Spielberichte Herren 1

Spielberichte Herren 1 (149)

Sonntag, 24 April 2016 00:00

Vom Abstiegsgespenst im Nacken beflügelt

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Nationalliga B: HC Wädenswil – HC KTV Altdorf 36:34

Spannender Fight im vorletzten Hauptrundenspiel. Urner lieferten eine durchzogene Verteidigungsleistung ab – und grüssen jetzt vom 8. Platz.

KTVWäd2Im vorletzten NLB-Hauptrundenspiel ging es für die Urner um nichts mehr. Ganz anders bei den Gastgebern. Sie wollten mit einem Sieg den vorzeitigen Ligaerhalt sicherstellen. Gesagt – getan. Dank einer engagierten Leistung erreichten die Wädenswiler das gesteckte Ziel, zumindest weitestgehend. Sie weisen nun vor dem letzten Durchgang 2 Punkte mehr als die SG Pilatus und eine klar bessere Tordifferenz als die Luzerner auf.

Wädenswil (12., 15 Punkte, -66) trifft im letzten Fight auswärts am kommenden Wochenende nun noch auf Yellow/Pfadi Winterthur (11., 16), Pilatus/Luzern (13., 13, -88) zu Hause auf den STV Baden (10., 19). Als Tabellenletzter (Direktabsteiger) steht der TV Zofingen (10 Zähler) bereits fest.

An der Spitze der Zwischenrangliste verteidigte der HSC Suhr/Aarau seine Leaderposition (1., 46, +167) vor dem TV Endingen (2., 45, +146). Suhr/Aarau bezwang Birsfelden am Sonntag (37:17), Endingen hatte tags zuvor gegen Baden das bessere Ende mit 29:22 für sich behalten. Die beiden führenden Teams werden in wenigen Tagen im Rahmen der 26. und letzten Runde den Spitzenknüller gegeneinander bestreiten und dabei den Direktaufsteiger in die oberste nationale Stärkeklasse unter sich ausmachen.

Nur 80 Prozent Gas gegeben

KTV-Altdorf-Headcoach Dani Lussi brachte es in seiner Manöverkritik auf den Punkt: «Wer 34 Tore schiesst, müsste eigentlich eine Partie gewinnen. Doch Wädenswil gab eben 120 Prozent, wir hingegen vielleicht 80 Prozent Gas. Diese Erkenntnis machte den Unterschied bezüglich der Punktevergabe zwischen Zürchern und Urnern aus.»

Der Chronist des HC Wädenswil lobte sein Team mit der Feststellung, gegen Altdorf eine Spitzenleistung abgeliefert zu haben: «Jeder kämpfte für jeden. Die Chancenauswertung unserer Mannschaft passte über weite Strecken, und die beiden Torhüter verdienten sich Bestnoten. Mit der Rückkehr Christian Gürbers (5 Treffer) wirkte das Angriffsspiel variantenreicher – der Däne Mikkel Christian Madsen (9) konnte sich wieder auf seine Hauptaufgabe, eben das Toreschiessen, konzentrieren.»

Vielversprechende Altdorfer Startphase

Der HC KTV Altdorf startete gegen den HCW vielversprechend in die Partie. Bereits nach 145 Sekunden führte er dank Treffer seitens Ivan Fallegger und Marko Koljanin (2) mit 3:1. Doch die Replik der Wädenswiler liess nicht auf sich warten: Nach knapp 5 Minuten hatten sie das Zepter an sich gerissen (4:3), um nach 10 Minuten mit fünf Längen voraus zu liegen (9:4). Altdorf verkürzte seinen Rückstand bis zur 24. Minute auf 16:15 und realisierte wenig später durch Marc Fallegger gar den Gleichstand (17:17). Die Seiten wurden beim Stande von 18:18 gewechselt.

Die Platzherren setzten sich nach dem Tee - übrigens vor rund 500 Zuschauern - wieder ab (23:19). Doch nach drei Vierteln der Gesamtspielzeit hatte der viel Druck entwickelnde Altdorfer Angriff weitgehend aufgeschlossen (26:25). 9 Minuten vor Spielschluss stand die Partie 30:29 – alles war wieder offen. Innerhalb von 4 Minuten liess sich die KTV-Abwehr mehrmals aushebeln (34:29). Beim Stande von 35:33 (Altdorfer Torschütze: Mario Obad) schöpften die Urschweizer nochmals leise Hoffnung, etwas Zählbares herauswirtschaften zu können. Doch das Vorhaben scheiterte, auch wenn Ivan Fallegger noch der letzte Treffer in der torreichen Partie gelang.

Dani Lussi vom HC KTV Altdorf hatte in den Reihen seiner Truppe während der ganzen 60 Spielminuten mehrheitlich fehlende Aggressivität geortet und 21 technische Fehler notiert. «Jetzt erwarten unsere Fans am kommenden Samstagabend in der Feldliarena (Anspielzeit um 18, nicht wie ursprünglich festgelegt 20 Uhr) gegen Möhlin einen Meisterschaftsschlussspurt, der diese Bezeichnung verdient, «auch wenn die Nordschweizer mit einem Sieg wohl ihren guten vierten Platz im Gesamtklassement (zurzeit zählergleich mit den Schaffhauser Espoirs - die noch den TV Zofingen erwarten -, aber bezüglich Tordifferenz deutlich schlechter dastehen) rechtfertigen möchten. Ich bin überzeugt, dass unsere Formation vor ihrem treuen Publikum nochmals alles geben wird.»

Erfolgreichste Akteure in den Reihen des HC KTV Altdorf waren in Wädenswil Marko Koljanin (10 Treffer); vor Ivan Fallegger (8), Spielertrainer Mario Obad (4) und dem stark auftrumpfenden Nachwuchsspieler Elias Arnold (3). Eine hundertprozentige Abschlusserfolgsquote verzeichneten Elias Arnold sowie Dave Zürcher, vor Ivan Fallegger (88), Marko Koljanin (83) sowie Yannick Drollinger (66).

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Michael Bissig, Marius Kasmauskas (2), Dave Zürcher (2), Elias Arnold (3), Ivan Fallegger (8), Marc Fallegger (2), Fabian Auf der Maur (1), Tizian Dossenbach, Yannick Drollinger (2), Mairo Obad (4), Marko Koljanin (10). – Mehrere gute Paraden lieferten die beiden Altdorfer Torsteher ab, wobei Marcel Luthiger bereits in der ersten Minute einen gegnerischen Penaltyball parierte.

 

Donnerstag, 21 April 2016 00:00

Magier Luthigers Traumparade rettete Sieg

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Nationalliga B: HC KTV Altdorf – SG Pilatus/Luzern 28:27

Innerschweizer Derby im Zeichen absoluter Hochspannung. Urner jetzt mit 27 Punkten auf 7. Position.

Luthiger der HeldJust nach Ablauf der vollen Stunde erhielten die noch im Abstiegsstrudel steckenden Leuchtenstädter am Mittwochabend in der Feldliarena die Chance, einen Penalty umzusetzen. Vier Sekunden zuvor hatten die alles in allem souverän arbitrierenden Unparteiischen Baumann/Cristallino gegen die führenden Gastgeber vor knapp 300 Zuschauern wohl zu Recht einen Strafwurf verhängt. Zur Exekution trat der Luzerner Topskorer Sven Hess, welcher zuvor siebenmal ins Volle getroffen hatte, an. Das abschliessende Unentschieden schien dadurch Fakt zu werden. Doch da stand ja im Tor des KTV noch Marcel Luthiger, der am gleichen Abend nach einer starken Leistung (neun Erfolgsparaden, bei rund drei Dutzend auf seinen Kasten abgefeuerten Bällen) bereits ein Siebenmetergeschoss unschädlich gemacht hatte. Und prompt wartete Altdorfs Zerberus abermals mit einem Gesellenstück der besonderen Art auf. Er tauchte in die rechte Ecke seines Gehäuses und parierte das Geschoss seines Antipoden mit einem genialen Reflex. Die Sonderovation seiner Fans wie auch der Teamkollegen war «Luthi» damit gewiss. Im mächtig feiernden Spielerknäuel seiner Mannschaftskollegen liess er sich mit Sonderovationen überschütten. Duplizität der Ereignisse: Bereits im Rahmen der Vorrundenpartie war es ebenfalls Luthiger gewesen, der einem Gegenstoss der SG Pilatus/Luzern den Giftzahn gezogen und Altdorfs Sieg sichergestellt hatte (23:22). Der Zwei-Punkte-Gewinn liess die Besucher, deren Vereinsziel es gemäss Homepage ist, die besten Nachwuchsspieler der Zentralschweiz gezielt zu fördern, weiterhin mit 11 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz respektive – zwei Runden vor Abschluss der 26 Spiele umfassenden Hauptrunde – in arger Abstiegsgefahr (vor Zofingen) verharren.

Mario Obad Textil Pilatus filteredDas «Farmteam» des Nationalliga-A-Teams HC Kriens trat in Altdorf ziemlich in Bestbesetzung an. Ging es den Luzernern doch darum, wichtige Zähler im Fight wider den drohenden Abstieg anzustreben. Es war deshalb nicht verwunderlich, dass die Gäste von Anpfiff weg mit besonderem Elan zur Sache gingen und den HC Altdorf mit schnell vorgetragenen Attacken immer wieder vor heikle Aufgaben stellte, was auch die 3:1-Führung der Luzerner unterstrich. Doch der HC KTV Altdorf gab Gegensteuer. In einer der besten Phase des Obad-Trupps war Marko Koljanin für das 3:3 besorgt. Fabian Auf der Maur sowie Ivan Fallegger (zweimal) bewerkstelligten bis zur 10. Minute das 6:3. Die Besucher erholten sich von diesem «Schock» erstaunlich schnell. Sie nutzten einige technische Fehler der Urner kaltschnäuzig aus, sich damit wieder ins Spiel zurückmeldend. 15:14 lautete das Skore zur Pause, nachdem Marc Fallegger den letzten Treffer markiert hatte. KTV-Torsteher Marcel Luthiger war bereits zu diesem Zeitpunkt mit der Defensivarbeit seiner Vorderleute nur bedingt zufrieden. «Wir liessen den aggressiv zur Sache gehenden Besuchern zu viele Freiräume», wie er befand und damit etliches Verbesserungspotenzial seiner Truppe ortete.

Ein offener Schlagabtausch

Sieg im Urschweizer DerbyDie zweite Halbzeit wurde von beiden Mannschaften mit Volldampf in Angriff genommen. Die Pilatus-Crew sicherte sich dabei eine frühzeitige Zwei-Tore-Reserve, ehe Marko Koljanin mit einer sehenswerten Triplette und Ivan Fallegger ausglichen und das 22:20 bewerkstelligten. Der HC KTV Altdorf scheiterte in der Folge gleich mehrmals am stark auftrumpfenden Gästekeeper Noah Ineichen (die Nummer 2 des HC Kriens).

Die letzten 10 Minuten der Partie glichen einem veritablen Krimi. Nach dem 24:24 und 24:25 hatte das 24:26 Seltenheitscharakter: Eine über den weit im Spielfeld draussen postierten hinaus praktizierte «Lampe» klatschte an die Latte des KTV-Tores, um von dort hinter die Linie zu fallen. 4 Minuten vor Spielschluss führten die Besucher – letztmals in dieser Partie – 26:27. Yannick Drollinger erzielte mit einem Sondereffort das 27:27, Ivan Fallegger mit einem Hammer von der linken Position aus – via Innenpfosten – das von seinem Team mächtig gefeierte 28:27. Mit einer alles andere als «gentlemansliken» Aktion – Schlag gegen den Kopf – beförderte ein Gästespieler KTV-Spielertrainer Mario Obad auf das Parkett. Die Aktion blieb von den Spielleitern, denen die Sicht offenbar verdeckt war, 47 Sekunden vor Spielschluss, ungeahndet – sie hätte mit «Rot» bestraft werden müssen. Im Gegenzug war es die SG Pilatus/Luzern, die nochmals alles in den Angriff warf und den eingangs geschilderten Penalty (Matchuhrzeit: 59.56) herauswirtschaftete.

Zahlen und Fakten

Auf der Maur PilatusVom HC KTV Altdorf zeigte sich Marko Koljanin als effizientester Skorer (8), vor Ivan Fallegger (6) und Spielertrainer Mario Obad (5). Yannick Drollinger wies die höchste Abschluss-Erfolgsquote (75 Prozent), vor Ivan Fallegger (66), Marius Kasmauskas, Marc Fallegger sowie Fabian Auf der Maur (je 50) auf. Die SG Pilatus/Luzern feuerte insgesamt 42, der HC KTV Altdorf 45 Schüsse auf das gegnerische Tor ab. Marko Koljanin vom HC KTV Altdorf brachte alle vier Penaltys im Tor der Luzerner unter.

An der NLB-Ranglistenspitze gaben sich im Fight um den NLB/NLA-Direktaufstiegsplatz die beiden führenden Suhr/Aarau (32:24 gegen Baden) sowie Endingen (32:27 gegen Yellow/Pfadi Winterthur) keine Blössen. Die Leader trennt somit zwei Runden vor Abschluss der Hauptrunde weiterhin nur ein Punkt. Die Ergebnisse der weiteren Mittwochbegegnungen: Steffisburg – Horgen 29:29, Schaffhausen II – Möhlin 25:27.

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Marc Vollenweider, Marius Kasmauskas (3), Dave Zürcher, Ivan Fallegger (6), Marc Fallegger (1), Joy Gisler, Flavio Fallegger, Fabian Auf der Maur (2), Tizian Dossenbach, Yannick Drollinger (3), Mario Obad (5), Marko Koljanin (8).

Sonntag, 03 April 2016 00:00

Der Tanz auf des Messers Schneide

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Nationalliga B: HC KTV Altdorf – TV Steffisburg 35:34

In einem von den Sitzen reissenden Duell behielten die Urner das bessere Ende knapp für sich. Sie belegen jetzt, zusammen mit Horgen und Siggenthal (je 21 Punkte), den 6. Tabellenplatz.

Ein Thriller, wie ihn Hitchcock kaum besser hätte schreiben können. Die Revanche für die Vorrundenniederlage gelang den Innerschweizern am Samstagabend, vor rund 300 Zuschauern, denn auch erst in extremis. 170 Sekunden vor Spielschluss - Auf der Maur Steff filterednach dem 35:31 (zweimal Marius Kasmauskas) - führten die Gastgeber in der Feldliarena zwar mit vier Längen Vorsprung, dadurch wie die sicheren Sieger aussehend. Doch dagegen legten die stark auftrumpfenden Berner Oberländer ihr Veto ein. Thomas Zwahlen, Thomas Rathgeb und Michel Simon verkürzten auf 35:34 (die Matchuhr zeigte 59.46 an)! Als dann Fabian Auf der Maur 5 Sekunden vor dem letzten Sirenenton einen Fehlwurf produziert hatte, rechneten sich die Gäste gar noch eine klitzekleine Chance zum Punktegewinn aus. Doch auch die Mutzen versiebten den folgenden Ballbesitz - das Schlusssignal der Partie, gut gleitet durch die Unparteiischen Arthur Brunner/Morad Salah, erlöste die Urner definitiv. Sie hatten im Rahmen des Nachtragsfights noch um den doppelten Punktegewinn zu bangen. Der Sieg Fall ivan steff filteredder Gastgeber, die alles in allem eine generell starke Leistung aufs Parkett zauberten und die letzte Heimniederlage gegen Baden vergessen liessen, ging durchaus in Ordnung. Die Gelb-Schwarzen taten eine Prise mehr als die Gäste für das Spiel, wirkten alles über alles gesehen im Angriff etwas spitziger und ideenreicher.

Koljanin und Kasmauskas die Topskorer

Überragender Realisator blieb in den Reihen des KTV der Kroate Marko Koljanin. Er hämmerte den Ball gleich elfmal in die gegnerischen Maschen, dabei sämtliche durch ihn ausgeführten fünf Penaltychancen souverän verwertend. Gross trumpfte auch der Lette Marius Kasmauskas auf. Er traf dank seiner Spielübersicht und Abgebrühtheit neunmal ins Volle. Je viermal skorten Ivan Fallegger, Fabian Auf der Maur und Spielertrainer Mario Obad. Zu Ivan Fallegger bleibt anzumerken, dass sich auch seine Brüder Marc und Flavio Fallegger als Torschützen bewährten, sehr zur Genugtuung der dem Fight beiwohnenden Eltern Evelyn und André. A propos Besucher: Die Partie verfolgte auch Handball-Nationalmannschaftsmitglied und Wacker-Thun-Topskorer Lukas von Deschwanden vor Ort. Er benützte das spielfreie NLA-Wochenende für einen Abstecher zu seinem Stammklub, um dabei gleich auch die grosse Kampfmoral der KTV-Truppe zu würdigen.

kasmauskas steffDer HC KTV Altdorf nützte den doppelten Punktegewinn übrigens dazu, um im Zwischenklassement zu Horgen und Siggenthal aufzuschliessen, das Trio hat zwischenzeitlich je 21 Punkte eingebaggert, sich damit im 14-teiligen Feld hinter Suhr /Aarau (40), Endingen (39), Kadetten-Espoirs Schaffhausen (31), Möhlin (29) und Steffisburg (23) einstufend. Das Restprogramm der NLB-Hauptrunde umfasst nun für alle Teams noch vier Durchgänge. Der HC KTV Altdorf empfängt vorerst noch Endingen (16. April) sowie Pilatus/Luzern (20. April), tritt auswärts gegen Wädenswil (23. April) an und beschliesst das Championat mit dem Heimfight gegen Möhlin (30. April).

Harziger KTV-Auftakt

Bös aus den Träumen gerissen sah sich der HC KTV Altdorf am Samstagabend anlässlich der Startphase. Die mächtig Druck aufbauenden Gäste führten nach 8 Minuten mit 7:4, da sich die Gastgeber in der Deckung gar nicht wunschgemäss zurechtfanden. Doch die Reaktion der Urner liess nicht auf sich warten. Sie setzten sich immer besser in Szene, um innerhalb weniger Minuten die Steffisburger Deckung Mal für Mal auszuhebeln und gleichzuziehen (Doppelschlag Fabian Auf der Maur, Marius Kasmauskas, Ivan Fallegger, Mario Obad). Nach dem 9:9 war es Flavio Fallegger, der seine Farben erstmals in dieser Partie in Führung ziehen liess. Zwischen der 19. und 27. Minute zerzausten die Altdorfer die Besucher im Minutentakt, dabei das Skore auf 18:12 erhöhend. Es war dies auch ein Verdienst Marcel Luthigers. Er wartete mehrmals mit souveränen Paraden auf. Die Einheimischen versäumten es schliesslich, diese Reserve in die Pause (19:15) zu retten. Sie kassierten den 15. Minustreffer gar in Überzahl.

Aufsässige Steffisburger

Koljanin und SohnIm Verlaufe des zweiten Spielabschnittes brachten sich die Gäste immer wieder ins Gespräch. Mehrmals verkürzten sie ihren Rückstand auf zwei Längen (25:23, 32:30, 33:31). Wäre da im KTV-Tor nicht Jan Dittli in Hochform gestanden - einmal wartete er mit einer genialen Doppelparade vor allein anstürmenden TVS-Akteuren auf - hätte die Partie durchaus kippen können. In der viert- respektive drittletzten Spielminute schien Marius Kasmauskas mit zwei raffinierten Durchbrüchen die Entscheidung herbeigeführt zu haben (35:31). Doch nach einer versiebten Penaltychance (Fabian Auf der Maur) pirschte sich Steffisburg nochmals an seine Widersacher heran. Dabei kam es zur eingangs geschilderten, die Fans bis zum Abpfiff in Atem haltenden Hitchcock-Finalissima.

werbung filteredIn den Reihen des HC KTV Altdorf wiesen Marius Kasmauskas (75 Prozent) sowie Marko Koljanin (68) und Ivan Fallegger (66) die besten Abschluss-Erfolgsquoten auf. Marc Fallegger, Flavio Fallegger, Fabian Auf der Maur, Mario Obad und Yannick Drollinger kamen auf je 50 Prozent. Letzterer bezeichnete den Erfolg gegen seine letztjährigen Teamkollegen des TV Steffisburg in der Retrospektive als tolles Erlebnis: «Es liess bezüglich Fairness wie Spannung keinerlei Wünsche offen und auch das mitfiebernde Publikum voll auf seine Rechnung kommen.»

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Jan Dittli; Marc Vollenweider, Marius Kasmauskas (9), Dave Zürcher, Ivan Fallegger (4), Marc Fallegger (1), Joy Gisler, Flavio Fallegger (1), Fabian Auf der Maur (4), Tizian Dossenbach, Yannick Drollinger (1), Mario Obad (4), Marko Koljanin (11).

 

Montag, 21 März 2016 00:00

Am Thron des Leaders gab es nichts zu rütteln

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Suhr/Aarau – HC KTV Altdorf 35:25

An eine zweite Überraschung (Sieg im Rahmen der Vorrunde) war nicht zu denken. Zu übermächtig, zu konsequent auch, setzten sich die Gegner am Sonntagabend in Szene.

Im Herbst hatten die Urner für eine handfeste Überraschung gesorgt. In der Feldliarena gelang ihnen der Coup, die Overdogs respektive Widersacher, welche den Wiederaufsteig in die oberste nationale Stärkeklasse anstreben, eine Niederlage zu verpassen. Diese blieb im weiteren Verlauf des Championats bislang die einzige, welche Suhr/Aarau in Kauf zu nehmen hatte. Und am Sonntagabend war in der Aarauer Schachenhalle, vor 350 Zuschauern, bald einmal klar, dass sich das zitierte «Ereignis» nicht wiederholen würde. Die Platzherren übernahmen das Zepter von Anfang an, führten nach 11 Minuten bereits mit 10:5 und liessen ihre Gegner bis zur Pause weitgehend chancenlos, auch wenn in ihren Reihen der infolge Krankheit gegen Baden ausgefallene Topskorer Marko Koljanin wieder mit von der Partie war.

Der weitere Spielverlauf

Suhr/Aarau war den Altdorfern bis zur Pause mehrheitlich überlegen, agierte vorweg im Defensivbereich überzeugender und liess im Verlaufe der ersten halben Stunde einen Sechs-Tore-Vorsprung Tatsache werden (18:12). Die Regie bei den Aargauern führten insbesondere der überragende Tim Aufdenblatten sowie Ljubomir Josic, ferner Kreisflitzer Patrik Strebel, sehr zur Genugtuung ihres Trainers Guido Frei. Auch die zweite Halbzeit gingen die Aargauer, deren Leistung ihre Teamleitung als «nicht fehlerlos, aber mit viel Leidenschaft und Emotionen geführt» quittierte, mit viel Konsequenz an.

Wichtige Vorentscheidungen gefallen

Der HC KTV Altdorf schien während der ganzen Partie, die schliesslich mit zehn Längen Differenz verloren gegeben werden musste, von Anfang weg irgendwie die Auffassung im Hinterkopf mitzuführen, dass gegen die zurzeit sackstark auftrumpfenden Tabellenleader kaum etwas auszurichten sein würde. Anderseits waren die Urner aufgrund der bereits gespielten Wochenendpartien auch bereits sicher, dass ihnen im hinteren Tabellenteil eh definitiv nichts mehr passieren konnte. So ist es nun definitiv, dass im Relegationssektor – vor den vier letzten Partien – rein arithmetisch lediglich noch Yellow/Pfadi Winterthur (16 Punkte), Wädenswil (13), Pilatus Luzern (9) sowie Zofingen (8) im Kreuzfeuer stehen. Ebenso sicher ist die Tatsache, dass bezüglich Direktaufstieg respektive Barrageteilnahme lediglich noch Suhr/Aarau (40) und Endingen (39) in Frage kommen.

Zum Spiel der Altdorfer bleibt anzumerken, dass die beiden Kroaten Mario Obad (7 Treffer) und Marko Koljanin (6) erneut als erfolgreichste KTV-Skorer, neben Marius Kasmauskas (4), auftraten. Hundertprozentige Abschluss-Erfolgsquoten verzeichneten Elias Arnold sowie Tizian Dossenbach, gefolgt von KTV-Spielertrainer Mario Obad (70 Prozent) sowie Yannick Drollinger (66).

Weitere Ergebnisse und nächste Einsätze

Die weiteren NLB-Wochenendresultate: Zofingen – Möhlin 25:28, Kadetten/Espoirs Schaffhausen – Pilatus/Luzern 28:22, Birsfelden – Horgen 28:28, Baden – Yellow/Pfadi Winterthur 31:24, Endingen – Siggenthal 30:23, Steffisburg – Wädenswil 34:26.

Während der Ostertage ruht der Meisterschaftsbetrieb. Der HC KTV Altdorf wird seine nächsten drei Einsätze ausnahmslos vor eigenem Publikum absolvieren können. In der Feldliarena weilen zu Gast: Steffisburg (2. April), Endingen (16. April), Pilatus/Luzern (20. April).

Altdorf spielte in Aarau mit: Jan Dittli, Marcel Luthiger; Marc Vollenweider, Elias Arnold (2), Marius Kasmauskas (4), Dave Zürcher (1), Ivan Fallegger, Joy Gisler (1), Flavio Fallegger, Fabian Auf der Maur, Tizian Dossenbach (2), Yannick Drollinger (2), Mario Obad (7), Marko Koljanin (6).

Montag, 14 März 2016 00:00

Keine berauschende Vorstellung – unnötige Schlappe

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HC KTV Altdorf – STV Baden 24:28

Krankheitsbedingter Ausfall von Topskorer Marko Koljanin hatte fatale Folgen. Dem umgestellten Team gelang recht wenig – über 20 Topchancen wurden zudem versiebt.

IMG 5961Die Urner hatten sich vorgenommen, die Auswärtsniederlage gegen die Gäste vergessen zu machen respektive für Revanche zu sorgen. Doch alles kam ganz anders. Vor gut 300 Zuschauern stellte sich das Team in der Feldliarena phasenweise höchst kompliziert oder zumindest ideenlos an. Mit entsprechenden Folgen: Die Aargauer nutzten die Gunst der Stunde, verpassten den Gastgebern einen eigentlichen Denkzettel und liessen die Innerschweizer in der Tabelle auf 19 Punkten sitzen. Und die bevorstehende Auswärtspartie gegen Leader Suhr/Aarau vom kommenden Sonntag lässt vermuten, dass der KTV-Trupp sein Punktekonto vor Ostern nicht wird zu äufnen vermögen. Also heisst es gegen Steffisburg, Endingen, Pilatus/Luzern, Wädenswil sowie Möhlin zumindest noch jenen Zähler einzubunkern, der die Altdorfer auch arithmetisch gesehen aus dem «Relegationsschneider» (bezogen auf die zwei letztklassierten Mannschaften, falls diese alle ihre ausstehenden Partien siegreich gestalten sollten) führt…

Nach den Wochenendpartien Kadetten-Espoirs/Schaffhausen – Endingen 33:31, Pilatus/Luzern – Steffisburg 30:26, Birsfelden – Yellow-Pfadi/Winterthur 20:25, Siggenthal – Suhr/Aarau 23:33, Wädenswil – Zofingen 34:28, Möhlin – Horgen 32:27 präsentiert sich die aktuelle NLB-Hauptrunden-Rangliste wie folgt: 1. Suhr/Aarau (38 Punkte), 2. Endingen (37), 3. Kadetten-Espoirs/Schaffhausen (29), 4. Möhlin (27), 5. Steffisburg (21), 6. Siggenthal (21), 7. Horgen (20), 8. Altdorf (19), 9. Baden (17), 10. Birsfelden (17), 11. Yellow-Pfadi/Winterthur (16), 12. Wädenswil (13), 13. Pilatus/Luzern (9), 14. Zofingen (8). – Altdorf und Steffisburg haben eine Partie weniger als die Konkurrenz bestritten.

Nach Vier-Tore-Führung leistungsmässig abgebaut

Drollinger BasdenIm Anschluss an eine Gedenkminute für das verstorbene Ehrenmitglied Osi Arnold war es sehenswerten Aktionen von Torsteher Jan Dittli zu verdanken, dass die Altdorfer nicht gross ins Hintertreffen gerieten. Marius Kasmauskas (dreimal), Spielertrainer Mario Obad (zweimal) und Tizian Dossenbach waren prompt für eine 6:2-Führung des KTV besorgt. Der Fight schien damit in die vorgesehenen Bahnen gelenkt. In der Folge profitierten die Badener indessen immer wieder von der alles andere als sattelfest wirkenden Abwehr der Platzherren, die den Besuchern Mal für Mal gute bis beste Chancen eröffnete, um erfolgreich abschliessen zu können. So kam es nicht von ungefähr, dass die Aargauer auszugleichen und gar in Führung zu ziehen vermochten (8:9, 25. Minute, 10:12 zur Pause).

Immerhin zweimal den Ausgleich geschafft

arnold david baden filteredDie Gardinenpredigt von Headcoach Dani Lussi und Spielertrainer Mario Obad, sich ihrer Qualitäten zu besinnen, vermochte die Altdorfer fatalerweise nicht sonderlich wachzurütteln. Auch nach erfolgtem Seitenwechsel überzeugten sie nur phasenweise. Immerhin gelang es, bis zur 45. Minute mit den Besuchern gleichzuziehen (18:18). Nach einer doppelten, zumindest einmal sehr fragwürdig verhängten Zeitstrafe (gegen Tizian Dossenbach und Yannick Drollinger ausgesprochen), war es für die druckvoll agierenden Gäste ein Leichtes, sich wieder Luft zu verschaffen. Gute Phasen im Altdorfer Kollektiv liessen nach dem 20:24 nochmals Hoffnung keimen. Knapp 4 Minuten vor Spielschluss hatten Ivan Fallegger (zweimal), Marius Kasmauskas und Dave Zürcher den Gleichstand bewerkstelligt (24:24). Doch die Altdorfer, weiterhin mit technischen Unzulänglichkeiten, unverwerteten Chancen und herzlich wenig Selbstvertrauen agierend, sahen im Rahmen der restlichen Spielzeit die Felle definitiv davonschwimmen. «Wer derart zahlreiche Möglichkeiten versiebt und Ballverluste produziert, kann einen Match ganz einfach nicht siegreich gestalten», resümierte der von der Leistung seiner Truppe, die insbesondere gegen Florian Legoll (9 Tore) und STV-Spielertrainer Björn Navarin (6) oft unbeholfen zur Sache ging, sichtlich enttäuschte KTV-Headcoach Dani Lussi.

Bester Skorer seines Teams war an diesem Abend Spielertrainer Mario Obad (8 Treffer), vor dem stark auftrumpfenden Marius Kasmauskas (7) und Yannick Drollinger (3), der auch die beste Chancenauswertung (75 Prozent) auswies. Jan Dittli parierte im Tor 39 Prozent der auf sein Gehäuse abgefeuerten Bälle, Nicolas Stocker 13 Prozent.

Altdorf spielte mit: Jan Dittli, Nicolas Stocker (ohne den angeschlagenen Marcel Luthiger); Marc Vollenweider, Elias Arnold, Marius Kasmauskas (7), Dave Zürcher (2), Ivan Fallegger (2), Marc Fallegger, Joy Gisler, Flavio Fallegger, Fabian Auf der Maur (1), Tizian Dossenbach (1), Yannick Drollinger (3), Mario Obad (8).

 

Montag, 07 März 2016 00:00

Die Hypotheken wogen zu schwer…

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Yellow/Pfadi Winterthur – HC KTV Altdorf 31:27

Nach 36 Minuten führten die Urner 19:16. Danach setzte ein Leistungseinbruch dem Höhenflug der Innerschweizer das abrupte Ende.

SürliWenn abends – wie im Hobbysport normalerweise – nach einem gestrengen beruflichen Arbeitstag, vor Inangriffnahme eines anforderungsreichen Sportprogramms und nach einer zweistündigen Autofahrt (inklusive Staus…), eine hundertprozentige Leistung erbracht werden sollte, ist dies schon eine Art Herkulesaufgabe. Diese Erkenntnis sei nicht als Entschuldigung für die keineswegs berauschende Leistung respektive zwingende Niederlage der Altdorfer am Freitagabend in der Eulachstadt, aber immerhin als einigermassen valable Begründung ins Feld geführt.

So jedenfalls geschehen im Spiel zwischen Yellow/Pfadi Winterthur und dem HC KTV Altdorf im Rahmen der jüngsten Partie der Qualifikationstour in der zweitobersten nationalen Stärkeklasse. Altdorf vermochte den starken Gastgebern weit über eine halbe Stunde lang bestens Paroli zu bieten, hatte in der Folge aber den aufgezeigten Gegebenheiten in der Tat Tribut zu zollen. Hinzu kam die Erkenntnis des Zürcher Trainers Nico Peter, dass sein Team - wie er nach dem Match vor Ort sichtlich stolz erklärte - erstmals während der Saison 2015/16 über die volle Stunde hinweg eine weitgehend hundertprozentige Leistung erbrachte und er von einer hervorragenden Leistung seines Torstehers Fabian Pellegrini (48-prozentige Abwehrerfolgsquote) profitieren durfte.

Drei-Tore-Führung aus der Hand gegeben

Der Fight in Winterthur begann für die Altdorfer vielversprechend. Die Zürcher, in der Zwischenrangliste bisher (und auch weiterhin) auf der viertletzten Position figurierend - jetzt sieben respektive sechs Zähler vor den beiden Letztplatzierten Zofingen und Pilatus/Luzern - wussten natürlich, dass sie alles auf eine Karte setzen und unbedingt zu weiteren Zählern kommen mussten, wollten sie der recht prekären Ausgangslage entrinnen. Sie erzielten das 1:0, während der KTV erst nach knapp 4 Minuten durch Marius Kasmauskas zum ersten Erfolgserlebnis fand. Yellow/Pfadi erhöhte in der Folge vom 2:1 innerhalb von nur dreieinhalb Minuten auf 5:2. Danach glichen die Innerschweizer aus. Der Gleichstand hatte bis zum Seitenwechsel Bestand (15:15).

Tournaround der Eulachstädter

Im Verlaufe der folgenden Spielphase erhöhten die nun wirblig und zielstrebig zur Sache gehenden Altdorfer auf 19:16 (36. Minute). Sie - bislang ebenbürtig, wenn nicht gar besser als die Gastgeber wirkend -, schienen damit den Weg zum Sieg definitiv eingeschlagen zu haben. Doch danach geriet der Urner Motor unübersehbar ins Stottern. In der Defensive wurde geschnitzert, im Angriff häuften sich die technischen Unzulänglichkeiten (Ballverluste). Yellow/Pfadi schaffte prompt den Tournaround, um gleichzuziehen und selber klar in Front zu gehen (26:22, 48. Minute). Von da an hatte das Team von Spielertrainer Mario Obad nicht mehr die Kraft, zuzulegen. Die Zürcher steuerten weitgehend problemlos dem Sieg entgegen. Sie verteidigten den Vorsprung bis zuletzt, zumal der KTV beispielsweise zwischen der 52. und 57. Minute überhaupt kein Rezept fand, um die gegnerische Abwehrreihe zu knacken.

«Vieles funktionierte auf unserer Seite im letzten Drittel der Partie überhaupt nicht. Davon zeugten auch die insgesamt 19 begangenen technischen Fehler. Nun heisst es einfach, im Rahmen der nächsten Partie gegen den STV Baden (am kommenden Samstagabend in der Altdorfer Feldliarena) über Disziplin und Kampf unser Potenzial zum Tragen zu bringen», erklärte Headtrainer Dani Lussi in seiner Retrospektive.

Fakten und Zahlen

Erfolgreichste Skorer in den Reihen des HC KTV Altdorf waren in Winterthur Spielertrainer Mario Obad (7 Treffer), vor Fabian Auf der Maur (6) und Ivan Fallegger. Die beste Chancenauswertung liessen sich Fabian Auf der Maur und Tizian Dossenbach (je 75 Prozent), vor Mario Obad (70) und Marko Koljanin (60) notieren. Marcel Luthiger (bis zur 42. Minute im Kasten) parierte 31 Prozent der auf sein Tor gezirkelten Bälle, Jan Dittli 25 Prozent.

Die weiteren Resultate der Wochenendrunde: Birsfelden – Möhlin 25:23, Zofingen – Pilatus/Luzern 29:24, Baden – Siggenthal 20:22, Horgen – Wädenswil 34:35, Endingen – Steffisburg 32:22, Suhr/Aarau – Kadetten-Espoirs/Schaffhausen 31:29.

Die Zwischenrangliste nach 20 der insgesamt 26 Spiele der NLB-Qualifikationsrunde (Altdorf und Steffisburg haben erst 19 Einsätze hinter sich): 1. Endingen (37 Punkte), 2. Suhr/Aarau (36), 3. Kadetten-Espoirs Schaffhausen (27), 4. Möhlin (25), 5. Steffisburg (21), 6. Siggenthal (21), 7. Horgen (20), 8. Altdorf (19), 9. Birsfelden (17), 10. Baden (15), 11. Yellow/Pfadi Winterthur (14), 12. Wädenswil (11), 13. Zofingen (8), 14. Pilatus/Luzern 7.

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Jan Dittli; Marc Fallegger (1), Marius Kasmauskas (2), Dave Zürcher (1), Flavio Fallegger, Ivan Fallegger (4), Joy Gisler, Marc Vollenweider, Mario Obad (7), Fabian Auf der Maur (6), Tizian Dossenbach (3), Yannick Drollinger, Marko Koljanin (3).

Sonntag, 28 Februar 2016 00:00

Vom ältesten Urner verweht…

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HC KTV Altdorf – TV Birsfelden 27:23

Ungefährdeter Sieg gegen Tabellennachbarn. Aufsässige Gäste nutzten durchzogene Schlussviertelstunde der Gastgeber zur Resultatverbesserung.

Koljanin verletztImmer dann, wenn der älteste Urner mit über hundert Sachen durch das Reusstal düst, pflegen die Altdorfer es dem Föhnsturm gleichzutun und die Gegner vom Parkett zu fegen. Dies war auch am Samstagabend gegen Birsfelden nicht viel anders. Zumindest während der ersten dreiviertel Stunden. Danach profitierten die Nordschweizer vom Nachlassen ihrer Widersacher. Sie reduzierten einen Neun-Tore-Rückstand (47. Minute, nach Treffer von Fabian Auf der Maur) auf vier Längen. Zu mehr reichte es denn aber auch nicht. Der Sieg der Innerschweizer war ebenso verdient wie die logische Folge der weitgehend diszipliniert wirkenden und engagiert angelegten Spielanlage der Platzherren.

Im Zwischenklassement blieben die Altdorfer auf dem siebten Platz stehen. Allerdings figurieren sie eigentlich (nach Verlustpunkten) noch vor Horgen auf Rang sechs. Die weiteren Resultate der Samstagrunde: Kadetten-Espoirs/Schaffhausen – Baden 34:27, Siggenthal – Yellow/Pfadi Winterthur 26:20, Steffisburg – Suhr/Aarau 24:33, Wädenswil – Möhlin 26:28, Zofingen – Endingen 27:38, Pilatus/Luzern – Horgen 29:30.

Das aktuelle NLB-Zwischenklassement: 1. Endingen (19/35), 2. Suhr/Aarau (19/34), 3. Kadetten-Espoirs/Schaffhausen (19/27), 4. Möhlin (19/25), 5. Steffisburg (18/21), 6. Horgen (19/20), 7. Altdorf (18/19), 8. Siggenthal (19/19), 9. Birsfelden (19/15), 10. Baden (19/15), 11. Yellow/Pfadi Winterthur (19/12), 12. Wädenswil (19/9), 13. Pilatus/Luzern (19/7), 14. Zofingen (19/6).

Vier-Tore-Führung zur Pause

Beide Mannschaften waren mit der Reverenz angetreten, im Rahmen der Rückrunde erst ein Spiel (je gegen die Tabellendritten aus Schaffhausen) verloren zu haben. Sie legten denn auch vom Anpfiff weg eine hohe Kadenz vor. Altdorf kassierte den ersten Minustreffer schon nach 40 Sekunden, doch Koljanin glich aus, um anschliessend gleich einen Penalty nicht ins Ziel zu bringen. Dafür waren der Unglücksrabe in Person, ferner der gross auftrumpfende Ivan Fallegger schon bald für die Führung der Gastgeber besorgt. Keiner Formation gelang es in der Folge, sich um mehr als eine Länge abzusetzen, nachdem die Altdorfer im Bestreben, den gegnerischen dänischen Topskorer Mads Boie Thomsen an die Leine zu legen - er erzielte während der ganzen Partie lediglich zwei Treffer -, zu reüssieren vermochten. Nach dem 6:6 (17. Minute) zündeten die Platzherren den Turbo. Innerhalb von 5 Minuten erhöhten sie das Skore durch Tore von Tizian Dossenbach (zweimal), Dave Zürcher, Ivan Fallegger, Cyril Keller sowie Marc Fallegger auf 12:7. Diesem Erfolgsquintett schloss sich der quirlige Fabian Auf der Maur mit einer sehenswerten Doublette an, so dass die Seiten beim Stande von 14:10 gewechselt werden konnten.

Warnschuss vor den KTV-Bug

Auf der Maur Birsf filteredNach Wiederaufnahme der Partie verflossen nur 124 Sekunden, ehe Birsfelden die Urner Deckung gleich zweimal versetzt und auf 14:12 verkürzt hatte. Zum wiederholten Mal spielten die Baselländer in der Folge mit dem Feuer, als sie eine Zeitstrafe mit dem Ersetzen ihres Keepers durch einen zusätzlichen Feldspieler zu kompensieren versuchten, dabei jedoch nichts erreichten und auch nicht «verloren». Vielmehr war es der Gotthard-Express, der postwendend einen Zahn zulegte und die Besucher bis zur 47. Minute mit neun Toren Differenz vorentscheidend auf die Verliererstrasse drängte. Die Urner bauten in der Folge leistungsmässig unverkennbar ab, da sie sich des Erfolgs offenkundig bereits sicher wähnten. Birsfelden anderseits machte viel verlorenes Terrain wett, um sich nochmals an die Widersacher heranzupirschen. 63 Sekunden vor Spielschluss hatten die Nordschweizer auf 26:22 verkürzt. Marko Koljanin sah sich zu diesem Zeitpunkt die rote Karte Dossenb Birsfelden filtered(Restausschluss) unter die Nase gestreckt, nachdem er mit einem Gästespieler zusammengeprallt war und diesen «erlegt» hatte. Diese Szene war indessen das Ergebnis einer unglücklich verlaufenen Aktion, die keinerlei Tätlichkeit entsprach. 50 Sekunden vor Spielschluss fiel das 26:23 (Altdorf in Unterzahl). Den Schlusspunkt unter die von 300 Zuschauern besuchten, generell attraktiv verlaufenen Partie setzte Fabian Auf der Maur mit einem souverän verwandelten Penalty. Spielertrainer Mario Obad und die Coaches Dani Lussi sowie Marco Sigrist attestierten ihrem Kollektiv in der Rückblende eine generell gute Leistung. Sie gaben sich allerdings auch überzeugt, dass es am Freitagabend in Winterthur gegen Yellow/Pfadi gilt, sich keinerlei Schwächephasen zu leisten, sollen Punkte aus der Eulachstadt entführt werden.

Freude birsfBester Skorer auf Altdorfer Seite war gegen Birsfelden Fabian Auf der Maur mit sechs sehenswerten Einschüssen, vor dem Kroatenduo Marko Koljanin (5) und Mario Obad (4). Auch Ivan Fallegger brachte es auf 4 Tore, vor Tizian Dossenbach (3). Hundertprozentige Abschlussquoten liessen sich Dave Zürcher und Cyril Keller, vor Fabian Auf der Maur (85) und Tizian Dossenbach (75) attestieren. Keeper Marcel Luthiger entschärfte sieben der 21 auf sein Tor abgefeuerten Schüssen (34 Prozent).

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Marc Vollenweider, Marius Kasmauskas, Dave Zürcher (2), Ivan Fallegger (4), Cyril Keller (1), Marc Fallegger (1), Joy Gisler (1), Fabian Auf der Maur (6), Tizian Dossenbach (3), Yannick Drollinger, Mario Obad (4), Marko Koljanin (5).

 

Sonntag, 21 Februar 2016 00:00

Umstrittene Punkteteilung im Feldliarena-Hexenkessel

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 HC KTV Altdorf – HSG Siggenthal/Vom Stein Baden 23:23

Ärger bei KTV-Spielertrainer Mario Obad: «Heute hatten wir zu vierzehnt gegen sechzehn Akteure zu fighten.» Urner machten in Schlussphase Vier-Tore-Rückstand wett.

OBAG MARIO TIMEOUT filteredGar nicht zufrieden zeigten sich die Gastgeber wie auch die einheimischen Fans am Samstagabend über etliche Entscheidungen der Spielleiter Keiser/Rottmeier. Letztere benachteiligten die Gastgeber nach Auffassung der 300 zumeist einheimischen Kiebitze gleich mehrmals. Etwa auch, als Marko Koljanin in der 48. Minute einen Penalty in die Maschen der Aargauer hämmerte, die Spielleiter aber eine fehlerhafte Ausführung gesehen haben wollten: Abheben eines Fusses vom Parkett – ein Vorgehen, das beispielsweise in der deutschen Bundesliga (am TV nachvollziehbar) immer wieder sanktionslos toleriert wird. Oder aber eine Aktion Spielertrainer Mario Obads. Dieselbe werteten die Refs als «Rückgabe in den Kreis» und ahnten sie mit einem Sieben-Meter-Wurf.

Alles in allem aber hatten sich die Altdorfer betreffs Punkteverlust auch selber zu rüffeln, fanden sie doch gegen eine doppelte Manndeckung (auf die Topskorer Marko Koljanin und Spielertrainer Mario Obad angelegt) während längerer Zeit kein valables Rezept, nachdem Rückraumspieler Marius Kasmauskas frühzeitig verletzungsbedingt ausgefallen war. Er fehlte an allen Ecken und Enden. Ausserdem wirkte der KTV gegen die wieselflinken und meist ausgesprochen zielstrebig zur Sache gehenden Aargauer phasenweise etwas ideenlos. Keine Freunde schufen sich beim Publikum ausserdem die oft rüde zur Sache gehenden Siggenthaler. Diese sahen immerhin ihren Topskorer Marius Moser (9 Treffer) in der Schlussphase mit der roten Karte eingedeckt, als er in höchst unsportlicher Art und Weise einem Altdorfer Akteur den Ball aus allernächster Distanz in einem Getümmel an den Kopf geknallt hatte. Immer wieder profitierten die Besucher im Übrigen mit ihrem nervigen Zeitspiel von der Grosszügigkeit der Spielleiter. Das Publikum quittierte diese Gangart denn auch stetig mit gellenden Pfiffen.

Zur Ehrenrettung der Gastgeber bleibt anzumerken, dass sie speziell während der letzten 11 Spielminuten gross auftrumpften, viel Moral bekundeten und einen Vier-Tore-Rückstand mit ihrem tollem Engagement wettmachten: Auch ein Verdienst von Torsteher Nicolas Stocker, der an diesem Abend während der zweiten Halbzeit den KTV-Kasten hütete und eine stupende 53-prozentige Abwehr-Erfolgsquote auf das Parkett zauberte.

3:0, 12:9, 12:12…

DROLLINGER SIGG filteredDer HC KTV Altdorf hatte auf das Mittun von Dave Zürcher, Marc und Flavio Fallegger, Elias sowie David Arnold zu verzichten. Die Platzherren zogen indessen vom Anpfiff weg ein beeindruckendes Powerplayspiel respektive Pressing auf. Nach 5 Minuten hatten Mario Obad, Yannick Drollinger und Ivan Fallegger das 3:0 besorgt. Ein kleineres Schützenfest zeichnete sich ab, zumal sich die Urner fest eine Revanche für die in letzter Zeit gegen die Aargauer kassierten Niederlagen vorgenommen hatten. Nach den nun um eine Replik nicht verlegenen Siggenthaler (5:4) und einem durch Marcel Luthiger genial parierten Penalty führten die Platzherren verschiedentlich wieder mit drei Längen Vorsprung. Doch die Besucher verstanden es mit einem sehenswerten «Flieger», ferner in einer Phase numerischer Unterlegenheit (!) erneut zu den Altdorfern aufzuschliessen.

«Fighten, was das Zeug hält»

«Die Rückraumprobleme wegstecken (Ausfall des verletzt ausgeschiedenen Marius Kasmauskas) und fighten, was das Zeug hält», hatte Headcoach Dani Lussi von seinem Kollektiv in der Kabine gefordert. Doch schon bald nach Wiederaufnahme der Partie gerieten die Altdorfer ins Stolpern, auch wenn der nun im Tor agierende Nicolas Stocker immer wieder mit sehenswerten Paraden aufwartete. Nach 38 Spielminuten schrillten die Alarmglocken in den Reihen der Innerschweizer, die selbst in Überzahl phasenweise erschreckend hilflos respektive unkonzentriert wirkten, definitiv (14:18). Marko Koljanin, Yannick Drollinger und Mario Obad brachten ihr schlingerndes Schiff glücklicherweise wieder auf Kurs (17:18, 42. Minute). Fatal war dann, als Drollinger beim Stande von 17:20 gleich zweimal allein vor dem (starken) gegnerischen Hüter nicht zu reüssieren vermochte, sich Koljanin - wie eingangs erwähnt - einen umgesetzten Penaltytreffer aberkennen lassen musste und die KTV-Deckung generell arge Defizite aufscheinen liess. Glücklicherweise waren da, beim Stande von 18:22 (50. Minute) noch Obag, Stocker und Koljanin, die ihre Farben ins Spiel zurückführten. Unverständlich war, nachdem Fallegger rüde von den Beinen geholt worden war, ein ausbleibender Penaltypfiff. Obad war es in der Folge, der im Anschluss an das 21:23 mit zwei Klasseaktionen den Gleichstand bewerkstelligte. 40 Sekunden vor Spielende forderte Dani Lussi ein Timeout, nachdem sich der Siggenthaler Topskorer Marius Moser zu einer groben Unsportlichkeit hatte hinreissen lassen und sich, wie erwähnt, des Feldes verwiesen sah (rote Karte). Altdorfs finaler Sturmlauf endete darauf mit einem fatalen Fehlpass. Dieser trug Siggenthal 3 Sekunden vor Spielschluss gar noch die Möglichkeit ein, mit einem Freiwurf zum Siegtreffer zu gelangen. Doch Altdorfs Abwehr war auf der Hut. Sie machte diese Chance der Gegner souverän zunichte. Die Punkteteilung war damit Tatsache geworden.

Fakten und Zahlen

KasmauskasTizi Sigg filteredIn den Reihen des HC KTV Altdorf profilierten sich Mario Obag und Marko Koljanin erneut als Superskorer (je 8 Treffer). Ivan Fallegger traf als Nächstbester dreimal ins Volle. Joy Gisler liess sich als Einziger eine 100-prozentige Abschlussquote attestieren, vor Marko Koljanin (80), Ivan Fallegger (75), Mario Obad (72) und Yannick Drollinger (50 Prozent).

Die weiteren Ergebnisse der NLB-Wochenend-Runde: Yellow/Winterthur – Kadetten Espoirs/Schaffhausen 26:32, Baden – Steffisburg 24:25, Möhlin – Pilatus/Luzern 29:24, Birsfelden – Wädenswil 33:24, Endingen – Horgen 35:29, Suhr/Aarau – Zofingen 38:23.

Der aktuelle Tabellenstand: 1. Endingen (33 Punkte), 2. Suhr/Aarau (32), 3. Kadetten Espoirs/Schaffhausen 25, 4. Möhlin (23), 5. Steffisburg (21), 6. Horgen (18), 7. Altdorf (17), 8. Siggenthal (17), 9. Baden (15), 10. Birsfelden (15), 11. Yellow/Winterthur (12), 12. Wädenswil (9), 13. Pilatus/Luzern (7), 14. Zofingen (6).

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker, Jan Dittli; Marc Vollenweider, Marius Kasmauskas, Ivan Fallegger (3), Cyril Keller, Joy Gisler (1), Fabian Auf der Maur (1), Tizian Dossenbach, Yannick Drollinger (2), Mario Obad (8), Marko Koljanin (8), Marc Häusler.

 

Sonntag, 14 Februar 2016 00:00

Der Prominenz auf den Zahn gefühlt

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Schaffhauser Espoirs – HC KTV Altdorf 32:29

Beinahe glückte den Urnern die Revanche für die happige Vorrundenniederlage (zehn Tore Differenz). Doch zuletzt fehlte ihnen etwas die Kraft, um das Vorhaben umzusetzen.

koljdrollinger filteredDie Nordostschweizer traten – mit zahlreichen ehemaligen NLA-Akteuren respektive gegenwärtigen Nachwuchs-Nationalmannschaftsspielern besetzt – als Overdogs zum Samstagabend-Kräftemessen an, auch wenn die Gastgeber auf ihrer eigenen Homepage umgekehrt die Urner als «favorisiert» eingestuft hatten. Das Team von Nachwuchs-Nationaltrainer Michael Suter zeigte sich insbesondere im Rahmen der letzten Viertelstunde auf der Höhe seiner Aufgabe, als es ihm gelang, aus den nachlassenden gegnerischen Kräften (verletzungsbedingte Ausfälle von Mario Obad und Dave Zürcher – bei den Gastgebern schied Topskorer Albin Alili im Anschluss an eine fatale Ellbogenverletzung aus) der Innerschweizer Profit zu schlagen.

Nach Siegen über Siggenthal und Birsfelden – die beiden nächsten KTV-Gegner in der Feldliarena am 20. respektive 27. Februar – sicherte sich der Trupp aus der Munotstadt damit bereits den dritten 2016er-Vollerfolg. Anderseits verpassten die Altdorfer eine Punktekontoäufnung (nach dem klaren Starterfolg im neuen Handballjahr über Zofingen).

Knappe Pausenführung der Urner

Der HC KTV Altdorf startete in die Partie fulminant. Marius Kasmauskas und Marko Koljanin besorgten die 2:0-Führung der Innerschweizer. In der 7. Minute zogen die Schaffhauser erstmals in Front. Ausgeglichen präsentierte sich das Zwischenresultat nach Ablauf der ersten Viertelstunde. 4 Minuten vor dem ersten Sirenenton führte der KTV nach höchst sehenswerten Aktionen mit 15:12, ehe die Espoirs vor dem Seitenwechsel noch auf eine Länge zu verkürzen vermochten (15:14). Mehr wäre aus Sicht der Altdorfer zu diesem Zeitpunkt durchaus möglich gewesen, wie insbesondere KTV-Headcoach Dani Lussi im Rahmen seiner Zwischenbilanz bezüglich Spielverlauf gegen das aus seiner Optik «beste NLB-Team der laufenden Saison» befand und beklagte, dass seine Truppe in der Abwehr oft eine Prise zu zögerlich zur Sache gegangen war.

Die Schaffhauser Espoirs drehten nach Wiederaufnahme der Begegnung das Ergebnis zu ihren Gunsten, um bis zur 55. Minute auf 30:25 und später 32:27 zu erhöhen. Den letzten Treffer der Partie erzielte Ivan Fallegger. Er hatte damit insgesamt viermal ins Volle getroffen, genau so oft wie Marius Kasmauskas, gegenüber den beiden alle Mitstreiter überragenden Kroaten Mario Obad und Marko Koljanin, mit je acht Treffern. In der KTV-Teambilanz liessen sich Dave Zürcher, Fabian Auf der Maur und Yannik Drollinger mit je 100-prozentiger Chancenauswertung die besten Werte attestieren, vor Ivan Fallegger (66), Marko Koljanin (61) sowie Mario Obad (57). Zu den Gastgebern bleibt anzumerken, dass sich als beste Skorer Maximilian Gerbl (9), Lucas Meister sowie Leszec Starczan (je 6), ferner Nic Tominec (5) nur schwer an die Leine zu legende Akteure erwiesen und sich ihre Torhüter mit 45-, 40- respektive 30-prozentigen Abwehrquoten (Altdorf: Dittli 25, Luthiger 24) immer wieder speziell auszeichneten.

Altdorf weiterhin Tabellensiebte

Die weiteren Ergebnisse der 17. Meisterschaftsrunde (auszutragen sind im Rahmen der Qualifikationstour 2015/16 total 26 Einsätze; Steffisburg und Altdorf haben eine Partie weniger als die Konkurrenz ausgetragen): Pilatus/Luzern - Wädenswil 31:29, Siggenthal - Birsfelden 15:21, Steffisburg – Yellow/Winterthur 22:14, Möhlin - Endingen 23:25, Zofingen - Baden 19:27, Horgen - Suhr/Aarau 36:42.

Das NLB-Zwischenklassement: 1. Endingen (31 Punkte), 2. Suhr/Aarau (30), 3. Kadetten-Espoirs (23), 4. Möhlin (21), 5. Steffisburg (19), 6. Horgen (18), 7. Altdorf (16), 8. Siggenthal (16), 9. Baden (15), 10. Birsfelden (13), 11. Yellow/Winterthur (12), 12. Wädenswil (9), 13. Pilatus/Luzern (7), 14. Zofingen (6).

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Jan Dittli; Michael Bissig, Marius Kasmauskas (4), Dave Zürcher (2), Ivan Fallegger (4), Cyril Keller, Joy Gisler, Fabian Auf der Maur (1), Tizian Dossenbach, Yannick Drollinger (2), Mario Obad (8), Marko Koljanin (8), Elias Arnold.

 

Montag, 01 Februar 2016 00:00

Urner walzten Tabellenvorletzten respektlos platt

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Zofingen – HC KTV Altdorf 30:38

Urner nach Super-Auftaktfurioso frühzeitig in Front. Kroaten-Gewitter (Obad/Koljanin mit insgesamt 22 Treffern!) vermochten die Aargauer nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen.

Arnold Elias H2Am Samstagabend war es bald einmal klar: Der HC KTV Altdorf mit Spielertrainer Mario Obad und Headcoach Dani Lussi an der Spitze hatte es verstanden, die mehrwöchige Meisterschaftspause schadlos hinter sich zu lassen und ihre Truppe auf neue Taten einzuschwören, zumal nach einer längeren verletzungsbedingten Pause auch Marius Kasmauskas wieder mit von der Partie sein konnte. Auch wenn (nach eingehandelten Blessuren) Marc und Flavio Fallegger sowie ausserdem Joy Gisler (Schule) und David Arnold (Einsatz mit den U19-Interjunioren) nicht zur Verfügung standen, liessen sich die Innerschweizer von der gegnerischen Neuverpflichtung Alexander Milovanovics (der 28-jährige Flügelflitzer hat über 100 Nati-A-Spiele hinter sich und agierte zuletzt beim TV Möhlin) von den Gastgebern alles andere als beeindrucken. Die Urner ergriffen das Zepter vom Anpfiff weg, zauberten eine beeindruckende Performance auf das Parkett der Aargauer und landeten schliesslich einen souveränen Sieg. Durch den 2-Punkte Gewinn hat sich der KTV-Trupp weiter von der Problemzone abgesetzt und kann damit der nächsten Auswärtspartie in Schaffhausen gegen die Kadetten-Espoirs (in zwei Wochen, nach der Fasnachtspause) mit Zuversicht entgegensehen.

Die weiteren Spiele in der zweitobersten nationalen Stärkeklasse: Yellow Winterthur -Horgen 23:21, Kadetten-Espoirs - Birsfelden 31:26, Möhlin - Baden 29:14, Endingen - Pilatus Luzern 28:27, Steffisburg - Siggenthal 26:17, Suhr/Aarau - Wädenswil 32:30. – Die Rangliste nach 15 von 26 Runden: 1. Endingen (27 Punkte), 2. Suhr/Aarau (27), 3. Möhlin (20), 4. Kadetten-Espoirs (19), 5. Steffisburg (17), 6. Horgen (16), 7. Altdorf (16), 8. Siggenthal (16). 9. Baden (13), 10. Birsfelden (9), 11. Wädenswil (9), 12. Yellow-Winterthur (8), 13. Zofingen (6), 14. Pilatus/Luzern (5).

Wie aus einem Guss

Der HC KTV Altdorf meldete seine Intentionen schon nach gut 100 Sekunden unmissverständlich an: Mario Obad versenkte einen 7-Meter-Ball zum Führungstreffer im Zofinger Netz. Obad doppelte wenig später gleich nach, Tizian Dossenbach, der an diesem Tag besonders effizient wirkende Dave Zürcher, ferner Ivan Fallegger, ferner Fabian Auf der Maur erhöhten für ihre Truppe, nebst Topskorer Marko Koljanin, noch im Verlauf der ersten Viertelstunde auf 12:5. Der Gotthardexpress war in der Folge nicht mehr zu stoppen. Zur Pause führten die Innerschweizer bereits mit zehn Längen Vorsprung (22:12) - alles lief aus Urner Optik wie am Schnürchen.

Die Premiere des Landratskandidaten

Der HC KTV Altdorf optimierte seinen Vorsprung zu Beginn des zweiten Spielabschnittes auf 13 Längen (29:16, 40. Minute), um danach in der Konzentration etwas nachzulassen und nicht mehr «das Gelbe vom Ei» (O-Ton Spielertrainer Dani Lussi) abzuliefern. Doch wer wollte das den Altdorfern bei dieser Ausgangslage allzu sehr verargen? Zum Einsatz gelangten seitens der KTV-Truppe übrigens auch alle mitgereisten Nachwuchsspieler, darunter der seine NLB-Premiere feiernde Elias Arnold: Das Eigengewächs - und Altdorfer SVP-Landratskandidat notabene… - traf gleich zweimal ins Volle.

Der HC KTV Altdorf liess sich schliesslich einen klaren Sieg attestieren, sehr zur Genugtuung von Coach Dani Lussi, welcher sich auch über die Effizienz der beiden Kroaten Mario Obad und Marko Koljanin erbaut zeigte. «Keiner unserer Spieler fiel an diesem Spieltag ab – der Sieg hätte durchaus noch deutlicher ausfallen können wir haben indessen wohl doch etwas zu viele Minustreffer kassiert», lautete der Kommentar Lussis.

In den Reihen der Altdorfer brillierten in Zofingen, wie aufgezeigt, speziell Mario Obad und Marko Koljanin. Beide Topspieler trafen je elfmal ins Volle. Ivan Fallegger beeindruckte mit fünf, Fabian Auf der Maur mit vier und Dave Zürcher mit drei Toren. Je 100 Prozent Abschlusserfolgsquoten liessen sich Elias Arnold, Marius Kasmauskas und Dave Zürcher notieren, Marko Koljanin folgte mit 91, Mario Obad mit 78, Ivan Fallegger mit 71 Prozent.

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Jan Dittli; Marc Vollenweider, Elias Arnold (2), Marius Kasmauskas (1), Dave Zürcher (3), Ivan Fallegger (5), Cyril Keller, Fabian Auf der Maur (4), Tizian Dossenbach (1), Yannick Drollinger, Mario Obad (11), Marko Koljanin (11), Marc Häusler.

 

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