolgreich (3:3). Später waren es die erwähnten Torrahmenschüsse der Gastgeber, welche eine Führung des KTV verhinderten. Nach 24 Minuten räumte der entnervte Srdjan Djordjevic seinen Posten zugunsten Marcel Luthigers. Dieser zeichnete sich gleich mit einer Sonderparade aus. Djordjevic mixte später wieder mit. Einen 4-Tore-Rückstand beantworteten später Lukas Huwiler sowie Philipp Reuter (an diesem Abend erneut erfolgreichster Akteur auf dem Feld, mit zehn Treffern), ferner Samuel Stadelmann. Ein unglücklicher Minustreffer liess schliesslich den 3-Tore-Halbzeit-Rückstand der Altdorfer Tatsache werden. Anteil an der Führung der Ostschweizer hatte zu diesem Zeitpunkt unverkennbar deren wesentlich aggressiver zur Sache gehende Abwehr.

Altdorfs Aufholjagd beeindruckte

Nach Wiederaufnahme der Partie profilierten sich Ivan Fallegger, Lukas Huwiler, Philipp Reuter sowie Daniel Röösli mit sehenswerten Treffern. Doch da auf der Gegenseite erneut gepatzert wurde, sahen sich die Gossauer plötzlich mit fünf Längen im Vorteil (16:21, 37. Minute). Eine ausgezeichnete Phase zauberten die Gastgeber in der Folge auf das Parkett der Feldliarena: Reuter, Zürcher sowie Fallegger verkürzten nach genialen Einsätzen. Sie liessen im KTV-Lager neue Hoffnung keimen. 3 Minuten vor Spielschluss waren die Urner weiterhin dran, nachdem Reuter den Ball zum 27:28 im gegnerischen Tor untergebracht hatte. Ein Penalty, den die Gossauer – wie drei vorangegangene Sieben-Meter-Bälle – schnörkellos verwerteten, führte zum 27:29. Coach Burkhard Keller entschied sich darauf, seinen Schlussmann durch einen zusätzlichen Feldspieler zu ersetzen. Das (hohe) Risiko zahlte sich nicht aus (28:31). Reuter verkürzte in der Folge mittels Penalty. Doch die verbleibende Zeit reichte den Altdorfern natürlich nicht mehr dazu aus, Entscheidendes zu bewegen, auch wenn Röösli zusammen mit dem Sirenenton noch das 30:31 markierte.

KTV-Teammanager Markus Brand zollte seiner Truppe für den gezeigten Einsatz abschliessend wohlverdiente Anerkennung. „Nun wird es für uns natürlich extrem schwierig, den Direktabstiegsplatz noch zu umschiffen, aber bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt.“ Auch der verletzte Thomas Mohenski attestierte dem HC KTV Altdorf eine kämpferische Topverfassung, nicht ohne auch der Leistung der gegnerischen Topschützen Anerkennung zu zollen.

Abschliessend eine Prise Statistik: Gegen Gossau wurden 5, gegen Altdorf 2 Zeitstrafen verhängt. Auf beiden Seiten wurden je vier Penaltys diktiert. Eine hundertprozentige Schussauswertung verzeichnete Sebastian Munzert. Auf 80 Prozent brachte es Samuel Stadelmann, auf 76 Philipp Reuter, auf 66 Lukas Huwiler. Nach Abschluss der Qualifikationstour (18 Spiele) hatte der HC KTV Altdorf 466-mal ins Schwarze getroffen (tiefste Quote aller NLA-Teams), hinter Stäfa (468), und 599 Tore kassiert (am meisten aller Teams), vor Stäfa (556).

Altdorfs Aufstellung: Srdjan Djordjevic, Marcel Luthiger; Sebastian Munzert (2), Lukas Huwiler (6), Dave Zürcher (2), Christian Bär, Ivan Fallegger (4), Marc Fallegger, Samuel Stadelmann (4), Fabian Auf der Maur, Tizian Dossenbach, Philipp Reuter (10), Daniel Röösli (2), Christoph Piske (verletzungshalber nicht eingesetzt). -

 

 

Samstag, 14 Dezember 2013 21:35

Der doppelte Kinnhaken

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 Nationalliga A: Wacker Thun – HC KTV Altdorf 36:24

Urner kassierten nicht nur eine weitere Niederlage: Durch den Sieg Stäfas gegen GC/Amicitia Zürich (25:23) macht ihr Rückstand auf den Tabellenvorletzten nun bereits satte sechs Längen aus.

Die Dienste des „Glücksschweinchens“ sind im Hinblick auf den super wichtigen NLA-Heimmatch vom Mittwochabend gegen Fortitudo Gossau bereits gepachtet… FOTO: RUEDI AMMANN   Aus dem Vorhaben, anlässlich der vorletzten Qualifikationsrundenpartie am Samstagabend auswärts gegen Wacker Thun (in dessen Reihen der Ex-Altdorfer Lukas von Deschwanden erneut erfolgreich mitmixte) etwas Zählbares herauswirtschaften, wurde nichts. Die Urner vermochten nur mal gerade während der ersten 12 Minuten mitzuhalten (8:7 für die Berner Oberländer). Danach sahen sie sich von den Platzherren mehrheitlich dominiert respektive vermochten keine speziellen Akzente zu setzen. Zu allem Ungemach kam, dass das gleichzeitig engagierte Stäfa gegen GC/Amicitia Zürich siegreich blieb und seine Punktequote auf 8 Einheiten erhöhte (der HC KTV Altdorf steht mit 2 Zählern und 436:568 Toren zu Buche).

Noch einer fehlt…

Im Hinblick auf die Relegationstour-Teilnahme (12 Spiele – Beginn anfangs Februar) stehen nun bereits Altdorf, Stäfa und Gossau fest. Der Vierte im Bunde wird sich aus St. Otmar St. Gallen (14 Punkte) und GC/Amicitia Zürich (15) rekrutieren. Die letzte Runde wird diesbezüglich entscheiden. Die St. Galler empfangen Thun, GC/Amicitia wird den Spitzenklub Pfadi Winterthur aufzusuchen haben.

Stäfa begrüsst anlässlich der letzten NLA-Qualifikationsrunde am Mittwochabend, 18. Dezember, übrigens den Tabellenzweiten Kadetten Schaffhausen. Der HC KTV Altdorf möchte natürlich gleichentags nur allzu gerne den letzten Quali-Einsatz vor eigenem Publikum gegen Gossau (12 Punkte, 457:516), ab 20 Uhr in der Feldliarena, siegreich gestalten, um allenfalls den Rückstand auf Stäfa zu reduzieren, da im Hinblick auf die Abstiegstour die vorgängig totalisierten Punkte mitgenommen werden. Sollte dies nicht gelingen, sieht die NLA-Zukunft (lies: Direktabstieg) für die Urner zappenduster aus…

Vielversprechender Auftakt im Berner Oberland

Die Gastgeber sollten in Thun möglichst aus ihrer Reserve gelockt werden, zumal sie die Finalrundenqualifikation noch nicht hundertprozentig auf sicher hatten. Die knappe Heimniederlage der Innerschweizer (28:31) liess diesbezüglich leise hoffen, dass mit einer Sonderleistung eventuell etwas zu bewegen wäre. Doch das Urner Hoffnungsflämmchen brannte nicht lange, begann nach der 12. Spielminute (8:7 für die Thuner) zu flackern, um dann spätestens nach der 22. Minute (14:8) zusehends an Vitalität einzubüssen. Ob da im Hinterkopf des einen oder andern KTV-Akteurs bereits die Konzentration im Hinblick auf die ungleich wichtigere Begegnung gegen Gossau aufschien respektive Platz griff, ist im Nachhinein schwerlich auszuloten. Fest jedoch stand bald einmal, dass der Match - im Fernsehen übrigens direkt nachzuverfolgen - immer deutlicher auf die Seite der Gastgeber kippte. Zur Pause lautete das Skore - vor rund 800 Schlachtenbummlern - bereits 18:11 zugunsten der Berner.

Starke Paraden Marcel Luthigers

Den zweiten Spielabschnitt nahm der HC KTV Altdorf mit Marcel Luthiger im Tor - er ersetzte Srdjan Djordjevic - in Angriff. „Luthi“ wartete verschiedentlich mit beeindruckenden Paraden auf. Es gelang ihm beispielsweise, einen durch Lukas von Deschwanden (Letzterer war bei den Thunern an diesem Spielabend mit 10 Treffern vielgefeierter Topskorer) abgefeuerten Penaltyball an den Pfosten zu lenken und etliche gegnerische 100-Prozent-Chancen zunichte zu machen.

Ab der 50. Minute schien die Luft bei den Innerschweizern – wie diese Saison schon so oft – definitiv draussen zu sein. Technische Fehler häuften sich, etliche Schüsse aufs Thuner Tor blieben unverwertet. „Der KTV-Angriff wirkte oftmals unbeholfen und ideenlos. Es wurde zu oft versucht, mit verfrühten Abschlussversuchen respektive mit der Brechstange zum Erfolg zu kommen, nachdem die Thuner Deckung sich als höchst kompakt erwies“, erkannte der (neutrale) TV-Kommentator zu Recht. Das letzte Erfolgserlebnis für den HC KTV Altdorf durfte sich Samuel Stadelmann gutschreiben lassen. Zwar traf auch Lukas Huwiler nochmals ins Volle, doch war die Matchzeit Sekundenbruchteile offenbar zuvor - so befanden jedenfalls die generell gut arbitrierenden Schiris Jergen/Zaugg - abgelaufen.

Die Erkenntnis aus der Samstagabendpartie: Der HC KTV Altdorf wird sich am kommenden Mittwochabend nur mit einer „Komplettleistung“ gegen Gossau Erfolgschancen ausrechnen dürfen. Genauer: Vieles muss besser als gegen Wacker Thun - und zwar über die vollen 60 Spielminuten hinweg - gemacht werden. Auf die Mithilfe des treuen Stammpublikums wird natürlich erneut gehofft…

Eine Prise Zahlen zum Abschluss: Beste KTV-Skorer waren in Thun Daniel Röösli und Philipp Reuter (je 5 Treffer), vor Lukas Huwiler und Ivan Fallegger (je 4). Eine hundertprozentige Abschlussquote liess sich Samuel Stadelmann notieren, vor Daniel Röösli (71), Lukas Huwiler, Dave Zürcher und Ivan Fallegger (je 66). – Philipp Reuter vom HC KTV Altdorf wird in der NLA-Topskorerliste sein zurzeit dritter Platz nicht mehr weggeschnappt werden können: Er erzielte in der laufenden Saison gegen Thun bereits sein 100: Tor, im Durchschnitt pro absolvierte Partie 5,9 Treffer. Reuter liess sich durch die Gastgeber in den Reihen seines Teams übrigens als „Player des Abends“ auszeichnen.

Altdorf spielte mit: Srdjan Djordjevic, Marcel Luthiger; Sebastian Munzert (1), Lukas Huwiler (4), Dave Zürcher (2), Christian Bär, Ivan Fallegger (4), Marc Fallegger, Samuel Stadelmann (2), Fabian Auf der Maur, Tizian Dossenbach, Philipp Reuter (5), Daniel Röösli (5), Christoph Piske (1).

 

Mittwoch, 11 Dezember 2013 11:51

Schlussphase lief aus dem Ruder

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Nationalliga A: HC KTV Altdorf – St. Otmar St. Gallen 26:31

Zwei verletzte Altdorfer am Spielfeldrand (links Jost Brücker, jetzt St. Otmar St. Gallen) sowie Thomas Mohenski. FOTO: RUEDI AMMANN   Punktegewinn lag in Reichweite. Doch Abschlusspech und verkorkste Schlussminuten liessen Vorhaben platzen.

Gleich zwei Altdorfer waren am Dienstagabend, vor rund 500 Zuschauern, nur am Spielfeldrand zu entdecken: Topskorer Thomas Mohenski hatte eine (gut verlaufene) Schulteroperation hinter sich und trägt den linken Arm in einer Schlinge, Jost Brücker (jetzt bei St. Gallen) musste sich nach einer Knieverletzung eine Bandage sowie Gehstöcke verpassen lassen.

Nachdem gleichentags die Kadetten Schaffhausen gegen Muri Bern das bessere Ende für sich behielten (34:24), hat das Team aus der Munotstadt die Ranglistenspitze im Zwischenklassement wieder übernommen (16/26), vor Pfadi Winterthur (15/25) und Kriens-Luzern (15/22). Im hinteren Teil hat St. Otmar St. Gallen nun – nach dem Sieg in Altdorf – gute Chancen, sich noch die Teilnahme an der Finalrunde (sechs beste Teams) zu sichern. Die Urner bleiben auf dem letzten Platz (16/2), hinter Stäfa (15/6), Gossau (15/10), St. Gallen und GC/Amicitia Zürich (je 15/14).

Neues Muster gestrickt

KTV-Trainer und Coach Burkhard Keller hatte sich im Hinblick auf den Dienstababendfight etwas Neues ausgedacht. So beliess er während der ersten Halbzeit sowohl Christoph Piske wie Lutz Wesseling auf der Spielerbank, um den übrigen Topgesetzten seiner Formation vermehrte Spielanteile zu gewähren. Die beiden Erstgenannten hatten während der letzten Partien recht diskrete Leistungen abgeliefert. Die „Massnahme“ erwies sich als durchaus gerechtfertigt, zumal die Gastgeber sich während der ersten Halbzeit ausgesprochen gut zu verkaufen verstanden.

Teamchefs und Schiris, von links: Sebastian Munzert (KTV), Kevin Zowa/Beat Dobler, Fabian Christ (Otmar). FOTO: RUEDI AMMANN   Philipp Reuter schoss seine Mannschaft schon nach 32 Sekunden in Front. Dem 1:3 setzte Lukas Huwiler das 2:3 entgegen. Dave Zürcher und Iwan Fallegger blieben gleich anschliessend zweimal erfolgreich (4:4). Glück hatte in der Folge der an diesem Abend mit verschiedenen sehenswerten Einsätzen aufwartende Marcel Luthiger: Nach einem „Ausflug“ Richtung Platzmitte landete der Ball nicht im vorübergehend verwaisten Tor, sondern am Pfosten. Nach 25 Minuten lautete das Skore 10:10. Philipp Reuter (zweimal) wie Samuel Stadelmann zeichneten für drei weitere KTV-Treffer zuständig. 2 Minuten vor dem Pausenpfiff führten die Gastgeber 13:11. Beim Stande von 13:12 wartete Marcel Luthiger mit einer mirakulösen Aktion (St. Galler Gegenstoss) auf, seiner Truppe damit die Pausenführung wahrend.

5-Tore-Rückstand fast aufgeholt

Dave Zürcher ballert los. FOTO: RUEDI AMMANN   Wenig ermutigend begann der zweite Spielabschnitt aus Altdorfer Sicht. Innerhalb von 150 Sekunden wendeten die Ostschweizer das Blatt mit 3 Toren, um später auf 15:18 und 16:21 davonzuziehen. Zu diesem Zeitpunkt waren Srdjan Djordjevic (Tor) sowie Lutz Wesseling und Christoph Piske Einsätze zugestanden worden. Altdorf zeigte nach dem Rückstand viel Charakter. Nach rund drei Vierteln der Gesamtspielzeit lagen die St. Galler nur noch mit 22:23 im Vorteil – für eigentliche Toptreffer in den Reihen der Platzherren waren Philipp Reuter (Hüftschuss), Christoph Piske (Sprungwurf), Iwan Fallegger (raffinierter Drehball) und Daniel Röösli (Heber) besorgt. Die begeisterten Fans feuerten ihre Truppe, die zwischenzeitlich noch mit einem höchst fragwürdig verhängten Penalty eingedeckt worden war, frenetisch an – der Glaube an einen Punktegewinn ihrer Mannschaft war neu entflammt. 5 Minuten vor Spielschluss (22:24) setzte Sebastian Munzert mit letztem Einsatz einen Ball in die Otmärler-Maschen, wenig später durch Philipp Reuter nachgeahmt (25:26) – ein Knaller Lutz Wesselings landete fatalerweise nur an der gegnerischen Torumrandung.

Daniel Röösli, effizienter Rechtsaussen, am Drücker. FOTO: RUEDI AMMANNZiehen der Reissleine blieb erfolglos

Zwei fatale technische Fehler (Ballverluste) nützten die Gäste postwendend aus. KTV-Coach Burkhard Keller zog in der Folge die Reissleine. Alles oder nichts lautete die Devise. Der zugunsten eines zusätzliche Feldpielers auf die Bank beorderte KTV-Torsteher hatte machtlos zuzusehen, wie die St. Galler den Ball zweimal ins leere Tor beförderten. Die Entscheidung war dadurch natürlich gefallen, trotzdem Ivan Fallegger mit einem sehenswerten Treffer die Bilanz seiner Truppe noch etwas aufzubessern vermochte.

Ivan Fallegger zum Spielverlauf: „In der entscheidenden Phase und auch zuvor liessen wir mehrmals ermangelnde Geduld erkennen.“ Dave Zürcher: „Uns fehlte zu einem gewissen Teil auch die Siegermentalität, ausserdem ortete ich unsererseits zu viele technische Fehler, verbunden mit Ballverlusten, zu grosser Hektik und Gegenaktionen, die den St. Gallern immer wieder zu pass kamen.“

Akrobatische Einlage Samuel Stadelmanns. FOTO: RUEDI AMMNAN   Erfolgreichste Skorer der Urner waren gegen St. Otmar Ivan Fallegger und Philipp Reuter (je 6 Treffer), vor Daniel Röösli (5). Hundertprozentige Abschlussquoten liessen sich Sebastian Munzert und Samuel Stadelmann attestieren, vor Ivan Fallegger (85), Daniel Röösli (83) sowie Dave Zürcher und Philipp Reuter (je 66). – Bester Skorer bei den Gästen war mit Abstand Vedran Banic (9).

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Srdjan Djordjevic; Sebastian Munzert (2), Lukas Huwiler (2), Dave Zürcher (2), Lutz Wesseling, Ivan Fallegger (6), Marc Fallegger, Samuel Stadelmann (2), Fabian Auf der Maur, Tizian Dossenbach, Philipp Reuter (6), Daniel Röösli (5), Christoph Piske (1).

Altdorf III zieht Mannschaft zurück

Die Mannschaft hat mit deutlicher Mehrheit beschlossen, ihren „Dienst“ zu quittieren respektive an der Meisterschaft 2013/14 in der 4.Liga nicht mehr mitzutun. Der Entscheid fiel aufgrund grosser personeller Engpässe, die auch infolge ausserordentlichen Verletzungspechs zustande kamen. Eigentlich sehr schade, doch nachvollziehbar. Der HC KTV Altdorf III hatte bisher zusammen mit Emmen und Ruswil/Wolhusen im Zwischenklassement der Achtergruppe (mit je 10 Punkten) die Spitzenposition inne, vor Rothenburg (8), und mit 189 Toren am meisten Treffer markiert. Es ist höchstwahrscheinlich, dass der HC KTV Altdorf im Hinblick auf die Meisterschaft 2014/15 indessen wieder ein 4.-Liga-Team meldet.

 

 

 

Sonntag, 08 Dezember 2013 12:45

"50 Minuten lang tolle Leistung erbracht"

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Nationalliga A: BSV Muri-Bern – HC KTV Altdorf 37:27

Die „Mutzen“ rächten sich für Vorrunden-Punkteverlust. Urner liessen miese Leistung vom Mittwoch (gegen Stäfa) in Vergessenheit geraten.

Samuel Stadelmann erzielte für den HC KTV Altdorf gegen den BSV Muri Bern am meisten Treffer (6). FOTO: RUEDI AMMANNMänniglich war gespannt, ob den Innerschweizern am Samstagabend ein erneuter Effort wie anlässlich der Vorrunde (Remis) gelingen würde. Sie gerieten zwar bald in Rücklage, kämpften sich aber wieder an die Berner heran. Alles in allem attestierte KTV-Trainer Burkhard Keller seinen Spielern für die erbrachte Leistung viel Anerkennung: „Unsere Abwehr wirkte noch nie derart aggressiv wie im jüngsten Fight – sie liess den Flop vom vorangegangenen Mittwochabend vergessen. Jetzt heisst es, dieses Positivum im Hinblick auf das Dienstagabend-Heimspiel gegen St. Otmar St. Gallen (20 Uhr, Feldli) mitzunehmen.“ Keller weiter: „Unsere Truppe erhielt auch seitens des objektiven Berner Publikums etwelches Lob gezollt, was doch einiges heissen will.“

Entfesselter Severin Ramseier

Zur Aufstellung des HC KTV Altdorf bleibt anzumerken, dass wieder mit Christoph Piske (gegen Stäfa erkrankt ausgefallen) zur Sache gegangen werden konnte. Topshooter Philipp Reuter hatte sich vorgängig zusätzlich zur Fingerblessur eine Ellbogenverletzung zugezogen, wollte aber unbedingt mit von der Partie sein. Torsteher Srdjan Djordjevic („Zenga“) fiel verletzungsbedingt aus (Keller: „Wir wollen ihn unbedingt im Hinblick auf die Abstiegsrunde wieder fit bringen“) – auf dessen Posten erbrachte Marcel Luthiger eine generell starke Leistung.

Auf Seite der Gastgeber war ein Mann matchentscheidend: Der junge Nationalspieler Severin Ramseier (Jahrgang 1989). Sich immer wieder als kaltschnäuziger Gegenstossverwerter profilierend, traf er gleich 15-mal (!) ins Schwarze. Der Linkshänder ist beim BSV Muri-Bern erst seit kurzer Zeit engagiert – spielte vorgängig bei GC/Amicitia Zürich und war bei Suhr-Aarau gross geworden. Burkhard Keller lernte das Nachwuchstalent (ein „Frechdachs“, wie er ihn bezeichnet) übrigens bereits als Akteur in der Schweizer Junioren-Nationalmannschaft, die er als Co-Coach in Schweden betreute, kennen und dessen Talente schätzen.

Zum Spielverlauf

Lukas Huwiler schoss den HC KTV Altdorf bereits nach 32 Sekunden in Front, um später auch für den zweiten Treffer der Urner verantwortlich zu zeichnen. In der Folge entwickelten die Gastgeber mächtig Druck. Sie hatten nach der Auftaktviertelstunde die Nase deutlich im Wind (11:5). Die Urner gaben sich natürlich längst nicht auf, zumal Dave Zürcher und Daniel Röösli noch unmittelbar vor der Pause ins Volle trafen (18:15).

Nach Wiederaufnahme der Partie vermochten die Innerschweizer weiter Terrain gutzumachen und sich mehrmals bis auf eine Länge an die Berner heranzupirschen. Den k.o.-Schlag erhielten die Altdorfer dann nach der 50. Minute verpasst, als der BSV Muri-Bern innerhalb von 2 Minuten gleich fünf Gegenstösse kaltschnäuzig in Tore umsetzte. Im Verlaufe der letzten 6 Spielminuten vermochten die Urner nur noch zweimal zu reüssieren (Christoph Piske, Samuel Stadelmann). Die Gastgeber vergrösserten ihren Vorsprung kontinuierlich – um schliesslich auf satte zehn Längen Unterschied davonzuziehen.

Beste Skorer in den Reihen des HC KTV Altdorf waren Samuel Stadelmann (6) und Philipp Reuter (5). Daniel Röösli liess sich eine hundertprozentige Torschuss-Erfolgsquote attestieren – Dave Zürcher brachte es auf 80, Samuel Stadelmann auf 75 Prozent.

Am Samstagabend holten im Übrigen die Kadetten Schaffhausen (32:25 gegen GC/Amicitia Zürich) sowie Kriens-Luzern (29:22 gegen Stäfa) Siege ab. Für eine faustdicke Überraschung sorgte am Sonntagabend St. Otmar. Die St. Galler schlugen Leader Pfadi Winterthur mit 29:28. Für die Abstiegsrundenteilnahme (vier Teams) kommen – drei Runden vor Abschluss der NLA-Qualifikationstour – jetzt noch in Frage: Muri-Bern (18 Punkte), Thun (17), GC/Amicitia Zürich (14), St. Gallen (12) sowie Gossau (10). Gesetzt sind bereits Stäfa (6) und Altdorf (2). Die aus dem Qualifikationsdurchgang eroberten Punkte werden übrigens in die „Abstiegsbarrage“ mitgenommen – zu bestreiten sein werden dabei pro Team 12 Spiele (Doppel-Heim-/Auswärts-Runde).

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Sebastian Munzert, Lukas Huwiler (4), Dave Zürcher (4), Lutz Wesseling, Ivan Fallegger (3), Marc Fallegger, Samuel Stadelmann (6), Fabian Auf der Maur, Tizian Dossenbach, Philipp Reuter (5), Daniel Röösli (4), Christoph Piske (1).

 

 

 

 

 

Donnerstag, 05 Dezember 2013 11:21

Eine penible Klatsche kassiert

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Nationalliga A: Pfadi Winterthur – HC KTV Altdorf 42:19

Urner sahen sich vom Tabellenersten bös zerzaust. Sie vermochten die Gastgeber nicht einmal zu „kitzeln“.

Mit einer derart deftigen Abfuhr des Tabellenletzten hatte wohl kaum jemand gerechnet. Nun heisst es, sich am Samstag gegen den BSV Muri Bern bestmöglich zu rehabilitieren.

11:2 nach Auftaktviertelstunde

Philipp Reuter vom HC KTV Altdorf war erfolgreichster Skorer der Mittwochabendpartie überhaupt (8 Treffer). FOTO: RUEDI AMMANN   Rund 400 Zuschauer wohnten dem Mitte-Woche-Spiel in der Winterthurer Eulachhalle bei. Sie sahen einen Fight, der eigentlich diesen Namen gar nicht verdient, vorgesetzt. Denn die Gastgeber zogen alle Register ihres Könnens – den Besuchern nur die Brosamen überlassend. Und damit beweisend, dass sie nicht von ungefähr die Ranglistenspitze zieren. Die Pfader hatten noch vor dem Einsatz davor gewarnt, die Begegnung gegen den Underdog ja nicht als „Selbstläufer“ zu bezeichnen, sondern sie voll engagiert in Angriff zu nehmen. Die Mahnung wurde gehört: Nichts von Schlendrian war bei den Platzherren zu sehen. Während der vollen Stunde lieferten sie eine Leistung ab, welche das Prädikat „vorzüglich“ neidlos verdient.

Wenig bis nichts lief anderseits im Team der Urner, das nur um Haaresbreite einen Nationalliga-Klubrekord der Eulachstädter zu vereiteln vermochte. Denn Pfadi hatte in den letzten Jahren bereits viermal Partien mit 42 erzielten Toren siegreich gestaltet. Der HC KTV Altdorf legte eine erste Halbzeit zum Vergessen aufs Parkett. Nur mal sechs innert einer halben Stunde erzielte Treffer erübrigen eigentlich spezielle Kommentare. Gegen die kompromisslos zur Sache gehenden Platzherren fandem die Urschweizer nur selten das Rezept zu reüssieren. Zwischen der 1. und 15. Minute durfte sich lediglich Philipp Reuter zweimal ein Erfolgserlebnis attestieren lassen. Auf der Gegenseite lief es den Pfadern wie am Schnürchen. Sie versetzten die oft viel zu passiv agierende gegnerische Deckung Mal für Mal, dabei immer wieder mit blitzschnell vorgetragenen Gegenstossaktionen reüssierend.

„Mussten uns vorführen lassen“

Altdorf lag bereits zur Pause mit 6:23 in absoluter Schieflage. Die Platzherren gingen auch während der zweiten Halbzeit überhaupt nicht vom Gaspedal, kombinierten immer wieder phantastisch und wirbelten die Urner Deckung oft geradezu gnadenlos durcheinander. Immerhin wusste sich die Urner Deckung mit zunehmender Spieldauer etwas besser auf die Zürcher einzustellen. Doch spezielle Lorbeeren gab es natürlich keine mehr einzuheimsen, geschweige denn dem Handballspektakel ihrer Widersacher (beste Skorer mit je 7 Einschüssen waren Oliver Scheuner sowie Marvin Lier) auch nur einigermassen Paroli bieten zu können.

Die besten Noten erteilten die Pfadi-Winterthur-Teamchefs dem Altdorfer Teamshooter Philipp Reuter, der sich acht Tore gutschreiben liess und hinter Daniel Röösli (75 Prozent) auch die zweitbeste Abschlussquote (50 Prozent), zusammen mit Marc Fallegger, für sich beanspruchen durfte. Gegenüber den Zürcher Medien brachte es Reuter auf den Punkt, als er meinte, etwas gar so Schlimmes nicht erwartet zu haben. Burkhard Keller, KTV-Coach, stellte fest, dass seine Leute alles andere als eine hundertprozentige Leistung abgeliefert hätten und sich anderseits zu früh aufgaben, anderseits aber auch bekräftigte, dass an Wochentagsspielen eben keine professionelle Vorbereitung zu erwarten sei, da praktisch alle seiner Akteure bis um 17 Uhr ihrer beruflichen Arbeit nachzugehen haben.

Von den übrigen Mittwochabendspielen bleibt zu rapportieren, dass der HC Kriens-Luzern mit Wacker Thun kurzen Prozess (28:20) machte, und anderseits der BSV Muri Bern  GC/Amicitia Zürich alt aussehen liess (35:26). Damit ist gleich auch gesagt, dass die Berner am Samstagabend für die Urner eine schwer einzunehmende Festung darstellen dürften. Dennoch wollen die Burkhard-Boys das Mittwoch-Debakel vergessen machen und die Auswärtspartie „anständig“ hinter sich bringen. Die gegenwärtigen Bilanzen der beiden Kontrahenten: Muri Bern 4., 16 Punkte/415:381, Altdorf 10., 2/359:464. - Bereits am Dienstagabend, 10. Dezember (20 Uhr, Feldli), heisst es dann erneut in die Hosen zu steigen. Zu Gast erwartet wird St. Otmar St. Gallen, das unter den Auguren als weiteres Abstiegsrundenteam gehandelt wird.

Altdorf spielte mit: Srdjan Djordjevic, Marcel Luthiger; Sebastian Munzert, Lukas Huwiler (2), Dave Zürcher, Lutz Wesseling (1), Ivan Fallegger, Marc Fallegger (2), Samuel Stadelmann (3), Fabian Auf der Maur, Philipp Reuter (8), Daniel Röösli (3).

 

Fünf weitere Wochenendspiele

Nebst dem Fanionteam (NLA) stehen am Samstag fünf weitere Mannschaften des HC KTV Altdorf im Einsatz.

Die 2.-Liga-Damen, welche vor wenigen Tagen das Regionalcupspiel gegen den HC Kriens klar mit 17:34 ans Bein zu streichen hatten, treten zum Punktespiel auswärts gegen Handball Emmen an. Die Luzernerinnen grüssen zurzeit vom 3. Platz (8 Spiele/11 Punkte), Altdorf von der 5. Position (7/9).

Die zweite Herrenmannschaft darf sich keinen Umfaller mehr leisten, will sie sich im Rahmen des 3.-Liga-Championats noch gewisse Aufstiegschancen ausrechnen. Sie kreuzt die Klingen als Ranglistenfünfte (8/10) ebenfalls gegen Handball Emmen (3., 8/12).

In der Meisterschaft der schweizweit besten U19-Elitejunioren kommt es in der Krienser Meiersmatthalle zum Regionalknüller zwischen der SG Pilatus (5. 6/6) und der SG Stans/Altdorf (3., 7/10). Die U17-Interjunioren der SGSA (3., 7/10) spielen in der Luzerner Maihofhalle gegen die SG Muotathal/Pilatus (5., 6/6).

Die U15-Junioren des HC KTV Altdorf (1., 7/14) schliesslich wollen versuchen, im Rahmen der Qualifikationstour den Nimbus der Ungeschlagenheit zu wahren. Sie fighten gegen die Vertretung des HC Malters (4., 7/2) auswärts.

 

 

 

 

Freitag, 29 November 2013 09:49

Erhoffte Galavorstellung fand nicht statt

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Nationalliga A: HC KTV Altdorf – Lakers Stäfa 26:34

Ivan Fallegger (5 Treffer) lieferte eine starke Leistung ab. FOTO: RUEDI AMMANN   Schlechteste bisherige Leistung der Urner in der höchsten nationalen Stärkeklasse. Rückstand auf die Tabellenvorletzten beträgt jetzt bereits 4 Punkte.

In der Feldliarena planten die Gastgeber - ohne die verletzten Thomas Mohenski und Samuel Stadelmann angetreten - am Donnerstagabend viel: Es sollte der erste Saisonsieg eingefahren werden. Das Vorhaben missriet auf der ganzen Linie. Die Platzherren fanden das Rezept gegen die effizient agierende, aggressiv angelegte Deckung der Besucher nur allzu sporadisch. Hinzu kam, dass vor den rund 500 Zuschauern die vielen technischen Fehler der Einheimischen immer wieder zu fatalen Ballverlusten führten. Folgeerscheinung: tödliche gegnerische Konterattacken. Ausserdem wurden vom KTV-Kollektiv zahlreiche hundertprozentige Chancen kläglich ausgelassen oder aber Bälle durch die starken Stäfner Keeper pariert. Auf einen Nenner gebracht: Das war bei weitem nicht der erhoffte „Altdorfer Abend“.

6:7 nach Auftaktviertelstunde

Das Skore eröffnete Lutz Wesseling vom HC KTV Altdorf schon nach 28 Sekunden. Dem 1:2 setzte Philipp Reuter den Gleichstand entgegen. Nasch dem 2:2 sah Reuter einen Penaltyball vom gegnerischen Hüter pariert – Ivan Fallegger versiebte die erste der Urner 100-Prozent-Chancen. Nach Ablauf der Startviertelstunde setzte Daniel Röösli einen Penalty um. Das daraus resultierende 6:7 liess aus der Optik der Innerschweizer eine Wende zum Guten erhoffen. Doch dagegen legte das Team Coach Burkhard Keller versuchte in diesem Teamout, seine Truppe neu zu motivieren. FOTO: RUEDI AMMANN   von Markus Jud sein Veto ein. Es gab unverkennbar Gegensteuer. Innerhalb weniger Minuten wurde der Ball mehrmals in den Maschen der Urner versenkt (7:12). Daniel Röösli, mit einem genialen Backhandschlenzer ins Volle treffend, ernete Spezialapplaus von den Rängen, doch am Vorsprung der Besucher änderte auch diese Einlage nichts. Der 5-Tore-Vorsprung der Besucher vom Zürichsee hatte nach 30 Minuten weiterhin Bestand, nachdem eine „Fliegeraktion“ der Marke Ivan Fallegger unbelohnt blieb (das Streitobjekt landete an der gegnerischen Torumrandung).

Marcel Luthiger verhinderte Schlimmeres

Der ab der 30. Minute ins Tor beorderte Marcel Luthiger – Srdjan Djordjevic verspürte eine Verletzung und liess sich ersetzen – lieferte als Einstand gleich Christoph Piske (rechts Sebastian Munzert) überschiesst die starke Stäfner Abwehr. FOTO: RUEDI AMMANNmehrere Topparaden ab, um auch einen Penalty zu parieren. Der HC KTV Altdorf setzte im Angriff seine Serie ungenügender Leistungen in der gegnerischen Platzhälfte fatalerweise fort. So wies das Skore nach zwei Dritteln der gesamten Spieldauer noch immer fünf Längen zugunsten der Stäfner auf. Sebastian Munzert verkürzte den Rückstand seiner Truppe – einem Treffer der Altdorfer versagten die sonst überzeugend arbitrierenden Brianza/Jucker die Anerkennung, trotzdem der Ball mit ganzem Umfang die Torlinie passiert hatte. Auf der Gegenseite spielten die Gäste ihre Aktionen cool herunter, dabei immer wieder sehenswerte Treffer einflechtend. Nach 47 Minuten war die Vorentscheidung gefallen (20:28). Altdorfs Bemühungen scheiterten weiterhin an der bereits geschilderten Effizienz. Der 8-Tore-Vorsprung der Zürcher hatte auch nach 60 Spielminuten Bestand.

Einige Zahlen und Fakten: Altdorf fabrizierte 46 Torwürfe. Davon wurden 26 in Tore umgemünzt (Stäfa: 48 Schüsse und 34 Treffer). Beste Skorer in den Der frühere Keeper des KTV-Fanionteams, Martin Arnold (links), und Torhüter Marcel Luthiger (starker Einsatz zum Auftakt der zweiten Halbzeit) beraten über taktische Details. FOTO: RUEDI AMMANN   Reihen des HC KTV Altdorf waren Ivan Fallegger, Daniel Röösli (darunter 4 sicher verwertete Penaltys) sowie Lutz Wesseling mit je fünf Einschüssen. Die besten Erfolgsquoten liessen sich Fabian Auf der Maur (100 Prozent), Lutz Wesseling (83), Daniel Röösli (71) und Sebastian Munzert (60) attestieren. Die durchschnittliche Erfolgsquote erreichte bei Altdorf 57, bei Stäfa jedoch 71 Prozent. Altdorfs Torsteher Srdjan Djordjevic und Marcel Luthiger parierten je sechs Bälle, die beiden Stäfner Keeper acht respektive vier. Stäfa hatte in Simon Getzmann den überragenden Topskorer (11), gefolgt von Stevan Kurbalija (7). – Bereits am Mittwochabend trafen Wacker Thun und die Kadetten Schaffhausen aufeinander; die Partie endete remis. Dadurch liegt nun Pfadi Winterthur nach Verlustpunkten an der Zwischenranglistenspitze um drei Längen besser im Rennen als das Team aus der Munotstadt. – Die nächste NLA-Partie bestreitet der HC KTV Altdorf am kommenden Mittwoch auswärts gegen den Neo-Leader Pfadi Winterthur. Eine unlösbare Aufgabe…?

Altdorf spielte mit: Srdjan Djordjevic, Marcel Luthiger; Fabian Auf der Maur (1), Tizian Dossenbach, Ivan Fallegger (5), Lukas Huwiler (1), Kevin Ledermann, Sebastian Munzert (3), Christoph Piske (4), Philipp Reuter (2), Daniel Röösli (5), Lutz Wesseling (5), Dave Zürcher, Christian Bär.

Stimmen zum Spiel

KTV-Trainer Burkhard Keller: „Wir waren der Favoritenrolle an diesem Abend ganz einfach nicht gewachsen. Die Leistung unserer Akteure liess fatalerweise zu oft Wünsche offen – viele Spieler fanden ihr gewohntes Leistungslevel nicht.“

Stäfa-Coach Markus Jud: „Wir wussten mit dem Druck, das 4-Punkte-Spiel gewinnen zu wollen respektive zu müssen, unverkennbar besser umzugehen. Altdorf fand das Rezept nicht, der Partie mit zunehmender Spieldauer noch den Stempel aufzudrücken. Unser unübersehbarer Vorteil war, über ein meines Erachtens stärker besetztes Kader als die Gastgeber zu verfügen.“

KTV-Präsident Stefan Arnold: „Ein ernüchterndes Resultat. Auf unserer Seite zu viele technische Fehler und ungenutzt gelassene Topchancen, dann aber auch etwelches Pech in wichtigen Aktionen, führten zum klaren Verdikt. Das gegnerische Konzept vermochten wir eher selten zu durchkreuzen. Die klar schlechteste Heimvorstellung der Saison muss nun raschestmöglich weggesteckt werden, zumal sie der Moral unserer Truppe alles andere als zuträglich ist.“ ar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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