Montag, 18 Oktober 2021 12:32

Starke zweite Hälfte sichert den Sieg in Kriens

geschrieben von Spielbericht
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Herren 1. Liga HC Kriens - HC KTV Altdorf 25:31 (14:16), 17.10.21 Kriens Meiersmatt

 

Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge behalten die Urner in Kriens die Oberhand. Mit sechs Punkten aus ebenso vielen Spielen sichert sich der KTV den Platz im Mittelfeld.

 

Der Krienser Hallensprecher liess verlauten, dass sich die beiden Teams punktemässig auf Augenhöhe befinden und kündigte ein ausgeglichenes Spiel an. Die Erwartungshaltung der Altdorfer war aber eine andere, denn Kriens gehört ganz klar zu den Teams, die man hinter sich lassen will. Zumal man auf diese Saison hin mit Florian Henrich den stärksten Krienser verpflichtete.

 

Doch so wunschgemäss wie der 25:31 Endstand vermuten lässt, lief die Partie aber zumindest vorerst nicht. Vor allem in der ersten Halbzeit boten die Luzerner Paroli, nach dem sich der KTV erneut nicht als Schnellstarter beweisen konnte. Gleich mit drei Toren konnten sich die Krienser nach etwas mehr als zehn Spielminuten absetzten. Hauptsächlich, da die Altdorfer im Abschluss wiederholt am hintersten Krienser, Raoul Iten, scheiterten. Doch auch das Altdorfer Pendant Jan Dittli parierte nun stark und liess den Fehlstart vergessen. Eine Sehnenverletzung am Ellenbogen degradierte ihn aber kurz darauf zum Zuschauer. Glücklicherweise fand auch sein Stellvertreter in die Partie und der Urner Aufschwung hielt an.

 

Wie erwartet war es dieses Duell der Deutschen Kumpel Moritz Wolf und Florian Henrich. Beide ziehen im Rückraum die Fäden, beide gehen als Topscorer ihrer Teams voran und beide stellt man defensiv auf die Position, wo sie den kleinsten Schaden anrichten können. Doch mit sieben, respektive neun persönlicher Treffer bewiesen sie auch gleich, warum man getrost über diese defensiven Defizite hinwegblicken kann. Auch die letzten beiden Aktionen vor dem Seitenwechsel gehörten diesen zwei Herren. Erst stellte Wolf trotz Zeitspielwarnung den Krienser Anschluss zum 14:15 her, bevor Henrich mit der Sirene sogleich wieder erhöhte. Einzig Samuel Wyss konnte mit den beiden Schützen vom Dienst mithalten und erzielte acht Tore. Auch Freunde einer gepflegten Defensive kamen auf ihre Kosten. Wie die NLA-Leihgabe Gino Delchiappo die Krienser Defensivzentrale orchestrierte war schlicht beeindruckend.

 

Acht Minuten nach der Pause war das Spiel dann auch schon entschieden. Kriens' Trainer Armani Mayabanza intervenierte zwar noch mit einem Timeout, die mittlerweile mit sechs Toren zurückliegenden Krienser fanden aber keinen Weg zurück in die Partie. Denn die Altdorfer Defensive stand stabil, die Luzerner wurden daher fehleranfällig und sündigten im Abschluss. Hätte sich Raoul Iten nicht noch als Gegenstosskiller präsentiert, der Vorsprung wäre zweistellig ausgefallen. Der Rest der Partei war zwar weiterhin animiert, aber halt auch nicht mehr wirklich spannend. Schlussendlich sicherte sich der KTV dann doch relativ ungefährdet zwei weitere Punkte.

 

Damit behaupten die Urner ihre Position im Mittelfeld. Durch den Modus, der in der Vorrunde nur eine Entscheidung im Kampf um die Finalrundenplätze, nicht aber gegen den Abstieg vorsieht, gibt es somit sportlich auch nur eine relevante Entscheidung. Der Rückstand auf diesen zweiten Platz, der vor Weihnachten die beiden Finalrundenteilnehmer vom Rest trennt, beträgt vier Punkte.

 

Für den KTV spielten:

Christian Amrein/Jan Dittli; Lukas Müller (2), Daniel Baumann, Marco Inderbitzin, Pascal Aschwanden (2), Samuel Wyss (8), Carlo Inderbitzin (2), Kevin Ledermann, Fabian auf der Maur (3), Matteo Kovacevic, Florian Henrich (9/1), Petar Bubalo (2), Tomas Adamcik (3)

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