Spielberichte Herren 1

Spielberichte Herren 1 (129)

Montag, 17 November 2014 00:00

Koljanins fatale Fieberschübe

geschrieben von

Nationalliga B: Siggenthal – Altdorf 30:27

Der KTV-Trupp handelte sich gegen die Tabellenvorletzten die zweite Saisonniederlage ein. Urner deutlich schwächer als acht Tage zuvor gegen die Schaffhauser Espoirs.

munzistä filteredAusgerechnet in jener Halle, wo der HC KTV Altdorf jenen legendären Sieg gegen die Hausherren aus dem Feuer riss, der ihnen anderthalb Jahre zuvor den Aufstieg in die Nationalliga A beschert hatte, folgte am Sonntagnachmittag nun ein veritabler Tiefschlag. Die Gründe, welche dazu führten, waren gegen die starken Aargauer, die wenige Tage zuvor gegen Leader Endingen nur mit zwei Längen Unterschied verloren hatten, vielfältig. Zum einen fand die Urner Abwehr nicht zur gewohnten Leistung. Sie liess sich immer wieder verschaukeln, um schliesslich gleich zweieinhalb Dutzend Minustreffer zu kassieren. Da nützte auch eine vorübergehende Doppelmanndeckung gegen Stefan Egloff (8 Treffer) und Marius Moser (4) nur wenig. Hinzu kamen die viel zu hohe Quote begangener technischer Fehler und die damit verbundenen Ballverluste – gleich fünfzehn an der Zahl. Negativ in die Waagschale fiel schliesslich der seit Donnerstag immer wieder durch Grippe-Fieberschübe gebeutelte KTV-Topskorer Marko Koljanin. Er mixte in Siggenthal zwar mit, vermochte aber begreiflicherweise nicht das von ihm gewohnte Rendement abzuliefern.

Jetzt ein Verfolgertrio

Die weiteren sechs NLB-Wochenendpartien zeitigten folgende Ergebnisse: Birsfelden – Schaffhauser Espoirs 22:28, Zofingen – Kreuzlingen 35:28, Horgen – Möhlin 26:29, Yellow Winterthur – Endingen 26:33, Baden – RTV Basel 23:22, Chênois Genf – Steffisburg 33:36. An der Tabellenspitze hat sich Endingen nun mit 4 Zählern Vorsprung (16 Punkte) abgesetzt. Auf den Fersen folgt in der Vierzehnergruppe das Trio Altdorf, Basel und Steffisburg (je 12 Punkte), vor Baden (9), den Schaffhauser Espoirs (8, eine Partie weniger ausgetragen), Yellow Winterthur, Zofingen und Aufsteiger Kreuzlingen (ebenfalls je 8).

In Siggenthal erwiesen sich Samuel Stadelmann und Sebastian Munzert als klar effizienteste Altdorfer Stürmer – sie beeindruckten mit je hundertprozentigen Torschuss-Erfolgsquoten; Stadelmann traf sechsmal, Munzert fünfmal ins Volle. Auf hundert Prozent kam auch Marc Fallegger (1 Tor), auf 66 Prozent Ivan Fallegger sowie Fabian Auf der Maur (je 4 Treffer). Die KTV-Torsteher Nicolas Stocker und Jan Dittli liessen sich je eine 25-prozentige Abwehr-Erfolgsquote notieren. Auf der Gegenseite parierten Ex-Nationaltorwart Claudio Boccarelli 32, der vormalige KTV-Keeper Peter Szilagyi junior 30 Prozent Bälle.

In 40. Minute erste Altdorfer Führung

Zum Spiel: Gegen Siggenthal gerieten die Innerschweizer rasch ins Hintertreffen (6:8 nach 15 Minuten). Zur Pause hatten die Gastgeber die Nase mit drei Längen Vorsprung im Wind (17:14). In der Folge glückte dem KTV-Trupp in einer starken Phase der Gleichstand (19:19, 36. Minute), später gar die erstmalige Führung (21:20) durch Spielertrainer Mario Obad. Sieben Minuten vor dem letzten Sirenenton hatte Siggenthal - vor 500 Zuschauern notabene - wieder einen Vorsprung herausgewirtschaftet (25:22). Diese Reserve gaben die Platzherren nicht mehr preis. Die letzte Chance auf einen Punktegewinn verscherzten die Altdorfer in den letzten zwei Spielminuten (Überzahlspiel), doch sah sich wenig später auch Mario Obad auf das Sünderbänklein komplimentiert - an ein Aufholen in extremis war somit natürlich nicht mehr zu denken.

Coach Dani Lussi in seiner Retrospekitve: „Wir kassierten an diesem Spieltag ganz einfach zu viele so genannt einfache Tore. Die Leistung war mit jener, die wir acht Tage zuvor gegen die Schaffhauser Espoirs abgeliefert hatten, nicht vergleichbar. Nun heisst es ganz einfach, am kommenden Wochenende gegen Yellow Winterthur möglichst wieder auf den Erfolgspfad zurückzufinden. Dies kann indessen nur mit einer Topleistung, insbesondere im Abwehrsektor, aber auch durch eine deutliche Minimierung der technischen Eigenfehler, gelingen. Die Mannschaft mit Topskorer Raffael Liniger (vormals Pfadi Winterthur und Otmar St. Gallen, NLA, Bruder von Manuel Liniger: nach vier Bundesligajahren jetzt bei den Schaffhauser Kadetten, NLA) wird uns mit Bestimmtheit keine Geschenke machen.“

Altdorf spielte mit: Nicolas Stocker, Jan Dittli, Marcel Luthiger; Joy Gisler, Sebastian Munzert (5), Ivan Fallegger (4), Cyril Keller, Marc Fallegger (1), Samuel Stadelmann (6), Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (4), Tizian Dossenbach, Mario Obad (3), Marko Koljanin (4).

Sonntag, 09 November 2014 00:00

Koljanin-Treffer werden zur "Dutzendware"...

geschrieben von

 

Nationalliga B: HC KTV Altdorf – Kadetten Espoirs Schaffhausen 29:25

Genialer Endspurt der Urner. Marko Koljanin brillierte mit zwölf Einschüssen. Urner weiterhin an der Tabellenspitze.

fallmarcschafDie Nordschweizer sind unberechenbare Widersacher. Dies zeigte sich auch am Samstagabend vor rund 400 Zuschauern in der Feldliarena. Das durch den Schweizer U19/U21-Nationaltrainer Michael Suter betreute Kollektiv leistete der Truppe von KTV-Spielertrainer Mario Obad und Coach Dani Lussi praktisch während der vollen 60 Minuten energischen Widerstand, pirschte sich immer wieder an die Gastgeber heran und liess sich erst in den Schlussminuten definitiv auf die Verliererstrasse drängen. Die Innerschweizer lieferten eine alles in allem starke Leistung ab. Und wurde es einmal brenzlig, standen die in hellen Scharen aufmarschierten einheimischen Kiebitze wie eine Mauer hinter ihrem Team, dieses immer wieder zu speziellen Efforts aufpeitschend. Der Sieg ist für die Altdorfer diskussionslos verdient und lässt sie weiterhin von der Tabellenspitze grüssen. Endingen, das erst am Sonntagnachmittag gegen Siggenthal spielte und den Einsatz nur überraschend knapp (20:18) gewann, grüsst weiterhin als Leader, mit 14 Punkten nach acht Einsätzen, vor Altdorf und dem RTV Basel (je 12) und Steffisburg (10).

aufdermaurshIIDie weiteren Wochenendpartien: Steffisburg – Baden 31:31, Kreuzlingen – Horgen 29:29, RTV Basel – Yellow Winterthur 30:25, Möhlin – Birsfelden 30:23, Chênois Genf - Zofingen 28:39.

Ein Tor, das wohl keines war

Gesprächsstoff lieferte anlässlich der ersten Halbzeit insbesondere eine Aktion, die unmittelbar mit dem Pausensirenenton zusammenfiel. Der Ball kullerte über die Torlinie Marcel Luthigers, als das Signal bereits eingesetzt hatte, hätte also eigentlich gar nicht validiert werden dürfen. Doch die insgesamt souverän arbitrierenden Spielleiter Andreas Capoccia/Markus Neumann sahen dies anders. Sie erklärten den Treffer trotz energischer Opposition seitens der Platzherren als gültig. Der Vorsprung der Urner schmolz damit auf vier Längen (17:13) zusammen. Gleichzeitig sah sich Marko Koljanin für zwei Minuten auf das Sünderbänklein komplimentiert. Koljanin war übrigens nach dem Schlusspfiff der meistgefeierte Akteur auf der Seite der Einheimischen: Er erzielte während der Partie nicht weniger als ein volles Dutzend Tore. Zum Verlauf der ersten Halbzeit einige Details: Die Schaffhauser zogen zweimal in Front (2:3, 3:4). Doch die Platzherren glichen jeweils postwendend aus. 12:12 lautete das Skore nach 22 Minuten. Später bauten Ivan Fallegger, Marko Koljanin/2, Mario Obad und Kevin Ledermann nach eindrücklichem Pressing und wirbligen Angriffsaktionen der Gastgeber das Zwischenresultat gleich auf fünf Längen ausbauten. Danach kam es zur bereits geschilderten umstrittenen Szene.

Aufsässige Gäste

koljaninschafff filteredVerschiedenen mirakulösen Paraden Marcel Luthigers war es zu verdanken, dass die Espoirs nach dem Seitenwechsel nicht näher als auf eine Länge herankamen (19:18 nach 40 Minuten). Mehrmals Marko Koljanin sowie Marc Fallegger liessen bis kurz vor der 50. Minute das 23:20 Tatsache werden, nachdem Sebastian Munzert gleich dreimal seine Bewacher ausgetrickst hatte, allein vor dem gegnerischen Tor aufgetaucht war, das Streitobjekt aber nicht am exzellent wehrenden Schaffhauser Schlussmann vorbei brachte. Der Mist war damit also noch nicht geführt. Unter dem Zepter des quirligen Sharr Ramadani (insgesamt in dieser Partie acht Tore markierend) brachten sich die Besucher erneut ins Gespräch (25:24, fünfeinhalb Minuten Restspielzeit, 27:25 dreissig Sekunden vor dem Abpfiff). Die Gäste, welche in der Schlussphase anstelle ihres Torstehers einen zusätzlichen Feldspieler auf die Platte beordert hatten, reüssierten mit diesem Schachzug nicht. Vielmehr waren Mario Obad und Samuel Stadelmann im Verlauf der letzten 25 Sekunden noch für zwei Treffer zum finalen 29:25-Sieg ihrer Crew besorgt.

Zahlen und Meinungen

Ein Blick auf die Erfolgsliste des HC KTV Altdorf zeigte je 100-prozentige Wurferfolgsquoten für Marc Fallegger, Samuel Stadelmann und Kevin Ledermann, 75 Prozent für Marko Koljanin, je 60 Prozent für Ivan Fallegger sowie Fabian Auf der Maur. Marcel Luthiger, fast während der gesamten Spielzeit im Einsatz stehend, liess sich eine sehr gute 36-prozentige Abwehr-Erfolgsquote attestieren.

Altdorfs Rekordskorer Marko Koljanin: „Es war echt schwierig, die Schaffhauser an die Leine zu legen. Sie stellten eine über die gesamte Spielzeit kämpferisch eingeschworene Formation. Was mich auf unserer Seite beeindruckte, war der grosse Ehrgeiz, mit der alle unserer Leute zur Sache gingen und ganz einfach einen tollen Teamgeist erkennen liessen. Auf diesem Weg heisst es nun fortzufahren.“

KTV-Coach Dani Lussi: „Ich sah unsererseits ein sehr gutes Spiel, die noch immer nicht optimale Chancenauswertung ausgeklammert. Unsere Deckung hielt dem mehrheitlich grossen gegnerischen Druck engagiert und konzentriert entgegen. In einigen kritischen Phasen bewies die Mannschaft viel Moral – Kompliment.“ ar.

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Sebastian Munzert (2), Dave Zürcher, Christian Bär, Ivan Fallegger (3), Cyril Keller (1), Marc Fallegger (2), Samuel Stadelmann (1), Kevin Ledermann (1), Fabian Auf der Maur (3), Tizian Dossenbach, Mario Obad, Marko Koljanin (12).

 

Sonntag, 19 Oktober 2014 00:00

Finalissima mit ungleichen Spiessen

geschrieben von

Möhlin – Altdorf 28:28

Im Aargauer Hexenkessel sahen sich die Innerschweizer letztlich echt verschaukelt. Aber noch immer 2. Tabellenplatz - jetzt 2 Zähler hinter Endingen.

obadkreuz filteredEs ist eher müssig, sich über eine diskutable Spielleitung zu beklagen. Doch was zu sagen ist, bleibe der Vollständigkeit halber nicht unerwähnt. Was die Unparteiischen vorweg in der heissen Schlussphase nämlich pfiffen, war des Guten (lies: Schlechten) einfach zu viel. Da konnten die vom Publikum (rund 500 Personen!) aufgeheizten gegnerischen Akteure den Altdorfern gleich mehrmals mit (brandgefährlichen) Attacken Richtung Gesicht den Mumm abkaufen, ohne dass interveniert worden wäre. Ganz anders auf der gegenüberliegenden Seite. Dort wurden offenkundige Kleinigkeiten geahndet. In Zahlen: Während der 125 Schlusssekunden (Spielprotokoll!) sahen die Urner insgesamt dreimal Zeitstrafen gegen sie verhängt (Möhlin: nur eine Sanktion). Und genau in dieser heiklen Phase, beim Stande von (noch) 27:25 für den KTV, liessen die doppelt unterzähligen Gäste prompt den erwähnten Zähler liegen – es hätten aufgrund der Fakten gar gut und gerne durchaus deren zwei sein können…

Fakt ist, dass der KTV-Trupp nun im Zwischenklassement um zwei Längen hinter Leader Endingen (12) liegt und knapp vor dem punktgleichen RTV Basel (ebenfalls 10 Punkte, aber mit einer Einheit schlechterer Tordifferenz), vor der aktuellen Nummer vier: Steffisburg (9), angesiedelt ist. - Die weiteren Samstagergebnisse: Horgen – Genf 31:35, Winterthur – Baden 32:21, Siggenthal – RTV Basel 21:27, Zofingen – Steffisburg 26:26, Schaffhausen II – Endingen 26:28.

Topleistung in erster Halbzeit

Der HC KTV Altdorf - ohne die verletzten Thomas Mohenski und Marc Fallegger angetreten - startete ebenso konzentriert wie fulminant. Im Anschluss an das 4:4 und eine später folgende 2-Tore-Führung lagen die Urner nach 20 Minuten mit 11:7 in Front, führten nach 25 Minuten 14:8 und zur Pause weiterhin mit sechs Längen Differenz (16:10). Die KTV-Deckung hatte sich mehrheitlich höchst effizient gezeigt. Es gelang ihr vorweg, den brandgefährlichen Marcus Hock (an diesem Abend elf Tore insgesamt erzielend) recht gut zu kontrollieren. Der Gotthard-Express war somit gut auf Kurs, der Sieg schien zumindest bestens aufgegleist.

Doppelmanndeckung verunsicherte

Möhlin begann den zweiten Abschnitt mit einer auf Mario Obad und Marko Koljanin angelegten Doppelmanndeckung. Die Gastgeber profitierten von der dadurch angezettelten Verunsicherung der Urner. Letztere sahen ihre Reserve bis zur 40. Minute auf zwei Einheiten zusammenschrumpfen (18:16). Dem 24:20 (50. Minute) setzte Möhlin einen sehenswerten Sturmlauf entgegen, der zu guter Letzt mit dem (schmeichelhaften) Gewinn eines Zählers belohnt wurde. Die Altdorfer waren in doppelter Unterzahl trotz des 28:27 (Marko Koljanin, 53 Sekunden vor dem letzten Signalton erzielt) ganz einfach nicht in der Lage, in der für sie buchstäblich steinigen „Steinli“-Halle den Vorsprung über die Zeit zu retten. „Wir büssten unsere klare Halbzeitführung im Verlaufe der zweiten halben Stunde ein. Es gelang uns während längerer Zeit fatalerweise nur mehr schlecht als recht, das gegnerische Spielkonzept in den Griff zu bekommen. Höchst unglückliche Entscheidungen der Spielleitung spielten den Gastgebern unverkennbar in die Hand.“

Als beste Skorer in den Reihen des HC KTV Altdorf profilierten sich Sebastian Munzert, Mario Obad sowie Marko Koljanin (je 7 Treffer). Hinter Samuel Stadelmann (100-prozentige Abschluss-Erfolgsquote) wies das Toptrio eine solche zwischen 87 und 77 Prozent aus, gefolgt durch Fabian Auf der Maur (66). Torsteher Marcel Luthiger stand mit einer guten 32-prozentigen Abwehrquote zu Buche.

Altdorf spielte in Möhlin mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Sebastian Munzert (7), Dave Zürcher (2), Christian Bär, Ivan Fallegger (1), Cyril Keller, Samuel Staddelmann (2), Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (2), Tizian Dossenbach, Mario Obad (7), Marko Koljanin (7), Marc Häusler.

Sonntag, 12 Oktober 2014 00:00

"Hiä regiärt dr Ürischtiär"

geschrieben von

HC KTV Altdorf – Kreuzlingen 30:27

Urner fanden wieder auf die Siegerstrasse zurück. Jetzt Platz zwei im Zwischenklassement – hinter Endingen.

fallivankreuzli filteredDer HC KTV Altdorf hat den Tiefschlag, sechs Tage zuvor in Genf gegen Chênois kassiert, weggesteckt. Dies kam nach dem Cupsieg in Uster (Donnerstagabend) nun auch am Samstag gegen Aufsteiger Kreuzlingen zum Ausdruck. Auch wenn noch nicht alles das Gelbe vom Ei war: Was die Platzherren vor 300 Kiebitzen ablieferten, durfte sich ihre Leistung insgesamt sehen lassen. Die „Vereinshymne“ unter dem Titel „Hiä regiärt dr Ürischtiär“, von den heimischen Fans angestimmt, glich vorerst eher einem leichten Säuseln, um dann aber nach drei Vierteln der Spielzeit zu einem eigentlichen Orkan anzuschwellen. Die KTV-Akteure betrachteten den Neun-Tore-Vorsprung (45. Minute) indessen offenbar zu einer Art Freibillett. Denn sie bauten leistungsmässig merklich ab, unter anderem auch mehrere (!) Penaltychancen ungenutzt lassend. Die Reserve schmolz schliesslich auf drei Längen zusammen. Der Erfolg der Gastgeber stand aber nie in Frage. Sehr zur Freude auch der eingeladenen Feldliarena-Baukommission (Präsident Werner Senn), die vor genau drei Jahrzehnten - nach mehrjähriger Planungs- respektive Bauphase - die Schul- und Sportanlage Feldli hatte ihrer Bestimmung übergeben dürfen. Zur Aufdatierung: Die Feldliarena ist in den verflossenen zehn Jahren zu einem Ort der Begegnung für Alt wie Jung - auch für regionale, nationale und internationale Veranstaltungen - geworden, die niemand mehr missen möchte.

Lauter Altdorfer Siege

stadelmannskreuz filteredZum handballerischen Samstagwochenende darf aus Sicht des HC KTV Altdorf übrigens angemerkt werden, dass das „Mini-Einsatzprogramm“ von vier Spielen (Ferienzeit) zu einem durchschlagenden Urner Erfolg wurde. Nebst dem Fanionteam gewannen auch die 2.-Liga-Damen (erster Sieg in der laufenden Meisterschaft), ferner die 4.-Liga-Herren sowie die U18-Juniorinnen der SG Altdorf/Stans a. Genial…

Die Resultate der übrigen NLB-Partien: Endingen - Möhlin 26:18, Steffisburg - Yellow Winterthur 25:31, Zofingen - Horgen 22:30, Baden - Siggenthal 26:26, RTV Basel - Schaffhausen II 30:22. – Die Partie Chênois Genf - Birsfelden wurde erst am Sonntagabend gespielt. – Im Zwischenklassement führt Endingen (6/10) vor Altdorf (6/9), RTV Basel (6/8), Steffisburg (6/8) sowie Schaffhausen II (5/6).

Superstart: 8:4 nach 10 Minuten

koljkreuz filteredIm Team des HC KTV Altdorf fehlte insbesondere Thomas Mohenski (Mittelhandknochenbruch), bei den Ostschweizern Ives Petrig (Fussgelenkbänderriss). Die Partie, unter der souveränen Leitung von Marco Brianza und Beat Jucker, begann nach dem frühzeitigen 0:1 mit einer sehenswerten KTV-Triplette (Fabio Auf der Maur, Mario Obad/Penalty sowie Samuel Stadelmann. Dem 3:1 folgte eine weitere Superphase der Platzherren, die bis zur 10. Minute auf 8:4 erhöhten und dadurch erkennen liessen, dass sie kaum zu Konzessionen bereit waren. Doch Kreuzlingen, angeführt durch Topskorer Bozidar Nikocevic (an diesem Abend neunmal erfolgreich) und dem ellenlangen (2.02 m grossen) vormaligen Bosnier U21-Internationalen Tarik Kasumovic (für sein Heimatland Einsätze an den Weltmeisterschaften und in der Championsleague bestreitend), schafften bis zur 25. Minute den Gleichstand (11:11). Zwischenzeitlich hatte der gut disponierte Marcel Luthiger (Abwehrquote: 22 Prozent) den KTV-Torsteherposten seinem Kollegen Nicolas Stocker (43 Prozent) überlassen, der sich bei den Gästen sofort (ebenfalls) mit verschiedenen Topparaden Respekt zu verschaffen verstand. Altdorfs Reaktion liess in der Folge nicht auf sich warten. Je zweimal trafen bis zur Pause Kanonier Marko Koljanin (Zweiter im NLB-Torschützenklassement) und Fabian Auf der Maur ins Volle.

Der eindrückliche Sturmlauf

Bis zur 40. Minute vergrösserten die Innerschweizer ihre Reserve auf 20:15, nachdem Stocker einen Penalty entschärft hatte. Während der folgenden 5 Minuten lieferten die Platzherren einen eigentlichen Sturmlauf gegen das Gästebollwerk ab, um das Skore auf stolze neun Längen (25:16) zu erhöhen – darunter figurierte als besonderes Highlight ein raffinierter Dreher der Marke Fabian Auf der Maur. Schade, dass die Altdorfer in der Folge die Zügel etwas schleifen liessen und öfters auch in der Deckung vorübergehend alles andere als souverän agierten. Kreuzlingen legte leistungsmässig sichtlich zu. 3 Minuten vor Spielschluss hatte das Team vom Bodensee auf 28:25 verkürzt, um in der Folge mit einer aufsässigen Direktmanndeckung das Heil zu suchen. Doch Mario Obad warf mit dem 29:25 seine Abgebrühtheit in die Waagschale. Die Schlussphase verlief beidseitig ausgesprochen hektisch. Den Schlusspunkt unter die Begegnung setzte schliesslich Ivan Fallegger mit einem spektakulären Rush zum 30:27.

Stimmen zum Spiel

Coach Dani Lussi: „Dass wir nach einem 9-Tore-Vorsprung - gegen wohlverstanden starke Gegner - plötzlich schlechter aussahen, war primär auf Konzentrationsmängel zurückzuführen. Ein halbes Dutzend hundertprozentige Chancen wurden innert kurzer Zeit kläglich versiebt. Daran und an der Auswertung von 7-Meter-Würfen müssen wir unbedingt arbeiten.“

Spielertrainer Mario Obad: „Alles in allem spielten wir während 50 Minuten gut. Die übrigen 10 Minuten waren wenig berauschend. Mit der Leistung unseres Teams war ich alles in allem indessen doch weitgehend zufrieden.“

Samuel Stadelmann, der die Gegner als Kreisläufer immer wieder in Verlegenheit brachte und mit 66 Prozent Erfolgsquote bester Altdorfer des Abends (vor Ivan Fallegger mit 62 und Mario Obad mit 60 Prozent) war: „Wir haben den in Genf produzierten Flop mit einer wesentlich besseren Abwehrleistung vergessen gemacht. Die Einstellung unserer Truppe beeindruckte mich persönlich sehr positiv.“

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker (ab 20. Minute); Sebastian Munzert, Dave Zürcher, Christian Bär, Ivan Fallegger (5), Cyril Keller, Marc Fallegger (4), Samuel Stadelmann (2), Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (6), Tizian Dossenbach, Mario Obad (6), Marko Koljanin (7).

Sonntag, 05 Oktober 2014 00:00

Jetzt hats aber tüchtig gescheppert!

geschrieben von

Nationalliga B: Chênois Genf – HC KTV Altdorf 36:30

Am Sonntagabend kassierten die Urner ihre erste Saisonniederlage. Fatal waren die drei Dutzend eingehandelten Minustore.

munzimuntertNach vier Spielen wurde der HC KTV Altdorf in den Medien als jene Mannschaft mit der absolut kompaktest wirkenden NLB-Deckung gepriesen (einziges Team, nebst den Schaffhauser Kadetten II - die jedoch mit einem Spiel im Verzug stehen - mit weniger als 100 Minustoren). Diesen Nimbus haben die Urner nun eingebüsst. Die KTV-Torsteher mussten sich gegen Chênois vor 119 Kiebitzen (die Altdorfer Delegation war allein mit einem Sonderbus und etlichen Privatfahrzeugen nach Genf gefahren) nicht weniger als 36-mal nach hinten bücken. Ihnen daraus einen Strick drehen zu wollen, wäre falsch. Coach Daniel Lussi: „In unserer Deckung war absolut keine Körpersprache auszuloten. Alle Akteure wirkten weitgehend überfordert und liessen die Romands fast nach Belieben schalten und walten. In unseren Reihen fanden wir an diesem Tag weder mit einem 6:0-, 4:2- noch 3:2:1-System den Erfolgsweg und wirkten echt überfordert. Wenn eine Mannschaft 18 hundertprozentige Chancen auslässt, vier Pealtybälle versiebt und 14 technische Fehler begeht, darf sie sich ganz einfach keine Hoffnungen auf einen Erfolg ausrechnen. Vielleicht haben wir natürlich die Genfer nach ihrem durchzogenen Saisonstart auch ganz einfach etwas unterschätzt oder aber das Fazit, wonach Thomas Mohenski uns längere Zeit fehlen wird, nicht wegzustecken vermocht (siehe Kasten). Nun heisst es für uns ganz einfach, den Durchhänger wegzustecken und wieder zu unseren Qualitäten zurückzufinden. Insbesondere im Hinblick auf den Schweizer-Cup-Match vom Donnerstagabend, auswärts gegen den 1.-Liga-Vertreter Uster.“

Schon zur Pause arg in Schieflage

Bereits nach 2 Minuten hatte der HC KTV Altdorf in Genf zwei Minustore kassiert – das erste Erfolgserlebnis verzeichnete Sebastian Munzert mit dem Anschlusstreffer. In der 10. Minute führte Chênois 10:5, nach 20 Minuten 17:7, zur Pause 19:12. Im Verlaufe des zweiten Spielabschnittes vermochten die Innerschweizer etwas Terrain gutzumachen – 6 Minuten vor Spielschluss lautete das Skore 31:27 – Erinnerungen wurden an den ersten Match gegen Steffisburg wach, als die Urner noch einen 9-Tore-Rückstand in ein Remis zu verwandeln vermocht hatten. Die Genfer liessen aber nichts anbrennen. Sie gewannen den Fight mit einem halben Dutzend Treffern Unterschied.

In den KTV-Reihen brillierte als Topskorer dieses Mal Sebastian Munzert (8), vor Spielertrainer Mario Obad (5), Ivan Fallegger, Marko Koljanin sowie Fabian Auf der Maur (je 4). Die besten Abschlussquoten nahmen Samuel Stadelmann (75 Prozent), Sebastian Munzert (61), Ivan Fallegger (57) und Mario Obad (50) für sich in Anspruch. Marcel Luthiger (erste 20 Minuten im Spiel) wies eine Abwehrquote von 25, Nicolas Stocker eine solche von 38 Prozent für sich in Anspruch.

Die weiteren NLB-Wochenendspiele: Kadetten Schaffhausen II – Baden 25:21. Siggenthal – Yellow Winterthur 27:30, Kreuzlingen – Endingen 25:33, Horgen – Steffisburg 24:30, Möhlin – RTV Basel 27:30. – Die neue Ranglistenspitze in der NLB-Vierzehnergruppe: 1. Endingen 5/8, 2. Steffisburg 5/8, 3. Altdorf 5/7, 4. Kadetten Schaffhausen II 4/6, 5. RTV Basel 5/6, 6. Kreuzlingen 5/6. – Tabellenende: 13. Möhlin 5/2, 14. Birsfelden 4/0.

 

 

„Mohe“ fällt für sechs Wochen aus

mohenbirsIm ersten Spiel gegen Steffisburg war Topskorer Thomas Mohenski vom HC KTV Altdorf durch den Berner Cyril Gehrig bei einem Sprungwurf (in der Luft!) rüde angegangen und auf den Rücken geschmettert worden. Die Unparteiischen zögerten keinen Moment: Sie schickten Gehrig mit Rot vom Feld. Später spielte „Mohe“ mit reduzierten Kräften weiter, um auch drei weitere Partien mit eingebundener Hand zu bestreiten. Wie nun ein ärztlicher Untersuch (MRI) gezeigt hat, brach sich der Unglücksrabe im Rahmen der erwähnten Aktion einen Mittelhandknochen (links), musste sich eine Gipsbandage verpassen lassen und wird dem Urner NLB-Team für rund sechs Wochen fehlen. Anzumerken bleibt, dass „Mohe“ bereits letzte Saison nach massiven Schulterproblemen für längere Zeit ausgefallen war. ar.

 

Gegen Chênois Genf spielten: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Sebastian Munzert (8), Dave Zürcher, Ivan Fallegger (4), Cyril Keller, Marc Fallegger (2), Samuel Stadelmann (3), Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (4), Tizian Dossenbach, Mario Obad (5), Marko Koljanin (4).

 

Sonntag, 28 September 2014 00:00

Dem Team aus der Thut-Stadt den Giftstachel gezogen

geschrieben von

 

Nationalliga B: HC KTV Altdorf – TV Zofingen 32:23

Urner auch nach vierter Runde ungeschlagen. Zweite Halbzeit mutierte zum Schaulaufen der Platzherren.

obadtoljafamilieNachdem es dem TV Zofingen gelungen war, als einzigem Team dem meistgenannten Gruppensieganwärter aus Endingen den Tarif durchzugeben, waren die Altdorfer gut beraten, den Gästen am Samstagabend – vor rund 300 Zuschauern – den notwendigen Respekt entgegenzubringen. Die erste Halbzeit liess seitens der Gastgeber vorerst einige Schwachpunkte erkennen. Doch was dann folgte, war Klasse. Wie der KTV-Trupp mit seinen Widersachern umging, forderte ganz einfach volle Anerkennung

Prominente Gäste – Auftakttor mit Raritätscharakter

Am Zeitnehmertisch hatte mit dem Luzerner Pedro Llopart ein Urgestein des regionalen Handballs - er nahm das sechste Jahrzehnt seines Einsatzes, jetzt als Offizieller respektive Inspizient, in Angriff und erhielt dafür die wohlverdiente Ovation gezollt -, anderseits agierte Daniel Baumann als frischgebackener Schweizer Champion, kürzlich an den nationalen Berufsmeisterschaften in Bern gekürt, als Zeitnehmer.

munzizof filteredDie Partie begann mit einem eigentlichen Knalleffekt. Der etwas weit vorne platzierte Marcel Luthiger lenkte einen Distanzschuss der Zofinger - die nicht ganz mit dem Vollbestand ihres Kaders eingelaufen waren - mit einem unglücklichen Abwehrversuch in die Maschen des eigenen Gehäuses. Nach Treffern der Marke Marko Koljanin und Mario Obad zirkelte Tizian Dossenbach den Ball zur erstmaligen Führung der Gastgeber ins Ziel (3:2). Zofingen konterte eiskalt, um noch zweimal einen Minivorsprung (4:3, 5:4) zu realisieren. Thomas Mohenski, ferner Fabian Auf der Maur, an diesem Spielabend als Linkshänder eine Topleistung abliefernd, besorgten das 7:5. Die Urner gaben ihre Führung bis zur 30. Minute nie mehr ab. Die nun öfters ausgesprochen rüde zur Sache gehende TVZ-Deckung erntete von den Rängen während der zweiten Spiel-Viertelstunde mehrmals gellende Pfiffe. Die dadurch etwas deroutiert wirkende Abwehr der Altdorfer gestattete es den Gegnern, nach einem Vier-Tore-Rückstand bis zum Pausenpfiff auf 14:13 zu verkürzen.

Wie aus einem Guss

aufdtvzofinAltdorf startete zur zweiten halben Stunde mit Vollgas und top motiviert, nachdem Coach Dani Lussi gefordert hatte, vermehrte Konzentration an den Tag zu legen (zehnmal hatten die Platzherren bis zu diesem Zeitpunkt hundertprozentige Chancen versiebt gehabt). Innerhalb weniger Minuten schraubten Sebastian Munzert (zweimal), Fabian Auf der Maur sowie Marko Koljanin das Skore auf 18:13. Altdorfs Sturmlauf hatte damit eingesetzt. Er fand mit einem Prachts-„Flieger“ der Marke Ivan Fallegger einen sehenswerten Höhepunkt. Verschiedene Superparaden Marcel Luthigers liessen Zofingens verzweifelte Versuche, nochmals zu verkürzen, zur Makulatur werden. Und als Cyril Keller mit einem souverän verwandelten Penalty, zweimal Fabian Auf der Maur (unter anderem erneut mit einem raffinierten Drehball) sowie Marko Koljanin reüssiert hatten, war Altdorfs Vorsprung bis zur 50. Minute auf zehn Längen (30:20) angewachsen. Für die abschliessenden Topszenen im Altdorfer Kollektiv waren der in der 55. Minute für Marcel Luthiger ins Tor beorderte Jan Dittli, Fabian Auf der Maur und Kevin Ledermann, dieser mit dem letzten Treffer für sein Team, besorgt.

Stimmen zum Spiel

Coach Dani Lussi: „Die erste Halbzeit liess noch einige Wünsche offen. Was dann folgte, war unsererseits ausgezeichnet. Noch gilt es im Hinblick auf die nächsten Spiele einige kleinere Baustellen auszuräumen.“

Sportchef Markus Brand: „Ich sah ein super motiviertes KTV-Kollektiv am Werk. Speziell freute mich, dass gleich mehrere Jungtalente ihr Können zum Besten geben konnten und das in sie gesetzte Vertrauen rechtfertigten. Die Chancenauswertung fiel in der zweiten Halbzeit unsererseits besonders beeindruckend aus.“

Spielertrainer Mario Obad: „Die Auftaktphasen in unserer Mannschaft müssen optimiert werden. Dieses Mal fielen die ersten 10 Spielminutenerneut nicht sonderlich überzeugend aus. Was mich beeindruckte, war erneut die Spieldisziplin, welche alle unsere Eingesetzten an den Tag legten.“

 

Altdorf grüsst von der Leaderposition

Im KTV-Team warteten gegen Zofingen Thomas Mohenski und Cyril Keller mit hundertprozentigen Abschlussquoten-Leistungen auf. Sebastian Munzert brachte es auf beeindruckende 85, Tizian Dossenbach sowie Mario Obad auf je 66, Fabian Auf der Maur auf 60, Ivan Fallegger auf 50 Prozent. Tolle Quoten für die Keeper: Jan Dittli (50) und Marcel Luthiger (45 Prozent).

Der bisherige Leader Kreuzlingen kassierte am Wochenende seine erste Niederlage gegen den RTV Basel (25:32). Die weiteren Resultate der Runde: Horgen – Birsfelden, 25:22, Endingen – Chênois Genf 37:23, Steffisburg – Siggenthal/vom Stein Baden 32:32, STV Baden – Möhlin 32:22, Yellow Winterthur – Kadetten/Espoirs Schaffhausen 20:27.

Die Ranglistenspitze: 1. KTV Altdorf 7 Punkte, 2. Endingen 6, 3. Steffisburg 6, 4. Kreuzlingen 6, 5. STV Baden 5; mit je 4 Zählern folgen die Kadetten/Espoirs aus Schaffhausen, der RTV Basel sowie Horgen mit je 4. Unter dem roten Strich am Tabellenende liegen zurzeit Chênois Genf mit 2 Zählern, ferner das noch punktelose Birsfelden. ar.

Altdorf spielte mit: Marcel Luthiger, Jan Dittli (ab 55.); Sebastian Munzert (6), Dave Zürcher, Christian Bär, Ivan Fallegger (3), Cyril Keller (1), Marc Fallegger, Thomas Mohenski (2), Kevin Ledermann (1), Fabian Auf der Maur (6), Tizian Dossenbach (2), Mario Obad (2), Marko Koljanin (9).

 

Sonntag, 21 September 2014 00:00

Souveräne Leistung gegen Zürcher "Seebuben"

geschrieben von

Nationalliga B: SG Horgen – HC KTV Altdorf 25:31

Verdienter doppelter Punktegewinn. Urner sind jetzt bereits auf Tabellenposition zwei zu finden.

koljaninmarkoDer HC KTV Altdorf bestritt die dritte Meisterschaftsrunde erstmals in der Saison 2014/15 auswärts. Während der KTV-Trupp aus den beiden vorangegangenen Einsätzen 3 Punkte totalisiert hatte, brachten die Zürcher deren 2 aufs Parkett. Sie hatten den starken RTV Basel bezwungen, anderseits gegen Meisterschafts-Kronfavorit Endingen verloren. Auf einen Nenner gebracht: Ein unberechenbares Team. Erklärtes Ziel der Urner war es, ihr Leistungslevel weiter zu optimieren und die Anzahl kassierter Tore tiefstmöglich zu halten. Dies gelang am Samstagabend schnörkellos.

Viermal in Rückstand geraten

Gegen die SG Horgen, welche sich für den weiteren Zukunftsweg mit GC/Amicitia Zürich zusammengeschlossen hatte, taten sich die Altdorfer anfänglich etwas schwer. Nachdem KTV-Spielertrainer Mario Obad für seine Truppe die ersten beiden Treffer erzielt und er auch die Treffer Nummer vier und fünf realisiert hatte, vermochten die Gastgeber unter der Regie ihrer verschiedenen Ex-Nationalliga-A-Spieler und Topskorer Sepp Schwander Terrain gut zu machen. Zwischen der 9. und 17. Minute zogen die Zürcher gleich viermal in Front. Doch dank der kompakten Abwehr der Urner und ihrer guten Angriffsleistung wurde immer wieder gleichgezogen. Nach dem 9:9 der Marke Marko Koljanin war es Altdorf, das die Führung übernahm und bis zur Pause einen Zwei-Tore-Vorsprung herauswirtschaftete (14:12).

Vorentscheidung nach 50 Minuten gefallen

Bis zur 40. Minute hatte der HC KTV Altdorf seinen Vorsprung erhöht (20:16). Auch 10 Minuten später betrug die Führung noch immer vier Längen. Wie sich zeigen sollte, waren die Urner nicht willens, diese Reserve preiszugeben. Horgen erwies sich nicht in der Lage, die Vorrangstellung der Urschweizer ins Wanken zu bringen. Der Vorsprung des KTV war durch zwei Treffer (Fabian Auf der Maur, Mario Obad) in der 58. Minute gar ausgebaut worden (31:24). Mehr als eine Miniverkürzung zum finalen 31:25 wurde der SG Horgen nicht mehr zugestanden. – Eine überzeugende Leistung zeigte übrigens auch das Schirizweigespann Marco Brianza und Beat Jucker.

Coach Dani Lussi: „Den Grundstein zum erneuten doppelten Punktegewinn war primär auf unsere weitgehend kompakt wirkende Deckung (3:2:1), dann aber auch auf die sehenswerten Aktionen unserer Angreifer - die Kroaten Mario Obad und Mario Koljanin markierten zusammen allein anderthalb Dutzend Tore - zurückzuführen. Die Kreise um SGH-Torspkorer Sepp Schwander (8) konnten immer wieder erfolgreich eingeschränkt werden. Schliesslich wirkten wir in der Schlussphase auch konditionell überlegen.“ Lussi zeigte sich mit seinem Team generell ausgesprochen zufrieden, um in seiner Retrospektive auch die Topleistung seitens Torsteher Marcel Luthiger zu würdigen. Dieser stand während des ganzen Matches zwischen den Pfosten und liess sich insgesamt eine beeindruckende 37-prozentige Abwehrquote (14 von 38 gegnerischen Würfen pariert) attestieren. Je 100-prozentige Abschlussquoten erzielten Sebastian Munzert und Cyrill Keller – auf 80 brachten es Fabian auf der Maur, Mario Obad auf 72 und Marko Koljanin auf 71.

Dritte Runde und Ausblick

Die weiteren Ergebnisse der dritten NLB-Meisterschaftsrunde. Möhlin – Yellow Winterthur 21:20, Kadetten Schaffhausen – Siggenthal verschoben, Zofingen – Endingen 27:23, Kreuzlingen – Baden 29:27, Birsfelden – Steffisburg 29:30, Chênois Genf – RTV Basel 27:25. – Die Spitze in der NLB-14er-Tabelle: 1. Kreuzlingen 3/6, 2. HC KTV Altdorf 3/5, 3. Steffisburg 3/5, 4. Endingen 3/4.

Am kommenden Samstag gastiert der TV Zofingen in Altdorf. Er war mit seinem klaren Sieg über das favorisierte Endingen für die Überraschung der dritten Runde besorgt. „Ein heisser Lauf gegen die im Vergleich zur letzten Meisterschaft unverkennbar verstärkten Aargauer“, glaubt KTV-Coach Dani Lussi, „der uns alles abfordern wird.“

Altdorfs Aufstellung gegen die SG Horgen: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Sebastian Munzert (1), David Zürcher, Christian Bär, Ivan Fallegger (3), Cyril Keller (1), Marc Fallegger, Thomas Mohenski (4), Fabian Auf der Maur (4), Tizian Dossenbach, Mario Obad (8), Marko Koljanin (10), Samuel Stadelmann.

 

Sonntag, 14 September 2014 00:00

Aufsteiger respektlos ausgepunktet

geschrieben von

Nationalliga B: HC KTV Altdorf – TV Birsfelden 26:19

Urner landeten ersten Saisonsieg. Marko Koljanin traf zehnmal ins Schwarze.

dossbirs 2 filteredEine Woche, nachdem die NLA-Absteiger nur mit Glück an einer Niederlage vorbeigeschrammt waren (Remis gegen Steffisburg), trafen sie am Samstagabend – erneut vor eigenem Publikum (300 Zuschauer) – auf die Liganeulinge des TV Birsfelden. Die Basler waren mit einem verstärkten Kollektiv angetreten, nachdem sie sich die Dienste zweier reputierter Ausländer (ein Däne, ein Deutscher: Mikkel Markussen sowie Maximilian Gerbl) gesichert hatten. Die Vorgabe der Altdorfer war klar: Es sollte unbedingt der erste Erfolg eingefahren werden. Gesagt – getan: Die Gäste sahen sich mit einer deutlichen Niederlage nach Hause entlassen. Der HC KTV Altdorf wartete mit einer unverkennbar stärkeren Leistung als eine Woche zuvor auf.

Abwehr und Offensive im Aufwind

Aufderbauchland filteredIn der KTV-Abwehr klappten die Zuordnungen weitgehend, auch wenn ab und zu noch Lücken zu erkennen waren. Im Angriff wurde konzentriert zur Sache gegangen. Die Eigenfehlerquote konnte recht tief gehalten werden, neue Spielideen kamen immer wieder zum Tragen. Insbesondere am Kreis hinterliessen die Urner einen guten Eindruck, so dass sich Birsfelden öfters als lieb überfordert sah: Gleich mehrere Altdorfer versuchten sich erfolgreich auf dieser Position. Und da war im Angriff auch noch Newcomer Marko Koljan. Er wurde von den Gästen nicht in den Griff bekommen, schaltete und waltete weitgehend nach Belieben und hämmerte den Ball im Verlaufe der Begegnung gleich zehnmal in den Netzhimmel der Besucher. Ivan Fallegger war zweitbester Skorer mit fünf Erfolgserlebnissen – Sebastian Munzert traf dreimal ins Volle. Durch die Gesichtsverletzung, die er sich im Spiel gegen Steffisburg zugezogen hatte, war Spielertrainer Mario Obad sichtlich handicapiert – er trug zum Erfolg zahlenmässig nur mit zwei Toren bei. Die besten Erfolgsquoten liessen sich Cyrill Keller (100 Prozent), vor Ivan Fallegger (83), Sebastian Munzert (75), Marko Koljanin (73) und Tizian Dossenbach (66) notieren. Torsteher Marcel Luthiger lieferte eine durchschnittliche Partie ab (Erfolgsquote: 24 Prozent), während der im letzten Spielviertel zum Zuge kommende Nicolas Stocker (76 Prozent – unter anderem ein gehaltener Penalty) brillierte. Die gegnerischen Paradestürmer Maximilian Gerbl und Luca Engler sahen sich von den Altdorfern mehrheitlich gut abgeschirmt – sie trafen lediglich sechs- respektive fünfmal ins Altdorfer Netz.

Nur einmal ins Hintertreffen geraten

Fallmarcbirs filteredIn den Reihen des HC KTV Altdorf war Marko Koljanin nach knapp 4 Minuten für den Führungstreffer besorgt. Ivan Fallegger und erneut Marko Koljanin buchten für ihr Kollektiv die nächsten Treffer. Der HC KTV Altdorf geriet nach dem 3:3 das einzige Mal in dieser Partie in Rückstand (3:4), um in der Folge durch Marc Fallegger auszugleichen. Bis zur 22. Minute trugen sich Marko Koljanin (3), Tizian Dossenbach (2) sowie Thomas Mohenski in die KTV-Skorerliste ein (10:7). Altdorf führte im Verlaufe der folgenden Minuten, das heisst bis zur Pause, mehrheitlich das Zepter. Marko Koljanin sorgte zum Abschluss der ersten halben Stunde mit dem 15. Altdorfer Treffer für eine beruhigende Vier-Tore-Reserve.

Die zweite Halbzeit verlief nach dem Gusto der einheimischen Kiebitze. Der KTV-Trupp traf noch elfmal ins Ziel, während anderseits die Kreise der Nordschweizer immer wieder erfolgreich gestört werden konnten. Nur acht Minustore wurden seitens der Platzherren bis zur 60. Minute zugelassen. Den Schlusspunkt im Altdorfer Torereigen setzte Cyril Keller mit einem souverän verwerteten Penalty. „Ein verdienter Sieg dank weitgehend disziplinierter Leistung unserer Leute. Es gibt natürlich noch einige Mängel zu beheben, doch zeigt unsere Leistungskurve unverkennbar nach oben“, freute sich Coach Dani Lussi nach dem ersten Saisonsieg seiner Truppe.

Jetzt wartet der verstärkte Aufsteiger Horgen

Am kommenden Samstag tritt der HC KTV Altdorf zum ersten Auswärtsspiel der neuen Saison gegen Horgen an. Das Aufsteigerkollektiv sowie das bisherige NLB-Team GC/Amicitia Zürich haben ihre Kräfte gebündelt. Sie peilen als „SG Horgen“ einen NLB-Mittelfeldplatz an. Die Resultate der zweiten NLB-Meisterschaftsrunde: Endingen – Horgen 35:25, RTV Basel – Zofingen 30:26, Baden – Chênois Genf 29:13, Steffisburg – Kadetten/GS 30:29, Siggenthal – Möhlin 29:20, Yellow Winterthur – Kreuzlingen 23:24. – Die Tabellenspitze: 1. Endingen und Kreuzlingen je 4, Altdorf, Baden sowie Steffisburg je 3 Punkte.

Blick auf andere Spielfelder: Der Ex-Altdorfer Lukas von Deschwanden erzielte für Wacker Thun in der Nationalliga A gegen Aufsteiger Suhr/Aarau (26:23-Sieg der Berner) sechs Tore.

Altdorf spielte gegen Birsfelden mit: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Sebastian Munzert (3), Ivan Fallegger (5), Cyrill Keller (1), Marc Fallegger (2), Samuel Stadelmann, Thomas Mohenski (1), Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur, Tizian Dossenbach (2), Mario Obad (2), Marko Koljanin (10).

 

 

Sonntag, 07 September 2014 00:00

Nervenkitzel und Spektakel bis zur Schlusssekunde

geschrieben von

Nationalliga B: HC KTV Altdorf – TV Steffisburg 25:25

Kein Honigschlecken gegen aufsässige Aufsteiger. Geburtstagskind Marko Koljanin erzielte für den KTV-Trupp den Ausgleich, nach vorgängig 9-Tore-Rückstand seines Teams.

koljanin27gebDie rund 350 aufmarschierten Kiebitze hatten am späten Samstagabend in der Feldliarena im Fight zwischen NLA-Absteiger und 1.-Liga-Aufsteiger eigentlich einen klaren Sieg der vorgängig eher favorisierten Gastgeber erwartet. Denkste… Das Berner Kollektiv ging forsch zur Sache – die Altdorfer vermochten vorerst überhaupt nicht zu überzeugen.

Die Besucher hatten in ihren Reihen einen Akteur der Sonderklasse stehen, den 2.03 m grossen Hünen Lenny Rubin. Rubin? Auch schon gehört? In der Tat, der neunfache Skorer der Steffisburger ist Sohn des früheren Top-Internationalen Martin Rubin (zurzeit Erfolgstrainer bei Wacker Thun), der während seiner Aktivzeit am zweitmeisten Bälle aller Zeiten (878 Treffer in 238 Länderspielen) in die gegnerischen Maschen gehämmert hatte. Lenny gehört zurzeit der U19-Nationalmannschaft an und ist drauf und dran, definitiv in die Fussstapfen seines Vaters zu treten. In Altdorf war der wieselflinke und schussgewaltige Berner Paradestürmer kaum an die Leine zu legen – er „erlegte“ seine Widersacher immer wieder respektlos, um am ersten Spielabend der neuen NLB-Meisterschaft mit neun Treffern zum Topskorer seines Kollektivs zu avancieren.

Versiebter Auftakt

ObadabklatschDer HC KTV Altdorf versuchte sich gegen die Steffisburger, welche die Urner letzte Saison aus dem Cuprennen katapultiert hatten, mit einer 6:0-Deckung. Die Abwehrreihe der Platzherren erwies sich indessen schon bald nach erfolgtem Anpfiff der mediokren Spielleiter als eigentliche „Baustelle“. Trainer Mario Obad und Coach Dani Lussi werden zweifelsohne noch ein gerütteltes Mass Arbeit zu bewältigen haben, um ihre Defensive bestmöglich auf Vordermann bringen zu können.

Für den ersten KTV-Saisontreffer war schon nach wenigen Spielsekunden Thomas Mohenski besorgt. Der Langzeitverletzte der letzten Saison sah sich im Verlaufe der Partie dann durch ein rüdes Foul Ciril Gehrigs aufs Parkett befördert, was dem Berner richtigerweise den roten Karton (Platzverweis) bescherte. Wer nach dem 1:0 einen Sturmlauf der Innerschweizer erwartet hatte, sah entsprechende Hoffnungen schon bald jäh zerstört. Der TV Steffisburg zeigte postwendend, dass er gegen die Favoriten etwas im Schilde führte. Blitzschnell lancierte Attacken hoben die KTV-Abwehr Mal für Mal aus den Angeln. Bald lautete das Skore 2:4. Seltenheitswert hatte der vierte gegnerische Treffer: Steffisburgs Torsteher hatte bemerkt, dass Marcel Luthiger weit aus dem Tor gekommen war, um Letzteren mit einem Direkschuss vom eigenen Kreis aus prompt zu überlisten. Dem späteren 3:6 setzten Fabian Auf der Maur und Mario Obad das 5:6 entgegen. Obad versiebte in der Folge gleich zwei Penaltychancen. Steffisburg profitierte vom daraus resultierenden Frust der Platzherren, um bis zur 24. Minute auf 7:12 davonzuziehen und den Vorsprung bis zum Pausenpfiff auf acht Längen (9:17) zu erhöhen. Sachverständige Matchbesucher hatten bis zu diesem Zeitpunkt insbesondere ausgelotet, dass im Gastgeberteam kaum jemand die Verantwortung zu übernehmen bereit war, viele Aktionen überhastet und kaum effizient abgeschlossen wurden, aber auch (zu) viel diskutiert statt agiert wurde. Altdorf darf zugute gehalten werden, dass Steffisburg während der ersten Halbzeit eine starke Defensivleistung erbrachte. Sie war nur schwer zu knacken.

Gangartänderung zahlte sich aus

Lussi SteffAltdorf stellte im Hinblick auf den zweiten Abschnitt sein Spielkonzept um (3:2:1). Fabian Auf der Maur verpasste Lenny Rubin eine zumeist gut funktionierende Manndeckung. Sie verfehlte ihre Wirkung nicht. Auch liess sich Marcel Luthiger zwischen den Pfosten durch Nicolas Stocker ersetzten. Letzterer wartete in der Folge mit etlichen Traumparaden und einer insgesamt 58-prozentigen Erfolgsquote (11 von 18 gehaltene Schüsse) auf. Nach dem 10:19 zeichnete sich ab, dass die nun leistungsmässig unverkennbar zulegenden, konzentrierter und wirkungsvoller zur Sache gehenden Platzherren nicht willens waren, die Flinte vorzeitig ins Korn zu werfen. Obag, Koljanin und Auf der Maur reduzierten den Rückstand der Altdorfer bis zur 42. Minute auf vier Längen (16:20). Die definitive Wende zeichnete sich während der letzten 10 Spielminuten ab. Marc Fallegger sowie Marko Koljanin verkürzten bis zur 54. Minute auf 22:24 – Ivan Fallegger weckte die KTV-Hoffnungen auf einen möglichen Punktegewinn definitiv (23:24). 35 Sekunden vor Spielende zauberte Koljanin nach dem 23:25 den erneuten Anschlusstreffer aus dem Hut. Das nunmehr 27-jährige Geburtstagskind (Präsident Stefan Arnold hatte es noch vor Spielbeginn mit der Überreichung eines Präsents geehrt) bedankte sich schliesslich gleich persönlich mit dem 25:25. Altdorf hatte dadurch den Kopf noch einigermassen aus der Schlinge gezogen und sich dadurch wenigstens definitiv einen Zähler gesichert. Und liess sich auch nach einigen Turbulenzen auf dem Spielfeld – Obag sah sich noch unmittelbar vor Spielschluss mit der roten Karte eingedeckt, nachdem er (angeblich…) reglementswidrig ein zügiges Wiederanspiel der Berner verhindert hatte.

Stimme zum Spiel – und einige Zahlen

FallivansteffKTV-Coach Dani Lussi: „Während der ersten Halbzeit vermisste ich in unserem Kollektiv die Emotionen. Im Angriff wurde teils undisziplinert agiert. In der Abwehr wurde gepatzert. Während des zweiten Spielabschnittes sah ich unsere Leute mit einer beeindruckenden kämpferischen Leistung am Werk. Im weiteren Meisterschaftsverlauf müssen wird jetzt noch vermehrt Cleverness (lies: Schlitzohrigkeit) zum Tragen bringen.“

Gegen Steffisburg profilierten sich als Skorer Mario Obad (8 Treffer), vor Marko Koljanin (5), Ivan Fallegger (4) und Fabian Auf der Maur (3). Eine 100-prozentige Abschlussquote verzeichnete Tizian Dossenbach, vor Fabian Auf der Maur (75) sowie Ivan Fallegger und Marc Fallegger (je 66).

Die weiteren NLB-Ergebnisse der Startrunde: Yellow Winterthur – Chênois Genf 27:21, Birsfelden - Endingen 26:27, Zofingen – Baden 22:22, Schaffhausen II – Möhlin 30:29, RTV Basel – Horgen 23:31, Siggenthal/vom Stein Baden – Kreuzlingen 24:25. – Der HC KTV Altdorf bestreitet am kommenden Samstag das zweite NLB-Meisterschaftsspiel erneut vor eigenem Publikum, und zwar gegen Birsfelden (Feldli, 18 Uhr).

Gegen Steffisburg spielten: Marcel Luthiger, Nicolas Stocker; Sebastian Munzert, Ivan Fallegger (4), Cyrill Keller, Marc Fallegger (2), Samuel Stadelmann (1), Thomas Mohenski (1), Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (3), Tizian Dossenbach (1), Mario Obad (8), Marko Koljanin (5).

 

 

Donnerstag, 01 Mai 2014 00:00

Ein Abschied ohne Tränen

geschrieben von

Nationalliga A: Lakers Stäfa – HC KTV Altdorf 37:26

Der erste Saisonerfolg blieb den Urnern auch am Mittwochabend versagt. Zum Einsatz gelangte am Zürichsee insbesondere auch der Nachwuchs. Er verkaufte sich gut.

Nach 30 „happigen“ NLA-Spielen stand am Mittwochabend in Stäfa Burkhard Keller als Trainer/Coach letztmals im Brennpunkt. FOTO: RUEDI AMMANN   Als anlässlich des 50-Jahr-Vereinsjubiläums dem HC KTV Altdorf im Frühjahr 2013 das Husarenstück gelungen war, sich auf direktem Weg den Aufstieg in die oberste nationale Stärkeklasse zu katapultieren, war Euphorie total angesagt. Auch wenn jedermann wusste, dass die bevorstehende Aufgabe zu einem dornengespickten Spiessrutenlaufen würde. Nur die allergrössten Optimisten rechneten sich eine klitzekleine Chance aus, dass sich unter Beizug von Verstärkungen das „Wunder“ vielleicht doch noch realisieren liesse. Schon bald erwies sich, dass die Urner den „Weg zurück“, den schon etwelche ihrer (Aufsteiger-)Vorgänger zu beschreiten hatten, kaum würden umgehen können. Dieses Fazit zeichnete sich spätenstens dann ab, als Spielertrainer (und Topskorer) Philipp Reuter im Verlaufe der Hauptrunde verletzungsbedingt definitiv ausfiel und die Verletzungshexe auch Thomas Mohenski, einen weiteren Leistungsträger, zum vorzeitigen Zuschauen verknurrt hatte.

Fast 1000 Minustreffer kassiert

Am Mittwochabend bestritt das KTV-Kollektiv in Stäfa das Abschiedsspiel aus der Nationalliga A. Nach insgesamt 30 absolvierten Einsätzen waren 28 Niederlagen Tatsache geworden. Ein Erfolgserlebnis blieb den Urschweizern versagt – immerhin gestalteten sie zwei Partien unentschieden. Realisiert wurden total 756 Treffer – mehr als fünf Dutzend weniger beispielsweise als Stäfa und Gossau, welche nach der Qualifikations- und Relegationspartien die vorletzten respektive drittletzten Plätze einnahmen. Fast 1000 Minustore (genauer: deren 984 – 105 mehr als Stäfa) mussten in Kauf genommen werden. Dies zeigt, dass die meisten der kassierten Schlappen hauptsächlich auf die Kappe der KTV-Abwehr gingen.

Unter den besten Skorern der NLA-Saison belegen Lukas von Deschwanden (Wacker Thun), den 5. Platz (152 Treffer), Christoph Piske den 19. (115), Philipp Reuter (bis zu dessen verletzungsbedingtem Ausfall) den 22. (110), Lutz Wesseling den 24. (106).

Das abschliessende Mannschaftsklassement der Abstiegstour: 1. GC/Amicitia Zürich 33, Fortitudo Gossau 30 (beide weiterhin definitiv in der NLA angesiedelt), Lakers Stäfa 22, HC KTV Altdorf 2. Die Stäfner haben nun zur Barrage gegen den NLB-Ranglistenzweiten Endingen (4. und 10. Mai) die Klingen zu kreuzen. Der Direktaufsteiger heisst Suhr/Aarau, das den ersten Platz nach der Hauptrunde zusammen mit Endingen bekleidete, indessen bezüglich Tordifferenz (192/133) deutlich besser dastand.

Frühzeitig in Schieflage geraten

Die Chancen, im Rahmen der Saisonschlussvorstellung am Mittwochabend in Stäfa den ersten Erfolg zu landen, standen für die Urner nicht gerade gut. Die Gastgeber hatten bereits die letzte Partie (im Feldli) mit 39:23 klar gewonnen, traten nahezu komplett an (allerdings ohne Pascal Vernier und Tim Jud) und werteten die Hauptprobe im Hinblick auf die NLA/NLB-Barragepartien als Hauptprobe. Der HC KTV Altdorf - mit etlichen Nachwuchsspielern, denen Trainer Burkhard Keller eine Chance bot, sich zu profilieren und die sie denn auch gut nutzten, aufkreuzend - startete schlecht ins Spiel. Immerhin gelang Lutz Wesseling nach dem 0:2 der Anschlusstreffer. Nach gut 6 Minuten lautete das Skore 1:6, zur Pause 13:21. Mit zunehmender Spieldauer verkauften sich die Altdorfer immer besser, wirkten konzentrierter und zielstrebiger. An ein Aufholen des eingehandelten Rückstandes war indessen nicht zu denken. Bester Skorer blieb Lutz Wesseling (5 Treffer), vor den stark auftrumpfenden Lukas Huwiler, Samuel Stadelmann und Christoph Piske (je 4) sowie Ivan Fallegger und Fabian Auf der Maur (je 3). Die besten Abschlusserfolgsquoten liessen sich prozentual Lukas Huwiler und Samuel Stadelmann (je 80), vor Tizian Dossenbach und Christoph Piske (je 66) attestieren. Der den Grossteil der Partie bestreitende Nachwuchskeeper Jan Dittli neutralisierte zwei gegnerische Penaltybälle souverän und verzeichnete eine beachtliche 21-prozentige Abwehrerfolgsbilanz. Tizian Dossenbach erzielte 68 Sekunden vor Spielschluss übrigens den letzten Altdorfer NLA-Treffer.

Altdorf spielte mit: Jan Dittli, Pete Szilagyi; Lukas Huwiler (4), Flavio Fallegger, Dave Zürcher, Samuel Stadelmann (4), Ivan Fallegger (3), Marc Fallegger (1), Lutz Wesseling (5), Joy Gisler, Kevin Ledermann, Fabian Auf der Maur (3), Tizian Dossenbach (2), Christoph Piske (4).

 

Wie weiter?

In der „Chefetage“ des HC KTV Altdorf laufen nach Abschluss des NLA-Abenteuers die Vorbereitungen auf die NLB-Saison 2014/15 auf Hochtouren. Insbesondere bezüglich Trainer- und Coachingfragen stehen die letzten zu fällenden Entscheide unmittelbar bevor. Auch Gespräche bezüglich Spielerkaderzusammensetzung figurieren in der Pipeline der Vereinsverantwortlichen, wie Präsident Stefan Arnold am Donnerstag auf Anfrage erklärte, an vorderster Stelle. Für die erste Mannschaft hat nun eine (wohlverdiente) Verschnaufpause begonnen. Anfangs Juni läuft bereits die erste Vorbereitungsphase im Hinblick auf das nächste Championat an. ar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seite 7 von 10