Spielberichte Herren 1

Spielberichte Herren 1 (149)

Montag, 30 November 2015 00:00

Hexer Marcel Luthiger rettete Sieg in extremis

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Pilatus/Luzern – HC KTV Altdorf 22:23

Urner dank Top-Defensivleistung aber bedenklicher Chancenauswertung. Klarer Sieg wäre nötig, ja eigentlich zwingend gewesen.

Luthi Yell PfUngewohnte Anspielzeit (Sonntagnachmittag) zum mit Hochspannung erwarteten Innerschweizer Derby in der Luzerner Maihofhalle. In beiden Lagern waren die vorgängig verletzt ausgefallenen Topskorer mit von der Partie: Jan Gwerder bei den Luzerner Aufsteigern, Marko Koljanin bei den Altdorfern. Letzterer wirbelte die Pilatus-Abwehr, trotzdem er noch nicht hundertprozentig „wieder hergestellt“ war, gehörig durcheinander (zehn Treffer), während bei den Platzherren Samuel Weingartner neun- und der erwähnte Gwerder dreimal ins Volle trafen.

18 „Hundertprozentige“ versiebt

Wie schon mehrmals in der laufenden Saison wirkte der Angriff der Altdorfer, über die ganze Spielzeit hinweg betrachtet, speziell aber in der Schlussphase, etwas unkonzentriert. Nichts beweist dies besser als die Tatsache, dass insgesamt gleich anderthalb hundertprozentige Möglichkeiten verscherzt respektive ausgelassen wurden, was auch Headcoach Dani Lussi und Spielertrainer Mario Obad zu Recht kritisierten. „Das Wichtigste ist indessen wohl, dass wir schliesslich beide Punkte - vor rund 200 Zuschauenden, zum Grossteil Urner und Stanser Fans - in den eigenen Reihen zu behalten vermochten. Nun haben wir Zeit, uns auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten. Zum nächsten NLB-Fight treten wir erst am 12. Dezember in Möhlin an“, so Lussi. Danach folgt endlich wieder eine NLB-Heimvorstellung: am 19. Dezember gegen Horgen, und danach der Schweizer-Cup-Achtelfinal, ebenfalls in Altdorf (22. Dezember, gegen St. Otmar St. Gallen).

„Luthi“ sei Dank...

In den Reihen des HC KTV Altdorf war, nebst Marko Koljanin, Keeper Marcel Luthiger der eigentliche Matchwinner. Insgesamt durfte er sich eine Superabwehrquote (22 von 54, also 41 Prozent, gegen sein Tor abgefeuerten Bällen) attestieren lassen. Auch wenige Sekunden vor Spielschluss brillierte „Luthi“. Dies, nachdem die Altdorfer (Marius Kasmauskas) einen unnötigen Ballverlust produziert hatten und Fabio Hess (Pilatus/Luzern) allein Richtung KTV-Tor wegzog. Luthiger verwehrte dem Streitobjekt mit seiner Glanztat den Eintritt in den Kasten – Altdorf stand damit definitiv als Siegerformation (23:22) fest.

Der übrige Spielverlauf in Kürze: Altdorf führte nach wenigen Minuten 3:0, nach 10 Minuten 7:3. Bis zur 20. Minute kämpfe sich Pilatus/Luzern auf 9:7 heran. Der 2-Tore-Vorsprung hatte auch zur Pause Bestand (13:11). Nach Wiederaufnahme der Partie war bald der Gleichstand perfekt (14:14). Die Urner erhöhten postwendend die Kadenz (18:15, 20:15). Nach einem Konter (Fallegger) schien die Vorentscheidung zugunsten der KTV-Truppe in der 52. Minute gefallen zu sein. Weil sich die Altdorfer bis zum Schlusspfiff indessen wenig berauschend präsentierten, fünf Treffer kassierten und nur ein mickriges Törchen zu markieren verstanden, lautete das Skore bald 22:21 respektive 23:22, ehe Marcel Luthiger dann mit dem bereits geschilderten „Big-Save“ seine stupende Aufwartung machte.

Altdorf auf dem 9. Rang

Die fünf übrigen Wochenendpartien ergaben folgende Resultate: Möhlin – Kadetten/Espoirs Schaffhausen 28:22, Zofingen – Birsfelden 27:27, Wädenswil – Siggenthal 29:27, Baden – Suhr/Aarau 24:28, Horgen – Steffisburg 29:32.

In der NLB-Zwischenrangliste führen nach elf Spielen weiterhin Endingen (21 Punkte), vor Suhr/Aarau (20) souverän. Es folgen: 3. Horgen (14), 4. Möhlin (14), 5. Siggenthal (14), 6. Kadetten/Espoirs Schaffhausen (13), 7. Steffisburg (13), 8. Baden (11), 9. Altdorf (10/12 Spiele), 10. Birsfelden (7), 11. Wädenswil (7/12 Spiele), 12. Zofingen (5), 13. Yellow/Pfadi Winterthur (4), 14. Pilatus/Luzern (3).

Für Altdorf spielten: Marcel Luthiger, Jan Dittli; Marius Kasmauskas (3), Dave Zürcher, Ivan Fallegger (4), Marc Fallegger (1), Joy Gisler, Flavio Fallegger, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (1), Tizian Dossenbach (1), Yannick Drollinger (1), Mario Obad (2), Marko Koljanin (10).

 

Montag, 23 November 2015 00:00

Von Aargauer Express plattgewalzt

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Endingen – HC KTV Altdorf 39:21

Eine böse Abfuhr erlitten die Urner am Sonntag gegen den Leader. Sie mussten allerdings auf das Mittun von Topskorer Marko Koljanin und Keeper Marcel Luthiger verzichten.

Kasmauskas Marius PremDie Vorzeichen für den KTV-Trupp standen zum Vornherein ausgesprochen schlecht. Die verletzungsbedingten Ausfälle der beiden Teamstützen wogen schwer und liessen die Chancen auf ein weiteres „Wunder“ - wie acht Tage zuvor gegen Suhr/Aarau - zum Vornherein gegen null schwinden. Marko Koljanin hatte sich eine Woche zuvor eine Rippenprellung zugezogen und fiel aus, auch Marcel Luthiger sah sich ausserstande, in den Fight einzugreifen. Diese beiden Fakten drückten natürlich auf die Moral der Urner, wie sich mit zunehmender Spieldauer unverkennbar zeigte. Der TV Endingen mit seinen Topakteuren liess sich auf keinerlei Abenteuer ein. Er überrollte die Gäste respektlos. Immerhin verblieb der HC KTV Altdorf auf dem 9. Tabellenplatz, da auch die hinter ihm klassierten Formationen ausnahmslos verloren. Die Resultate: Siggenthal - Pilatus/Luzern 26:23, Kadetten/Espoirs Schaffhausen - Wädenswil 41:36, Zofingen Horgen - 23:31, Birsfelden - Baden 18:27, Steffisburg - Möhlin 24:24, Suhr/Aarau - Yellow/Pfadi Winterthur 31:24. Die Tabelle sieht Endingen mit 21 Punkten, aber einem Mehrspiel gegenüber Suhr/Aarau, mit drei Längen Vorsprung an der Spitze. Horgen und Siggenthal belegen die beiden nächsten Positionen (je 14 Punkte). Es folgen: Kadetten/Espoirs Schaffhausen (13), Möhlin (12), Baden und Steffisburg (je 11), Altdorf (8), Birsfelden (6), Wädenswil (5), Zofingen und Yellow/Pfadi Winterthur (je 4), Pilatus/Luzern (3). Die Träger der roten Laterne werden am kommenden Wochenende den HC KTV Altdorf in der Maihofhalle (Sonntag, 15 Uhr) bei sich zu Gast begrüssen.

Frühzeitiges Rot gegen Kevin Ledermann

Altdorf begann gegen Endingen recht vielversprechend. Marius Kasmauskas, der Litauer in KTV-Diensten, hatte den Posten von Marko Koljanin übernommen. Er war dafür besorgt, dass die Altdorfer schon nach 88 Sekunden mit 2:0 führten. Doch die Aargauer gaben Gegensteuer und rissen das Ruder herum. Nachdem Kevin Ledermann in der 14. Minute im Anschluss an eine diskutable Aktion (Reaktion auf Provokation) die rote Karte gezeigt bekommen hatte, erlitten die Innerschweizer einen weiteren Tiefschlag. Nach 20 Spielminuten lagen sie bereits mit 7:14 im Hintertreffen. Der Rückstand konnte bis zur Pause nicht wettgemacht werden (12:18). Der TV Endingen vergrösserte seinen Vorsprung im Verlaufe der zweiten Halbzeit, führte nach 45 Minuten mit 19:34 und liess sich als klarer Sieger feiern (21:39). Marius Kasmauskas erwies sich in den Reihen des HC KTV Altdorf als mit Abstand bester Skorer (zehn Treffer nach einem Dutzend Abschlussaktionen), vor Marc Fallegger (3). Yannick Drollinger verzeichnete als einziger seiner Truppe eine hundertprozentige Abschluss-Erfolgsquote. Ivan Fallegger schied im Verlaufe der Schlussphase noch verletzt aus, was aus Urner Sicht so ganz in die Tages-Negativbilanz des KTV-Kollektivs passte. Der TV Endingen erhielt übrigens insgesamt vier Zeitstrafen verpasst – Altdorf keine einzige.

Der Kommentar des Endinger Chronisten: „Das hohe Tempo und das schnelle Umschalten auf unserer Seite forderte bei den Altdorfern seinen Tribut. Die Ermüdungserscheinungen waren mit zunehmender Spieldauer deutlich erkennbar. Selbst als wir einmal mit nur vier Mann auf dem Feld standen, vermochten die Innerschweizer keinen Treffer zu landen. Endingen liess sich zu keiner Zeit den Sieg streitig machen. Die Leadertruppe hielt die Konzentration hoch und arbeitete fleissig an der immer deutlicher ausfallenden Tordifferenz.“ Mit dem Schlussresultat zeigte sich TVE-Trainer Michael Spuler höchst zufrieden. Dieses Fazit traf auf die handicapierten Urner, welche immerhin mit einer guten Auftaktphase zu gefallen vermochten, nicht zu... Jetzt ist Wiedergutmachung im wichtigen Spiel gegen Tabellenschlusslicht Pilatus/Luzern angesagt.

Altdorf spielte mit: Jan Dittli, Nicolas Stocker; Marius Kasmauskas (10), Dave Zürcher (2), David Arnold, Ivan Fallegger (1), Cyril Keller, Marc Fallegger (3), Joy Gisler, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur, Tizian Dossenbach (2), Yannick Drollinger (1), Mario Obad (2).

 

Sonntag, 15 November 2015 00:00

Sensation: Leader respektlos vom Podest gestossen

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HC KTV Altdorf – HSC Suhr/Aarau 30:27

Urner warteten gegen den bisher verlustpunktelosen Leader mit der besten Saisonleistung auf. Marko Koljanin Topskorer mit 12 Treffern.

kassuhDie Aargauer waren mit dem allgemein als bestdotierten (und breitesten) Kader in die neue NLB-Saison gestartet. Und wurden den erteilten Vorschusslorbeeren bislang gerecht. Nach acht Runden zierten sie verlustpunktelos die Zwischenrangliste. Nun weilten sie am Samstagabend in der Feldliarena zu Gast. Über 300 Kiebitze waren gekommen, um sich die angekündigte Schau nicht entgehen zu lassen. Der HC KTV Altdorf rehabilitierte sich für die acht Tage zuvor kassierte peinliche Niederlage gegen Wädenswil in allen Belangen. Die Truppe von Spielertrainer Mario Obad und Headcoach Dani Lussi lieferte einen begeisternden Fight, den beeindruckendsten im Verlaufe der noch jungen Saison, ab. Sie startete fulminant, zeigte vor grossen Namen keinerlei Respekt und reduzierte die vorgängig immer wieder viel zu hohe Quoten an technischen Unzulänglichkeiten und versiebten hundertprozentigen Chancen signifikant. Kam hinzu, dass die Aargauer unter dem Zepter von Cheftrainer Markus Jud die Innerschweizer mit einiger Sicherheit etwas unterschätzt hatten. Doch zurück zu den Gastgebern: Sie zeigten sich vor der viel zitierten Übermacht der Besucher alles andere als beeindruckt, entwickelten vom Anpfiff weg viel Druck, Zug aufs gegnerische Tor und Ideenvielfalt. Einmal mehr blitzten immer wieder die Fähigkeiten der beiden Kroaten Mario Obad (Spielertrainer) sowie Topskorer Marco Koljanin auf, der gleich ein volles Dutzend Mal ins Volle traf und sich auch den ihm im Verlaufe der Partie geschenkten Spezialbewachungsaktionen immer wieder zu entziehen vermochte.

Vorübergehende Drei-Tore-Führung

koljanin aarau filteredEs war der infolge Krankheit acht Tage zuvor pausierende, jetzt aber wieder topfit wirkende Marius Kasmauskas, der das Auftaktzeichen setzte. Obad und Koljanin doppelten nach. Später lautete das Skore 6:6 und 8:8. Danach liessen Koljanin, Kasmauskas und Obad die Drei-Tore-Führung (11:8) ihrer Truppe – unter den verdienten Ovationen des Heimpublikums – Tatsache werden. Der KTV überzeugte bis zur Pause als Kollektiv und entwickelte viel Spielleidenschaft, liess sich durch gegnerische Treffer nicht sonderlich irritieren (ein Verdienst der kompakt wirkenden Abwehr, mit einem immer wieder überzeugenden Marcel Luthiger im Kasten), um nach Ablauf der ersten Halbzeit mit 15:13 in Front zu liegen.

Gleichstand nach 44 Minuten

Suhr/Aarau war in der Folge drauf und dran, der Partie die angestrebte Wende zu verleihen, dabei immer wieder von seinem „Leitwolf“ Mischa Kaufmann (elf Treffer insgesamt) und den beiden Toppers Kubaljia (7) und Josic (5) profitierend. Eine gute Viertelstunde vor Spielschluss hatten die Gäste ausgeglichen (20:20). Die Altdorfer liessen sich deswegen nicht entmutigen. Sie blieben ihrem eingeschlagenen System treu und vermochten sich bis zur 56. Minute wieder mit drei Längen abzusetzen (27:24). Suhr/Aarau gelang es in der Folge nicht mehr, zu reagieren. Zweimal Marius Kasmauskas sowie Ivan Fallegger waren schliesslich für die angestrebte „30“ zuständig, während Marcel Luthiger seinerseits zweimal mit Sondereinlagen beeindruckte. Interessantes Detail: Altdorf hatte zwei, Suhr/Aarau fünf Zeitstrafen zu verkraften. Um gleich bei den Statistiken zu verbleiben: Dave Zürcher und Yannick Drollinger verzeichneten je hundertprozentige Abschlusserfolgsquoten, Marko Koljanin 92, Fabian Auf der Maur und Tizian Dossenbach 60, Marius Kasmauskas 57, Mario Obad und Ivan Fallegger je 50. Marcel Luthiger parierte neun von 34 Geschossen.

Stimmen zum Spiel, Resultate, Tabelle, nächste Einsätze

marccaptaarschirisKTV-Headcoach Dani Lussi: „Wille und viel Disziplin prägten die Partie unsererseits. Das Team glaubte stets an seine Fähigkeiten. Es verdient ein vorbehaltloses Kompliment.“

HSC-Cheftrainer Markus Jud: „Altdorf überzeugte als Kollektiv, das sich die Sensation stets vor Augen hielt. Es blieb seiner Linie bis zuletzt treu. Negativ machten sich bei uns erwartungsgemäss die verletzungsbedingten Ausfälle von Martin Prachar sowie Lukas Strebel bemerkbar.“

Die weiteren NLB-Resultate des Wochenendes: Pilatus/Luzern – Espoirs/Schaffhausen 31:31, Wädenswil – Steffisburg 30:33, Horgen – Birsfelden 35:28, Möhlin – Zofingen 36:20, Yellow-Pfadi/Winterthur 25:32. – Das Klassement: 1. Endingen (10/19), 2. Suhr/Aarau (9/16), 3. Horgen und Siggenthal (je 9/12), 5. Espoirs/Schaffhausen und Möhlin (je 9/11), 7. Steffisburg (9/10), 8. Baden (9/9), 9.Altdorf (10/8), 10. Birsfelden (9/6), 11. Wädenswil (10/5), 12. Zofingen (9/4), 13. Yellow/Pfadi Winterhur (10/4), 14. Pilatus/Luzern (3).

Am Samstag, 22. November, tritt der HC KTV Altdorf in Endingen, am 29. November in Luzern gegen Pilatus/Luzern, am 12. Dezember in Möhlin an. Der nächste Heimfight der Urner steht am 19. Dezember gegen Horgen bevor.

Altdorf spielte mit; Marcel Luthiger, Jan Dittli; Marius Kasmauskas (4), Dave Zürcher (1), Ivan Fallegger (1), Marc Fallegger, Joy Gisler, Flavio Fallegger, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (3), Tizian Dossenbach (3), Yannik Drollinger (1), Mario Obad (5), Marko Koljanin (12).

Sonntag, 08 November 2015 00:00

Das war nicht das Gelbe vom Ei...

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Altdorf – Wädenswil 31:33

Einen schlechten Tag zog der KTV-Trupp vor 400 Zuschauern in der Feldliarena ein. Fazit: unnötige Niederlage und keine Äufnung des Zählerkontos.

obadmario wädens filteredGrübeln über zwei unbedarft verscherzte Punkte bringt erfahrungsgemäss wenig. Doch bezüglich der Mutmassungen, die einen mehrheitlich schwachen HC KTV Altdorf zu Werke gehen sahen, könnten immerhin deren zwei in den Vordergrund gerückt respektive entsprechende Fragen aufgeworfen werden: War es der Ausfall des erkrankten Marius Kasmauskas, der das Teamgefüge auseinanderdriften liess (was ja eigentlich gar nicht der Fall sein dürfte) oder ganz einfach eine gewisse Portion Überheblichkeit, gegen den bislang Tabellenvorletzten keine hundertprozentige Leistung in die Waagschale werfen zu müssen? Die Antwort weiss nur der Wind. Aber wer – wie der HC KTV Altdorf am Samstagabend – 19 (in Worten neunzehn...) hundertprozentige Chancen versiebt und 13 (dreizehn...) technische Fehler begeht, darf sich einfach nicht wundern, wenn programmierte Punkte bachab schwimmen. Jammern ist müssig. Vielmehr muss leistungsmässig dringend Remedur geschaffen werden und insbesondere an der Verbesserung der Chancenauswertung hart gearbeitet werden. Doch was erklärte Headcoach Dani Lussi nach dem verlorenen Match? „Der Gegner hat den Sieg nicht gestohlen, er tat ganz einfach mehr fürs Spiel.“

Die „Hand Gottes“

zürcherdav wädenswil filteredDer gewiefte Sportfreund erinnert sich an eine Begebenheit, die sich im Rahmen der Fussball-Weltmeisterschaften im Jahre 1986 zugetragen hatte. Als das legendäre Schlitzohr Diego Maradona ein Tor unter Zuhilfenahme seiner Hand (sanktionslos) erzielt hatte, ging das geflügelte Wort der „Hand Gottes“ um den Globus. Als nun ein Offizieller der Wädenswiler am Samstag vor dem Zeitnehmertisch kolportierte, sein Team habe ebenfalls „ausserirdische“ Kräfte mobilisiert, war natürlich männiglich darauf gespannt zu erfahren, was es damit genau auf sich hatte. Des Rätsels Lösung: Es waren offenbar tatsächlich Kontakte zu Generalvikar Martin Kopp sowie dem auf der wäd filteredPfarrherrn aus Schattdorf, German Betschart, geknüpft worden – beide früher aufgrund ihrer seelsorgerischen Tätigkeiten eng mit Wädenswil verbunden –, dies mit der Bitte, beim Allmächtigen eine Fürbitte einzubringen, dem Sieg der Zürcher zu Gevatter zu stehen. „Es geht uns ganz einfach darum, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, den Abstieg unseres Teams zu verhindern“, gab der Offizielle mit einem Augenzwinkern zu Protokoll, dabei nur so ganz beiläufig von der erwähnten „Hand Gottes“ Maradonas zu sprechen... Wie sagte doch der Erzähler eines Märchens vom klugen Schneiderlein (Gebrüder Grimm)? „Wers nicht glaubt, zahlt einen Taler...“

Doch zurück zum Geschehen auf dem Handballfeld. Der HC KTV Altdorf tat sich vorweg mit der offensiv angelegten Abwehr der Wädenswiler und den effizient vorgetragenen Angriffen der Gäste schon vom Anpfiff an sichtlich schwer. Die (zu) häufigen Ballverluste der Einheimischen quittierten die Besucher regelmässig mit blitzschnell vorgetragenen Konterattacken. Altdorfs Deckung sah sich immer wieder ausgepunktet.

Zum Spielverlauf

fall mar wäd filteredDer HC KTV Altdorf lag bis zur 20. Minute mehrheitlich im Rückstand, ehe dann Marko Koljanin, Fabian Auf der Maur und Dave Zürcher einen Zwei-Tore-Vorsprung für das Heimteam herauszuwirtschaften vermochten und den Bann zu brechen schienen. Doch nichts da: Bis zum Pausenpfiff waren die vorübergehend in Unterzahl agierenden Zürcher wieder für den Gleichstand (15:15) besorgt.

Die Anmahnungen von Spielertrainer Mario Obad (mit neun Treffern an diesem Abend auch klar erfolgreichster Skorer) und Headcoach Daniel Lussi, während der zweiten halben Stunde konzentrierter zu agieren und in der Deckung konsequenter zu arbeiten, wurden vom KTV-Kollektiv nur bedingt nachvollzogen. Immerhin vermochte auch der zwischenzeitlich zwischen die Pfosten beorderte Jan Dittli mit einigen Topparaden sein Team vor dem Ärgsten zu verschonen. Als das Skore nach 50 Minuten bei 26:26 stand, tat sich – wie sich nachträglich herausstellte – Vorentscheidendes. Ein rüdes Foul an Ivan Fallegger am Wädenswiler Kreis ahndeten die Unparteiischen nicht, massen auf der Gegenseite dann aber gleich zweimal mit völlig ungleichen Ellen. Prompt resultierte daraus das 26:28. Alarmstufe eins war damit im KTV-Lager definitiv ausgelöst, zumal auch der Drei-Schritte-Regel, bei einer Wädenswiler Aktion, seitens der Refs keinerlei Nachachtung verschafft worden war. Beim Stande von 28:31 versuchten die Altdorfer, der Partie noch eine Wende zu verleihen – umsonst. Die clever zur Sache gehenden Zürcher verteidigten das eroberte Terrain bis zuletzt erfolgreich, nachdem die Platzherren auch das Kunststück fertig brachten, mit einem Konter (unglaublicher Ballverlust beim Stand: von 30:32) nicht zu reüssieren, dafür Wädenswil indessen im Gegenzug kaltschnäuzig das 30:33 realisierte. Fabian Auf der Maurs abschliessendes 31:33 kam zu spät, um noch etwas Entscheidendes bewirken zu können.

Nachdem über das Wochenende nur noch die Partie Siggenthal – Endingen (24:31) ausgetragen wurde, präsentiert sich die „heisse Zone“ am Tabellenende nun wie folgt: 10. Altdorf (9/6), 11. Wädenswil (9/5), 12. Zofingen (8/4), 13. Yellow/Pfadi Winterthur (9/4), 14. Pilatus/Luzern (8/2). – Am kommenden Samstag empfängt der HC KTV Altdorf in der Feldliarena den (noch verlustpunktelosen) Tabellenzweiten HSC Suhr/Aarau (19 (!) Uhr, Feldliarena).

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Jan Dittli; Michael Bissig, Dave Zürcher (1), Ivan Fallegger (4), Cyril Keller, Marc Fallegger (3), Joy Gisler, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (4), Tizian Dossenbach (4), Yannick Drollinger (1), Mario Obad (9), Marko Koljanin (5).

 

Mittwoch, 28 Oktober 2015 00:00

Nerventhriller – und drei rote Karten

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Schweizer Cup: BSV Stans (1. Liga) – HC KTV Altdorf (NLB) 26:29

Wie erwartet wurde das Urschweizer Derby am Dienstagabend zum grossen Showdown. Urner jetzt im schweizerischen Achtelfinal!

fall marc zurückWas zu erwarten war, traf zu hundert Prozent ein: Die Eichlihalle in der Nidwaldner Metropole entwickelte sich zum Hexenkessel. Auf dem Programm stand nämlich der Schweizercup-Sechzehntelfinal zwischen den beiden Innerschweizer Klubs. Dazu fanden sich 621 (registrierte) Zuschauende ein, darunter ein beachtlicher Harst Urner Handballfreunde. Die Partie wurde zum knisternden Aufeinandertreffen, das bezüglich 10 000-Volt-Spannung bis zur letzten Minute von den Sesseln riss. Zum einen waren da die Gastgeber (klare Leader in der 1.-Liga-Meisterschaft der Gruppe 2 - 12 Punkte nach sechs Einsätzen mit einem stolzen Skore von 212:139), in deren Reihen der vormalige Altdorfer Topskorer und gegenwärtige BSV-Spielertrainer, Thomas Mohenski, seine Visitenkarte abgab, zum andern der KTV-Trupp, welcher drei Tage zuvor eine schmerzliche Niederlage im Rahmen der achten NLB-Runde gegen Baden kassiert hatte (22:29).

Auf der Spielerbank der Altdorfer nahm als Coach für einmal der noch immer rekonvaleszente Stammspieler Marc Fallegger Platz genommen. Dani Lussi (langjähriges Ehrenmitglied des BSV Stans, jetzt Headcoach beim HC KTV Altdorf) hatte nämlich schon früher versprochen, ein allfälliges „Ernstfall“-Aufeinandertreffen der beiden Urschweizer Kontrahenten nur von der Tribüne aus zu verfolgen...

Im Vorfeld der Begegnung (souveräne Leitung: Reto Bär / Beat Süess) waren die beiden Teams selbstredend durch ihre versierten „Physio-Fachleute - für den HC KTV Altdorf Koen Haelters - optimal auf die schwierige Mission vorbereitet worden, während die Spielertrainer (Altdorf: Mario Obad) in beiden Lagern alles unternahmen, um ihre Formationen mental auf Vordermann zu bringen und aufs Spielkonzept einzuschwören.

Imfelds verwerfliche „Tat“

Die Partie stand im Zeichen beherzter Körperkontakte, die oft das gesunde Mass allerdings etwas überschritten. So ballerte der Stanser Topskorer Christian Imfeld etwa einen Penaltyball (bereits nach 01.29) mitten ins Gesicht von KTV-Keeper Marcel Luthiger. Reglementsgemäss erhielt der Nidwaldner für diese Aktion die rote Karte vor die Nase gestreckt. Auch die beiden Altdorfer Kevin Ledermann und Fabian Auf der Maur sahen sich (beide nach drei Zeitstrafen) im Verlaufe der Partie mit der roten Karte vorzeitig verabschiedet. Insgesamt deckten die Schiedsrichter den HC KTV Altdorf zehnmal mit Zwei-Minuten-Strafen ein, den BSV Stans nur gerade dreimal.

Vom HC KTV Altdorf profilierten sich die beiden Kroaten Marko Koljanin und Mario Obad mit sieben (wie beim BSV Stans Nicolai Christensen) respektive sechs Treffern. Es folgten Fabian Auf der Maur und Marius Kasmauskas (je vier) sowie Ivan Fallegger (drei). Hundertprozentige Erfolgswurfquoten liessen sich seitens des HC KTV Altdorf Joy Gisler und Yannick Drollinger notieren. Spezielle Erwähnung verdient die Leistung der beiden Altdorfer Torsteher: Marcel Luthiger parierte in der ersten Halbzeit zehn (35 Prozent), Jan Dittli während der zweiten Spielhälfte sechs (47 Prozent) der gegen das KTV-Tor abgefeuerten Bälle. Beide KTV-Schlussleute zeichneten sich auch als erfolgreiche Penaltykiller aus.

Der Matchverlauf im Zeitraffer

Das erste Tor der Partie erzielte Fabian Auf der Maur (Zeit: 02.39). Nach zehn Minuten lautete das Skore 5:3 zugunsten der Platzherren. Altdorf legte in der Folge einen Zahn zu, um in der 14. Minute auszugleichen und bis zur 19. Minute mit 10:5 in Front zu liegen. Vier Minuten vor der Pause machte die KTV-Reserve bereits sieben Längen (15:8) aus. Die Seiten wurden beim Stande von 16:11 gewechselt.

Im Verlaufe der zweiten Halbzeit machten die Stanser frühzeitig Terrain gut – an einen „Spaziergang“ ihrer Widersacher war somit nicht (mehr) zu denken (34. Minute: 16:14). Der Ausgang der Begegnung war damit wieder komplett offen geworden, zumal der BSV Stans elf Minuten vor Time gar auf eine Länge (22:21) verkürzt hatte. Der angestrebte Gleichstand glückte den Nidwaldnern auch in der Folge indessen nie. Nach der 55. Minute (25:24) hatten die Urner leichte spielerische Vorteile zu verzeichnen, um ihren Vorsprung schliesslich durch Ivan Fallegger (Zeit: 59.17) und Mario Obad (59.57, Penalty) zu zementieren (29:26). Altdorfs Headcoach (auf der Tribüne) nach dem durchwegs bis zuletzt von den Sitzen reissenden Match: „Wir hätten die Partie unbedingt klarer zu unseren Gunsten gestalten können – ja müssen. Ich zählte 23 (!) nicht verwertete Topchancen auf unserer Seite. Teilweise stellten wir uns im Angriff etwas zu unprofessionell an. Dies war auch im Deckungsbereich ab und zu der Fall.“

Mit Spannung wird im Lager des HC KTV Altdorf nun die Auslosung der Cup-Achtelfinalbegegnungen erwartet. Mit ihr ist anfangs nächster Woche zu rechnen, da die letzten Sechzehntelfinalpartien erst am Samstag ausgetragen werden.

Altdorf spielte in Stans mit: Marcel Luthiger, Jan Dittli; Michael Bissig (2), Marius Kasmauskas (4), Dave Zürcher, Ivan Fallegger (3), Cyril Keller, Joy Gisler (1), Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (4), Tizian Dossenbach (1), Yannick Drollinger (1), Mario Obad (6), Marko Koljanin (7).

 

Sonntag, 25 Oktober 2015 00:00

Die Mär vom Hornissenschwarm

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STV Baden – HC KTV Altdorf 30:22

Höhenflug der Urner abrupt gestoppt. Jetzt werden am spielfreien nächsten Wochenende die Wunden geleckt.

obad mario 7x gegen badenEigentlich war erwartet worden, dass die Altdorfer aus Baden Punkte entführen würden. Dies umso mehr, als die Gastgeber verlauten liessen, bislang noch nicht richtig ins neue Championat gefunden zu haben und unter ihrem Wert geschlagen worden zu sein. Diese Einschätzungen widerlegten die Aargauer am Samstagabend gleich selber aufs Gründlichste. Sie warteten mit einer mehrheitlich geschlossenen Leistung auf, welche offensichtlich auch die vereinseigenen Auguren ins Schwärmen versetzte. Sie sahen den STV „von einer völlig anderen Seite“, wie sie im Rahmen der Matchanalyse von sich verlauten liessen. Und weiter: „Unser Kollektiv machte den hochkarätigen Urnern das Leben schwer – es trat wie ein Hornissenschwarm auf und zelebrierte recht eigentlich sehr guten Handballsport, wie er eigentlich vor Meisterschaftsbeginn erhofft worden war“.

Verpatzter Auftakt der Urner

Obige Aussagen müssen indessen zumindest etwas relativiert werden. So wirkte die KTV-Deckung alles andere als unwiderstehlich, schnitzerte immer wieder und sah sich schon nach gut acht Minuten mit 1:5 ins Hintertreffen manövriert respektive brachte es fertig, bis zu diesem Zeitpunkt keinen einzigen Treffer aus dem Spiel heraus realisiert zu haben: Das einzige Tor markierte vorderhand Altdorfs Spielertrainer Mario Obad mittels Penalty. Dank einer zusehends besser werdenden Effizienz im Angriff gelang es den Urnern in der Folge, Terrain gut zu machen. Nach 20 Minuten hatten sie auf 6:5 verkürzt, um zur Pause nur mit zwei Längen in Verzug zu liegen (13:11 für die Aargauer). Die elf erzielten Treffer bildeten für die Innerschweizer keine besondere Ruhmeskarte, auch wenn sich die gegnerische Defensive immer wieder zu profilieren verstand, angeführt von einem stupenden Schlussmann (Marco Wyss). Er liess sich während der ganzen Spielzeit eine stolze vierzigprozentige Abwehr-Erfolgsquote attestieren. Auf der Gegenseite vermochte Marcel Luthiger keine Zeichen zu setzen, um kurz vor dem Tee entnervt Jan Dittli Platz zu machen. Dieser liess sich in der Folge eine gute 30-Prozent-Erfolgsquote bescheinigen.

Im Angriff wirkte Kanonier Marko Koljanin relativ blass. Er traf - bei 13 Versuchen - nur viermal ins Volle. Dazu bleibt anzumerken, dass er mehrmals bös gefoult wurde, doch klar fällige 2-Minuten-Verdikte seitens der Unparteiischen blieben unbegreiflicherweise immer wieder aus. Anderseits war Spielertrainer Mario Obad für sieben Tore besorgt.

Wie Koljanin durfte sich Ivan Fallegger viermal als Skorer feiern lassen. Hundertprozentige Abschlusserfolgsquoten realisierten Fabian Auf der Maur und Tizian Dossenbach (2/2). A propos Erfolgstorschützen: Bei Baden traf Florian Legoll, der vom HC KTV Altdorf kaum je wirkungsvoll an die Leine gelegt werden konnte, achtmal - bei neun Versuchen...

Doch zurück zum Spielgeschehen: Altdorf schloss gleich nach dem Tee bis eine Länge zu den Aargauern auf, um nach 42 Minuten wieder deutlich zurück zu liegen (16:20). Sechs Minuten vor dem Abpfiff schöpften die Urner nochmals Hoffnung (22:24), um sich danach jedoch definitiv ins Abseits drängen respektiv den Vorwärtsgang nicht eingeschaltet zu lassen. „Heute ist kaum einer auf seine Normalform gekommen. Wir fanden gegen die Badener Offensivverteidigung kein Rezept. Am Schluss gaben unsere Akteure den Glauben an sich unbegreiflicherweise auf – vier kassierte Gegenstosstreffer legten Zeugnis davon ab“, resümierte KTV-Headcoach Dani Lussi konsterniert.

Übrige Resultate und Tabelle

Die weiteren Ergebnisse der NLB-Meisterschaft vom Wochenende: Steffisburg – Pilatus/Luzern 32:24, Zofingen – Wädenswil 32:27, Yellow/Pfadi Winterthur - Birsfelden 27:29, Horgen – Möhlin 31:34, Endingen – Kadetten/Espoirs Schaffhausen 33:32, Suhr/Aarau – Siggenthal 36:24.

In der NLB-Tabelle führen (nach acht von 26 Runden) weiterhin ohne Punktverlust Endingen sowie Suhr/Aarau (je 16 Punkte). Es folgen: 3. Siggenthal (12), 4. Kadetten/Espoirs Schaffhausen und Horgen (je 10), 6. Möhlin (9), 7. Steffisburg (8), 8. Baden (7), 9. Birsfelden und Altdorf (je 6), 11. Zofingen (4), 12. Yellow/Pfadi Winterthur sowie Wädenswil (je 3), 14. Pilatus/Luzern (2).

Nun bleibt zu hoffen, dass sich der HC KTV Altdorf am Dienstagabend im Rahmen des Schweizer-Cup-Sechzehntelsfinals in Stans (Anspielzeit in der Eichlihalle: 20.15 Uhr) wieder während 60 Minuten seiner Qualitäten besinnt und beim „Underdog“ (Leader in der 1.-Liga-Gruppe allerdings...) für die Achtelfinals qualifiziert.

Am kommenden Wochenende ruht der NLB-Meisterschaftsbetrieb. Acht Tage später (am 7. November) gastiert 1.-Liga-Aufsteiger Wädenswil beim HC KTV Altdorf.

 

Sonntag, 18 Oktober 2015 00:00

Kanonier Koljanins und Hexer Luthigers Glanztaten

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HC KTV Altdorf – Yellow/Pfadi Winterthur 26:21

Dritter Saisonsieg: Urner in der Vierzehnergruppe jetzt auf Rang 8. Marcel Luthiger zauberte zwischen den Pfosten.

Ivan Akrobat Yell PfDer Samstagabendfight, vor rund 300 Zuschauern in der Feldliarena ausgetragen, bewies es definitiv: Die Altdorfer haben wieder endgültig auf die Erfolgsstrasse eingebogen. Zwar liessen sie im Rahmen der siebten NLB-Qualifikationsrunde nach einem Sechs-Tore-Vorsprung (44. Minute) wieder etwas nach, machten den Sack gegen die vorübergehend aufdrehenden Zürcher in der Folge aber ohne Wenn und Aber zu. Dem dritten Saisonsieg standen zwei Spielerpersönlichkeiten besonders zu Gevatter: Der unwiderstehlich wirkende Topskorer Marko Koljanin (elf Treffer), ferner ein in Hochform agierender Torsteher Marcel Luthiger. Er machte insgesamt ein gutes Dutzend sogenannt hundertprozentiger gegnerischer Chancen magistral zunichte, dadurch immer wieder Sonderapplaus von den Rängen abholend. Nebst Koljanin zeichneten sich Spielertrainer Mario Obad und Ivan Fallegger mit je fünf Einschüssen sowie Letzterer und Yannick Drollinger mit je einer hundertprozentigen Luthi Yell PfChancenauswertung speziell aus. Das gesamte KTV-Kollektiv lieferte gegen die pfeilschnell agierenden und immer wieder in der gegnerischen Deckung für viel Unruhe sorgenden Zürcher eine insgesamt starke Leistung ab. Fazit: Der HC KTV Altdorf dürfte in der bestehenden Verfassung schon bald noch weiter Tabellenterrain gutmachen.

Die beiden verlustpunktelosen Leader Endingen (29:27 gegen Steffisburg) und Suhr/Aarau (30:29 gegen die Kadetten-Espoirs aus Schaffhausen) weisen nach wie vor keine Verlustpunkte auf. Die weiteren Ergebnisse: Siggenthal – Baden 28:24, Wädenswil – Horgen 26:34, Möhlin – Birsfelden, Pilatus/Luzern – Zofingen 26:24.

Die komplette NLB-Rangliste: Endingen und Suhr/Aarau, je 14, Siggenthal 12, Kadetten-Espoirs und Horgen je 10, Möhlin 7, Steffisburg und Altdorf je 6, Baden 5, Birsfelden 4, Yellow/Pfadi Winterthur sowie Wädenswil je 3, Zofingen und Pilatus/Luzern je 2 Punkte.

13:10-Halbzeitführung

ObadKolj Yell PfAusgeglichen verlief zwischen Altdorf und Yellow/Pfadi die erste Halbzeit. Nach der Auftaktviertelstunde lautete das Skore 7:7. Danach waren die Zürcher für einen Schuss vor den Bug der Innerschweizer besorgt (7:9). Zum zweiten Mal im Verlauf der ersten halben Stunde setzte sich der KTV-Trupp unmittelbar vor der Pause in Front: Marko Koljanin verwandelte einen Penalty sowie einen weiteren knallhart abgefeuerten Präzisionshammer, Marius Kasmauskas einen verdeckt abgegebenen Ball im gegnerischen Netz. Die Gäste lagen dadurch mit drei Längen Unterschied in Schieflage. Anzumerken bleibt, dass Marcel Luthiger bis zu diesem Zeitpunkt gleich ein halbes Dutzend Mal mit Topinterventionen seine Aufwartung machte und auch ein ObadLussiYell PfZürcher Penaltygeschoss mit tollem Spagat zur Seite lenkte. Marko Koljanins Trikot hatte im Übrigen eine recht kurze Lebensdauer. Es wurde ihm von einem rüde zur Sache gehenden Zürcher (sanktionslos notabene...) förmlich vom Oberkörper gezurrt, was den Kroaten aber nicht im Geringsten beeindruckte. Er erschien in der Folge statt mit seiner angestammten Nummer 23 mit der (für ihn) ungewohnten 3 auf dem Spielfeld.

Zürcher Zwischenspurt

Dossen Tiz YellPf filteredDie Partie schien vorzeitig zugunsten der Urner zu laufen, als der HC KTV Altdorf in der 44. Minute mit 19:14 führte. Doch einige Ungenauigkeiten in der Deckung der Einheimischen gestalteten den Spielverlauf nochmals spannend, als Yellow/Pfadi nach einem Überzahlspiel plötzlich nur noch 19:17 zurück lag. Doch Fabian Auf der Maur leitete die definitive Siegsicherung zugunsten seines Kollektivs mit einem raffinierten Heber ein, Ivan Fallegger (zweimal), Mario Obad sowie Marko Koljanin waren für weitere Treffer der Gastgeber besorgt. Das 25:20 markierte Fabian Auf der Maur. Für den letzten KTV-Erfolg zeichnete schliesslich Ivan Fallegger zuständig.

Stimmen zur Partie

herger sina 5Spielertrainer Mario Obad und Headcoach Dani Lussi: „Mit der Leistung unseres Teams sind wir mehrheitlich zufrieden. Allerdings liegt ein weiteres Steigerungspotenzial durchaus drin. Jetzt wollen wir am kommenden Samstag gegen den STV Baden auswärts beweisen, dass wir in der Lage sind, unsere Bilanz - vier Niederlagen und drei Siege - auszugleichen.“

Zuzüger Yannik Drollinger: „Wir gaben das Zepter während der vollen Stunde kaum je aus der Hand. Ganz toll im Strumpf erwies sich unser Keeper Marcel Luthiger. Auf dem Gezeigten unserer Truppe lässt sich bestimmt weiter aufbauen.“

Topskorer Marko Koljanin: „Unsere Deckungsarbeit gefiel mir besonders gut. Nur 21 kassierte Minustore sind durchaus sehenswert. Mit der so genannt zweiten Welle vermochte unser Angriff Mal für Mal zum Erfolg zu kommen.“

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Jan Dittli; Michael Bissig, Marius Kasmauskas (2), Dave Zürcher, Ivan Fallegger (5), Joy Gisler, Flavio Fallegger, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (2), Tizian Dossenbach, Yannick Drollinger (1), Mairo Obad (5), Marko Koljanin (11).

 

Montag, 12 Oktober 2015 00:00

Obads Effizienz – Falleggers Sperrfeuer

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Birsfelden – HC KTV Altdorf 24:28

Zweiter Saisonsieg der Urner, die auf den neunten Tabellenplatz vorrückten. Im Cup wartet nun der BSV

NLB obad marioDie Urschweizer waren ihren Anhängern im bisherigen Meisterschaftsverlauf einiges schuldig geblieben. Nun versöhnten sie ihre Fans am Sonntagabend in Birsfelden mit einem ebenso deutlichen wie verdienten Erfolg. Im Rahmen eines „Arbeitssieges“ wurden zwei wichtige Zähler eingefahren. Ihm standen Spielertrainer Mario Obad sowie Ivan Fallegger und Marko Koljanin recht eigentlich zu Gevatter. Ersterer beeindruckte mit einer fast makellosen Abschlusseffizienz: Aus neun Versuchen zauberte der Kroate acht Tore aus dem Hut. Nur um weniges stand ihm Ivan Fallegger mit sieben Treffern (zwölf Versuche) nach – Marko Koljanin traf fünfmal ins Schwarze. Doch es war nicht nur dieses Kanoniertrio, welches den doppelten Punktegewinn Realität werden liessen, sondern vielmehr die ganze Mannschaft, welche einen generell starken Eindruck hinterliess, sehr zur Genugtuung auch von Headcoach Dani Lussi. Einer der KTV-Erfolgsgaranten war, dass es dem Kollektiv gelang, den 22-jährigen gegnerischen Ballzauberer Mads Bole Thomson weitestgehend zu neutralisieren. Der Däne hatte wenige Tage zuvor gegen Wädenswil elfmal ins Schwarze getroffen – nun hatte er sich mit einem allereinzigen Erfolgserlebnis zu begnügen. Der HC KTV Altdorf wartete in der Nordschweiz übrigens mit fast vier Dutzend Abschlussversuchen auf – Birsfelden riskierte wesentlich weniger (32). Keeper Marcel Luthiger liess sich eine 25-prozentige Abwehrerfolgsquote attestieren – die Bilanz seiner insgesamt drei eingesetzten Gegenüber lag bei 39 respektive grossartigen 50 Prozent (Thomas Braun).

Zum Spielverlauf

Die Partie verlief bis zur Pause höchst ausgeglichen. Keine Mannschaft vermochte sich von ihren Gegnern abzusetzen. Ein Treffer Yannick Drollingers liess zugunsten der Urner immerhin einen Halbzeit-Minivorsprung (13:12) Tatsache werden. Bis zur 40. Minute änderte sich am Zwischenresultat wenig. Innerhalb von vier Minuten stellte der HC KTV Altdorf das Signal zum Sieg in der Folge durch Mario Obad, Tizian Dossenbach sowie Marko Koljanin definitiv auf Grün (20:15). In der 56. Minute hatten die Urner ihren Vorsprung auf 27:21 ausgebaut. Danach liessen sie nichts mehr anbrennen. Allerdings trafen sie bis zum Abpfiff nur noch einmal ins gegnerische Netz, doch waren die Gastgeber nicht in der Lage, die weitgehend kompakt agierende gegnerische Abwehr vor Probleme zu stellen.

Die übrigens Resultate der NLB-Wochenendpartien: Yellow Winterthur – Siggenthal 27:28, Baden – Kadetten-Espoirs SH 24:27, Endingen – Zofingen 35:21, Horgen – SG Pilatus/Luzern 31:21, Möhlin – Wädenswil 34:25, Suhr/Aarau – Steffisburg 28:26. An der Tabellenspitze liegen weiterhin Endingen und Suhr/Aarau verlustpunktelos (12) in Front. Der HC KTV Altdorf hat sich im Vierzehnerfeld mit vier Zählern auf den 9. Rang vorgeschoben. Die Urner empfangen am Samstag (18 Uhr) in der Feldliarena nun Yellow Winterthur. Mit einem Sieg könnte in die vordere Tabellenhälfte vorgerückt werden, doch die bevorstehende Aufgabe ist zweifellos keine leichte.

Urschweizer Cup-Derby

Im Rahmen des Schweizer Cups kommt es zu einem brisanten Fight. Nachdem der 1.-Liga-Leader BSV Stans (bisher: 4 gewonnene Spiele) seinen Cupeinsatz gegen die Pfader Neuhausen mit 35:24 klar zu seinen Gunsten zu entscheiden vermochte, steht im Rahmen der nächsten Runde des k.o.-Wettbewerbs die pikante Partie zwischen Nidwaldnern und Urnern bevor. Erstere können vor eigenem Anhang antreten. Das Datum der Begegnung steht noch nicht abschliessend fest.

Altdorf spielte gegen Birsfelden mit folgendem Kader: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker, Jan Dittli; Michael Bissig, Marius Kasmauskas (2), Dave Zürcher, Ivan Fallegger (7), Flavio Fallegger, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (2), Tizian Dossenbach (1), Yannick Drollinger (3), Mario Obad (8), Marko Koljanin (5).

 

 

  

Donnerstag, 08 Oktober 2015 00:00

Dank Topseinstellung zum verdienten Sieg

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Schweizer Cup, Hauptrunde: Borba/Luzern . HC KTV Altdorf 23:36

Die Zweitligisten vermochten am Thron der Urner nicht zu rütteln. Am Freitagnachmittag Auslosung der nächsten Runde.

NLB bissig michaelCupspiele haben erfahrungsgemäss oft ihre eigenen Gesetze. Doch davon war am Mittwochebaned in der Luzerner Maihofhalle nicht viel zu sehen. Das Nationalliga-B-Team des HC KTV Altdorf liess nichts anbrennen. Es kehrte mit einem souveränen Erfolg, dreizehn Längen betragend, in den Gotthardkanton zurück. Der Sieg tat auch der Moral der Lussi-Truppe gut, nachdem im Verlauf der bisherigen NLB-Meisterschaft längst nicht alles wunschgemäss gelaufen war.

Abwehr musste sich neu „erfinden“

Im Deckungsbereich waren anfänglich einige Probleme auszuloten. Dies war weiter nicht verwunderlich, da Kevin Ledermann infolge Militärdienstes nicht zur Verfügung stand und die neu formierte KTV-Defensive sich zuerst finden musste. Verletzungshalber fehlten auf Urner Seite Marc Fallegger und David Arnold, Marcel Luthiger pausierte.

Die Borbasten erzielten den ersten Treffer der Partie. Für den KTV sorgte Marko Koljanin für den Gleichstand. In der Folge legten die Platzherren zwei Treffer vor (5:3, 6:4). Nach 20 Minuten hatten die nun immer besser in Fahrt kommenden Urner die Führung übernommen (10:7). Der Vorsprung schmolz in der Folge nochmals weg. Doch bis zur Pause schwang die Truppe von Spielertrainer Mario Obad und Headcoach Dani Lussi mehrheitlich obenaus, um sich mit 16:11 in die Kabine zu verabschieden.

Fünf „Hundertprozenter“

Während der ersten zehn Minuten des zweiten Durchganges zementierten die Urschweizer ihre Reserven. Sie erhöhten bis zur 40. Minute auf 25:15, damit bezüglich Siegvergabe das Signal definitiv auf Grün stellend. Während der zweiten Halbzeit erhielten auch die KTV-Nachwuchsspieler vermehrt Einsatzzeit, nachdem vorübergehend das Topskorertrio Obad/Koljanin/Kasmauskas die Partie von der Spielerbank aus verfolgten. Den letzten Treffer des Fights markierte für sein Kollektiv Tizian Dossenbach. Schliesslich gewann der HC KTV Altdorf - übrigens unter Leitung des gut agierenden Sie-und er-Schirigespannes Kunze/Morf- ohne je in Schwierigkeiten geraten zu sein.

Mit der Leistung seines Teams gab sich Dani Lussi generell zufrieden. Insbesondere freuten ihn starke Torhüterleistungen (Jan Dittli mit stolzen 45, Nicolas Stocker mit 44 Prozent erfolgreichen Abwehraktionen - und einem parierten Penalty). Er zeigte sich auch von der insgesamt kämpferischen Einstellung seines Kollektivs angetan.

Der HC KTV Altdorf hatte drei je fünfmal erfolgreiche Akteure zur Stelle: Fabian Auf der Maur, Mario Obad, Marko Koljanin; je viermal trafen Michael Bissig, Dave Zürcher, Ivan Fallegger und Marius Kasmauskas. Fünf Spieler verzeichneten eine hundertprozentige Abschlusserfolgsquote: Michael Bissig, Dave Zürcher, Cyril Keller sowie Fabian Auf der Maur, Yannick Drollinger - gefolgt von Mario Obad (83).

Altdorf spielte mit: Jan Dittli, Nicolas Stocker; Michael Bissig (4), Dave Zürcher (4), Ivan Fallegger (4), Flavio Fallegger, Cyril Keller (1), Joy Gisler, Marius Kasmauskas (4), Mario Obad (5), Fabian Auf der Maur (5), Tizian Dossenbach (2), Yannick Drollinger (2), Marko Koljanin (5).

 

Sonntag, 04 Oktober 2015 00:00

Die fatalen Schlusssekunden...

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Nationalliga B: HSG Siggenthal – HC KTV Altdorf 29:28

Vierte – diesmal höchst unglücklich zustande gekommene Saisonniederlage. Lage am Tabellenende wird langsam höchst ungemütlich.

dossenbachWie erwartet wurde die Partie im Aargau am Samstagabend in der Badener Auehalle, vor rund 150 Zuschauern – zu einer höchst delikaten Angelegenheit. 138 Sekunden vor dem Schlusspfiff lagen die Urner, nach einer beeindruckenden Aufholjagd, mit einer Länge voraus. Doch zwei schwer nachvollziehbare Spielleiterentscheide sowie eigenes Unvermögen verhinderten schliesslich mindestens einen Teilerfolg.

Nach den weiteren Samstagsspielen (Kadetten-Espoirs Schaffhausen – Yellow/Pfadi Winterthur 27:24, Zofingen – Suhr/Aarau 19:30, Steffisburg – STV Baden 24:14, Wädenswil – Birsfelden 32:32, Horgen – Endingen 20:31, Pilatus/Luzern – Möhlin 26:28) liegt der HC KTV Altdorf als drittbest Rangierter der vergangenen NLB-Saison jetzt auf dem ungemütlichen drittletzten Tabellenplatz, zusammen mit Zofingen (je 2 Punkte) und dem zählerlosen Pilatus Luzern. An der Ranglistensitze figurieren verlustpunktelos Suhr/Aarau und Endingen (je 10), vor den Kadetten-Espoirs Schaffhausen sowie Siggenthal (je 8).

11:11 zur Pause

Keine der beiden Mannschaften wirkte zum Auftakt besonders effizient. Das 1:0 der Platzherren hatte mehr als 6 Minuten Bestand, nachdem altdorferischerseits auch Marius Kasmauskas eine Siebenmeterchance versiebt hatte. Erst KTV-Spieleretrainer Mario Obad löste auf Urner Seite den Bann (1:1, 6.31), und Marko Koljanin sowie Fabian Auf der Maur doppelten nach. Keinem Team gelang es bis zur Pause (11:11), mit mehr als je einem Tor Unterschied in Front zu ziehen. Pech für den HC KTV Altdorf war, dass noch während der ersten Halbzeit Marc Fallegger erneut verletzungsbedingt ausfiel.

Sehenswerter Zwischenspurt der Gastgeber

In der Folge gelang es den Aargauern, sich erstmals mit drei Längen in Vorsprung zu schiessen. Nach 40 Minuten führten sie mit 18:14, dreieinhalb Minuten später gar 21:15. Mit einem sehenswerten Zwischenspurt gelang es den Innerschweizern, in der Folge Schritt um Schritt verlorenes Terrain zurückzuerobern und bis zur 50. Minute den Gleichstand zu bewerkstelligen (22:22, Mario Obad). Dreieinhalb Minuten vor Spielende donnerte Marco Koljanin seine Farben in Front (27:26), um später das 28:27 zu markieren. Einem echten Tohuwabohu glich die Schlussphase der Begegnung. Das 28:28 fiel 45 Sekunden vor dem letzten Sirenenton. In der Folge orderte der HC KTV Altdorf ein Timeout. Nur Augenblicke nach Wiederaufnahme der Begegnung ahndeten die Unparteiischen Brianza/Ryter - derart postwendend gepfiffen durchaus unüblich - ein angebliches Zeitspiel der Urner mit fatalen Folgen. Sie bestraften ausserdem eine klare Foulaktion der Platzherren nicht. Selbst unvoreingenommene Matchbesucher stuften diese als „tausendprozentig“ ein... Das Ganze führte prompt zum 29. Treffer der Siggenthaler. Die zwölf verbleibenden Spielsekunden reichten den Innerschweizern schliesslich nicht mehr dazu aus, wenigstens den (eigentlich verdienten) Ausgleich zu bewerkstelligen.

Gute Noten für kämpferischen Einsatz und Abwehrleistung

Bezüglich kämpferischer Einstellung und defensiven Verhaltens war Headcoach Dani Lussi mit seiner Mannschaft durchaus zufrieden, rügte indessen die über die ganze Spieldauer hinweg gezählten 16 verlorenen Bälle, aus sogenannt „freistehenden“ Aktionen heraus entstanden, als „höchst unzulänglich“.

Altdorferischerseits waren Marko Koljanin mit 8 sowie Ivan Fallegger, Tizian Dossenbach sowie Mario Obad je 4 Treffern die erfolgreichsten Skorer ihres Teams. Die beste Abschlusserfolgsquote wies Yannick Drollinger (100 Prozent) vor Tizian Dossenbach (66) und Ivan Fallegger (57) aus. Keeper Marcel Luthiger wehrte im Tor 38 Prozent der Siggenthaler Geschosse ab – sein Kollege Nicolas Stocker kam auf 13 Prozent.

Am Mittwoch bestreitet der HC KTV Altdorf den Schweizer Cupeinsatz gegen Borba (2. Liga) in Luzern, um am kommenden Sonntag erneut auswärts anzutreten. Er trifft auf Birsfelden, das nach fünf NLB-Einsätzen und drei eroberten Zählern ebenfalls nicht auf Rosen gebettet ist.

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker, Jan Dittli; Michael Bissig, Marius Kasmauskas (1), Dave Zürcher, Ivan Fallegger (4), Marc Fallegger (1), Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (3), Tizian Dossenbach (4), Yannick Drollinger (3), Mario Obad (4), Marko Koljanin (8).

 

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