Spielberichte Herren 1

Spielberichte Herren 1 (148)

Freitag, 28 Oktober 2016 00:00

Vom gegnerischen Sturmwind verweht…

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Schweizercup Achtelfinal: HC KTV Altdorf (NLB) – HC Kriens/Luzern (NLA) 20:40

Das von Optimisten insgeheim erhoffte «Wunder in der Feldliarena» fand am Donnerstagabend nicht statt. Die verletzungshalber arg gebeutelten Urner vermochten an der gegnerischen Superfestung nicht zu rütteln.

Prominenz A KriensDass es der HC KTV Altdorf verstanden hatte, bis in die Achtelfinals des attraktiven nationalen k.o.-Wettbewerbes vorzudringen, entsprach einer höchst beachtlichen Leistung. Nun führte der Weg die beiden Innerschweizer Nummern eins respektive zwei zusammen. Die ansprechende Ausmarchung fand vor knapp 500 Kiebitzen am Donnerstagabend in der Feldliarena unter der souveränen Leitung von Hristo Boskoski und Lukas Stalder, die schon seit fünf Jahren gemeinsam arbitrieren, statt. Die Urner hatten das Handicap zu verkraften, ihre Top-Akteure Marko Koljanin und Marius Kasmauskas ein weiteres Mal nicht zu Stelle zu haben. Beide hatten sich vorgängig Verletzungen zugezogen, die es zurzeit auszukurieren galt.

Vielversprechender Auftakt des KTV

dDrollinger Krien 2Das erwähnte Handicap schlug allzu negativ zu Buche. Der KTV-Trupp vermochte den Kriensern nach vielversprechenden Auftaktminuten in keiner Art und Weise Paroli zu bieten, da er gegen die Vierten des Zwischenklassements im NLA-Championat ganz einfach zu bescheiden besetzt war. Ihren verletzten Torsteher Paul Bar (mit polnisch-deutschen Wurzeln) ersetzten die Besucher durch den reaktivierten Roman Schelbert vom KTV Muotathal. Dieser erinnerte mit einer Vielzahl exzellenter Paraden (45-prozentige Abwehr-Erfolgsquote) an seine allerbesten Zeiten. Auf der Gegenseite war auch Keeper Noah Ineichen nicht von Pappe. Mit verschiedenen Glanztaten spielte sich Altdorfs Schlussmann immer wieder in die Herzen der einheimischen Fans.

Ineichenco KriensIn der Abwehr wirkte der HC KTV Altdorf längst nicht mehr so gut organisiert wie im Rahmen der vorgängig (gewonnenen) NLB-Einsätze, als sich die Urner immer wieder auszuzeichnen verstanden. Doch bleibt anzumerken, dass die Luzerner (Trainer: Heiko Grimm) eben eine eingespielte Truppe auf dem Parkett stehen hatten, die sich zusätzlich seitens der eigens nach Altdorf «transferierten» Musikanten des HCK-Fanklubs zu Sonderleistungen aufpeitschen liess. Der Schlachtenruf «Hiä regiärt dr Üristier» verhallte jedenfalls für einmal echolos in den Ovationswellen der Krienser/Luzerner Supporter, in deren Team mit Jost Brücker (vormals: St. Otmar St. Gallen, NLA) ein Ex-Altdorfer sein stupendes Handball-Repertoire zum Besten zu geben verstand (hundertprozentige Abschluss-Erfolgsquote im Rahmen des Donnerstagabendfights).

Prominenter Ehrengast

AuderMaurJost KriensDer trotz des klaren Ergebnisses begeisternde Handballabend erhielt eine spezielle Note verpasst, da sich Olympiade-Teilnehmerin Jolanda Annen - die in Rio de Janeiro (Brasilien) unlängst auf dem 14. Platz etablierte Triathletin aus Schattdorf - in einem mit Stefan Arnold (Handballpräsident HC KTV Altdorf) während der Pause geführten Interview in die Karten schauen liess und aufschlussreiche Informationen im Hinblick auf die nächsten Olympischen Spiele (Tokio 2020) abgab.

In der Anfangsphase der Cuppartie vermochte der HC KTV Altdorf mit den Besuchern vielversprechend mitzuhalten. Fabian Auf der Maur glich das 0:1, Yannick Drollinger das 1:2, Mario Obad das 2:3 der hochkarätigen Gäste aus. Der SCK wurde seiner Favoritenrollen in der Folge immer deutlicher gerecht. Immerhin vermochten die Altdorfer nach dem 5:9 nochmals zu reagieren und mit sehenswerten Angriffen respektive Toraktionen auf 9:10 (20. Minute) zu verkürzen. Als dann der Ex-Altdorfer Jost Brücker mit dem 15. Treffer der Besucher seine Aufwartung machte, gerieten die Altdorfer weiter in Schieflage. Die Seiten wurden beim Stande von 12:19 gewechselt.

Rückstand vergrösserte sich stetig

Die zweite Halbzeit wurde mit Jan Dittli im Tor in Angriff genommen. Er wusste die clever agierenden SCK-Angreifer kaum je an erfolgreichen Abschlüssen zu hindern. David Arnold mit zwei sehenswert herausgespielten Treffern vermochte auf der Gegenseite sehenswerte Tore zu erzielen. Spielertrainer Mario Obad räumte sein Aktionsfeld in der Folge zugunsten zusätzlicher KTV-Nachwuchsakteure. Diese lösten ihre Aufgaben recht gut. Doch war unverkennbar, dass der Weg der Altdorfer Youngster nach «oben» noch ein beschwerlicher ist.

Die Partie stand im Verlauf der letzten 20 Minuten immer deutlicher im Zeichen der Gäste. Sie wirbelten die KTV-Deckung Mal für Mal gehörig schwindlig, damit erkennen lassend, dass sie im nationalen Championat nicht von ungefähr auf einer der vordersten Position (zusammen mit Wacker Thun nach zehn Einsätzen in der Qualifikationstour 14 Punkte aufweisend und die 3. respektive 4. Stelle einnehmend) anzutreffen sind.

Die Cuppartie endete schliesslich mit zwanzig Längen Differenz zugunsten des SC Kriens/Luzern, der sich damit für den Viertelfinal qualifizierte. Nicht zufrieden mit den Leistungen ihrer Truppe zeigten sich Spielertrainer Mario Obad und Coach Stefan Epp: «Wir hatten uns eigentlich mehr erhofft, aber offenbar die Erwartungen zu hoch gesteckt. Sind einmal die leidigen Verletzungen der beiden Leistungsträger Koljanin und Kasmauskas auskuriert, werden wir indessen bestimmt wieder zu neuen Ufern im Rahmen des NLB-Championats aufbrechen können.»

Erfolgreichster Skorer im KTV-Team war am Donnerstagabed Nicolai Christensen. Er traf fünfmal ins Volle, vor dem stark auftrumpfenden Nachwuchsakteur David Arnold, Spielertrainer Mario Obad sowie Yannick Drollinger. Dieses Trio liess sich je drei Tore gutschreiben. Fabian Auf der Maur verzeichnete als einziger der Gastgeber eine hundertprozentige Abschlusserfolgsquote, vor Yannick Drollinger (75 Prozent), Kevin Ledermann und Ivan Fallegger (je 50).

Altdorf spielte mit: Noah Ineichen, Jan Dittli; Marc Vollenweider, David Arnold (3), Ivan Fallegger (2), Pascal Aschwanden, Flavio Fallegger, Kevin Ledermann (2), Fabian Auf der Maur (2), Elias Arnold, Yannick Drollinger (3), Mario Obad (3), Nicolai Christensen (5).

 

Montag, 24 Oktober 2016 00:00

Fatales Verletzungspech handicapierte die Urner

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HC KTV Altdorf – Lakers Stäfa 24:27

Ausgerechnet im Hinblick auf das Spitzenspiel fehlten die verletzen «Topper» Marko Koljanin und Marius Kasmauskas. Sonst wären die Tabellenleader wohl kaum ohne Punkteverlust geblieben.

Christensen Stäf filteredDie Verletzungshexe schüttelt die KTV-Truppe zurzeit bös durch. So fällt der Torschützenbeste Marko Koljanin für einige Zeit infolge einer Knieverletzung aus. Und auch Marius Kasmauskas sieht sich zu einer Zwangspause verknurrt. Damit ist bereits gesagt, dass die Gastgeber am Samstagabend in der Feldliarena vor 350 Kiebitzen mit einem echten Handicap gegen die NLA-Absteiger antreten mussten. Gesagt sei aber auch gleichzeitig, dass sich die dadurch vermehrt zum Zuge kommenden KTV-Nachwuchsspieler ausgesprochen gut zu verkaufen verstanden. Alles in allem lieferten die Innerschweizer gegen die hochkarätigen Widersacher ein Duell auf Augenhöhe ab. Dies attestierte dem Trupp von Spielertrainer Mario Obad und Coach Stefan Epp auch der Chronist der Zürcher: «Unsere Gegner zeigten auf, weshalb sie in den beiden vorgängigen Partien Möhlin und die Kadetten Espoirs aus Schaffhausen geschlagen hatten.»

Beidseitig etwelches Abschlusspech

Die Zuschauer erhielten vom Start weg eine spannungsträchtige Partie vorgesetzt. Sehenswert herausgespielte Tore und wirblig vorgetragene Angriffe prägten den Fight. Für die erste Führung der Gastgeber waren Fabian Auf der Maur und Spielertrainer Mario Obad besorgt (1:0, 2:1). Nach dem 5:5 legten sich die Altdorfer ein kleines Polster zu (8:6), ehe in der Folge Obad Timeouteinige technische Fehler der Einheimischen den Zürcher Seebuben mehrmals in die Hände spielten und sich diese bis zum Seitenwechsel mit drei Längen abzusetzen vermochten. Ungeachtet verschiedener Topparaden des KTV-Keepers Noah Ineichen, der sich immer wieder die Ovationen der mitfiebernden einheimischen Matchbesucher zu sichern verstand. 10:13 lautete das Skore zur Pause zugunsten der Stäfner, die zu diesem Zeitpunkt 28 Abschlüsse verzeichnet hatten – Altdorf deren 17.

Topstart in zweite Halbzeit

David Arnold läutete die Aufholjagd seiner Truppe mit einem sehenswerten Durchbruch ein. Mario Obad setzte unmittelbar danach zwei seiner insgesamt sechs souverän verwerteten Penaltys ins gegnerische Netz, Nicolai Christensen steuerte einen Treffer zum 14:14 (35. Minute) bei. Nach drei Vierteln der gesamten Spielzeit hatten die Urner die Hand noch immer am Drücker (19:20), ehe dann die Stäfner mit drei Längen Vorsprung in Front zogen und diese Reserve bis zuletzt nicht mehr preisgaben, zumal sie ihre Torerfolgsquote nach der ersten Spielhälfte insgesamt von 46 auf 70 Prozent zu steigern verstanden.

Arnold David Stäfa 2In den Reihen der Zürcher profilierte sich nebst Mikkel Madsen (8 Tore) und Nicola Brunner (7) insbesondere der Neuzugang vom HC Metalac Zagreb, Valentino Valentakovic (5). Im Lager der Urner war Mario Obad bester Skorer (8), vor Nicolai Christensen, Ivan Fallegger und Yannick Drollinger (je 4). Die besten Abschlusserfolgsquoten liessen sich Ivan Fallegger sowie Yannick Drollinger (je 80 Prozent), vor Fabian Auf der Maur (60) attestieren. Torsteher Noah Ineichen, der praktisch während der ganzen Spielzeit den Kasten hütete, war die auffälligste Erscheinung aller auf dem Feld zum Einsatz gelangenden Keeper. Er wehrte 16 gegnerische Versuche erfolgreich ab – dies entsprach einer tollen 40-prozentigen Quote.

Die übrigen NLB-Resultate des Wochenendes: Steffisburg – Möhlin 23:24, Wädenswil – Baden 28:38, Siggenthal – Endingen 23:29, Horgen – Schaffhausen II 27:27, Yellow/Pfadi Winterthur – Chênois Genf 35:23, Solothurn – Birsfelden 27:23. – In der Zwischenrangliste führt Stäfa nach sieben Runden (13 Punkte), vor Endingen (12), Schaffhausen II (11), Möhlin und Solothurn (je 10). Altdorf liegt zusammen mit Steffisburg mit je 7 Punkten im Mittelfeld. Vom Tabellenende grüssen Genf, Winterthur sowie Wädenswil (je 2). – Am kommenden Wochenende hat der HC KTV Altdorf Yellow/Pfadi Winterthur aufzusuchen.

Altdorf spielte mit: Noah Ineichen, Jan Dittli; Marc Vollenweider, David Arnold (1), Ivan Fallegger (4), Pascal Aschwanden, Flavio Fallegger, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (3), Elias Arnold, Yannick Drollinger (4), Mario Obad (8), Nicolai Christensen (4).

 

Montag, 17 Oktober 2016 00:00

Leader bezwungen – aber Torjäger Koljanin verloren

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Kadetten Espoirs Schaffhausen – HC KTV Altdorf 26:27

Für den Coup der sechsten Runde waren die Urner am Wochenende in der Munotstadt besorgt. Sie brummten den Gastgebern die erste Saisonniederlage auf.

23 Koljanin MarkoDas hatte wohl kaum jemand erwartet. Nämlich dass der KTV-Trupp ausgerechnet dem Leader – und erst noch auswärts – die ersten beiden Punkte in der noch jungen Saison abzwacken würde. Doch das Team von Spielertrainer Mario Obad und Coach Stefan Epp knüpfte weitgehend an die Superleistung des voran gegangenen Wochenendes (Erfolg über Möhlin) an. Es zeigte eine beeindruckende Leistung und stand schliesslich als Sieger in einer von den Sitzen reissenden Begegnung fest. Fatalerweise wurde die Freude über den genialen Erfolg aber ernsthaft getrübt. Denn schon nach wenigen Minuten zog sich Marko Koljanin, bisher mit Abstand bester Skorer der Innerschweizer, eine Knieverletzung zu und schied aus (ihm sei gute Besserung sowie rasche Genesung gewünscht!). Diese Woche wird sich weisen, wie schwer die Blessur einzustufen ist. Ein ärztlicher Untersuch, verbunden mit einem MRI, muss zeigen, wie das Ganze einzustufen ist. Vor Ort nahm Physiotherapeut Koen Haelters eine erste «Sichtung» vor. Seiner Meinung nach dürfte der Unglücksrabe mit einer etwa dreiwöchigen Zwangspause rechnen müssen. Ein herber Schlag für die Altdorfer, die sich mit ihrem Achtungserfolg im Mittelfeld der Zwischenrangliste etabliert haben und nun 7 Punkte aufweisen.

Die weiteren Ergebnisse der Runde: Stäfa – Siggenthal 25:25, Baden – Solothurn 27:24, Möhlin – Horgen 26:25, Yellow/Pfadi Winterthur – Wädenswil 30:28, Endingen – Birsfelden 27:24, Chênois Genf – Steffisburg 21:25.

Das aktuelle NLB-Klassement: Stäfa 11 Punkte, Endingen und Schaffhausen je 10, Möhlin und Solothurn je 8. Altdorf, Solothurn und Horgen je 7, Siggenthal und Baden je 4, Birsfelden, Genf, Wädenswil und Winterthur je 2. – Voranzeige: Am Samstag, 22. Oktober, steigt in der Feldliarena (um 19 Uhr) der Spitzenfight gegen Leader (und NLA-Absteiger) Stäfa.

Emotionen und Hochspannung

Die Partie in Schaffhausen stand im Zeichen etwelcher Emotionen und Hochspannung bis zur letzten Sekunde. Die Gastgeber traten nur mit 12 (Altdorf: 14) Akteuren und zwei angeschlagenen Spitzenspielern an. Darunter Maximilian Gerbl (Fussprobleme), der schon frühzeitig eine Zwangspause einlegen musste, später aber wieder mittun konnte.

Keine der beiden Mannschaften vermochte sich vorerst vom Gegner abzusetzen. Dabei durften sich die Abwehrakteure beider Formationen ein Kränzlein winden lassen. Sie lieferten einen Topjob ab. Nichts könnte dies besser beweisen als die magere Torausbeute – zur Pause stand die Begegnung nur mal gerade 11:10 zugunsten der Urner.

Dreimal rot verhängt

Noah IneichenGar nicht kompromissbereit zeigten sich die beiden Unparteiischen Keiser/Rottmeier bezüglich Spielleitung. Sie liessen sich (richtigerweise) nicht ins Handwerk pfuschen. So sah sich in der zweiten Halbzeit der Schaffhauser Jonas Schelker (nach einer despektierlichen Handbewegung) schon in der 35. Minute in die Kabine verabschiedet (Disqualifikation mit Bericht). In der 54. Minute folgte ihm Kevin Ledermann nach einem (über)harten Einsteigen. Dritter im Bunde der «Roten» war Markovic Zoran aus der Schaffhauser Truppe (55. Minute) – beide «Sünder» mit dem Vermerk «Disqualifikation ohne Bericht». Mit der Spielleitung waren indessen etwelche Teamverantwortliche und Akteure nicht zufrieden. Der Chronist der Schaffhauser ortete in seinem Rapport «zahlreiche fragwürdige Entscheidungen, mit welchen wohl niemand in der ganzen Halle zufrieden war». Sei dem, wie man wolle: 10 Minuten vor Spielschluss zeichnete sich eine Vorentscheidung ab, als der HC KTV Altdorf mit 22:19 in Front gezogen war. Was die Gastgeber dazu veranlasste, ein Teamout anzufordern. Gut 4 Minuten vor dem letzten Sirenenton führten die Innerschweizer mit 26:23. Doch das war noch nicht alles. Denn das Obag-Kollektiv machte sich das Leben selber schwer. Sowohl Nicolai Christensen wie der KTV-Spielertrainer scheiterten mit zwei Penaltyversuchen am starken Schaffhauser Zerberus Kaj Stokholm (der insgesamt 58 Prozent (!) aller Altdorfer Torwürfe magistral zunichtemachte). Um gleich bei den Torstehern zu verweilen: Auch Altdorfs Schlussmann zeigte sich an diesem denkwürdigen Spielnachmittag von seiner Schoggiseite. Er «krallte» 17 Bälle der Gegner, damit insgesamt auf eine 40-prozentige Abwehrerfolgsquote kommend.

Matchwinner Noah Ineichen

Doch zurück zum Spielverlauf: Als die Matchuhr bei 57.11 stand, hatten die Munotstädter auf 27:26 verkürzt. Dabei sollte es bis zuletzt bleiben, zumal im allerletzten Moment Noah Ineichen eine gegnerische Topchance Patrice Bührers mit genialem Reflex entschärfte.

Mit dem Erfolg seiner Truppe war Spielertrainer Mario Obad, der übrigens den letzten Treffer seiner Formation erzielt hatte, natürlich höchst zufrieden. Er sah eine alles über alles gesehen topmotivierte Mannschaft im Einsatz, die insbesondere in der Defensive erneut einen ausgezeichneten Eindruck hinterliess. «Wesentlichen Anteil am Erfolg hatte nicht zuletzt Torhüter Noah Ineichen, doch auch unsere übrigen KTV-Akteure setzten höchst positive Akzente. Ingesamt verzeichneten wir mehrere Schüsse, die nur an der gegnerischen Torumrandung landeten», lautete die Bilanz des Teamchefs.

Als erfolgreichster KTV-Shooter zeichnete sich Yannick Drollinger (6 Treffer) aus, vor Marius Kasmauskas (5), Ivan Fallegger, Mario Obad sowie Nicolai Christensen (je 4). Bis zu seinem verletzungsbedingten Ausscheiden liess sich Marko Koljanin eine hundertprozentige Chancenauswertung attestieren. Yannick Drollinger kam auf 85, Ivan Fallegger auf 80 Prozent. Beiden Mannschaften darf im Übrigen bescheinigt werden, sich generell einen ausgesprochen fairen Fight geliefert zu haben.

Altdorf spielte mit: Noah Ineichen, Jan Dittli; Marius Kasmauskas (5), David Arnold (1), Ivan Fallegger (4), Pascal Aschwanden, Flavio Fallegger, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (2), Elias Arnold, Yannick Drollinger (6), Mario Obad (4), Marko Koljanin (1), Nicolai Christensen (4).

 

 

Sonntag, 09 Oktober 2016 00:00

Ein Geniestreich mit Ansage

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Nationalliga B: HC KTV Altdorf – TV Möhlin 34:30

Topleistung der Gastgeber vor 400 Kiebitzen. Jetzt in vordere Tabellenhälfte vorgeprescht.

Aufdmaur möhlBereits in den «Katakomben» respektive der Garderobe liessen sich die Altdorfer hervorragend einstellen. Die Forderung Spielertrainer Mario Obads wurde in der Feldliarena denn auch 1:1 umgesetzt: «Wir müssen eine 400-prozentige Leistung erbringen, wollen wir die hochkotierten Gäste, deren Kader im Vergleich zur vorangegangenen Saison markant optimiert worden ist, in den Griff bekommen.» Die Forderung ihres Chefs und auch seitens Coach Stefan Epps wurden, wie sich rasch zeigen sollte, beherzigt. Den mit allen denkbaren Varianten aufwartenden Nordschweizern wurde der Wind frühzeitig aus den Segeln genommen. Was speziell beeindruckte, war die sackstarke Leistung der KTV-Deckung – ungeachtet obadepp möhlinder 30 kassierten Minustreffer – wie auch der Offensive. Letztere war es, welche trotz recht zahlreicher technischer Fehler (bei dieser Supergangart aber eigentlich kein Wunder), die einheimischen Zuschauer immer wieder von den Sitzen riss respektive zu Sonderovationen veranlasste. Alles in allem ganz einfach eine eigentliche Galavorstellung des KTV-Trupps. Die Erkenntnis: Falls auf diesem Niveau weiteragiert wird, dürften weitere «Höhenflüge» der Urner nicht ausbleiben. Die beiden gewonnenen Punkte liessen die Altdorfer jetzt in die vordere Tabellenhälfte vorstossen. Sie, deren Selbstvertrauen durch das Mittun der verletzten respektive angeschlagenen Marius Kasmauskas und Nikolai Christensen am Samstagabend unverkennbar gestärkt wurde.

Frühzeitiger Drei-Tore-Vorsprung

Die Altdorfer begannen ebenso fulminant wie hochkonzentriert. Mario Obad (zweimal), Yannick Drollinger und Fabian Auf der Maur ballerten ihre Mannschaft schon nach 7 Minuten mit 4:1 in Front. Die Widersacher, mit Trainer Zoltan Cordas auf der Bank, rieben sich verwundert die Augen ob soviel (unerwarteter) Nonchalance, mit der die Einheimischen zur Sache gingen. Und auch vor dem Liga-Topskorer Marcus Hock, der mehrheitlich (insgesamt an diesem Kasm marius wieder dabeiAbend nur mal gerade zweimal ins Volle treffend) erbrachte und damit immer wieder an die Leine gelegt werden konnte, nur wenig Respekt bewiesen. Nach knapp 20 Spielminuten hatte Möhlin seinen Rückstand auf eine Länge reduziert (9:8). Doch Marius Kasmauskas und Mario Obad stellten schon bald wieder den alten Vorsprung ihres Kollektivs her. Zur Pause führten die Platzherren mit 14:12 – der Optimismus in den Reihen der Gelb-Schwarzen war zu diesem Zeitpunkt bereits unverkennbar. Dem Motto «hiä regiärt dr Ürischtiär» sollte dem Team auch im weiteren Verlauf der Partie sozusagen als Leitplanke dienen…

Die Abgebrühtheit des Ivan Falleggers

Freude herrscht möhlEs wäre unfair, irgend einen Akteur des HC KTV Altdorf speziell hervorzustreichen. Alle 14 das Matchblatt zierenden Akteure liessen auch während der zweiten halben Stunde kaum Wünsche offen. Mit welcher Kaltschnäuzigkeit sie gegen den TVM zur Sache gingen, zeigte etwa jene Aktion auf, als Fabian Auf der Maur, auf der rechten Flügelaktion durchbrechend, das Leder durch den gegnerischen Kreis hindurch zu Ivan Fallegger auf die rechte Spielfeldseite zirkelte. Den Ball nahm Letzterer direkt ab und erzielte (an diesem denkwürdigen Abend erfolgreichster Skorer seines Kollektivs) einen speziell sehenswerten Treffer markierte. Mit schnellem Spiel beeindruckten die Gäste, die letztes Jahr in Altdorf noch gewonnen hatten, in der Folge. Dabei immer wieder versuchend, das Resultat zu ihren Gunsten zu drehen. Doch dagegen legte die KTV-Abwehr - unterstützt durch den stark aufspielenden Keeper Noah Ineichen - ihr Veto ein.

christensen möhlinAls dann nach 50 Minuten das 27:22 feststand, zweifelte in der Feldlihalle eigentlich kaum mehr ein KTV-Fan am Erfolg seiner Truppe, trotzdem Möhlin seinen Rückstand noch zweimal auf drei Längen zu reduzieren verstand (27:24, 30:27). In der Schlussphase waren es seitens der Urschweizer Ivan Fallegger, Fabian Auf der Maur (mit einem raffinierten Drehball), Yannick Drollinger sowie Marius Kasmauskas, welche nach dem 30. Treffer der Marke Nicolai Christensen in die Maschen Nicolas Bamers (Möhlin) trafen.

Hinter Ivan Fallegger (7) etablierten sich Marko Koljanin (6), Mario Obad (5), Fabian Auf der Maur, Yannick Drollinger und Nicolai Christensen (je 4) als Erfolgreichste auf der KTV-Skorerliste. Auf eine je 100-prozentige Abschlusserfolgsquote kamen Ivan Fallegger sowie Yannick Drollinger, vor Fabian Auf der Maur (80), Ivan Fallegger (77), Mario Obad (71) und Marius Kasmauskas (60). – Noah Ineichen parierte neun gegnerische Abschlussversuche.

Die weiteren Resultate des zweiten Oktoberwochenendes in der NLB: Wädenswil - Chênois/Genf 36:27, Siggenthal - Schaffhausen/Espoirs 24:32, Baden - Endingen 26:34, Horgen - Steffisburg 41:30, Birsfelden - Stäfa 19:24, Solothurn - Yellow/Pfadi Winterthur 23:17.

In der vorderen Tabellenhälfte stehen (nach je fünf Runden): 1. Schaffhausen und Stäfa (je 10 Punkte), 3. Endingen und Solothurn (je 8), 5. Horgen (7), 6. Möhlin (6), 7. Altdorf (5).

Hinweis: Die Achtelsfinal-Cuppartie zwischen dem HC KTV Altdorf und HC Kriens/Luzern (NLA) wurde neu terminiert. Sie findet definitiv am Donnerstag, 27. Oktober, 20 Uhr, in der Feldliarena Altdorf statt.

Altdorf spielte mit: Noah Ineichen, Jan Dittli; Marc Vollenweider, Marius Kasmauskas (3), David Arnold, Ivan Fallegger (7), Flavio Fallegger (1), Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (4), Elias Arnold, Yannick Drollinger (4), Mario Obad (5), Marko Koljanin (6), Nicolai Christensen (4).

 

Sonntag, 02 Oktober 2016 00:00

Täli-Truppe heizte Overdogs tüchtig ein

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Schweizercup: KTV Muotathal – HC KTV Altdorf 29:32

Dreiviertel Stunden vor Spielende stand das mit Spannung erwartete Derby noch auf des Messers Schneide. Doch dann trumpften die Urner beeindruckend auf.

23 Koljanin MarkoRund 450 Kiebitze wollten sich den Thriller in der Muotathaler Halle am Samstagabend nicht entgehen lassen. Etwa ein Viertel der «Quote» war aus dem Urnerland angereist, denn der Cup-Sechzehntelfinal versprach Hochspannung pur. So kam es denn auch. Die Schwyzer drückten vom Anpfiff weg tüchtig auf die Tube. Sie forderten dem Nati-B-Vertreter das gesamte Repertoir ab.

Das erste Tor der Partie erzielte seitens der Altdorfer Nicolai Christensen, der im Verlaufe der Begegnung noch sieben weitere Male ins Volle traf. Wie erwartet ging der KTV Muotathal (1. Liga) in der Folge konzentriert und motiviert zur Sache. Die Urner führten nach den ersten 10 Minuten zwar 5:4. Doch die Gastgeber konterten eiskalt, um nach einer Viertelstunde mit 9:7 in Front zu liegen. Zweieinhalb Minuten vor der Pause führten die Platzherren gar mit drei Längen Reserve (17:14). Nicolai Christensen sowie Marc Vollenweider liessen die Urner wieder etwas durchatmen - zur Pause stand das Urschweizer Derby 17:16 zugunsten des Täli-Trupps.

Die Schwyzer liessen sich in der Garderobe offenbar zusätzlich eine Motivationsspritze verpassen. Nach 40 Minuten lagen sie gegen die Höherklassigen (NLB) mit 22:18 in Front. Dies war dann aber für die Gebeutelten offenbar doch eine Art Schuss vor den Bug. Spielertrainer Mario Obad und seine Akteure profitierten von einigen Unzulänglichkeiten der Platzherren kaltschnäuzig. Sie reduzierten den Vorsprung der Muotathaler auf eine Länge. In der 44. Minute hatte Flavio Fallegger den Gleichstand bewerkstelligt (22:22). Nach dem 25:25 lancierten Mario Obad sowie Altdorfs Topskorer Marko Koljanin (zehn Treffer) die Schlussoffensive ihres Kollektiv. Der Sturmlauf der Urner hatte denn auch Hände und Füsse – die Besucher erhöhten ihren Vorsprung auf 30:25 (54. Minute). Der Bann war damit gebrochen, die Einheimischen sahen sich mehrheitlich in der Defensive festgenagelt. Als dann Pascal Aschwanden 192 Sekunden vor dem Abpfiff auf 32:27 erhöhte, war die Sache für die Favoriten definitiv geritzt, auch wenn die Schwyzer das Ergebnis durch Patrick Föhn sowie Kevin Heinzer noch etwas zu verbessern vermochten (32:29).

Oberklassige lange Zeit geärgert

Der Kommentar der Heimteamchronistin: «Die Muotathaler ärgerten die oberklassigen Urner lange Zeit. Kampfgeist und Siegeswille waren von Anfang an spürbar, und auch die zahlreichen Fans unterstützten ihre Formation mit allen erdenklichen Mitteln. Am Ende setzte sich jedoch die Klasse der Urner durch, denn in der entscheidenden Phase trafen sie die richtigen Entscheidungen und erzielten Treffer um Treffer.» Altdorfs Spielertrainer Mario Obad: « Die erste Halbzeit verlief ganz und gar nicht nach unseren Vorstellungen. In der Deckung wirkten wir fahrig, im Angriff wurde oft unkonzentriert zur Sache gegangen. Im Rahen der Schlussviertelstunde spielten wir als Kollektiv dann echt überzeugend. Erfreulich war insbesondere der gute Einsatz unserer verschiedenen zum Zuge kommenden Nachwuchsleute, insbedonere auch Fabio Arnold und Pascal Aschwanden, die das in sie gesetzte Vertrauen rechtfertigten.»

Skorer des Abends war in den Reihen des HC KTV Altdorf wieder einmal mehr Marko Koljanin. Zehnmal traf der stark auftrumpfende Kroate in den Netzhimmel der Gastgeber, achtmal war der entfesselte Nicola Christensen, sechsmal Spielertrainer Mario Obad erfolgreich. Eine hundertprozentige Abschlusserfolgsquote liessen sich die Nachwuchsakteure Marc Vollenweider, Flavio Fallegger und Pascal Aschwanden attestieren – Marko Koljanin brachte es auf stolze 90 Prozent. Torsteher Noah Ineichen parierte 30 Prozent der auf sein Tor abgefeuerten Bälle, der erst 17-jährige Fabio Arnold 13 Prozent.

Gegner wird am Dienstag ausgelost

Durch den Sieg im Täli sicherte sich der HC KTV Altdorf den Vorstoss in den Schweizercup-Achtelsfinal. Das Los wird am Dienstag entscheiden, auf wen die Urner nun treffen.

Voranzeige: In der NLB-Meisterschaft trifft der Obad-Trupp am Samstagabend, 8. Oktober in der Feldliarena vor eigenem Publikum auf den TV Möhlin. Die Nordschweizer haben sich im Vergleich zum Vorjahr merklich verstärkt und bereits sehenswerte Resultate erzielt. Im Rahmen der jüngsten Cuprunde beispielsweise liessen sie sich durch die hochkotierten Winterthurer Pfader (NLA) nur mal mit vier Längen Differenz auf Distanz halten (21:25).

Altdorf spielte gegen Muotathal mit: Noah Ineichen, Fabio Arnold; Marc Vollenweider (1), David Arnold (1), Manuel Gisler, Ivan Fallegger (2), Pascal Aschwanden (1), Flavio Fallegger (1), Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur, Yannick Drollinger (2), Mario Obad (6), Marko Koljanin (10), Nicolai Christensen (8).

 

Montag, 26 September 2016 00:00

Wichtigen Zähler eingeheimst

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Nationalliga B, Männer: TV Steffisburg – HC KTV Altdorf 24:24

Fünf-Tore-Vorsprung preisgegeben. Aber immerhin einen Punkt nach Hause entführt und auf neunten Platz vorgerückt.

24 Christensen Nikolai 2Gemäss der Handball-Auguren waren die Gastgeber aus dem Berner Oberland am Samstagabend favorisiert eingestuft worden. Doch die Altdorfer gaben Gegensteuer. Sie entführten einen wichtigen Punkt, nach einer recht guten Leistung. Die Begegnung verlief spannend bis zum Abpfiff, wie auch der Spielrapport aufzeigt.

Den Torreigen eröffnete Jannick Drollinger nach knapp 2 Minuten. Just jener Akteur, welcher früher bei Steffisburg agiert und später zum BSV Stans gewechselt hatte, um nachher beim HC KTV Altdorf anzuheuern. Weitere Treffer des nämlichen Schützen, ferner von Ivan Fallegger, Fabian Auf der Maur und Marko Koljanin liessen bis zur 10. Minute das 6:2 Tatsache werden. Wenig später hatten die Innerschweizer ihre Reserven gar auf fünf Längen (8:3) erhöht. Die Urner beeindruckten während der ersten Spielhälfte mit einer konzentrierten Deckungsarbeit, um auch bis zum Seitenwechsel die Führung zu verteidigen (12:9).

Mächtig Druck entwickelnde Berner

Einige Unzulänglichkeiten in der KTV-Abwehr nutzten die in der Folge mächtig auf den Ausgleich drückenden Gastgeber vor knapp 250 Zuschauern. Sie hatten gut drei Minuten nach Wiederaufnahme der Partie prompt den Ausgleich bewerkstelligt (13:13). Nun schien die Partie auf die Seite der Steffisburger zu kippen. Sie zogen in Front, um 7 Minuten vor Spielende mit 23:21 zu führen. Nun war Altdorfs Trotzreaktion gefragt. Sie liess nicht auf sich warten. Doch es dauerte bis zur letzten Minute, ehe Nicolai Christensen das 24:24 gelang. Ein Timeout der Platzherren fruchtete nichts mehr, auch wenn Janick Sorgen in den Schlusssekunden nochmals eine Topchance bezüglich Siegsicherung hatte, diese aber durch den an diesem Abend generell gut disponierten Altdorfer Keeper Noah Ineichen – er lieferte insgesamt 13 erfolgreiche Paraden ab (37-prozentige Erfolgsquote) – unschädlich gemacht sah. Der gegnerische Schlussmann Simon Hunziker kam gar auf satte 49 Prozent!

Altdorfs bester Skorer war gegen den TVS Nicolai Christensen (6), vor Spielertrainer Mario Obad (5), Yannick Drollinger sowie Ivan Fallegger (je 4). Ivan Fallegger verzeichnete eine 80-prozentige Abschlusserfolgsquote, vor Mario Obad (71) und Yannick Drollinger (57).

Jetzt lockt der Cup-Knüller

Die weiteren NLB-Resultate der vierten Runde: Endingen – Yellow Winterthur 38:16, Kadetten-Espoirs Schaffhausen – Birsfelden 39:26, Stäfa – Baden 24:17, Solothurn Wädenswil 31:20, Siggenthal – Möhlin 23:25, Chênois Genf – Horgen 30:33. – An der Spitze der NLB-Zwischenrangliste grüssen Schaffhausen (4/8), Stäfa (3/6), Endingen, Möhlin und Solothurn (je 3/6). Der HC KTV Altdorf liegt auf der neunten Position (4/3), vor Baden, Birsfelden und Genf (je 4/2). Winterthur und Wädenswil haben als einzige noch keine Zähler ins Trockene gebracht. – Altdorf tritt am 1. Oktober in Muotathal zur fälligen Schweizer-Cup-Begegnung an: Hitchcock lässt grüssen…

Altdorf spielte mit: Noah Ineichen, Jan Dittli; Marc Vollenweider, David Arnold, Ivan Fallegger (4), Pascal Aschwanden, Flavio Fallegger, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (2), Elias Arnold, Yannick Drollinger (4), Mario Obad (5), Marko Koljanin (3), Nicolai Christensen (6).

 

Sonntag, 18 September 2016 00:00

Nach turbulenter Aufholjagd der finale «Hammer»…

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Nationalliga B: Chênois Genf – HC KTV Altdorf 28:27

Die Urner waren am Samstagabend drauf und dran, etwas Zählbares aus der Calvinstadt zu entführen. Doch Fortuna stemmte sich dagegen.

Epp ObadNach dem Sieg über Siggenthal und dem Umfaller gegen Horgen waren die Urner bestrebt, aus der Romandie mindestens einen Punkt zu entführen. Das Vorhaben scheiterte nach einer beeindruckenden Aufholjagd (5-Tore-Rückstand) in der Schlussphase. Entgegen der Notizen, die vom Gastgeberverein im Live-Ticker verbreitet worden waren, verlief die Schlussphase völlig anders: Die Innerschweizer, welche mit einer unverkennbaren Leistungssteigerung – im Vergleich zum Match gegen die Zürcher Seebuben – weiterhin auf das Mittun des verletzten Marius Kasmauskas verzichten mussten, waren nämlich drauf und dran, ein Unentschieden (oder gar mehr…) aus dem Feuer zu reissen.

Vom Rückstand zur Miniführung

Die Urner starteten nach einem klaren Rückstand (nach drei Viertel der Gesamtspielzeit) zu einer Trotzreaktion respektive Aufholjagd. Und zwar höchst beeindruckend. Anderthalb Minuten vor dem Schlusspfiff hatten sie nicht nur den Gleichstand, sondern gar eine Miniführung (27:26) realisiert. Die Romands warteten indessen mit einer starken Schlussoffensive auf. Sie glichen aus. Für die Urschweizer folgte der «dicke Hund» dann unmittelbar danach: Der HC KTV Altdorf verlor Sekunden vor Spielschluss unnötigerweise einen Ball. Die Chênois-Truppe lancierte einen letzten Angriff. Marko Koljanin zog die Notbremse. Die Spielleiter kamen nicht umhin, dem «Sünder» die rote Karte (ohne gravierendere Folgen) zu zeigen, ihn des Feldes zu verweisen und einen Penalty zu verhängen. Chênois nützte die Gunst der Stunde, um das siegbringende 28:27 unmittelbar vor dem finalen Sirenenton zu verwirklichen.

Jetzt muss Gegensteuer gegeben werden

Spielertrainer Mario Obad: «Unsere Truppe zeigte auf dem heissen Genfer Boden viel Charakter, auch wenn noch nicht alle Akteure in Bestform agierten. Ich attestiere dem Team, insbesondere auch unserer jungen Garde, jedoch einen alles in allem aufopfernden Einsatz. Noch bleibt indessen einiges zu tun, wollen wir jetzt Gegensteuer geben und uns auf weitere Zählerjagd zu begeben. Eine Chance dazu präsentiert sich am kommenden Wochenende in Steffisburg, das gegen Birsfelden am Wochenende mit 30:28 das bessere Ende für sich behielt.»

Zum Spielverlauf bleibt anzumerken, dass Genfs Topskorer Adrien Molinié den HC KTV Altdorf weitgehend im Alleingang abschoss, zehnmal ins Volle traf und dabei auch vier Penaltys schnörkellos verwandelte. Man hätte ihn wohl schon früher als erst in der zweiten Halbzeit mit einer engen Deckung an die Leine legen sollen… In den Reihen des HC KTV Altdorf, der bis zur Pause mit 12:15 in Schieflage geraten war, erwies sich Marko Koljanin mit 8 Toren als bester Skorer. Je viermal trafen Nicolai Christensen, Spielertrainer Mario Obad, Fabian Auf der Maur sowie Ivan Fallegger ins Schwarze. Elias Arnold beeindruckte mit einer hundertprozentigen Chancenauswertung, vor Mario Obad (66), Fabian Auf der Maur und Ivan Fallegger (je 57 Prozent). Im gegnerischen Lager brillierte Torsteher Pierre-Yves Besson mit einer beachtlichen 35-prozentigen Abwehrerfolgsquote – beim HC KTV Altdorf kamen Noah Ineichen und Jan Dittli auf 23 respektive 27 Prozent.

Aufsteiger Solothurn beutelte favorisiertes Endingen

Die übrigen Wochenendresultate in der NLB: Stäfa – Wädenswil 28:25, Horgen – Siggenthal 31:31, Möhlin – Baden 23:25, Endingen – Solothurn (Sonntagsspiel) 25:27. Im Zwischenklassement führen in der Vierzehnergruppe nach zwei Einsätzen Stäfa und die Kadetten-Espoirs/Schaffhausen mit dem Zählermaximum; Endingen, Möhlin, Solothurn und Steffisburg folgen mit 4 Zählern (3 Spiele), Horgen sowie Siggenthal mit je 3 Punkten. Altdorf, Baden, Birsfelden und Genf stehen mit je 2 Zählern zu Buche. Yellow/Winterthur und Wädenswil weisen noch deren 0 auf.

Altdorf spielte mit: Jan Dittli, Noah Ineichen; Marc Vollenweider (2), David Arnold, Manuel Gisler, Ivan Fallegger (4), Flavio Fallegger, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (4), Elias Arnold (1), Mario Obad (4), Marko Koljanin (8), Nicolai Christensen (4).

 

Donnerstag, 15 September 2016 00:00

Blamage und Ohrfeige zu gleichen Teilen

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Nationalliga B: HC KTV Altdorf – HC Horgen 24:35

Einen Flop der Sonderklasse produzierten die Urner am Mittwochabend. 27 technische Fehler sowie Vergabe von Topchancen am Laufmeter bildeten die Fallstricke.

Christensen horgen filteredNach dem erfolgreichen Saisonauftakt (Sieg gegen Siggenthal, Erfolg im Schweizer Cup gegen Muri Bern) lief der HC KTV Altdorf am Mittwochabend vor knapp 200 Zuschauern in der Feldliarena zuversichtlich gegen den HC Horgen zur zweiten NLB-Meisterschaftsrunde ein. Umso mehr, als die Zürcher ihr erstes Punktespiel verloren hatten. Doch Fehlanzeige: Die Platzherren handelten sich eine schmähliche Kanterniederlage ein. Schmählich deshalb, weil sie kaum etwas auf die Reihe brachten, insgesamt 27 (!) technische Fehler produzierten und Mal für Mal sogenannt hundertprozentige Chancen kläglich versiebten – darunter auch zwei Penaltys.

arnold elias horgen filteredIn den Reihen der Gäste wirkte nach längerer Verletzungspause wieder Topskorer Luca Oberli mit. Was dem HC Horgen sichtlich Selbstvertrauen einflösste. Beim HC KTV Altdorf fehlte der verletzte Marius Kasmauskas, dafür figurierte erstmals nach längerer Pause (Auslandaufenthalt und Verletzung) wieder Kevin Ledermann mit, der sich erfreulicherweise nun doch entschieden hat, wieder in seiner angestammten Crew eine Saison lang mitzutun und damit das schmale Kader zu ergänzen.

Obad Ledermann. Epp. neue DressesDer HC KTV Altdorf vermochte seine Heimstärke dieses Mal kaum je zum Tragen zu bringen, wirkte phasenweise unbegreiflich konfus und musste dem HC Horgen, der mächtig Dampf entwickelte und die Urner auch in deren Deckung, welche in den vorausgegangenen Spielen einen echt starken Eindruck hinterlassen hatte, immer wieder alt aussehen liess.

Nur Auftaktviertelstunde «stimmte»

Die Altdorfer zeigten zum Auftakt ein gefälliges Spiel. Durch sehenswerte Treffer seitens Nicolai Christensen (2), Marko Koljanin (2), den sehr gut gefallenden Nachwuchsakteur Marc Vollenweider, Fabian Auf der Maur, Ivan Fallegger und Spielertrainer Mario Obad, führten sie nach Ablauf der ersten Viertelstunde mit 8:7. Doch in der Folge steigerten sich die wieselflinken HCH-Stürmer in einen eigentlichen Spielrausch, dabei immer wieder aus den fatalen Unzulänglichkeiten der Einheimischen Profit schlagend. Fünf Längen Vorsprung der Zürcher liessen bereits nach 25 Minuten nichts Gutes erahnen. Die Besucher führten auch zur Pause weiterhin souverän (18:13). Platzspeaker Thomas Beeler bezeichnete zu diesem Zeitpunkt die Leistung der Gastgeber zu Recht als «unterirdisch» (16 technische Fehler).

Kein Aufbruch zu neuen Ufern

fallo ivi horgenDem HC KTV Altdorf gelang es auch nach dem Seitenwechsel nicht, die Partie zu drehen, trotzdem Spielertrainer Mario Obad und Coach Stefan Epp alles versuchten, um ihre Akteure zu neuen Ufern aufbrechen zu lassen. Das Spiel der KTV-Truppe lief weiterhin mehrheitlich aus dem Ruder. Es fehlte ganz einfach eine ordnende Hand, um den Zürchern das Spieldiktat entreissen zu können. Entscheidend war dabei auch ein gross aufspielender Gästehüter: Andrjia Kasalo parierte Ball um Ball, um mit seinen Glanzaktionen die Altdorfer Stürmer zu entnerven. Eine Viertelstunde vor Schluss war der Fight entschieden, als der HCH mit 27:19 in Front gezogen war. Das starke Skorerseptett Pospisil, Zimmermann, Bless, Zuber, Oberli, Pocz und Wolfer liess sich kaum je an die Leine legen. Wobei anzumerken ist, dass die KTV-Deckung den Gästen ihre Aufgabe durch unkonsequentes Eingreifen Mal für Mal erleichterte. Schliesslich handelten sich die Einheimischen eine Kanterniederlage ein, welche einer eigentlichen Schmach gleichkam. Was auch Coach Stefan Epp so sah und mit der Wertung «Das war aber nix, wir kassierten eine echte Ohrfeige» quittierte.

Diese Feststellung hilft den Urnern aber auch nicht weiter. Sie werden sich auf ihre Qualitäten ganz einfach bereits am Samstagabend wieder besinnen müssen. Dann nämlich, wenn es auswärts nach (erfahrungsgemäss) ermüdender Anreise Richtung Genf, die Klingen gegen Aufsteiger Chênois in der Calvinstadt zu kreuzen gilt. Die Romands stehen nach zwei Einsätzen noch punktelos am Ranglistenende (43:61), Altdorfs Bilanz präsentiert sich mit 2/50:59.

Gegen Horgen erwies sich Nicolai Christensen übrigens als bester Skorer (5), vor Ivan Fallegger und Marko Koljanin (je 4). Christensen wies eine Schussauswertungsquote von 71 Prozent, vor Ivan Fallegger und Elias Arnold (je 66), Marc Vollenweider sowie Fabian Auf der Maur (je 60) aus. Keeper Jan Dittli präsentierte eine Abwehrquote von 30, Noah Ineichen eine solche von 19 Prozent.

Altdorf spielte mit: Noah Ineichen, Jan Dittli; Marc Vollenweider (3), David Arnold (1), Manuel Gisler, Daniel Baumann, Ivan Fallegger (4), Pascal Aschwanden, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (3), Elias Arnold (2), Mario Obad (2), Marko Koljanin (4), Nicolai Christensen (5).

Sonntag, 11 September 2016 00:00

Top-Endspurt brachte Sieg

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Schweizer Cup 2. Runde: Bern Muri (1. Liga) – HC KTV Altdorf (NLB) 25:30

koljaninAm Freitagabend trat das Fanionteam des HC KTV Altdorf zur zweiten Runde im neuen Schweizer Cup in Bern an. Die Urner hatten dabei auf Pechvogel Marius Kasmauskas zu verzichten. Er hatte sich, wie eine Röntgenaufnahme im Spital zeigte, im vorangegangenen Meisterschaftsspiel gegen Siggenthal einen Bruch an der Hand zugezogen. Der Litauer in Altdorfs Diensten dürfte nun fatalerweise rund vier Wochen ausfallen. Zu den Gastgebern (sie hatten im Rahmen der ersten Runde gegen die HSG Baar/Zug-Superbulls das bessere Ende mit 29:25 für sich beansprucht) bleibt anzumerken, dass die Berner drei vormalige nationale Spitzenspieler in ihren Reihen stehen hatten. Sie waren primär für die «Musik» in den Reihen der Bundesstädter besorgt und immer wieder für etwelche Unruhe in der KTV-Deckung besorgt. Altdorf lieferte im Angriffssektor eine durchzogene Leistung ab, wirkte anderseits in der Abwehr aber mehrheitlich kompakt.

Marko Koljanin und Fabian Auf der Maur waren für die frühe 2:0-Führung der Altdorfer besorgt. Nach der 20. Minute waren es die Gastgeber, die 11:9 in Front lagen. 12:12 lautete das Skore in der 26. Minute, 114 Sekunden vor dem Abpfiff der gut arbitrierenden Unparteiischen Jergen/Zaugg 14:14. Nicolai Christensen schoss seine Farben bis zum Seitenwechsel mit 15:14 in Front.

Nach drei Vierteln der Gesamtspielzeit liess sich noch immer keinerlei Trend, den Sieg der Höherklassigen andeutend, ausloten. Nach dem 23:23 waren es Yannick Drollinger, Marko Koljanin sowie Ivan Fallegger, welche das Skore auf 26:23 zugunsten ihres Kollektivs schraubten. Vier Minuten vor dem letzten Signalton war die Partie dann gelaufen, nachdem die Urner einen Zwischenspurt eingelegt hatten und in der Schlussphase insgesamt eine sehenswerte Leistung aufs Berner Parkett zauberten. Pascal Aschwanden war es schliesslich, welcher den letzten Treffer der Begegnung markierte. Der HC KTV Altdorf ist nun gespannt, welchen Gegner ihm das Los im Hinblick auf die dritte Cuprunde bescheren wird.

Marko Koljanin war mit zehn Treffern erfolgreichster Skorer im KTV-Kollektiv, Fabian Auf der Maur blieb ihm mit neun Erfolgserlebnissen direkt auf den Fersen. David Arnold und Pascal Aschwanden liessen sich eine hundertprozentige Schussauswertung attestieren, gefolgt von Marko Koljanin (66) Fabian Auf der Maur (64) sowie Yannick Drollinger (50 Prozent).

Altdorf spielte mit: Noah Ineichen, Jan Dittli; David Arnold (1), Manuel Gisler, Ivan Fallegger (2), Pascal Aschwanden (2), Flavio Fallegger, Fabian Auf der Maur (9), Elias Arnold (1), Yannick Drollinger (1), Mario Obad (1), Marko Koljanin (10), Nicolai Christensen (3).

 

Samstag, 03 September 2016 00:00

Dank Top-Abwehr Saisonauftaktsieg

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Nationalliga B: HC KTV Altdorf - HSG Siggenthal 26:24


Erfreuliche Meisterschaftspremiere vor 300 Kiebitzen. Yannick Drollinger (7) und Spielertrainer Mario Obad (6) die erfolgreichsten Skorer.

Ledermann KevinNichts für schwache Nerven war der Fight zwischen Aargauern und Urnern am Samstagabend in der Feldliarena. Die Partie sah die Platzherren zwar bald mit vier, später gar fünf Längen in Front. Doch die wirbligen Gäste arbeiteten sich mit zunehmender Spieldauer mit sehenswerten Aktionen bis auf eine Länge an die Einheimischen heran. Die Früchte der Arbeit schienen aus Sicht der KTV-Truppe gegen Ende der Begegnung gar zu entschwinden. Doch die Moral der erstmals durch Stefan Epp gecoachten Altdorfer liess schliesslich verdientermassen den doppelten Zählergewinn Realität werden.

Drei Tore Vorsprung zur Pause

Die HSV Siggenthal zeigte rasch einmal auf, dass sie auch im fünften Anlauf der «Neuzeit» den Urnern tüchtig einzuheizen gewillt war. Doch das frühe 0:1 machte KTV-Spielertrainer Mario Obad wett. Bis zum Ablauf der Startviertelstunde trafen Marko Koljanin, Fabian Auf der Maur, Mario Obad sowie Marius Kasmauskas zum 5:3. Wenig später hatten Nicolai Christensen sowie Yannick Drollinger auf 7:3 erhöht. In der folgenden Phase entwickelten die Aargauer mächtig Druck. Sie pirschten sich auf 8:7 heran. Doch der HC KTV Altdorf gab Gegensteuer. Nach dem 9:8 waren es Jannick Drollinger sowie Ivan Fallegger, die bis zum Seitenwechsel auf 11:8 erhöhten.

Obad SiggViel Lob zollten zu diesem Zeitpunkt Sebastian Munzert und Physio Koen Haelters der KTV-Abwehr. Letzterer, welcher an der Front des HC KTV Altdorf nun schon die 20. (!) Saison in Angriff genommen hat: «Ich kann mich nicht daran erinnern, dass unser Team in einer Halbzeit nur Mal gerade acht Minustore kassiert hat.»

Reserven ausgebaut

Der zweite Spielabschnitt begann ganz nach dem Gusto der Platzherren. Yannick Drollinger sowie Fabian Auf der Maur erhöhten bis zur 36. Minute auf 14:9 – ein Drollinger Sigg filteredBolide Marius Kasmauskas bedeutete das 15:9. Ein weiterer Treffer fand bei den sonst gut arbitrierenden Spielleitern Christinet/Makhlouf keine Anerkennung, obwohl das Streitobjekt die Torlinie deutlich passiert hatte. Die HSG Siggenthal sicherte sich zwischen der 39. und 49. Spielminute vermehrt Spielanteile (20:18), um bis zur 56. Minute gar auf 23:22 zu verkürzen. Zuvor hatte sich Fabian Auf der Maur vom Parkett (dritte Zeitstrafe) vorzeitig zu verabschieden. Beim Stande von 23:22 verliefen die letzten knapp 4 Spielminuten höchst turbulent: Marius Kasmauskas markierte das 24:23, Marko Koljanin war mittels Penalty für das 25:23 besorgt, Jannick Drollinger räumte bezüglich Siegvergabe mit dem 26:23 die letzten Zweifel aus. Den letzten Treffer der Partie markierten die Gäste mit einer cleveren Gegenstossaktion.

Zufriedene KTV-Teamchefs

Epp KoenNeo-Coach Stefan Epps Kommentar: «Erfreulich, dass mir mein Team dank der kompakten Abwehrarbeit den Einstand versüsste. Der doppelte Punktegewinn war für uns sehr wichtig. Darauf lässt sich aufbauen. Er zeigte ausserdem auf, dass wir im Rahmen der Vorbereitungsphase eigentlich das Meiste richtig gemacht haben.» Spielertrainer Mario Obad zollte seiner Mannschaft seinerseits Anerkennung. «Bezüglich kompakter Deckungsarbeit vermochten wir uns die starken Widersacher vom Leibe zu halten. Im Angriffsbereich müssen wir uns allerdings weiter optimieren.»

Im KTV-Team bewies Jannick Drollinger seine gegenwärtige Topform. Nicht nur erzielte er mit sieben Einschüssen (vor Mario Obad mit 6 und Marko Koljanin mit 4) die meisten Tore, sondern liess sich auch eine hundertprozentige Erfolgsquote attestieren, vor Fabio Auf der Maur (75), Marko Koljanin (57) sowie Ivan Fallegger (50 Prozent).

Die weiteren NLB-Auftaktpartien: Chênois/Genf - Endingen 23:37, Steffisburg – Baden 27:26, Yellow/Pfadi Winterthur – Möhlin 20:34, Birsfelden – Horgen 27:25, Kadetten/Espoirs Schaffhausen – Wädenswil 34:26. Die Partie Solothurn – Stäfa wird erst am Mittwochabend ausgetragen.

Für Altdorf standen gegen Siggenthal im Einsatz: Noah Ineichen, Jan Dittli; Marc Vollenweider, Marius Kasmauskas (3), David Arnold, Ivan Fallegger (2), Pascal Aschwanden, Flavio Fallegger, Fabian Auf der Maur (3), Elias Arnold, Yannick Drollinger (7), Mario Obad (6), Marko Koljanin (4), Nicolai Christensen (1).

 

 

Schweizer Cupauslosung bescherte Urnern Berner Gegner

Die Auslosung des neuen Schweizer Cups bescherte dem HC KTV Altdorf die zweite Garnitur des BSV Bern Muri (2. Liga). Als Unterklassige können die «Mutzen» vor eigenem Anhang antreten, und zwar bereits am Freitagabend, 9. September. Die Partie wird um 19.45 in der Berner Spitalackerhalle ausgetragen. Die Aufgabe darf vom HC KTV Altdorf keinesfalls als «Selbstläufer» betrachtet werden. Dies umso mehr, da die Berner mit Sicherheit auf einige bewährte Vereinsstützen (die erste Mannschaft ist in der Nationalliga A angesiedelt) zurückgreifen dürften.

Aufgrund des Cups ist der HC KTV Altdorf am kommenden Wochenende spielfrei. Die zweite NLB-Meisterschaftspartie wird dann am Mittwoch darauf (14. September, 20 Uhr, Altdorfer Feldliarena) vor eigenem Publikum gegen Horgen bestritten. Die Zürcher Gäste haben ihre erste Begegnung der Saison 2016/17 gegen Birsfelden mit 25:27 knapp verloren.

 

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