Spielberichte Herren 1

Spielberichte Herren 1 (139)

Samstag, 03 September 2016 00:00

Dank Top-Abwehr Saisonauftaktsieg

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Nationalliga B: HC KTV Altdorf - HSG Siggenthal 26:24


Erfreuliche Meisterschaftspremiere vor 300 Kiebitzen. Yannick Drollinger (7) und Spielertrainer Mario Obad (6) die erfolgreichsten Skorer.

Ledermann KevinNichts für schwache Nerven war der Fight zwischen Aargauern und Urnern am Samstagabend in der Feldliarena. Die Partie sah die Platzherren zwar bald mit vier, später gar fünf Längen in Front. Doch die wirbligen Gäste arbeiteten sich mit zunehmender Spieldauer mit sehenswerten Aktionen bis auf eine Länge an die Einheimischen heran. Die Früchte der Arbeit schienen aus Sicht der KTV-Truppe gegen Ende der Begegnung gar zu entschwinden. Doch die Moral der erstmals durch Stefan Epp gecoachten Altdorfer liess schliesslich verdientermassen den doppelten Zählergewinn Realität werden.

Drei Tore Vorsprung zur Pause

Die HSV Siggenthal zeigte rasch einmal auf, dass sie auch im fünften Anlauf der «Neuzeit» den Urnern tüchtig einzuheizen gewillt war. Doch das frühe 0:1 machte KTV-Spielertrainer Mario Obad wett. Bis zum Ablauf der Startviertelstunde trafen Marko Koljanin, Fabian Auf der Maur, Mario Obad sowie Marius Kasmauskas zum 5:3. Wenig später hatten Nicolai Christensen sowie Yannick Drollinger auf 7:3 erhöht. In der folgenden Phase entwickelten die Aargauer mächtig Druck. Sie pirschten sich auf 8:7 heran. Doch der HC KTV Altdorf gab Gegensteuer. Nach dem 9:8 waren es Jannick Drollinger sowie Ivan Fallegger, die bis zum Seitenwechsel auf 11:8 erhöhten.

Obad SiggViel Lob zollten zu diesem Zeitpunkt Sebastian Munzert und Physio Koen Haelters der KTV-Abwehr. Letzterer, welcher an der Front des HC KTV Altdorf nun schon die 20. (!) Saison in Angriff genommen hat: «Ich kann mich nicht daran erinnern, dass unser Team in einer Halbzeit nur Mal gerade acht Minustore kassiert hat.»

Reserven ausgebaut

Der zweite Spielabschnitt begann ganz nach dem Gusto der Platzherren. Yannick Drollinger sowie Fabian Auf der Maur erhöhten bis zur 36. Minute auf 14:9 – ein Drollinger Sigg filteredBolide Marius Kasmauskas bedeutete das 15:9. Ein weiterer Treffer fand bei den sonst gut arbitrierenden Spielleitern Christinet/Makhlouf keine Anerkennung, obwohl das Streitobjekt die Torlinie deutlich passiert hatte. Die HSG Siggenthal sicherte sich zwischen der 39. und 49. Spielminute vermehrt Spielanteile (20:18), um bis zur 56. Minute gar auf 23:22 zu verkürzen. Zuvor hatte sich Fabian Auf der Maur vom Parkett (dritte Zeitstrafe) vorzeitig zu verabschieden. Beim Stande von 23:22 verliefen die letzten knapp 4 Spielminuten höchst turbulent: Marius Kasmauskas markierte das 24:23, Marko Koljanin war mittels Penalty für das 25:23 besorgt, Jannick Drollinger räumte bezüglich Siegvergabe mit dem 26:23 die letzten Zweifel aus. Den letzten Treffer der Partie markierten die Gäste mit einer cleveren Gegenstossaktion.

Zufriedene KTV-Teamchefs

Epp KoenNeo-Coach Stefan Epps Kommentar: «Erfreulich, dass mir mein Team dank der kompakten Abwehrarbeit den Einstand versüsste. Der doppelte Punktegewinn war für uns sehr wichtig. Darauf lässt sich aufbauen. Er zeigte ausserdem auf, dass wir im Rahmen der Vorbereitungsphase eigentlich das Meiste richtig gemacht haben.» Spielertrainer Mario Obad zollte seiner Mannschaft seinerseits Anerkennung. «Bezüglich kompakter Deckungsarbeit vermochten wir uns die starken Widersacher vom Leibe zu halten. Im Angriffsbereich müssen wir uns allerdings weiter optimieren.»

Im KTV-Team bewies Jannick Drollinger seine gegenwärtige Topform. Nicht nur erzielte er mit sieben Einschüssen (vor Mario Obad mit 6 und Marko Koljanin mit 4) die meisten Tore, sondern liess sich auch eine hundertprozentige Erfolgsquote attestieren, vor Fabio Auf der Maur (75), Marko Koljanin (57) sowie Ivan Fallegger (50 Prozent).

Die weiteren NLB-Auftaktpartien: Chênois/Genf - Endingen 23:37, Steffisburg – Baden 27:26, Yellow/Pfadi Winterthur – Möhlin 20:34, Birsfelden – Horgen 27:25, Kadetten/Espoirs Schaffhausen – Wädenswil 34:26. Die Partie Solothurn – Stäfa wird erst am Mittwochabend ausgetragen.

Für Altdorf standen gegen Siggenthal im Einsatz: Noah Ineichen, Jan Dittli; Marc Vollenweider, Marius Kasmauskas (3), David Arnold, Ivan Fallegger (2), Pascal Aschwanden, Flavio Fallegger, Fabian Auf der Maur (3), Elias Arnold, Yannick Drollinger (7), Mario Obad (6), Marko Koljanin (4), Nicolai Christensen (1).

 

 

Schweizer Cupauslosung bescherte Urnern Berner Gegner

Die Auslosung des neuen Schweizer Cups bescherte dem HC KTV Altdorf die zweite Garnitur des BSV Bern Muri (2. Liga). Als Unterklassige können die «Mutzen» vor eigenem Anhang antreten, und zwar bereits am Freitagabend, 9. September. Die Partie wird um 19.45 in der Berner Spitalackerhalle ausgetragen. Die Aufgabe darf vom HC KTV Altdorf keinesfalls als «Selbstläufer» betrachtet werden. Dies umso mehr, da die Berner mit Sicherheit auf einige bewährte Vereinsstützen (die erste Mannschaft ist in der Nationalliga A angesiedelt) zurückgreifen dürften.

Aufgrund des Cups ist der HC KTV Altdorf am kommenden Wochenende spielfrei. Die zweite NLB-Meisterschaftspartie wird dann am Mittwoch darauf (14. September, 20 Uhr, Altdorfer Feldliarena) vor eigenem Publikum gegen Horgen bestritten. Die Zürcher Gäste haben ihre erste Begegnung der Saison 2016/17 gegen Birsfelden mit 25:27 knapp verloren.

 

Montag, 29 August 2016 00:00

Die «Nagelprobe» erfolgreich bestanden

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NLB/1. Liga: HC KTV Altdorf – HC Einsiedeln 39:26

Im Trainingsspiel gegen die Schwyzer Erstligisten schwangen die Urner mit 39:26 klar obenaus. Nun wird zum NLB-Meisterschaftsauftakt die HSG Siggenthal/Vom Stein Baden (Samstagabend, 18 Uhr, Feldliarena) erwartet.

arnold dav einsZum Abschluss der Trainingshauptphase wurde im Hinblick auf das neue Nationalliga-B-Abenteuer 2016/17 am Freitagabend die Vertretung des HC Einsiedeln in der Baldinihalle erwartet. In den Reihen der Schwyzer mixten zwei bekannte Gesichter (lies: Ex-Altdorfer-Akteure) mit: Torsteher Theo Ulrich sowie Martin Betschart. Beide bilden in ihrem Team bewährte Kräfte, welche der Formation aus dem Klosterdorf auch im Verlaufe der neuen Saison angehören und im Rahmen der Trainingspartie eine vielversprechende Vorstellung ablieferten.

Aschw pasc einsNoch sind einige Baustellen auszuräumen

In den Reihen der Urner fehlten vom Kader Marc Vollenweider und Manuel Gisler – ansonsten waren seitens der Einheimischen keine Absenzen zu verzeichnen. Die Partie unter der souveränen Leitung von Edi Zakarauskas stand im Zeichen einer beidseits guten Leistung, geprägt durch verschiedene sehenswerte Aktionen. Mit der Vorstellung seiner Truppe zeigte sich KTV-Spielertrainer Mario Obad mehrheitlich zufrieden. «Es gilt indessen immer noch, einige Baustellen auszuräumen, wollen wir am Samstagabend erfolgreich in die neue Meisterschaft starten», lautete sein Kommentar. Der Kroate liess ausserdem nicht unbemerkt, dass die 26 kassierten Minustreffer eine zu hohe Quote darstellten. «Wir müssen uns insbesondere im Abwehrbereich weiter verbessern und die Chancenauswertung weiter optimieren», befand Obad zusätzlich.

droll yannick einsDer HC KTV Altdorf führte zur Pause 20:14, um das Zepter auch in der Folge nicht aus der Hand zu geben. Nach drei Viertel der Spielzeit kassierte Zuzüger Nicolai Christensen eine Kopfverletzung, konnte die Partie indessen glücklicherweise mehr oder weniger unbeschadet wieder fortsetzen. Insgesamt lieferten die beiden Torhüter Noah Ineichen (erste Halbzeit) wie auch Jan Dittli (zweite halbe Stunde) starke Leistungen ab. Letzterer hat sich im Vergleich zur letzten Saison unverkennbar gesteigert – ein echtes Versprechen also.

Stark eingestufte Aargauer zu Gast

Nun beginnt für den HC KTV Altdorf am Samstagabend, 3. September, 18 Uhr, in der Feldliarena die neue NLB-Saison. Zu Gast weilt die HSG Siggenthal/von Stein Baden. Die Aargauer, unter Trainer Kai Wetzel, haben Einsiedelnsich vorgenommen, einen Platz in der vorderen Ranglistenhälfte zu belegen – womit das «Credo» ungefähr identisch mit jenem der Urner ist. Die Gäste verfügen offenbar über ein grosses Kader, welches in einem jüngsten Trainingslager in Deutschland eine recht vielversprechende Visitenkarte abgab. Altdorf hat die Gäste übrigens nicht in sonderlich guter Erinnerung. Von den vier letzten Partien gingen nämlich zwei verloren, ebenso viele endeten unentschieden.

Altdorf spielte gegen den HC Einsiedeln mit: Noah Ineichen, Jan Dittli; Pascal Aschwanden, Flavio Fallegger, Nicolai Christensen, Mario Obad, Marko Koljanin, Daniel Baumann, David Arnold, Elias Arnold, Fabian Auf der Maur, Jannick Drollinger, Ivan Fallegger, Marius Kasmauskas.

 

Montag, 22 August 2016 00:00

Das war der siebte Streich

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Zwei Wochen vor Beginn der neuen NLB-Meisterschaft trat der HC KTV Altdorf am Samstag in Muotathal zum traditionellen Raiffeisen-Cup an. Zur 23. Auflage hatten sich je zwei Mannschaften der zweitobersten sowie der 1. Liga eingeschrieben. Die Spiele verliefen höchst attraktiv und zeitigten fast ausnahmslos knappe Resultate. Eine Flut von Treffern ergab sich allerdings im Spiel um den 3./4. Platz zwischen Muotathal und Stans (41:39 zugunsten der Nidwaldner).

Geglückte Revanche

Die Urner traten vorerst gegen den BSV Stans an. Gegen die Nidwaldner Erstligisten, die zwei Wochen zuvor einen Trainingsgalopp mit 35:34 knapp gewonnen gehabt, wurde mit dem festen Vorsatz, sich für die Schlappe zu revanchieren, zur Sache gegangen. Die KTV-Verteidigung zeigte sich vorerst etwas fahrig. Zur Pause stand die Partie remis (16:16). In der Folge steigerten die Altdorfer ihre Kadenz, um das bessere Ende schliesslich mit 28:26 für sich zu behalten. Alles in allem ein verdienter Sieg. Nachdem der KTV Muotathal gegen die NLB-Formation aus Horgen seine Auftaktpartie um Haaresbreite verloren hatte (31:32) - die Zürcher zeigten sich bezüglich Chancenauswertung kaltschnäuziger - traten Letztere zum Finalfight gegen den HC KTV Altdorf an.

Die Schützlinge von Spielertrainer Mario Obad und Coach Stefan Epp sündigten vorerst im Auslassen mehrerer hundertprozentiger Chancen. Der HC Horgen mit dem neuen ungarischen Linkshänder Daniel Pocz-Nagy und seinem ebenfalls aus dem Magyarenland stammenden Neotrainer Györi-Dani Zsolt, geriet bis zur Pause mit drei Längen Differenz in Schieflage (11:14). Der KTV-Trupp baute seinen Vorsprung in der Folge auf fünf Tore aus. Doch die Zürcher, welche zuvor ein Turnier in Visp zu ihren Gunsten gestaltet hatten, steckten nicht auf. Altdorf gewann die Partie schliesslich dennoch mit 29:27 – und den begehrten Raiffeisencup bereits zum siebten Mal in Serie.

Leistungskurve weist nach oben

KTV-Physio Koen Haelters attestierte seinem Team alles in allem «eine ordentliche und im Vergleich zu den vorangegangenen Einsätzen unverkennbar gesteigerte Leistung». Altdorfs Spielertrainer Mario Obad zeigte sich mit der Chancenauswertung seiner Truppe im Spiel gegen Stans phasenweise unzufrieden, lobte anderseits eine gute Gesamtvorstellung, um sich über den Cupgewinn natürlich auch sehr zu freuen. «Wir müssen unsere Performance bis zum Meisterschaftsbeginn natürlich weiter optimieren, damit wir dann zum Beginn des neuen Championats am 3. September (in der Feldliarena gegen Siggenthal) bereit sind. Positiv ist nebst dem Turniererfolg auch anzumerken, dass wir uns in Muotathal keine Verletzten einhandelten. Im letzten Vorbereitungsspiel (Freitagabend, 26. August, 19.30 Uhr) wollen wir unsere Leistung in der Baldinihalle gegen den Erstligisten Einsiedeln natürlich weiter steigern.»

Altdorf spielte mit: Noah Ineichen, Jan Dittli; Ivan Fallegger, Elias Arnold, Fabian Auf der Maur, David Arnold, Yannick Drollinger, Marc Vollenweider, Nicolai Christensen, Mario Obad, Marko Koljanin, Marius Kasmauskas.

Sonntag, 01 Mai 2016 00:00

Angepeilter «lucky punch» blieb Wunschdenken

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Nationalliga B: HC KTV Altdorf – TV Möhlin 28:33

Nach dem Blitzstart setzten die Tabellenvierten zum k.o.-Schlag an. Obad-Trupp vermochte nicht planmässig zu reagieren.

Abschied filteredVor rund 400 Zuschauern verpasste es der HC KTV Altdorf am Samstagabend in der Feldliarena - vor rund 400 Zuschauern -, die Meisterschaft 2015/16 mit einem Sieg zu beenden. Zu clever gingen die Besucher zur Sache – zu unkonzentriert und teilweise sogar fahrig wirkte der Einsatz der Urner, um den Vorrundensieg zu wiederholen und Möhlin vom Sockel zu stürzen. Auch wenn es für beide Formationen um nichts mehr ging -4. Rang für den TVM, 8. für den KTV – hätten die einheimischen Fans von ihren Idolen etwas mehr erwartet. Doch nach dem Auftaktwirbel (4:1 nach 8 Minuten) legte das Team von Trainer Zoltan Cordas, dem erfahrenen «Fuchs» der Besucher, einen Zahn zu, dabei immer wieder von verschiedenen Unzulänglichkeiten der Urner profitierend. Deren Headcoach Dani Lussi, welcher den KTV nun nach zwei guten Jahren verlässt, notierte im «Bordbuch» mehr als ein Dutzend technische Fehler sowie rund 20 versiebte hochkarätige Torchancen, ferner (zu) oft sichtlich fehlendes Selbstvertrauen seiner Schützlinge. «Unter solchen Vorzeichen lässt sich eine abgebrühte Truppe, wie sie der TV Möhlin, welcher sich im Hinblick auf die nächste Saison weiter verstärken will, eben stellte, nicht die Butter vom Brot nehmen», lautete der Kommentar des sichtlich enttäuschten Lussi nach der Partie.

Suhr/Aarau mit «Direttissima»

Ziehung KTV filteredNachdem es den Urnern also nicht gelang, den Vorrundenauswärtssieg zu wiederholen (23:21), verpassten sie es, sich noch in der vorderen Ranglistenhälfte zu etablieren und müssen sich mit dem 8. Platz zufrieden geben (23 Punkte nach ebenso vielen Einsätzen), was einer deutlichen Einbusse im Vergleich zur vorangegangenen Saison entspricht.

An der Tabellenspitze genügte NLA-Absteiger Suhr/Aarau ein 29:29 gegen Endingen, um nach einjähriger Pause wieder direkt in die oberste nationale Stärkeklasse aufzusteigen, während sich Endingen im Rahmen einer Barrageteilnahme die Chance offenhält, seinerseits das Billett für das Besteigen des NLA-Lifts zu lösen. Schaffhausens Kadetten-Espoirs sicherten sich nach dem 30:26-Erfolg über Zofingen den dritten Podestplatz (Rückstand auf Endingen: satte 10 Zähler).

Am Tabellenende fighteten am Samstag Pilatus-Luzern, das gegen Baden remisierte (27:27), ebenso wie Wädenswil gegen Yellow/Pfadi Winterthur (26:26). Zofingen (10 Punkte) steigt somit direkt in die 1. Liga ab, während Pilatus-Luzern (14) zwei Längen hinter Wädenswil liegt und somit noch den Klassenerhalt im Rahmen einer Barrage gegen einen 1.-Liga-Klub schaffen kann.

Die weiteren Ergebnisse der 26. und letzten NLB-Runde: Siggenthal - Horgen 35:32, Birsfelden - Steffisburg 21:28. Und das Klassement zwischen den erwähnten Spitzen- sowie Schluss-Zweigespannen: 3. Schaffhausen Kadetten-Espoirs (35), 4. Möhlin (35), 5. Steffisburg (30), 6. Horgen (26), 7. Siggenthal (25), 8. Altdorf (23), 9. STV Baden (20), 10. Birsfelden (20), 11. Yellow-Pfadi Winterthur (17), 12. Wädenswil (16). – Um gleich bei den Klassierungen zu bleiben: Die besten Skorer in der NLB waren 2015/16: 1. Philipp Seitle (215 Treffer), 2. Mischa Kaufmann (188), Marcus Hock (187), 4. Marko Koljanin (178), 5. Mario Obad (157, beide vom HC KTV Altdorf); Ivan Fallegger (ebenfalls vom HC KTV Altdorf) brachte es als 32. auf 93 Tore.

Ein eigentlicher Senkrechtstart

Obad steigt filteredDer HC KTV Altdorf legte gegen Möhlin los wie die Feuerwehr. Unterstützt durch den souverän auftrumpfenden Marcel Luthiger, skorten Marko Koljanin, Marius Kasmauskas (zweimal) sowie Fabian Auf der Maur bis zur 8. Minute zum 4:1. Der Fahrplan der Platzherren stimmte bis zu diesem Zeitpunkt beeindruckend. Doch danach leckte das KTV-Flaggschiff zusehends (5:5). In der 13. Minute zog Möhlin erstmals in Front (6:5). Ivan Fallegger (einmal mit genialem «Flieger») und der an diesem Tag erfolgreichste KTV-Schütze, Spielertrainer Mario Obad), warteten mit der an diesem Wettkampftag letztmaligen Führung der Altdorfer auf (8:6). Ungewohnt zahlreiche Ballverluste und das ungenau eingestellte Visier diverser KTV-Akteure liessen die Nordschweizer bis zur 25. Minute auf 14:10 und wenig später 18:11 davonziehen, ehe Tizian Dossenbach für das Pausenresultat (18:12) besorgt war.

Gäste räumten kaum Konzessionen ein

Nach Wiederaufnahme der Partie verkürzten Yannick Drollinger sowie Ivan Fallegger den Rückstand ihres Kollektivs. Doch Möhlins Replik liess nicht auf sich warten, wobei Altdorfs oft lethargisch wirkende Deckung mehrmals gar nicht gut aussah (21:14). Die Urner liessen später nochmals leise Hoffnungen im Lager der einheimischen Fans keimen, doch der TVM wirbelte munter weiter, um in der Schlussphase auch noch von einem gegnerischen Unterzahlspiel zu profitieren. Schliesslich war es Michael Bissig, der vom rechten Flügel aus den gegnerischen Keeper düpierte und für den letzten Saison-KTV-Treffer besorgt war.

Bester Skorer gegen Möhlin war Spielertrainer Mario Obad (8), vor Marko Koljanin sowie Ivan Fallegger (je 5). Je hundertprozentige Abschlusserfolgsquoten liessen sich Michael Bissig, Marius Kasmauskas, Marc Fallegger sowie Tizian Dossenbach, vor Yannick Drollinger (66 Prozent) attestieren. Im KTV-Tor parierten Nicolas Stocker 29, Marcel Luthiger 19 Prozent der auf ihr Gehäuse abgefeuerten Bälle. – Gegen Altdorf verhängten die alles in allem konsequent arbitrierenden Unparteiischen Andreas Capoccia und Beat Jucker fünf, gegen Möhlin drei 2-Minuten-Zeitstrafen.

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Michael Bissig (1), Marius Kasmauskas (2), Dave Zürcher, Elias Arnold, Ivan Fallegger (5), Cyril Keller, Marc Fallegger (1), Fabian Auf der Maur (3), Tizian Dossenbach (1), Yannick Drollinger (2), Mario Obad (8), Marko Koljanin (5)

Verabschiedungen, Verlosungen

Der Präsident des HC KTV Altdorf, Stefan Arnold (Stiege), nahm zu Beginn der Partie gleich mehrere Verabschiedungen vor. Headcoach Dani Lussi (BSV Stans) übergibt nach erfolgreicher zweijähriger Einsatzzeit seinen Posten Stefan Epp. Die langjährigen «Eigengewächse» Marc Fallegger, Marcel Luthiger und Nicolas Stocker, so oft «Türme» in heissen «Schlachten» für ihren Stammvereins, hängen ihre Handballschuhe ihrerseits an den berühmten Nagel. Ebenso verabschieden sich Tizian Dossenbach sowie Dave Zürcher – beide werden die nächste Saison bei Handball Emmen in Angriff nehmen.

Der HC KTV Altdorf durfte sich während der Saison 2015/16 auf zahlreiche Spielfeldsponsoren verlassen. Unter ihren Adressen zog Jungsporn John Hagen fünf Preisgewinner: Stefan Trüb, Schattdorf, Karl Gnos, Altdorf, Werner Gisler, Altdorf, Fabio Affentranger, Altdorf, Mario Trovatelli, Altdorf.

 

 

Sonntag, 24 April 2016 00:00

Vom Abstiegsgespenst im Nacken beflügelt

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Nationalliga B: HC Wädenswil – HC KTV Altdorf 36:34

Spannender Fight im vorletzten Hauptrundenspiel. Urner lieferten eine durchzogene Verteidigungsleistung ab – und grüssen jetzt vom 8. Platz.

KTVWäd2Im vorletzten NLB-Hauptrundenspiel ging es für die Urner um nichts mehr. Ganz anders bei den Gastgebern. Sie wollten mit einem Sieg den vorzeitigen Ligaerhalt sicherstellen. Gesagt – getan. Dank einer engagierten Leistung erreichten die Wädenswiler das gesteckte Ziel, zumindest weitestgehend. Sie weisen nun vor dem letzten Durchgang 2 Punkte mehr als die SG Pilatus und eine klar bessere Tordifferenz als die Luzerner auf.

Wädenswil (12., 15 Punkte, -66) trifft im letzten Fight auswärts am kommenden Wochenende nun noch auf Yellow/Pfadi Winterthur (11., 16), Pilatus/Luzern (13., 13, -88) zu Hause auf den STV Baden (10., 19). Als Tabellenletzter (Direktabsteiger) steht der TV Zofingen (10 Zähler) bereits fest.

An der Spitze der Zwischenrangliste verteidigte der HSC Suhr/Aarau seine Leaderposition (1., 46, +167) vor dem TV Endingen (2., 45, +146). Suhr/Aarau bezwang Birsfelden am Sonntag (37:17), Endingen hatte tags zuvor gegen Baden das bessere Ende mit 29:22 für sich behalten. Die beiden führenden Teams werden in wenigen Tagen im Rahmen der 26. und letzten Runde den Spitzenknüller gegeneinander bestreiten und dabei den Direktaufsteiger in die oberste nationale Stärkeklasse unter sich ausmachen.

Nur 80 Prozent Gas gegeben

KTV-Altdorf-Headcoach Dani Lussi brachte es in seiner Manöverkritik auf den Punkt: «Wer 34 Tore schiesst, müsste eigentlich eine Partie gewinnen. Doch Wädenswil gab eben 120 Prozent, wir hingegen vielleicht 80 Prozent Gas. Diese Erkenntnis machte den Unterschied bezüglich der Punktevergabe zwischen Zürchern und Urnern aus.»

Der Chronist des HC Wädenswil lobte sein Team mit der Feststellung, gegen Altdorf eine Spitzenleistung abgeliefert zu haben: «Jeder kämpfte für jeden. Die Chancenauswertung unserer Mannschaft passte über weite Strecken, und die beiden Torhüter verdienten sich Bestnoten. Mit der Rückkehr Christian Gürbers (5 Treffer) wirkte das Angriffsspiel variantenreicher – der Däne Mikkel Christian Madsen (9) konnte sich wieder auf seine Hauptaufgabe, eben das Toreschiessen, konzentrieren.»

Vielversprechende Altdorfer Startphase

Der HC KTV Altdorf startete gegen den HCW vielversprechend in die Partie. Bereits nach 145 Sekunden führte er dank Treffer seitens Ivan Fallegger und Marko Koljanin (2) mit 3:1. Doch die Replik der Wädenswiler liess nicht auf sich warten: Nach knapp 5 Minuten hatten sie das Zepter an sich gerissen (4:3), um nach 10 Minuten mit fünf Längen voraus zu liegen (9:4). Altdorf verkürzte seinen Rückstand bis zur 24. Minute auf 16:15 und realisierte wenig später durch Marc Fallegger gar den Gleichstand (17:17). Die Seiten wurden beim Stande von 18:18 gewechselt.

Die Platzherren setzten sich nach dem Tee - übrigens vor rund 500 Zuschauern - wieder ab (23:19). Doch nach drei Vierteln der Gesamtspielzeit hatte der viel Druck entwickelnde Altdorfer Angriff weitgehend aufgeschlossen (26:25). 9 Minuten vor Spielschluss stand die Partie 30:29 – alles war wieder offen. Innerhalb von 4 Minuten liess sich die KTV-Abwehr mehrmals aushebeln (34:29). Beim Stande von 35:33 (Altdorfer Torschütze: Mario Obad) schöpften die Urschweizer nochmals leise Hoffnung, etwas Zählbares herauswirtschaften zu können. Doch das Vorhaben scheiterte, auch wenn Ivan Fallegger noch der letzte Treffer in der torreichen Partie gelang.

Dani Lussi vom HC KTV Altdorf hatte in den Reihen seiner Truppe während der ganzen 60 Spielminuten mehrheitlich fehlende Aggressivität geortet und 21 technische Fehler notiert. «Jetzt erwarten unsere Fans am kommenden Samstagabend in der Feldliarena (Anspielzeit um 18, nicht wie ursprünglich festgelegt 20 Uhr) gegen Möhlin einen Meisterschaftsschlussspurt, der diese Bezeichnung verdient, «auch wenn die Nordschweizer mit einem Sieg wohl ihren guten vierten Platz im Gesamtklassement (zurzeit zählergleich mit den Schaffhauser Espoirs - die noch den TV Zofingen erwarten -, aber bezüglich Tordifferenz deutlich schlechter dastehen) rechtfertigen möchten. Ich bin überzeugt, dass unsere Formation vor ihrem treuen Publikum nochmals alles geben wird.»

Erfolgreichste Akteure in den Reihen des HC KTV Altdorf waren in Wädenswil Marko Koljanin (10 Treffer); vor Ivan Fallegger (8), Spielertrainer Mario Obad (4) und dem stark auftrumpfenden Nachwuchsspieler Elias Arnold (3). Eine hundertprozentige Abschlusserfolgsquote verzeichneten Elias Arnold sowie Dave Zürcher, vor Ivan Fallegger (88), Marko Koljanin (83) sowie Yannick Drollinger (66).

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Michael Bissig, Marius Kasmauskas (2), Dave Zürcher (2), Elias Arnold (3), Ivan Fallegger (8), Marc Fallegger (2), Fabian Auf der Maur (1), Tizian Dossenbach, Yannick Drollinger (2), Mairo Obad (4), Marko Koljanin (10). – Mehrere gute Paraden lieferten die beiden Altdorfer Torsteher ab, wobei Marcel Luthiger bereits in der ersten Minute einen gegnerischen Penaltyball parierte.

 

Donnerstag, 21 April 2016 00:00

Magier Luthigers Traumparade rettete Sieg

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Nationalliga B: HC KTV Altdorf – SG Pilatus/Luzern 28:27

Innerschweizer Derby im Zeichen absoluter Hochspannung. Urner jetzt mit 27 Punkten auf 7. Position.

Luthiger der HeldJust nach Ablauf der vollen Stunde erhielten die noch im Abstiegsstrudel steckenden Leuchtenstädter am Mittwochabend in der Feldliarena die Chance, einen Penalty umzusetzen. Vier Sekunden zuvor hatten die alles in allem souverän arbitrierenden Unparteiischen Baumann/Cristallino gegen die führenden Gastgeber vor knapp 300 Zuschauern wohl zu Recht einen Strafwurf verhängt. Zur Exekution trat der Luzerner Topskorer Sven Hess, welcher zuvor siebenmal ins Volle getroffen hatte, an. Das abschliessende Unentschieden schien dadurch Fakt zu werden. Doch da stand ja im Tor des KTV noch Marcel Luthiger, der am gleichen Abend nach einer starken Leistung (neun Erfolgsparaden, bei rund drei Dutzend auf seinen Kasten abgefeuerten Bällen) bereits ein Siebenmetergeschoss unschädlich gemacht hatte. Und prompt wartete Altdorfs Zerberus abermals mit einem Gesellenstück der besonderen Art auf. Er tauchte in die rechte Ecke seines Gehäuses und parierte das Geschoss seines Antipoden mit einem genialen Reflex. Die Sonderovation seiner Fans wie auch der Teamkollegen war «Luthi» damit gewiss. Im mächtig feiernden Spielerknäuel seiner Mannschaftskollegen liess er sich mit Sonderovationen überschütten. Duplizität der Ereignisse: Bereits im Rahmen der Vorrundenpartie war es ebenfalls Luthiger gewesen, der einem Gegenstoss der SG Pilatus/Luzern den Giftzahn gezogen und Altdorfs Sieg sichergestellt hatte (23:22). Der Zwei-Punkte-Gewinn liess die Besucher, deren Vereinsziel es gemäss Homepage ist, die besten Nachwuchsspieler der Zentralschweiz gezielt zu fördern, weiterhin mit 11 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz respektive – zwei Runden vor Abschluss der 26 Spiele umfassenden Hauptrunde – in arger Abstiegsgefahr (vor Zofingen) verharren.

Mario Obad Textil Pilatus filteredDas «Farmteam» des Nationalliga-A-Teams HC Kriens trat in Altdorf ziemlich in Bestbesetzung an. Ging es den Luzernern doch darum, wichtige Zähler im Fight wider den drohenden Abstieg anzustreben. Es war deshalb nicht verwunderlich, dass die Gäste von Anpfiff weg mit besonderem Elan zur Sache gingen und den HC Altdorf mit schnell vorgetragenen Attacken immer wieder vor heikle Aufgaben stellte, was auch die 3:1-Führung der Luzerner unterstrich. Doch der HC KTV Altdorf gab Gegensteuer. In einer der besten Phase des Obad-Trupps war Marko Koljanin für das 3:3 besorgt. Fabian Auf der Maur sowie Ivan Fallegger (zweimal) bewerkstelligten bis zur 10. Minute das 6:3. Die Besucher erholten sich von diesem «Schock» erstaunlich schnell. Sie nutzten einige technische Fehler der Urner kaltschnäuzig aus, sich damit wieder ins Spiel zurückmeldend. 15:14 lautete das Skore zur Pause, nachdem Marc Fallegger den letzten Treffer markiert hatte. KTV-Torsteher Marcel Luthiger war bereits zu diesem Zeitpunkt mit der Defensivarbeit seiner Vorderleute nur bedingt zufrieden. «Wir liessen den aggressiv zur Sache gehenden Besuchern zu viele Freiräume», wie er befand und damit etliches Verbesserungspotenzial seiner Truppe ortete.

Ein offener Schlagabtausch

Sieg im Urschweizer DerbyDie zweite Halbzeit wurde von beiden Mannschaften mit Volldampf in Angriff genommen. Die Pilatus-Crew sicherte sich dabei eine frühzeitige Zwei-Tore-Reserve, ehe Marko Koljanin mit einer sehenswerten Triplette und Ivan Fallegger ausglichen und das 22:20 bewerkstelligten. Der HC KTV Altdorf scheiterte in der Folge gleich mehrmals am stark auftrumpfenden Gästekeeper Noah Ineichen (die Nummer 2 des HC Kriens).

Die letzten 10 Minuten der Partie glichen einem veritablen Krimi. Nach dem 24:24 und 24:25 hatte das 24:26 Seltenheitscharakter: Eine über den weit im Spielfeld draussen postierten hinaus praktizierte «Lampe» klatschte an die Latte des KTV-Tores, um von dort hinter die Linie zu fallen. 4 Minuten vor Spielschluss führten die Besucher – letztmals in dieser Partie – 26:27. Yannick Drollinger erzielte mit einem Sondereffort das 27:27, Ivan Fallegger mit einem Hammer von der linken Position aus – via Innenpfosten – das von seinem Team mächtig gefeierte 28:27. Mit einer alles andere als «gentlemansliken» Aktion – Schlag gegen den Kopf – beförderte ein Gästespieler KTV-Spielertrainer Mario Obad auf das Parkett. Die Aktion blieb von den Spielleitern, denen die Sicht offenbar verdeckt war, 47 Sekunden vor Spielschluss, ungeahndet – sie hätte mit «Rot» bestraft werden müssen. Im Gegenzug war es die SG Pilatus/Luzern, die nochmals alles in den Angriff warf und den eingangs geschilderten Penalty (Matchuhrzeit: 59.56) herauswirtschaftete.

Zahlen und Fakten

Auf der Maur PilatusVom HC KTV Altdorf zeigte sich Marko Koljanin als effizientester Skorer (8), vor Ivan Fallegger (6) und Spielertrainer Mario Obad (5). Yannick Drollinger wies die höchste Abschluss-Erfolgsquote (75 Prozent), vor Ivan Fallegger (66), Marius Kasmauskas, Marc Fallegger sowie Fabian Auf der Maur (je 50) auf. Die SG Pilatus/Luzern feuerte insgesamt 42, der HC KTV Altdorf 45 Schüsse auf das gegnerische Tor ab. Marko Koljanin vom HC KTV Altdorf brachte alle vier Penaltys im Tor der Luzerner unter.

An der NLB-Ranglistenspitze gaben sich im Fight um den NLB/NLA-Direktaufstiegsplatz die beiden führenden Suhr/Aarau (32:24 gegen Baden) sowie Endingen (32:27 gegen Yellow/Pfadi Winterthur) keine Blössen. Die Leader trennt somit zwei Runden vor Abschluss der Hauptrunde weiterhin nur ein Punkt. Die Ergebnisse der weiteren Mittwochbegegnungen: Steffisburg – Horgen 29:29, Schaffhausen II – Möhlin 25:27.

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Marc Vollenweider, Marius Kasmauskas (3), Dave Zürcher, Ivan Fallegger (6), Marc Fallegger (1), Joy Gisler, Flavio Fallegger, Fabian Auf der Maur (2), Tizian Dossenbach, Yannick Drollinger (3), Mario Obad (5), Marko Koljanin (8).

Sonntag, 03 April 2016 00:00

Der Tanz auf des Messers Schneide

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Nationalliga B: HC KTV Altdorf – TV Steffisburg 35:34

In einem von den Sitzen reissenden Duell behielten die Urner das bessere Ende knapp für sich. Sie belegen jetzt, zusammen mit Horgen und Siggenthal (je 21 Punkte), den 6. Tabellenplatz.

Ein Thriller, wie ihn Hitchcock kaum besser hätte schreiben können. Die Revanche für die Vorrundenniederlage gelang den Innerschweizern am Samstagabend, vor rund 300 Zuschauern, denn auch erst in extremis. 170 Sekunden vor Spielschluss - Auf der Maur Steff filterednach dem 35:31 (zweimal Marius Kasmauskas) - führten die Gastgeber in der Feldliarena zwar mit vier Längen Vorsprung, dadurch wie die sicheren Sieger aussehend. Doch dagegen legten die stark auftrumpfenden Berner Oberländer ihr Veto ein. Thomas Zwahlen, Thomas Rathgeb und Michel Simon verkürzten auf 35:34 (die Matchuhr zeigte 59.46 an)! Als dann Fabian Auf der Maur 5 Sekunden vor dem letzten Sirenenton einen Fehlwurf produziert hatte, rechneten sich die Gäste gar noch eine klitzekleine Chance zum Punktegewinn aus. Doch auch die Mutzen versiebten den folgenden Ballbesitz - das Schlusssignal der Partie, gut gleitet durch die Unparteiischen Arthur Brunner/Morad Salah, erlöste die Urner definitiv. Sie hatten im Rahmen des Nachtragsfights noch um den doppelten Punktegewinn zu bangen. Der Sieg Fall ivan steff filteredder Gastgeber, die alles in allem eine generell starke Leistung aufs Parkett zauberten und die letzte Heimniederlage gegen Baden vergessen liessen, ging durchaus in Ordnung. Die Gelb-Schwarzen taten eine Prise mehr als die Gäste für das Spiel, wirkten alles über alles gesehen im Angriff etwas spitziger und ideenreicher.

Koljanin und Kasmauskas die Topskorer

Überragender Realisator blieb in den Reihen des KTV der Kroate Marko Koljanin. Er hämmerte den Ball gleich elfmal in die gegnerischen Maschen, dabei sämtliche durch ihn ausgeführten fünf Penaltychancen souverän verwertend. Gross trumpfte auch der Lette Marius Kasmauskas auf. Er traf dank seiner Spielübersicht und Abgebrühtheit neunmal ins Volle. Je viermal skorten Ivan Fallegger, Fabian Auf der Maur und Spielertrainer Mario Obad. Zu Ivan Fallegger bleibt anzumerken, dass sich auch seine Brüder Marc und Flavio Fallegger als Torschützen bewährten, sehr zur Genugtuung der dem Fight beiwohnenden Eltern Evelyn und André. A propos Besucher: Die Partie verfolgte auch Handball-Nationalmannschaftsmitglied und Wacker-Thun-Topskorer Lukas von Deschwanden vor Ort. Er benützte das spielfreie NLA-Wochenende für einen Abstecher zu seinem Stammklub, um dabei gleich auch die grosse Kampfmoral der KTV-Truppe zu würdigen.

kasmauskas steffDer HC KTV Altdorf nützte den doppelten Punktegewinn übrigens dazu, um im Zwischenklassement zu Horgen und Siggenthal aufzuschliessen, das Trio hat zwischenzeitlich je 21 Punkte eingebaggert, sich damit im 14-teiligen Feld hinter Suhr /Aarau (40), Endingen (39), Kadetten-Espoirs Schaffhausen (31), Möhlin (29) und Steffisburg (23) einstufend. Das Restprogramm der NLB-Hauptrunde umfasst nun für alle Teams noch vier Durchgänge. Der HC KTV Altdorf empfängt vorerst noch Endingen (16. April) sowie Pilatus/Luzern (20. April), tritt auswärts gegen Wädenswil (23. April) an und beschliesst das Championat mit dem Heimfight gegen Möhlin (30. April).

Harziger KTV-Auftakt

Bös aus den Träumen gerissen sah sich der HC KTV Altdorf am Samstagabend anlässlich der Startphase. Die mächtig Druck aufbauenden Gäste führten nach 8 Minuten mit 7:4, da sich die Gastgeber in der Deckung gar nicht wunschgemäss zurechtfanden. Doch die Reaktion der Urner liess nicht auf sich warten. Sie setzten sich immer besser in Szene, um innerhalb weniger Minuten die Steffisburger Deckung Mal für Mal auszuhebeln und gleichzuziehen (Doppelschlag Fabian Auf der Maur, Marius Kasmauskas, Ivan Fallegger, Mario Obad). Nach dem 9:9 war es Flavio Fallegger, der seine Farben erstmals in dieser Partie in Führung ziehen liess. Zwischen der 19. und 27. Minute zerzausten die Altdorfer die Besucher im Minutentakt, dabei das Skore auf 18:12 erhöhend. Es war dies auch ein Verdienst Marcel Luthigers. Er wartete mehrmals mit souveränen Paraden auf. Die Einheimischen versäumten es schliesslich, diese Reserve in die Pause (19:15) zu retten. Sie kassierten den 15. Minustreffer gar in Überzahl.

Aufsässige Steffisburger

Koljanin und SohnIm Verlaufe des zweiten Spielabschnittes brachten sich die Gäste immer wieder ins Gespräch. Mehrmals verkürzten sie ihren Rückstand auf zwei Längen (25:23, 32:30, 33:31). Wäre da im KTV-Tor nicht Jan Dittli in Hochform gestanden - einmal wartete er mit einer genialen Doppelparade vor allein anstürmenden TVS-Akteuren auf - hätte die Partie durchaus kippen können. In der viert- respektive drittletzten Spielminute schien Marius Kasmauskas mit zwei raffinierten Durchbrüchen die Entscheidung herbeigeführt zu haben (35:31). Doch nach einer versiebten Penaltychance (Fabian Auf der Maur) pirschte sich Steffisburg nochmals an seine Widersacher heran. Dabei kam es zur eingangs geschilderten, die Fans bis zum Abpfiff in Atem haltenden Hitchcock-Finalissima.

werbung filteredIn den Reihen des HC KTV Altdorf wiesen Marius Kasmauskas (75 Prozent) sowie Marko Koljanin (68) und Ivan Fallegger (66) die besten Abschluss-Erfolgsquoten auf. Marc Fallegger, Flavio Fallegger, Fabian Auf der Maur, Mario Obad und Yannick Drollinger kamen auf je 50 Prozent. Letzterer bezeichnete den Erfolg gegen seine letztjährigen Teamkollegen des TV Steffisburg in der Retrospektive als tolles Erlebnis: «Es liess bezüglich Fairness wie Spannung keinerlei Wünsche offen und auch das mitfiebernde Publikum voll auf seine Rechnung kommen.»

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Jan Dittli; Marc Vollenweider, Marius Kasmauskas (9), Dave Zürcher, Ivan Fallegger (4), Marc Fallegger (1), Joy Gisler, Flavio Fallegger (1), Fabian Auf der Maur (4), Tizian Dossenbach, Yannick Drollinger (1), Mario Obad (4), Marko Koljanin (11).

 

Montag, 21 März 2016 00:00

Am Thron des Leaders gab es nichts zu rütteln

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Suhr/Aarau – HC KTV Altdorf 35:25

An eine zweite Überraschung (Sieg im Rahmen der Vorrunde) war nicht zu denken. Zu übermächtig, zu konsequent auch, setzten sich die Gegner am Sonntagabend in Szene.

Im Herbst hatten die Urner für eine handfeste Überraschung gesorgt. In der Feldliarena gelang ihnen der Coup, die Overdogs respektive Widersacher, welche den Wiederaufsteig in die oberste nationale Stärkeklasse anstreben, eine Niederlage zu verpassen. Diese blieb im weiteren Verlauf des Championats bislang die einzige, welche Suhr/Aarau in Kauf zu nehmen hatte. Und am Sonntagabend war in der Aarauer Schachenhalle, vor 350 Zuschauern, bald einmal klar, dass sich das zitierte «Ereignis» nicht wiederholen würde. Die Platzherren übernahmen das Zepter von Anfang an, führten nach 11 Minuten bereits mit 10:5 und liessen ihre Gegner bis zur Pause weitgehend chancenlos, auch wenn in ihren Reihen der infolge Krankheit gegen Baden ausgefallene Topskorer Marko Koljanin wieder mit von der Partie war.

Der weitere Spielverlauf

Suhr/Aarau war den Altdorfern bis zur Pause mehrheitlich überlegen, agierte vorweg im Defensivbereich überzeugender und liess im Verlaufe der ersten halben Stunde einen Sechs-Tore-Vorsprung Tatsache werden (18:12). Die Regie bei den Aargauern führten insbesondere der überragende Tim Aufdenblatten sowie Ljubomir Josic, ferner Kreisflitzer Patrik Strebel, sehr zur Genugtuung ihres Trainers Guido Frei. Auch die zweite Halbzeit gingen die Aargauer, deren Leistung ihre Teamleitung als «nicht fehlerlos, aber mit viel Leidenschaft und Emotionen geführt» quittierte, mit viel Konsequenz an.

Wichtige Vorentscheidungen gefallen

Der HC KTV Altdorf schien während der ganzen Partie, die schliesslich mit zehn Längen Differenz verloren gegeben werden musste, von Anfang weg irgendwie die Auffassung im Hinterkopf mitzuführen, dass gegen die zurzeit sackstark auftrumpfenden Tabellenleader kaum etwas auszurichten sein würde. Anderseits waren die Urner aufgrund der bereits gespielten Wochenendpartien auch bereits sicher, dass ihnen im hinteren Tabellenteil eh definitiv nichts mehr passieren konnte. So ist es nun definitiv, dass im Relegationssektor – vor den vier letzten Partien – rein arithmetisch lediglich noch Yellow/Pfadi Winterthur (16 Punkte), Wädenswil (13), Pilatus Luzern (9) sowie Zofingen (8) im Kreuzfeuer stehen. Ebenso sicher ist die Tatsache, dass bezüglich Direktaufstieg respektive Barrageteilnahme lediglich noch Suhr/Aarau (40) und Endingen (39) in Frage kommen.

Zum Spiel der Altdorfer bleibt anzumerken, dass die beiden Kroaten Mario Obad (7 Treffer) und Marko Koljanin (6) erneut als erfolgreichste KTV-Skorer, neben Marius Kasmauskas (4), auftraten. Hundertprozentige Abschluss-Erfolgsquoten verzeichneten Elias Arnold sowie Tizian Dossenbach, gefolgt von KTV-Spielertrainer Mario Obad (70 Prozent) sowie Yannick Drollinger (66).

Weitere Ergebnisse und nächste Einsätze

Die weiteren NLB-Wochenendresultate: Zofingen – Möhlin 25:28, Kadetten/Espoirs Schaffhausen – Pilatus/Luzern 28:22, Birsfelden – Horgen 28:28, Baden – Yellow/Pfadi Winterthur 31:24, Endingen – Siggenthal 30:23, Steffisburg – Wädenswil 34:26.

Während der Ostertage ruht der Meisterschaftsbetrieb. Der HC KTV Altdorf wird seine nächsten drei Einsätze ausnahmslos vor eigenem Publikum absolvieren können. In der Feldliarena weilen zu Gast: Steffisburg (2. April), Endingen (16. April), Pilatus/Luzern (20. April).

Altdorf spielte in Aarau mit: Jan Dittli, Marcel Luthiger; Marc Vollenweider, Elias Arnold (2), Marius Kasmauskas (4), Dave Zürcher (1), Ivan Fallegger, Joy Gisler (1), Flavio Fallegger, Fabian Auf der Maur, Tizian Dossenbach (2), Yannick Drollinger (2), Mario Obad (7), Marko Koljanin (6).

Montag, 14 März 2016 00:00

Keine berauschende Vorstellung – unnötige Schlappe

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HC KTV Altdorf – STV Baden 24:28

Krankheitsbedingter Ausfall von Topskorer Marko Koljanin hatte fatale Folgen. Dem umgestellten Team gelang recht wenig – über 20 Topchancen wurden zudem versiebt.

IMG 5961Die Urner hatten sich vorgenommen, die Auswärtsniederlage gegen die Gäste vergessen zu machen respektive für Revanche zu sorgen. Doch alles kam ganz anders. Vor gut 300 Zuschauern stellte sich das Team in der Feldliarena phasenweise höchst kompliziert oder zumindest ideenlos an. Mit entsprechenden Folgen: Die Aargauer nutzten die Gunst der Stunde, verpassten den Gastgebern einen eigentlichen Denkzettel und liessen die Innerschweizer in der Tabelle auf 19 Punkten sitzen. Und die bevorstehende Auswärtspartie gegen Leader Suhr/Aarau vom kommenden Sonntag lässt vermuten, dass der KTV-Trupp sein Punktekonto vor Ostern nicht wird zu äufnen vermögen. Also heisst es gegen Steffisburg, Endingen, Pilatus/Luzern, Wädenswil sowie Möhlin zumindest noch jenen Zähler einzubunkern, der die Altdorfer auch arithmetisch gesehen aus dem «Relegationsschneider» (bezogen auf die zwei letztklassierten Mannschaften, falls diese alle ihre ausstehenden Partien siegreich gestalten sollten) führt…

Nach den Wochenendpartien Kadetten-Espoirs/Schaffhausen – Endingen 33:31, Pilatus/Luzern – Steffisburg 30:26, Birsfelden – Yellow-Pfadi/Winterthur 20:25, Siggenthal – Suhr/Aarau 23:33, Wädenswil – Zofingen 34:28, Möhlin – Horgen 32:27 präsentiert sich die aktuelle NLB-Hauptrunden-Rangliste wie folgt: 1. Suhr/Aarau (38 Punkte), 2. Endingen (37), 3. Kadetten-Espoirs/Schaffhausen (29), 4. Möhlin (27), 5. Steffisburg (21), 6. Siggenthal (21), 7. Horgen (20), 8. Altdorf (19), 9. Baden (17), 10. Birsfelden (17), 11. Yellow-Pfadi/Winterthur (16), 12. Wädenswil (13), 13. Pilatus/Luzern (9), 14. Zofingen (8). – Altdorf und Steffisburg haben eine Partie weniger als die Konkurrenz bestritten.

Nach Vier-Tore-Führung leistungsmässig abgebaut

Drollinger BasdenIm Anschluss an eine Gedenkminute für das verstorbene Ehrenmitglied Osi Arnold war es sehenswerten Aktionen von Torsteher Jan Dittli zu verdanken, dass die Altdorfer nicht gross ins Hintertreffen gerieten. Marius Kasmauskas (dreimal), Spielertrainer Mario Obad (zweimal) und Tizian Dossenbach waren prompt für eine 6:2-Führung des KTV besorgt. Der Fight schien damit in die vorgesehenen Bahnen gelenkt. In der Folge profitierten die Badener indessen immer wieder von der alles andere als sattelfest wirkenden Abwehr der Platzherren, die den Besuchern Mal für Mal gute bis beste Chancen eröffnete, um erfolgreich abschliessen zu können. So kam es nicht von ungefähr, dass die Aargauer auszugleichen und gar in Führung zu ziehen vermochten (8:9, 25. Minute, 10:12 zur Pause).

Immerhin zweimal den Ausgleich geschafft

arnold david baden filteredDie Gardinenpredigt von Headcoach Dani Lussi und Spielertrainer Mario Obad, sich ihrer Qualitäten zu besinnen, vermochte die Altdorfer fatalerweise nicht sonderlich wachzurütteln. Auch nach erfolgtem Seitenwechsel überzeugten sie nur phasenweise. Immerhin gelang es, bis zur 45. Minute mit den Besuchern gleichzuziehen (18:18). Nach einer doppelten, zumindest einmal sehr fragwürdig verhängten Zeitstrafe (gegen Tizian Dossenbach und Yannick Drollinger ausgesprochen), war es für die druckvoll agierenden Gäste ein Leichtes, sich wieder Luft zu verschaffen. Gute Phasen im Altdorfer Kollektiv liessen nach dem 20:24 nochmals Hoffnung keimen. Knapp 4 Minuten vor Spielschluss hatten Ivan Fallegger (zweimal), Marius Kasmauskas und Dave Zürcher den Gleichstand bewerkstelligt (24:24). Doch die Altdorfer, weiterhin mit technischen Unzulänglichkeiten, unverwerteten Chancen und herzlich wenig Selbstvertrauen agierend, sahen im Rahmen der restlichen Spielzeit die Felle definitiv davonschwimmen. «Wer derart zahlreiche Möglichkeiten versiebt und Ballverluste produziert, kann einen Match ganz einfach nicht siegreich gestalten», resümierte der von der Leistung seiner Truppe, die insbesondere gegen Florian Legoll (9 Tore) und STV-Spielertrainer Björn Navarin (6) oft unbeholfen zur Sache ging, sichtlich enttäuschte KTV-Headcoach Dani Lussi.

Bester Skorer seines Teams war an diesem Abend Spielertrainer Mario Obad (8 Treffer), vor dem stark auftrumpfenden Marius Kasmauskas (7) und Yannick Drollinger (3), der auch die beste Chancenauswertung (75 Prozent) auswies. Jan Dittli parierte im Tor 39 Prozent der auf sein Gehäuse abgefeuerten Bälle, Nicolas Stocker 13 Prozent.

Altdorf spielte mit: Jan Dittli, Nicolas Stocker (ohne den angeschlagenen Marcel Luthiger); Marc Vollenweider, Elias Arnold, Marius Kasmauskas (7), Dave Zürcher (2), Ivan Fallegger (2), Marc Fallegger, Joy Gisler, Flavio Fallegger, Fabian Auf der Maur (1), Tizian Dossenbach (1), Yannick Drollinger (3), Mario Obad (8).

 

Montag, 07 März 2016 00:00

Die Hypotheken wogen zu schwer…

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Yellow/Pfadi Winterthur – HC KTV Altdorf 31:27

Nach 36 Minuten führten die Urner 19:16. Danach setzte ein Leistungseinbruch dem Höhenflug der Innerschweizer das abrupte Ende.

SürliWenn abends – wie im Hobbysport normalerweise – nach einem gestrengen beruflichen Arbeitstag, vor Inangriffnahme eines anforderungsreichen Sportprogramms und nach einer zweistündigen Autofahrt (inklusive Staus…), eine hundertprozentige Leistung erbracht werden sollte, ist dies schon eine Art Herkulesaufgabe. Diese Erkenntnis sei nicht als Entschuldigung für die keineswegs berauschende Leistung respektive zwingende Niederlage der Altdorfer am Freitagabend in der Eulachstadt, aber immerhin als einigermassen valable Begründung ins Feld geführt.

So jedenfalls geschehen im Spiel zwischen Yellow/Pfadi Winterthur und dem HC KTV Altdorf im Rahmen der jüngsten Partie der Qualifikationstour in der zweitobersten nationalen Stärkeklasse. Altdorf vermochte den starken Gastgebern weit über eine halbe Stunde lang bestens Paroli zu bieten, hatte in der Folge aber den aufgezeigten Gegebenheiten in der Tat Tribut zu zollen. Hinzu kam die Erkenntnis des Zürcher Trainers Nico Peter, dass sein Team - wie er nach dem Match vor Ort sichtlich stolz erklärte - erstmals während der Saison 2015/16 über die volle Stunde hinweg eine weitgehend hundertprozentige Leistung erbrachte und er von einer hervorragenden Leistung seines Torstehers Fabian Pellegrini (48-prozentige Abwehrerfolgsquote) profitieren durfte.

Drei-Tore-Führung aus der Hand gegeben

Der Fight in Winterthur begann für die Altdorfer vielversprechend. Die Zürcher, in der Zwischenrangliste bisher (und auch weiterhin) auf der viertletzten Position figurierend - jetzt sieben respektive sechs Zähler vor den beiden Letztplatzierten Zofingen und Pilatus/Luzern - wussten natürlich, dass sie alles auf eine Karte setzen und unbedingt zu weiteren Zählern kommen mussten, wollten sie der recht prekären Ausgangslage entrinnen. Sie erzielten das 1:0, während der KTV erst nach knapp 4 Minuten durch Marius Kasmauskas zum ersten Erfolgserlebnis fand. Yellow/Pfadi erhöhte in der Folge vom 2:1 innerhalb von nur dreieinhalb Minuten auf 5:2. Danach glichen die Innerschweizer aus. Der Gleichstand hatte bis zum Seitenwechsel Bestand (15:15).

Tournaround der Eulachstädter

Im Verlaufe der folgenden Spielphase erhöhten die nun wirblig und zielstrebig zur Sache gehenden Altdorfer auf 19:16 (36. Minute). Sie - bislang ebenbürtig, wenn nicht gar besser als die Gastgeber wirkend -, schienen damit den Weg zum Sieg definitiv eingeschlagen zu haben. Doch danach geriet der Urner Motor unübersehbar ins Stottern. In der Defensive wurde geschnitzert, im Angriff häuften sich die technischen Unzulänglichkeiten (Ballverluste). Yellow/Pfadi schaffte prompt den Tournaround, um gleichzuziehen und selber klar in Front zu gehen (26:22, 48. Minute). Von da an hatte das Team von Spielertrainer Mario Obad nicht mehr die Kraft, zuzulegen. Die Zürcher steuerten weitgehend problemlos dem Sieg entgegen. Sie verteidigten den Vorsprung bis zuletzt, zumal der KTV beispielsweise zwischen der 52. und 57. Minute überhaupt kein Rezept fand, um die gegnerische Abwehrreihe zu knacken.

«Vieles funktionierte auf unserer Seite im letzten Drittel der Partie überhaupt nicht. Davon zeugten auch die insgesamt 19 begangenen technischen Fehler. Nun heisst es einfach, im Rahmen der nächsten Partie gegen den STV Baden (am kommenden Samstagabend in der Altdorfer Feldliarena) über Disziplin und Kampf unser Potenzial zum Tragen zu bringen», erklärte Headtrainer Dani Lussi in seiner Retrospektive.

Fakten und Zahlen

Erfolgreichste Skorer in den Reihen des HC KTV Altdorf waren in Winterthur Spielertrainer Mario Obad (7 Treffer), vor Fabian Auf der Maur (6) und Ivan Fallegger. Die beste Chancenauswertung liessen sich Fabian Auf der Maur und Tizian Dossenbach (je 75 Prozent), vor Mario Obad (70) und Marko Koljanin (60) notieren. Marcel Luthiger (bis zur 42. Minute im Kasten) parierte 31 Prozent der auf sein Tor gezirkelten Bälle, Jan Dittli 25 Prozent.

Die weiteren Resultate der Wochenendrunde: Birsfelden – Möhlin 25:23, Zofingen – Pilatus/Luzern 29:24, Baden – Siggenthal 20:22, Horgen – Wädenswil 34:35, Endingen – Steffisburg 32:22, Suhr/Aarau – Kadetten-Espoirs/Schaffhausen 31:29.

Die Zwischenrangliste nach 20 der insgesamt 26 Spiele der NLB-Qualifikationsrunde (Altdorf und Steffisburg haben erst 19 Einsätze hinter sich): 1. Endingen (37 Punkte), 2. Suhr/Aarau (36), 3. Kadetten-Espoirs Schaffhausen (27), 4. Möhlin (25), 5. Steffisburg (21), 6. Siggenthal (21), 7. Horgen (20), 8. Altdorf (19), 9. Birsfelden (17), 10. Baden (15), 11. Yellow/Pfadi Winterthur (14), 12. Wädenswil (11), 13. Zofingen (8), 14. Pilatus/Luzern 7.

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Jan Dittli; Marc Fallegger (1), Marius Kasmauskas (2), Dave Zürcher (1), Flavio Fallegger, Ivan Fallegger (4), Joy Gisler, Marc Vollenweider, Mario Obad (7), Fabian Auf der Maur (6), Tizian Dossenbach (3), Yannick Drollinger, Marko Koljanin (3).

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