Spielberichte Herren 1

Spielberichte Herren 1 (139)

Sonntag, 27 September 2015 00:00

Kein Rezept gegen entfesselte Schaffhauser

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Nationalliga B: HC KTV Altdorf – Kadetten/Espoirs Schaffhausen 24:34

Das hat es schon fast seit „Menschengedenken“ nicht mehr gegeben: dass sich die Urner vor eigenem Publikum derart demontieren liessen.

natitrainer suterDer Abend des 27. September wird mit schwarzen Lettern in den Annalen des Altdorfer Traditionsvereins Eintrag finden. Zwar waren sich die letztjährigen NLB-Ranglistendritten bewusst, dass es gegen die schon im Vorfeld des neuen Championats allgemein als spielstarke eingestuften „Farmteamler“ des Schaffhauser Grossvereins alles andere als ein Honigschlecken absetzen würde. Aber ein derartiges Debakel war von den fast 300 Kiebitzen wohl in keiner Art und Weise erwartet worden. Doch die Gastgeber liessen sich von den Besuchern schon frühzeitig in die Löwengrube drängen. Oder anders gesagt: von den Schaffhausern zerzausen, insbesondere durch deren Superskorer Albin Alili (11 Treffer) sowie Zoran Markovic (8). Beide führten (trotz sporadischer Manndeckung) ein eigentliches Herrenleben. Allerdings bleibt anzumerken, dass in den Reihen der Letzteren praktisch ausnahmslos junge Spitzentalente, nur wenige unter 1.90 m gross - unter Leitung des sich immer wieder energisch von der Spielerbank her bemerkbar machenden Schweizer Nachwuchs-Nationaltrainers Michael Suter - zur Sache gingen. Die Nordostschweizer schufen sich aber nicht nur Freunde des schnellen, attraktiv vorgetragenen Handballsports, sondern warteten zwischendurch immer wieder mit unsauberen, verdeckt angebrachten Körperattacken auf, die von den beiden (zu) oft auch anderweitig nicht überzeugenden Spielleitern Schmid/Staunovo übersehen wurden respektive unsanktioniert blieben.

Zur Aufstellung des HC KTV Altdorf bleibt anzumerken, dass er ohne die verletzten Joy Gisler obad schaff fiund David auszukommen hatte, dafür aber erstmals nach zweimonatigem, ebenfalls verletzungsbedingtem Ausfall, wieder auf den eine starke Partie bestreitenden Marc Fallegger zurückgreifen durfte. Bei den Schaffhausern fehlte Topskorer Nik Tominec. Er kam im Fanionteam der NLA-Kadetten gleichentags im Europaleague-Fight gegen den HC Metalursk (Mazedonien) zum Einsatz. Ihn hatte die Schweizer Vertretung auswärts mit 24:28 verloren zu geben.

Nur einmalige KTV-Führung

Die Partie in der Feldliarena sah über weite Strecken unbegreiflich nervöse Altdorfer am Werk. Sie gingen insbesondere in der Abwehr viel zu zögerlich zur Sache und öffneten den falleggerma sch fischussgewaltigen Nordostschweizern damit Tür und Tor, ihre (Distanz-) Schiesskünste zu demonstrieren. Im Angriff wurden erneut zahlreiche Chancen ausgelassen und technische Fehler (Ballverluste) zelebriert, welche die Besucher entsprechend „honorierten“. Hinzu kamen die immer wieder sehenswerten Abwehrinterventionen: Der gegnerische Keeper liess sich eine 42-prozentige Abwehr-Erfolgsquote verbuchen (HC KTV Altdorf: Marcel Luthiger 24, Nicolas Stocker 34, Jan Dittli 9 Prozent). Um gleich bei den Einzelauflistungen zu verbleiben: Ivan Fallegger liess sich ebenso wie Cyril Keller eine 100-Prozent-Abschlusserfolgsquote notieren, gefolgt von Fabian Auf der Maur (60), ferner Jannick Drollinger und Mario Obad (je 50). Marko Koljanin hatte nicht seinen besten Tag erwischt; er blieb nur mal gerade zweimal (bei neun Schüssen aufs gegnerische Tor) erfolgreich – einen Penaltyball zirkelte er nur an die gegnerische Latte. Recht ungenügend fiel auch die Bilanz Marius Kasmauskas (ein Tor bei sieben Versuchen) aus.

Der HC KTV Altdorf vermochte gegen die Kadetten-Espoirs nur mal gerade einmal in Front zu ziehen (3:2, 6. Minute). Danach hatten die Gäste das Sagen. Sie lagen zur Pause mit 19:12 in Front. Die weiteren Zwischenstationen: 45. Minute 24:18, 53. Minute 30:21, 57. 33:22; den letzten Altdorfer Treffer der Partie markierte Ivan Fallegger.

Stimmen zum Spiel

Gästetrainer Michael Suter: „Mit zehn Toren Differenz in Altdorf zu gewinnen, ist eine beachtliche karmauskas schaffLeistung. Den professionellen Gedanken hat unsere Truppe offensichtlich recht eigentlich verinnerlicht. Die Gastgeber haben wohl nicht das ganze Potenzial, das in ihnen steckt, zum Tragen gebracht.“

Dani Lussi, Trainer HC KTV Altdorf: „Unsere Spielanlage wies an diesem Abend ganz einfach zu wenig Stabilität aus. Teilweise gingen wir gar naiv zur Sache. Ausserdem waren eigene Ideen, wie der Gegner hätte echt gefordert werden können, Mangelware. Wir sind bezüglich eigenes Spielsystem noch nicht dort, wo wir sein sollten.“

KTV-Spielertrainer Mario Obad: „Ich bin eigentlich von unserer klaren Niederlage gar nicht so überrascht. Zu viele Leute fehlten an den vorangegangenen Training (Verletzungen, Militär usw.) . So ist es natürlich extrem schwierig, eine echte Spielstrategie zu entwickeln. Ein Sieg muss immer vorbereitet werden. Im Deckungsbereich agierten wir phasenweise richtiggehend schlecht. Ausserdem machte uns die Tatsache, dass die Schiris oft unkonsequent pfiffen, unverkennbar zu schaffen.“

Die nächsten Einsätze

Das KTV-Fanionteam erhält es nun am Samstag, 3. Oktober, mit der HSG Siggenthal zu tun. Die Aargauer kreuzten die Klingen mit den Innerschweizern bereits vor wenigen Wochen im Rahmen einer Trainingspartie. Dabei war erkennbar, dass die Altdorfer in etwa auf Augenhöhe der Siggenthaler liegen. Ein Sieg muss mit allen Mitteln angestrebt werden, soll rechtzeitig aus der Problemzone (4 Spiele/2Punkte) weg gefunden werden. Die übrigen Wochenendpartien: Baden –Zofingen 32:32, Wädenswil – Pilatus/Luzern 41:35, Endingen – Möhlin 26:20, Yellow/Pfadi Winterthur – Steffisburg 22:21, Birsfelden – Siggenthal 25:26, Suhr/Aarau – Horgen 27:23. – Die Rangliste nach 4 Runden: 1. Endingen, 2. Suhr/Aarau, beide 8, 3. Horgen, 4. Kadetten-Espoirs Schaffhausen, 5. Siggenthal, je 6, 6. Baden 5, 7. Steffisburg 4, 8. Yellow/Pfadi Winterthur 3, 9. Birsfelden, 10. Zofingen, 11. Altdorf, 12. Wädenswil, 13. Möhlin, alle 2, 14. Pilatus/Luzern 0.

Der HC KTV Altdorf steigt am Mittwochabend, 7. Oktober, ins Schweizer-Cup-Abenteuer (Hauptrunde). Er trifft dabei auf den Zweitligisten Borba/Luzern. Die Partie wird um 20.30 in der Maihofhalle angepfiffen. Detail: In der Luzerner Halle herrscht Harzverbot...

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker, Jan Dittli; Marius Kasmauskas (1), Dave Zürcher, Ivan Fallegger (4), Cyril Keller (1), Marc Fallegger (5), Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (3), Tizian Dossenbach (2), Yannick Drollinger (1), Mario Obad (5), Marko Koljanin (2).

 

Montag, 21 September 2015 00:00

Trotz Aufholjagd zweite Saisonniederlage

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Steffisburg – HC KTV Altdorf 25:21

Eine durchzogene Leistung führte zum doppelten Punkteverlust. 30 verkorkste Abschlussversuche als eigentlicher Fallstrick.

Trotz dem Wissen, dass die Berner personell aufgerüstet hatten, gingen die Innerschweizer den dritten Match der neuen Saison 2015/16 nicht mit der nötigen Konsequenz an. Zwar agierte die KTV-Abwehr nicht schlecht, doch in der Offensive waren grosse Defizite auszuloten. Wenn man die Minustorequote recht tief halten konnte, hätten die 25 Gegentreffer eigentlich dazu ausreichen sollen, einen Sieg einzufahren. Doch Altdorfs Angreifer sündigten schwer: Gleich zweieinhalb Dutzend Mal versiebten sie gute bis beste Torchancen respektive liessen sie Versuche, zum Erfolg zu kommen, gleich reihenweise. Die Berner bedankten sich für solche Grosszügigkeiten, um gleichzeitig von den Abwehrkünsten des ehemaligen Internationalen Keepers Markus Gugger zu profitieren. Er parierte gleich 15 gegnerische Versuche mit sehenswerten Aktionen, insgesamt mit einer beeindruckenden 42-prozentigen Abwehr-Erfolgsquote die Besucher beeindruckend.

Noch zwei Teams verlustpunktelos

Die Kadetten/Espoirs aus Schaffhausen fügten Siggenthal mit 30:24 die erste Saisonniederlage bei, Leader Suhr/Aarau bezwang Möhlin mit 30:23, ohne Verlustpunkte steht ausserdem noch der TV Endingen da. Er verpasste Aufsteiger Wädenswil eine deftige 35:24-Niederlage. Die weiteren NLB-Ergebnisse des Wochenendes: Yellow/Winterthur – Zofingen 25:26, SG Pilatus – Birsfelden 25:41, Horgen – Baden 30:24,. Hinter dem Leaderduo stehen nun fünf Teams mit 4 Punkten da: Baden, Horgen, Kadetten/Espoirs, Siggenthal und Steffisburg. Zwei Zähler weisen Altdorf, Birsfelden, Zofingen und Möhlin auf. Mit 0 Punkten stehen Yellow/Winterthur, Wädenswil sowie der zweite Aufsteiger, SG Pilatus/Luzern, zu Buche.

Vier Tore Pausenrückstand

KTV-Spielertrainer Mario Obad eröffnete das Skore nach knapp vier Minuten. Nach 18 Minuten hiess es 6:6. Danach zog Steffisburg auf drei Längen davon, um zur Pause mit 13:9 zu führen. Ihre schlechteste Phase zogen die Urner nach erfolgtem Seitenwechsel ein, um nach zwei Dritteln der gesamten Spielzeit bereits mit 11:17 im Hintertreffen zu liegen. Danach wartete der HC KTV Altdorf mit einem sehenswerten Zwischenspurt ein. Fünf Minuten vor Abschluss der Partie hatte er bis auf eine Länge zu den Bernern aufgeschlossen (22:21). In der Folge glückte es den Innerschweizern nicht mehr, das Blatt zu ihren Gunsten zu wenden. Die cleveren Platzherren hielten dagegen. Beim HC KTV Altdorf erwies sich Marko Koljanin erneut als Topskorer. Er traf zehnmal ins Schwarze, vor Mario Obad (5) und Fabian Auf der Maur (3); Marcel Luthiger wies eine starke Leistung aus; er parierte 12 von 36 auf sein Tor abgefeuerten gegnerischen Bällen. Tizian Dossenbach und Cyril Keller verzeichneten eine hundertprozentige Abschlusserfolgsquote, vor Fabian Auf der Maur (75) und Marko Koljanin (66). Schlecht hatte sein Visier der bisher recht erfolgreiche Skorer, Neuzuzüger Marius Kasmauskas, eingestellt. Sämtliche fünf seiner Versuche blieben ohne Resultat.

Jetzt kommen die Kadetten/Espoirs

Am kommenden Samstag bestreitet der HC KTV Altdorf seine vierte NLB-Partie der neuen Saison gegen die Kadetten/Espoirs. Anspielzeit in der Feldliarena: 18 Uhr. Die Gastgeber möchten einmal mehr den Nimbus der Heimstärke zum Tragen bringen und – natürlich – das Punktekonto äufnen. Headcoach Dani Lussi weiss, dass die Aufgabe keine leichte sein wird, zumal man nie weiss, in welcher Aufstellung respektive mit welchen Verstärkungen die Schaffhauser einlaufen.

Altdorf spielte in Steffisburg mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker, Jan Dittli; Marius Kasmauskas, Dave Zürcher, Ivan Fallegger, Cyril Keller (1), Joy Gisler, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (3), Tizian Dossenbach (1), Yannick Drollinger (1), Mario Obad (5), Marko Koljanin (10).

Mittwoch, 16 September 2015 00:00

Achtung vor den „jungen Wilden“...

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Nationalliga B: HC KTV Altdorf gastiert in Steffisburg

Dritte Runde bringt den Urnern die zweite Auswärtspartie. Acht weitere Altdorfer Teams im Wochenendeinsatz.

Obad ZofingenNach den beiden Auftaktspielen weist der HC KTV Altdorf I eine Niederlage (gegen Horgen) sowie einen Heimsieg (gegen Zofingen) aus. Das Spiel gegen die Aargauer stand im Zeichen einer unverkennbaren Leistungssteigerung. Diese heisst es auch gegen Die SG Steffisburg/Thun am Samstagabend zum Tragen zu bringen, soll das Zählerkonto geäufnet werden. Die „jungen Wilden“, wie die Berner vom eigenen Chronisten bezeichnet werden, dürften eine echte Herausforderung darstellen. Auswärts gegen die Kadetten/Espoirs waren sie nämlich mit einem 28:26-Erfolg in Schaffhausen für eine eigentlichen Überraschung besorgt. Danach verloren die Berner aber in Siggenthal mit 24:28 – nach einer Pausenführung. In der Zwischenbilanz weisen die Gastgeber ebenso wie der HC KTV Altdorf eine leicht negative Quote (52:54 respektive 60:62 Treffer) aus.

KTV-Spielertrainer Mario Obad (Sechster im ersten NLB-Torschützenklassement mit 15 Einschüssen, hinter Marko Koljanin mit 17) sowie Headcoach Dani Lussi bleuten ihrer Truppe im Hinblick auf die zweite Auswärtspartieanlässlich der Trainings ein, ihre Abschlussbilanz wesentlich zu verbessern und in der Deckung weiterhin kompromisslos zur Sache zu gehen.

Die Steffisburger haben in ihren Reihen mit Thomas Rathgeb und Ivan Wyttenbach zwei brandgefährliche Skorer stehen. Der Erstgenannte konnte in Schaffhausen erst nach einer engen Manndeckung einigermassen in den Griff bekommen werden. Das Duo traf in Siggenthal insgesamt 13-mal ins Volle.

Damen und Herren II mit Auswärtseinsätzen

Die 2.-Liga-Damen trumpften zum Saisonauftakt vielversprechend auf. Sie werden nun gegen den HC Kriens beweisen können, dass ihr klarer Erfolg keine Eintagsfliege bildet. Die Gastgeberinnen verloren ihre Premiere gegen Emmen nur ausgesprochen knapp(19:20). Der HC KTV Altdorf wird gegen Kriens erneut auf Noemi Gisler (Doppellizenz mit NLA-Verein Zug) verzichten müssen.

Die zweite Herrengarnitur, welche gegen Malters nicht über ein Unentschieden (27:27) hinauszukommen vermochte, wird am Samstag in Brunnen gegen die unberechenbaren Mythen-Shooters (Auftaktspiel gegen Emmen 19:19) vor keiner leichten Aufgabe stehen, will sie nicht vorzeitig in Zugzwang geraten und weiterhin in der 3.-Liga-Vierergruppe (mit Aufstiegschancen) verbleiben.

Die U19-Interjunioren werden bestrebt sein, nach dem klaren Auftaktsieg gegen Muotathal zum zweiten Mal in der neuen Saison einen Sieg an Land zu ziehen. Die Aufgabe wird aber gegen das Kollektiv der SG Thun/Steffisburg, welche ihre erste Partie gegen Suhr/Aarau nur um Haaresbreite ans Bein zu streichen hatte (24:25), auswärts mit Bestimmtheit wesentlich schwieriger ausfallen.

Die im Vergleich zur letzten Saison eher schwächer besetzten U17-Interjunioren der SG Altdorf/Stans treten zur Runde zwei in Horw gegen die SG Pilatus an. Diese vermochte gegen Suhr/Aarau zum Auftakt mit 24:23 zu gewinnen.

Premiere für die FU17-Elite-Formation

Männiglich ist gespannt, wie sich die neu in die oberste nationale Stärkeklasse (Elite) aufgestiegene Mädchenstaffel der FU17-Juniorinnen der SG Altdorf/Stans am Samstag anlässlich ihres Meisterschaftsstarts in Zürich gegen GC/Amicitia zu verkaufen vermag. Das Team aus der Limmatstadt hat Spiel Nummer eins gegen den ersten Leader, TV Appenzell, der bereits zwei Spiele siegreich zu gestalten vermochte, mit 24:29 verloren.

Die FU15-Girls des HC KTV Altdorf trumpften zum Saisonstart mit einem 29:6-Kantersieg in Wohlen auf. Nun bestreiten sie ihre Saisonheimpremiere am Samstag (14.45 Uhr, Feldliarena) gegen den STV Willisau. Die Luzernerinnen hatten gegen die ersten Leaderinnen (2/4) aus Emmen acht Tage zuvor eine 6:19-Klatsche kassiert.

Die MU15-Boys sind gleichentags ebenfalls vor eigenem Publikum am Werk zu sehen. Sie treten nach ihrem Saison-Fehlstart (13:27 gegen die Mythen-Shooters) gegen die SG Reuss/Luzern an (13.00, Feldliarena). Die Widersacher haben bisher noch keinen Einsatz hinter sich.

Ein Mehrfachturnier bestreiten am Sonntag die U11-Minis. Die Girls/Boys des HC KTV Altdorf treten in Zug gegen die Formationen Spono Nottwil, Emmen und Kriens an.

 

 

Handball, Schweizer Cup

Altdorf trifft auf Borba/Luzern

Die Hauptrunden-Auslosung im Hinblick auf Runde eins im Schweizer Handballcup ist soeben erfolgt. Der HC KTV Altdorf (NLB) trifft auf den Luzerner Zweitligisten Borba/Luzern.

Borba ist ein klingender Name: In früheren Jahren liessen sich die Luzerner in der obersten nationalen Liga gar als Landesmeister feiern. Zwischenzeitlich ist der Verein in die 2. Liga abgedriftet. Anlässlich des neuen Championats 2015/16 haben sich die Borbasten einiges (Fernziel: Aufstieg) vorgenommen. Bislang haben sie die Meisterschaft allerdings noch nicht in Angriff genommen.

Borba/Luzern schaffte sich national in den beiden letzten Jahren spezielle Beachtung. Der Klub aus der Leuchtenstadt eroberte sich im Grossfeld-Handballcup je die nationale Krone. Damit ist auch gleich schon gesagt, dass der HC KTV Altdorf in der Cup-Hauptrunde 2015 nicht auf einen Nobody trifft, sondern vielmehr mit ernsthaftem Widerstand zu rechnen haben dürfte. Der Auswärtsfight wird gemäss Vorgaben des schweizerischen Handballdachverbandes zwischen dem 6. und 8. Oktober ausgetragen.

 

Sonntag, 13 September 2015 00:00

Uristiere melden sich resolut zurück

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HC KTV Altdorf – TV Zofingen 33:26 (13:14)

Nach dem Auftaktflop in Horgen holten Urner die ersten beiden Punkte ab. Dank einer starken zweiten Halbzeit – und Mario Obad, der zehnmal ins Volle traf.

kasmauskasivan ZofinWährend im Freien der Föhn mit Macht durchs Land brauste, war es in der Feldliarena am Samstagabend, vor rund 350 Zuschauern (bei guter Leitung der Unparteiischen Keiser/Rottmeier), der HC KTV Altdorf, welcher - speziell während der Schlussphase - seine Widersacher vom Parkett putzte. Allerdings erst nach einer zunehmend gesteigerten Leistung im Verlaufe der zweiten Halbzeit. Denn nach den ersten 30 Minuten lagen die Urner noch mit einer Länge im Hintertreffen (13:14).

Keller Cyril Zof filteredMit ihrem Sieg etablierten sich die Innerschweizer im Mittelfeld des Zwischenklassementes. Sie werden nun am kommenden Samstag in Steffisburg beweisen müssen, dass ihr erster Saisonhöhenflug keine Eintagsfliege darstellt. Die Berner Gastgeber verloren ihr Spiel in Siggenthal nach dem Auftaktsieg mit 24:28.

Die weiteren Resultate der zweiten NLB-Meisterschaftsrunde: Wädenswil – Suhr/Aarau 27:35, Baden – Möhlin 34:22, Horgen – Yellow/Pfadi Winterthur 24:22. Birsfelden – Kadetten/Espoirs 23:31, Pilatus/Luzern – Endingen 22:28. In der Rangliste liegen fünf Mannschaften verlustpunktelos in Front: Suhr/Aarau, Baden, Siggenthal, Horgen und Endingen. Vier Formationen stehen mit 2 Zählern zu Buche (darunter der HC KTV Altdorf). Fünf Equipen sind noch punktelos.

Rotzfreche Gäste

Droll Obad ZofiDer TV Zofingen, welcher im Vorfeld des neuen Championats den Grossteil seines bisherigen Kaders ersetzen musste und vorweg mit einem jungen Team startete, hielt dem HC KTV Altdorf während der ersten halben Stunde respektlos entgegen. Allerdings profitierten die Aargauer von zu vielen technischen Fehlern (Ballverlusten) der Gastgeber, deshalb immer wieder mit Gegenstössen zum Erfolg kommend. Ausserdem liessen die Altdorfer zu zahlreiche Topchancen aus. Schliesslich bildeten Abschlussversuche aus ihrer zweiten Reihe Mangelware.

Zofingen eröffnete das Skore nach 120 Sekunden. KTV-Spielertrainer Mario Obad, der in der Folge während der vollen Stunde eine stupende Leistung zeigte, war für den Ausgleich besorgt. Marko Koljanin markierte Treffer Nummer zwei, die Verstärkung aus Litauen, Marius Kasmauskas, den dritten. Nach 20 Minuten lautete das Skore 7:7. Schnell vorgetragene Konter liessen die Aargauer wenig später mit zwei Längen in Vorsprung zu ziehen. Es hätte durchaus gar noch mehr sein können, hätte Marcel Luthiger vorgängig nicht mit verschiedenen starken Paraden brilliert. Beim Stande von 13:14 zauberte Jan Dittli im KTV-Tor, als er einen Nachschuss im Anschluss an einen Penaltyball, der von der Latte ins Feld zurückgespritzt war, magistral abzublocken wusste. Am Ein-Tore-Vorsprung der Aargauer änderte sich bis zur Pause nichts mehr.

Kadenzsteigerung nach der Pause

Marko Koljanin und Fabian Auf der Maur liessen aus dem Minirückstand unmittelbar nach erfolgtem Seitenwechsel das 15:14 Tatsache werden. Der HC KTV Altdorf machte klar, dass er verschiedene Unzulänglichkeiten nun tunlichst vergessen lassen wollte. Sein Spiel war unverkennbar um eine Klasse besser als vorgängig. Die eigentliche Wende leiteten zwischen der 37. und 41. Minute Jan Dittli (mit einem mirakulös parierten Gegenstossball), Fabian Auf der Maur sowie Ivan Fallegger (in Unterzahl) ein. Joy Gisler sowie Mario Obad (Doppelschlag innerhalb von nur mal gerade 20 Sekunden), liessen bis zur 45. Minute einen Vier-Tore-Reserve für ihr Kollektiv Tatsache werden (23:19). Sehenswert herausgespielte Treffer von Marius Kasmauskas sowie Yannik Drollinger, ferner ein sicher verwandelter Penalty seitens Marko Koljanin, der wenig später ein weiteres Mal reüssierte, trugen den Urnern bis zur 54. Minute einen Fünf-Tore-Vorsprung ein. In der Folge liessen die immer konzentrierter und bissiger auftrumpfenden Gastgeber nichts mehr anbrennen. Mario Obad sowie die Youngster Cyril Keller und David Arnold - dieser mit einem Sondereffort (fatalerweise zog er sich dabei eine Fussverletzung zu) - waren dafür besorgt, dass die Altdorfer schliesslich mit sieben Längen Vorsprung das bessere Ende für sich behielten.

Der Präsident des HC KTV Altdorf, Stefan Arnold, in der Retrospektive: „Unser Team beging im zweiten Spielabschnitt weit weniger Eigenfehler als zuvor, womit wir den aufsässigen Widersachern den Wind aus den Segeln zu nehmen vermochten. Ich ortete während der letzten halben Stunde unsererseits eine weitgehend kompakte Gesamtleistung. Wenn es gelingt, unsere herausgespielten Chancen generell besser zu nutzen, dürfen wir den kommenden Spielen durchaus mit Zuversicht entgegensehen.“

Ein Blick auf die Spielstatistik fördert Erstaunliches zutage: Marius Kasmauskas, Dave Zürcher, David Arnold, Cyril Keller, Tizian Dossenbach und Yannick Drollinger wiesen eine hundertprozentige Chancenauswertung vor, gefolgt vom an diesem Abend weitgehend unwiderstehlich wirkenden Spielertrainer Mario Obad (83) sowie Fabian Auf der Maur (75). Torsteher Marcel Luthiger parierte neun von 23 Bällen (40 Prozent).

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Jan Dittli; Marius Kasmauskas (4), Dave Zürcher (1), David Arnold (1), Ivan Fallegger (2), Cyril Keller (1), Joy Gisler (1), Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (3), Tizian Dossenbach (1), Jannick Drollinger (2), Mario Obad (10), Marko Koljanin (7).

 

HC KTV Altdorf – TV Endingen 23:28

Letzte Runde der NLB-Meisterschaft mit Urner Niederlage. Doch am genialen Podestplatz der verletzungsbedingt handicapierten Gastgeber gab es nichts mehr zu rütteln.

Sebastian Munzert – tritt vom aktiven Handballsport zurück. FOTO: RUEDI AMMANNRund 400 Kiebitze aus beiden Lagern erwiesen der Saisonabschiedsvorstellung der 26-teiligen Qualifikationsrunde am Samstagabend in der Feldliarena die Reverenz. Während die Altdorfer den dritten Schlussrang bereits auf sicher hatten, hofften die Aargauer noch auf die Chance, sich eventuell den Direktaufstiegsplatz in die oberste nationale Liga zu sichern. Doch dagegen legte der RTV Basel sein Veto ein: Er liess Birsfelden mit 33:20 im Schilf stehen und holte damit den NLB-Meistertitel ab. Der TV Endingen kann nun bezüglich NLA-Promotion im Rahmen zweier Barragepartien (gegen die Stäfa-Lakers - Suhr-Aarau steigt direkt ab) das angestrebte Saisonziel noch erreichen.

Zwei Törchen während der 17 Auftaktminuten

Marko Koljanin: NLB-Torschützenkönig 2014/15 und zwölffacher Skorer gegen Endingen. FOTO: RUEDI AMMANNIm Spiel des HC KTV Altdorf steckte gegen Endingen vom Anpfiff weg sichtlich der Wurm: Während der ersten 17 Spielminuten trafen die Urner nur mal gerade zweimal ins Volle. Das hatte allerdings auch seinen Grund, waren doch gleich einige Akteure mit Blessuren angetreten und vermochten somit (begreiflicherweise) nicht das gewohnte Leistungspotenzial abzurufen. Gut verkaufte sich vorerst die KTV-Deckung gegen den stark besetzten Gästeangriff - bis zum erwähnten Zeitpunkt wurden nur sieben Minustreffer zugelassen. Anderseits blieben die Altdorfer bis dahin wie erwähnt nur zweimal erfolgreich (Marko Koljanin, Samuel Stadelmann). Verschiedentlich wurden hundertprozentige Chancen versiebt und klatschten mehrere Bälle von der Aargauer Torumrandung ins Feld zurück. In der 20. Minute liess sich der angeschlagene Marcel Luthiger im Tor durch Jan Dittli ersetzen. Bis zur Pause steigerten sich die Altdorfer unverkennbar. Sehenswerte, schnörkellos vorgetragene Angriffe brachten das Gästebollwerk mehrmals arg ins Wanken – Dittli lieferte sehenswerte Paraden ab und entschärfte auch ein gegnerisches Penaltygeschoss. Die Seiten wurden beim Stande von 9:10 gewechselt. „Unsere Mannschaft wirkte zu wenig effizient. Zu viele Chancen wurden verscherzt“, ortete KTV-Vereinspräsident Stefan Arnold zu diesem Zeitpunkt.

Erstmalige Altdorfer Führung in der 33. Minute

Ivan Fallegger – hundertprozentige Chancenauswertung im Saisonendspiel. FOTO: RUEDI AMMANNMarko Koljanin - an diesem Abend gleich zwölfmal (!) erfolgreich - erzielte unmittelbar nach Wiederaufnahme der Partie mittels Penalty den Gleichstand. In der 33. Minute war Fabian Auf der Maur für die erstmalige Führung seines Teams besorgt (12:11). Altdorf war zu diesem Zeitpunkt drauf und dran, die Partie definitiv zu seinen Gunsten zu drehen. Doch der TV Endingen profitierte von einigen Ungereimtheiten respektive unnötigen Patzern im gegnerischen Angriff. 7 Minuten vor Spielschluss führten die Aargauer mit drei Längen Vorsprung (20:23). Nachdem die Unparteiischen den Platzherren einen klaren Penalty unterschlagen hatten und ein rüdes Foul an Koljanin nicht sanktionierten, erhöhte Endingen seinen Vorsprung. Auf Altdorfer Seite setzten der nun zum Zuge kommende vereinseigene Nachwuchs (Joy Gisler, Cyril Keller) sowie Torsteher Jan Dittli mit zwei Traumparaden die Akzente. Am Sieg der Endinger, die sich als insgesamt etwas überzeugender wirkendes Kollektiv zu verkaufen verstanden, gab es schliesslich nichts mehr zu deuteln.

Verdienterweise durfte sich der HC KTV Altdorf von seinem Publikum ungeachtet der Niederlage für die während der gesamten Nati-B-Meisterschaft gezeigten Leistungen und dem insgesamt dritten Podestplatz (31 Punkte, 668:615 Tore) mit einer Sonderovation - auch an die Adresse von Topskorer Marko Koljanin, Spielertrainer Mario Obad und Headcoach Dani Lussi sowie die gesamte mitverantwortliche Staff - verabschieden lassen.

Präsident Stefan Arnold anlässlich der Spielfeldsponsorenauslosung – mit Diana und Nico Pezzei. FOTO: RUEDI AMMANNDer Vollständigkeit halber sei noch die Verlosung von Gutscheinen unter den nahezu hundert Spielfeldsponsoren erwähnt. Das jugendliche Zweigespann Diana und Nico Pezzei zog als fünf Gewinner: Thomas Hauser, Flüelen, Pius Zberg, Schattdorf, Patrik Pfyl, Schattdorf, Adolf Spiess, Altdorf, Roger Baumann, Seedorf.

Zahlen und Fakten im Rahmen der Schlussrunde

Bis zuletzt spannend verlief das Tauziehen bezüglich Vergabe des (inoffiziellen) Nati-B-Torschützentitels. Der Kroate in Altdorfs Diensten, Marko Koljanin, liess auf der Schlussgeraden Raphael Liniger von Yellow Winterthur hinter sich. Koljanin traf in 25 Einsätzen 210-mal ins Volle (Schnitt pro Partie: 8,4 Tore), 2. Raphael Liniger in 26 Spielen 207-mal (8,0). Auf dem dritten Podestplatz etablierte sich Marcus Hock vom TV Möhlin mit 164 Treffern. Die weiteren Altdorfer Topskorer waren: 19. Mario Obad (112 Tore), 35. Fabian Auf der Maur (88), 39. Ivan Fallegger (87).

Im letzten Meisterschaftsspiel lieferten gegen Endingen die besten KTV-Abschlussquoten ab: Ivan Fallegger sowie Samuel Stadelmann (je 100 Prozent), Marko Koljanin (63), Mario Obad (50); Torhüter: Jan Dittli (25).

Die weiteren Ergebnisse der NLB-Schlussrunde: Baden - Horgen 33:33, Kadetten/GS - Kreuzlingen 27:32, Siggenthal - Chênois/Genf 30:30, Steffisburg - Möhlin 26:27, Yellow/Winterthur - Zofingen 28:28.

Schlussrangliste Saison 2014/15: 1. RTV Basel (41 Punkte, Direktaufstieg), 2. Endingen (40, Promotionsbarrage), 3. HC KTV Altdorf (32), 4. Siggenthal (29), 5. Baden (28), 6. Yellow/Winterthur (24), 7. Kadetten/GS (23), 8. Horgen, Steffisburg, Möhlin, Birsfelden (alle 22), 12. Zofingen (21), 13. Chênois/Genf (19, bessere Tordifferenz, Abstiegsbarrage), 14. Kreuzlingen (19, Direktabstieg).

 

Altdorf spielte gegen Endingen mit: Marcel Luthiger, Jan Dittli; Joy Gisler, Sebastian Munzert (1), Ivan Fallegger (3), Cyril Keller, Marc Fallegger (1), Samuel Stadelmann (3), Thomas Mohenski, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (2), Tizian Dossenbach, Mario Obad (1), Marko Koljanin (12).

Donnerstag, 16 April 2015 00:00

Urner definitiv auf NLB-Podestplatz

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Handball: RTV Basel - HC KTV Altdorf 23:23

Begeisternde Schlussphase bescherte den alles klar machenden Punkt zur vorzeitigen Eroberung von Platz 3.

Am Mittwochabend standen sich im Namen der vorletzten NLB-Qualifikationsrunde der RTV Basel und der HC KTV Altdorf gegenüber. Die Urner beeindruckten insbesondere zwischen der 49. und 56. Minute, beim Stande von 20:18 zugunsten der Nordschweizer durch 3 Tore (Mohenski/zweimal, Fabian Auf der Maur) zum 21:21. Der Letztgenannte sowie Marko Koljanin katapultierten ihr Team mit 23:21 in Front. Gut 2 Minuten vor Spielschluss hatten die Basler wieder ausgeglichen. Bis zuletzt blieb es beim 23:23. Nach dem Sieg von Endingen über Steffisburg (30:25) und Zofingen gegen Siggenthal (31:19) präsentiert sich die Ranglistenspitze vor der 26. und letzten Runde vor dem Donnerstagabendnachtragspiel zwischen Birsfelden und Baden wie folgt: 1. RTV Basel (39 Punkte), 2. Endingen (38), 3. Altdorf (32), 4. Siggenthal (28). Erfolgreichster Skorer bei Altdorf war in Basel Marko Koljanin (8), bei einer 61-prozentigen Abschlusserfolgsquote. Jetzt kommt es am Samstagabend, 18. April, um 18 Uhr in der Feldliarena zwischen dem HC KTV Altdorf und dem TV Zofingen zum grossen Saisonabschlussspiel (siehe auch Mittwoch-UW).

Altdorf spielte mit Jan Dittli, Marcel Luthiger; Joy Gisler, Sebastian Munzert (1), Ivan Fallegger (2), Cyril Keller, Marc Fallegger (4), Samuel Stadelmann (1), Thomas Mohenski (3), Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (2), Tizian Dossenbach (1), Mario Obad (1), Marko Koljanin (8).

aufdermaurbadHC KTV Altdorf – STV Baden 31:25

Urner benötigen jetzt gegen den RTV Basel (Mittwoch, auswärts) und den TV Endingen (Samstag, 18. April, 20 Uhr, Feldliarena) ein mickriges Pünktchen, um den begehrten dritten NLB-Podestplatz zu zementieren.

fallivbadKnapp 300 Kiebitze verfolgten am Donnerstagabend, 9. April, das drittletzte Meisterschaftsspiel zwischen den Tabellennachbarn aus dem Aargau (Trainer Björn Navarin) und den „Uristieren“. Sie erhielten einen von langezeit grosser Spannung geprägten Fight vorgesetzt. Die Gäste waren insofern handicapiert, da sie auf das (Knie-) verletzte Trio Steven Larssen, Tobias Madliger und Lars Mallien verzichten mussten. Doch sie steckten dieses Handicap während der ersten halben Stunde recht locker weg, die oft unkonsequent zur Sache gehende Urner Deckung immer wieder aus den Angeln hebend und von der schlechten Chancenauswertung der Gastgeber (sie versiebten fast ein Dutzend hundertprozentiger Chancen kläglich!) profitierend. Der STV führte zur Pause mit zwei Längen Vorsprung (16:14).

Die List mit der Abwehrumstellung

joygislbadenDer Halbzeitrückstand schien KTV-Spielertrainer Mario Obad (an diesem Abend mit neun Treffern erfolgreichster Skorer auf dem Feld - darunter sechs souverän verwertete Penaltys) sowie Coach Dani Lussi dann doch etwas allzu starker Tabak. Sie verordneten ihrer Truppe eine Umstellung im Deckungsbereich (3:2:1). Und siehe da: Die Akteure des TV Baden verhedderten sich immer wieder in der nun aggressiv angelegten Abwehr der Urner, um ihren Widersachern schliesslich ins offene Messer zu laufen. Zumal sie auch konditionell sichtlich nicht mehr ganz mitzuhalten vermochten. Hinzu kam natürlich auch ein genial agierender Altdorfer Keeper: Marcel Luthiger hatte den Posten seines Kollegen Jan Dittli, der vorgängig ebenfalls bereits verschiedentlich brilliert hatte, ab der 30. Minute übernommen. Luthiger brachte das Kunststück fertig, 50 Prozent (eine eigentliche Traumquote!) aller auf seinen Kasten abgefeuerten Balle zu entschärfen.

Drei-Tore-Rückstand

luthi50probadenAltdorf startete in die Partie etwas unkonzentriert und oft etwas „wild“ wirkend. Der STV Baden zog daraus respektlos Nutzen. Nach 11 Minuten führten die Gäste mit drei Längen Vorsprung (8:11), nach 24 Minuten mit 10:13, kurz vor dem Seitenwechsel 13:16. Später verkürzte der nun vom HC KTV Altdorf wegziehende Kreisläufer Samuel Stadelmann auf 14:16. Nach 35 Minuten lagen die Altdorfer immer noch in Schieflage (16:19). Doch danach neigte sich das Zünglein an der Waage auf die Seite der Innerschweizer. Deren erstmalige Führung bewerkstelligten Ivan Fallegger und Mario Obad (23:21). Ab der 48. Minute zeigte der KTV mit aller Deutlichkeit, wo der Bartli den Most holt. Sie zerlegten die Badener Abwehr in schöner Regelmässigkeit. Als dann Marcel Luthiger einen gegnerischen Angriff mit keckem Herauslaufen unterbunden hatte und den Ball zum nach vorne spurtenden Sebastian Munzert gezirkelt hatte und sich dieser nicht zweimal bitten liess, war es um die Gäste definitiv geschehen, zumal sich auch der nun zum Zuge kommende KTV-Nachwuchs ausgezeichnet in Szene zu setzen wusste.

KTV-Coach Dani Lussi: „Während des ersten Abschnittes gingen wir ganz einfach zu lasch, zu wenig aggressiv zur Sache – entwickelten kaum eine eigene Körpersprache. Dies änderte sich dann nach erfolgter Umstellung in der Abwehr während der zweiten halben Stunde. Alles in allem doch noch ein überzeugender und auch in diesem Ausmass durchaus verdienter Sieg.“

Zum Spiel des HC KTV Altdorf gegen den STV Baden bleibt ergänzend anzumerken, dass Joy Gisler, Sebastian Munzert sowie Tizian Dossenbach je eine hundertprozentige Chancenauswertung verzeichneten - vor Ivan Fallegger (83) und Mario Obad (75). In der Nati-B-Skorerbestenliste hat jetzt, zwei Runden vor Meisterschaftsschluss, Raphael Liniger von Yellow Winterthur zum Altdorfer Marko Koljanin aufgeschlossen. Beide haben obamarthmariaauf ihrem Konto je 190Treffer stehen.

 

Umkämpfter Spitzenkampf

Am Donnerstagabend kreuzten auch die beiden Tabellenersten TV Endingen und RTV Basel - beide sind vom Direktaufstieg respektive der Teilnahme am Promotionsfight gegen den NLA-Vorletzten nicht mehr zu verdrängen - die Klingen. Das Team aus der Rheinstadt behielt das bessere Ende mit einem hauchdünnen 24:23 für sich. Die Konstellation an der Spitze des Zwischenklassementes präsentiert sich jetzt wie folgt: 1. RTV Basel (38 Punkte), 2. TV Endingen (36), 3. HC KTV Altdorf (31, +43), 4. STV Baden (27, + 19), 5. Siggenthal/vom Stein Baden (26, eine Partie im Verzug - fightet am Samstag gegen den HC Horgen, +12).

stadelmbadAltdorf spielte gegen den STV Baden mit: Jan Dittli, Marcel Luthiger; Joy Gisler (1), Sebastian Munzert (2), Ivan Fallegger (5), Cyril Keller, Marc Fallegger (2), Samuel Stadelmann (4), Thomas Mohenski (1), Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (2), Tizian Dossenbach (1), Mario Obad (9), Marko Koljanin (4).

 

Sonntag, 29 März 2015 00:00

Der grosse Fight der Titanen

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Yellow Winterthur – HC KTV Altdorf 27:30

NLB-Torschützenleader trafen direkt aufeinander; Marko Koljanin skorte sechzehnmal – und ist jetzt klare Nummer eins. Altdorfer jetzt alleinige Tabellendritte.

kolj topskorer filteredDas viertletzte Meisterschaftsspiel der Hauptrunde hatte es am Samstagabend in jeder Beziehung in sich. Zum einen stand es im Zeichen einer grandiosen Aufholjagd der Innerschweizer: Sie trumpften anschliessend zusätzlich mit einer genialen Schlussphase auf. Zum Zweiten riss KTV-Topskorer Marko Koljanin das Zepter im direkten Treffen der beiden Sonderkanoniere – sowohl Raphael Liniger wie der Kroate in Altdorfs Diensten hatten vorgängig 170-mal ins Schwarze getroffen – an sich. Der KTV-„Sprengmeister“ fetzte gegen die Yellows den Ball 16-mal (persönlicher Saisonrekord!) in die Maschen; Liniger hatte sich mit elf Erfolgserlebnissen zu begnügen. Koljanin liegt nun gegenüber Liniger mit 186:181 allein in Front.

Fünf Tore Rückstand

Für den HC KTV Altdorf ging es darum, jene Niederlage, welche die Urner acht Tage zuvor gegen Siggenthal vor heimischem Publikum kassiert hatten, vergessen zu machen. Das Vorhaben gelang mit Bravour, auch wenn es phasenweise den Eulachstädtern etliche Zugeständnisse zu machen galt. Samuel Stadelmann war für die KTV-Führung schon nach 61 Sekunden besorgt. Die Urner prägten die Partie vorerst unverkennbar, um nach 12 Minuten mit 7:4 vielversprechend in Front zu liegen. Schon zu diesem Zeitpunkt war erkennbar, dass die Begegnung ganz im Zeichen der Liga-Topskorer Marko Koljanin (Altdorf) und Raphael Liniger (Winterthur) stehen würde. Beide waren offensichtlich bestrebt, die alleinige Leaderposition im NLB-Torschützenklassement an sich zu reissen. Das Vorhaben wurde zum beeindruckenden Schaulaufen des kroatischen Hünen, der ein Dutzend Treffer aus dem Spiel heraus und deren vier nach Penaltyaktionen realisierte. Auch eine Spezialbewachung gegen Koljanin liess diesen unbeeindruckt und nicht von seinem „Kurs“ abkommen.

Nach dem erwähnten Drei-Tore-Vorsprung der Innerschweizer räumten diese ihren Kontrahenten vermehrte Freiräume ein, um auch selber einige Unzulänglichkeiten zu verzeichnen. Vorweg im Abwehrbereich lief nicht alles wunschgemäss. Nach 20 Minuten hatten die Winterthurer nicht nur ausgeglichen, sondern gleich auch das Zepter übernommen. Zur Pause führten die Platzherren mit 15:12.

Beeindruckender Jan Dittli

Die zweite Halbzeit schien die definitive Niederlage der KTV-Truppe einzuläuten. Sie lag nach 40 Minuten bereits mit fünf Längen (20:25) in Schieflage. Dies war den Altdorfern dann ganz offensichtlich etwas allzu starker Tabak. Sie legten leistungsmässig unverkennbar zu. 5 Minuten vor Spielschluss gelang Samuel Stadelmann der Ausgleich (26:26). Dem 27:26 setzte Marko Koljanin den erneuten Gleichstand entgegen. Der HC KTV Altdorf profitierte in der spannungsgeladenen Schlussphase von zwei Fakten: Zum einen brillierte Jan Dittli im KTV-Tor – er hatte den „Dienst“ ab der 16. Minute von Marcel Luthiger übernommen – mit verschiedenen Traumparaden, sich dabei auch als Penaltykiller profilierend. Zum andern schaufelten sich die Yellows selber das Grab, handelten sie sich doch durch einige Disziplinlosigkeiten gleich zwei Zeitstrafen ein. Während die Winterthurer nicht mehr ins Volle trafen, zogen Ivan Fallegger, KTV-Spielertrainer Mario Obad sowie Marko Koljanin dank dreier sehenswerter Treffer den Altdorfer Sieg definitiv an Land, dadurch auch den ersten Saisonerfolg gegen die Eulachstädter (Vorrunde: 24:24) realisierend. „Eine bis zuletzt kämpferisch sehenswerte Einstellung stand dem Erfolg unseres Teams zu Gevatter“, freute sich Spielertrainer Dani Lussi.

Über die Ostertage ruht der Meisterschaftsbetrieb. Am Donnerstagabend danach wird in der Feldliarena der STV Baden erwartet. Die Aargauer, welche auswärts mit einem Tor Unterschied bezwungen worden waren, verfügen in ihren Reihen seit Anfang Januar über den starken Nordländer Larsson, der von Chênois Genf zu Baden gestossen ist im neuen Umfeld bereits Furore zu machen versteht.

 

Fakten und Zahlen

Während in den Reihen von Yellow Winterthur keine „Hundertprozenter“ zu verzeichnen waren, liessen sich gleich drei Altdorfer Top-Abschlussquotenerfolge (100) attestieren: Sebastian Munzert, Samuel Stadelmann sowie Dave Zürcher. Es folgten auf den nächsten Positionen: Marko Koljanin (84), Mario Obad (74), Fabian Auf der Maur und Ivan Fallegger (je 33). Jan Dittli war von beiden Teams der erfolgreichste Keeper auf dem Spielfeld (36-prozentige Abwehrerfolgsquote).

Die weiteren Resultate der jüngsten NLB-Meisterschaftsrunde: Birsfelden Siggenthal 29:24, Horgen – Kadetten Espoirs 29:27, Möhlin – Zofingen 33:29, RTV Basel – Steffisburg 30:26, Baden – Endingen 23:26, Chênois Genf – Kreuzlingen 33:23.

Die aktuelle NLB-Rangliste, drei Runden vor Abschluss der NLB-Hauptrunde: 1. Endingen und RTV Basel (je 34 Punkte), 3. KTV Altdorf (29), 4. Baden (27), 5. Siggenthal (26), 6. Yellow Winterthur (23), 7. Steffisburg (22), 8. Kadetten Espoirs und Horgen (je 19), 10. Zofingen, Möhlin sowie Birsfelden (je 18), 13. Chênois Genf (16), 16. Kreuzlingen (15). ar.

 

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Jan Dittli; Sebastian Munzert (3), Dave Zürcher (2), Ivan Fallegger (1), Cyril Keller, Marc Fallegger, Samuel Stadelmann (3), Thomas Mohenski, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (2). Tizian Dossenbach, Mario Obad (3), Marko Koljanin (16).

 

HC KTV Altdorf – HSG Siggenthal/Vom Stein Baden 26:29

Nimbus der Ungeschlagenheit Altdorfs in der laufenden Saison vor eigenem Anhang ist Geschichte. Fataler Zwischenfall überschattete Samstagabend-Fight.

Abkl Kol 14xDer Chronist der Gäste (Letztere bestritten die vier letzten NLB-Saisons ohne ausländische „Söldner“) vermerkte im Vorfeld der Rückrundenpartie in Altdorf auf der Homepage seines Vereins, dass der Underdog aus dem Aargau, dem ehemaligen Stammsitz der Habsburger - er hatte wenige Tage zuvor Leader Endingen eine sensationelle Niederlage bereitet - versuchen wolle, die Schillersche Legende in Altdorf neu zu schreiben. Im Gegensatz zur ursprünglichen Handlung des Dichters seien es nämlich die Urschweizer selbst, welche aus den Stammlanden der Königlichen-und-Kaiserlichen Monarchie Spielertrainer Mario Obad, Linkshänder Marko Koljanin sowie dem ebenfalls den Habsburgern unterstellten Deutschland mit Mohe SiggSebastian Munzert einen weiteren Hünen am Kreis für ihre Dienste verpflichtet hätten. „Die Aargauer werden sich natürlich weigern, den Gesslerhut untertänigst zu grüssen. Sollte der Uristier mit seinem Pfeil treffen, haben die Siggenthaler einen weiteren Trumpf im Köcher, denn die Einheimischen werden durch jene Rote (Dressfarben der HSG, also nicht Hohle) Gasse gehen müssen, die schon mancher gegnerischen Macht zu schaffen machte.“

Wie recht der Schreibende damit hatte: Der HC KTV Altdorf tat sich mit der Siggenthaler Deckung recht schwer: Er vermochte sich mehrheitlich nicht wie gewohnt zu entfalten, verlor in der Feldliarena erstmals nach langer Zeit und büsste damit den Nimbus der Ungeschlagenheit vor eigenem Publikum ein. Allerdings bleibt anzumerken, dass die Urner nach dem fatalen Zwischenfall (siehe unten), beim Stande von 4:4, mental eher „belasteter“ als die Siggenthaler wirkten, die eine „Jetzt-erst-recht-Reaktion“ erkennen liessen.

Zum Spielverlauf

Munzi SiggWie schon anlässlich des vorangegangenen Heimspieles gerieten die Altdorfer in den ersten 6 Minuten mit 0:3 ins Hintertreffen, ehe Marko Koljanin (dreimal) und Fabian Auf der Maur auf 4:4 zu stellen vermochten. In der 25. Minute hatten sich die Aargauer ein Drei-Tore-Polster zugelegt (8:11), um dieses bis zur Pause gar auf fünf Längen auszubauen (11:16).

Nach erfolgtem Seitenwechsel - im Tor hatte zwischenzeitlich Jan Dittli Marcel Luthiger ersetzt - liessen die Siggenthaler an ihrem Vorsprung vorerst nicht rütteln. Erst nach dem 15:20 arbeiteten sich die Altdorfer wieder an die aufsässigen Widersacher heran. Letztere liessen 7 Minuten vor Spielschluss gar wieder Ambitionen auf einen Punkteerfolg erkennen, nachdem Fabian Auf der Maur (53.08) respektive Ivan Fallegger (54.15) den KTV-Rückstand verkleinert hatten (23:25). Doch nach dem 23:27 (56.25) fruchtete auch ein Timeout der Einheimischen nichts (mehr), um noch entscheidend zuzulegen respektive das Manko wettzumachen. Den Schlusspunkt unter die Partie setzte Marko Koljanin, der an diesem Abend 14 Treffer realisierte. Und dadurch in der NLB-Skorerliste wieder Position eins (vor Marcel Liniger, Yellow Winterthur) zurückeroberte: Beide haben nun 140 Tore auf ihren Erfolgskonti stehen, wobei der Altdorfer im Durchschnitt aller bestrittenen Einsätze 8,1-, der Winterthurer 7,7-mal pro Spiel ins Volle getroffen hat.

Zahlen, Resultate, Rangliste

Erfolgreichste Skorer im Fight gegen Siggenthal waren Marko Koljanin (14), Fabian Auf der Maur (5) sowie Spielertrainer Mario Obad (4). Eine 100-prozentige Abschlusserfolgsquote wies Samuel Stadelmann aus, vor Mario Obad (80), Marko Koljanin (77), Sebastian Munzert (50) und Fabian Auf der Maur (45); Jan Dittli wehrte 34, Marcel Luthiger 23 (Siggenthals Claudio Boccarelli 42) Prozent gegnerischer Torschüsse ab.

Die weiteren NLB-Resultate des Wochenendes: Kadetten - Birsfelden 29:31, Kreuzlingen - Zofingen 24:23, RTV Basel - Baden 28:20, Endingen - Yellow Winterthur 27:23, Möhlin - Horgen 31:30, Steffisburg - Chênois Genf 29:20.

Die aktuelle NLB-Rangliste (vier Runden vor Schluss der Qualifikationstour): 1. Endingen und Basel (je 34 Punkte), 3. Altdorf und Baden (je 27), 5. Siggenthal (26), 6. Winterthur (23), 7. Steffisburg (22), 8. Kadetten (19), 9. Zofingen (18), 10. Horgen (17), 11. Birsfelden und Möhlin (je 16), 13. Kreuzlingen (15), 14. Chênois (14).

Fataler Zwischenfall

Just nach Ablauf der Startviertelstunde ereignete sich vor dem Tor des HC KTV Altdorf ein schlimmer Unfall. Manuel Lässer von der HSG Siggenthal/Vom Stein Baden verlor bei einem Angriff am Kreis das Gleichgewicht, fiel hin und schlug in der Folge mit dem Kopf am Boden auf, nachdem er im Rahmen der Aktion noch mit dem KTV-Keeper zusammengeprallt war. Der Unglücksrabe war für längere Zeit ohne Bewusstsein. Lange, bange Minuten des Wartens: alle Anwesenden waren geschockt. Lässer wurde auf der Stelle durch Unfallhelfer und Ärzte fachmännisch betreut. Nach Beratung mit dem Delegierten, den Schiedsrichtern und den Mannschaften wurde das Spiel mit grosser Verspätung - nach rund einer halben Stunde Unterbruch - fortgesetzt.

Zum Zeitpunkt des Zwischenfalles war das Ausmass der unglücklichen Aktion nicht abschätzbar. Der Siggenthaler Spieler wurde ins nahe gelegene Urner Kantonsspital eingeliefert und später zur besseren Versorgung nach Aarau überführt. - Manuel Lässer sei auch auf diesem Weg gute (und rasche) Besserung gewünscht.

 

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Jan Dittli; Sebastian Munzert (1), Dave Zürcher, Ivan Fallegger (1), Cyril Keller, Marc Fallegger, Samuel Stadelmann (1), Thomas Mohenski, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (5), Tizian Dossenbach, Mario Obad (4), Marko Koljanin (14).

 

Samstag, 14 März 2015 00:00

Geniestreich: vierter Sieg in Serie

geschrieben von

Kadetten-Espoirs - HC KTV Altdorf 29:31

Fight auf Biegen und Brechen. Urner jetzt auf Platz drei vorgestossen.

Zürc Aufatmen im letzten Moment. Drei erkrankte respektive verletzte Akteure konnten wieder weitgehend fitgetrimmt werden: Kevin Ledermann setzte in der Defensive, Dave Zürcher im Angriff positive Akzente, Joy Gisler figurierte ausserdem im Aufgebot. Lediglich Samuel Stadelmann fehlte von der Standardformation aus familiären Gründen. Die Schaffhauser traten mit einem starken Kollektiv an. In ihren Reihen steckten gleich mehrere Nationalliga-A-Spieler. Damit liessen sie erkennen, dass sie mit den Intentionen der Innerschweizer, sich für den erlittenen Punkteverlust im Rahmen der Vorrunde zu revanchieren, gar nicht einverstanden zeigten. Der HC KTV Altdorf landete im Rahmen der Rückrunde mit seinem Sieg übrigens bereits den vierten Erfolg in Serie.

Drei-Tore-Führung nach 12 Minuten

Die Urner kassierten schon nach 45 Sekunden den ersten Gegentreffer. Doch Ivan Fallegger besorgte den Gleichstand. 4:4 lautete das Skore nach 6 Minuten, ehe Kevin Ledermann sowie Ivan Fallegger ihr Kollektiv mit 6:4 in Führung knallten und Sebastian Munzert später gar eine Drei-Tore-Reserve (12. Minute) realisierte. Einen 2-Tore-Vorsprung rettete der KTV in die Pause.

Die Gastgeber nahmen den zweiten Spielabschnitt mit einer Grossoffensive in Angriff (17:17 nach 34 Minuten) um dann 12 Minuten vor Spielschluss gar in Front zu liegen (25:23) und aus dem 26:26 einen Zwei-Tore-Vorsprung aufs Parkett zu zaubern. Das Zünglein an der Waage schien zugunsten der Nordschweizer auszuschlagen. Doch dagegen legten Spielertrainer Mario Obad und Fabian Auf der Maur ihr Veto ein. Viereinhalb Minuten vor Spielschluss lautete das Zwischenresultat 28:28. Marko Koljanin und Sebastian Munzert schossen ihre Truppe mit einem sehenswerten Doppelschlag 30:28 in Front – Fabian Auf der Maur besorgte 65 Sekunden vor Spielschluss das vorentscheidende 31:28. Zu mehr als einer bescheidenen Resultatkosmetik reichte es den Platzherren nicht mehr – Topskorer Dimitrij Küttels zehnter Treffer dieses Spielnachmittags zum abschliessenden 31:29 fiel erst 21 Sekunden vor dem letzten Sirenenton.

Volles Engagement bis zuletzt

KTV-Coach Dani Lussi und Spielertrainer Mario Obad nach dem beeindruckenden Erfolg ihrer Truppe unisono: „Der Sieger dieser attraktiven Begegnung hätte aus beiden Lagern kommen können. Doch wir sicherten uns den Erfolg dank vollem Engagement während 60 Minuten und eines erneut weitgehend überzeugenden Abwehreinsatzes.“ Ausgezeichnete Arbeit lieferte bei den Altdorfern übrigens insbesondere Nachwuchstorwart Jan Dittli ab. Er, der seinen Posten von Marcel Luthiger in der 15. Minuten übernommen hatte, wehrte 31 Prozent aller auf sein Gehäuse abgefeuerten Schüsse ab. Hundertprozentige Abschlussquoten erzielten in Schaffhausen Dave Zürcher und Kevin Ledermann. Es folgten Sebastian Munzert (80), Fabian Auf der Maur (62), Marko Koljanin (61), Ivan Fallegger und Mario Obad (je 60).

Leader Endingen strauchelte in Siggenthal

Überraschendes Ergebnis zwischen Siggenthal und Endingen: Der Leader verlor mit18:20. Dadurch schloss der RTV Basel nach seinem hauchdünnen Sieg in Winterthur (27:26) zu den Aargauern (je 32 Punkte) auf. Da Baden gegen Steffisburg nicht über ein 17:17 hinauskam, liegt der HC KTV Altdorf jetzt dank der besseren Tordifferenz - auf Platz drei (je 27 Zähler). Siggenthal folgt mit 24, Yellow Winterthur mit 23 Punkten auf den folgenden Plätzen. Nach den weiteren Resultaten (Birsfelden - Möhlin 29:29, Zofingen - Chênois Genf 23:23, Horgen - Kreuzlingen 23:17) grüsst Kreuzlingen auf der letzten Position (13 Punkte), hinter dem Trio Birsfelden, Möhlin und Genf (je 14). - Am kommenden Samstag weilt nun Leaderschreck Siggenthal (Trainer, Peter Szilagyi, Ex-Altdorf) in der Feldliarena zu Gast

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Jan Dittli; Joy Gisler, Sebastian Munzert (4), Dave Zürcher (3), Ivan Fallegger (3), Cyril Keller, Marc Fallegger, Thomas Mohenski (1), Kevin Ledermann (1), Fabian Auf der Maur (5), Tizian Dossenbach, Mario Obad (6), Marko Koljanin (8).

 

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