Montag, 08 November 2021 12:32

Mit einem Dämpfer ins Derby

geschrieben von Spielbericht
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Herren 1. Liga HC KTV Altdorf – HC Kriens 28:28 (18:13), 6.11.21 Altdorf Feldli

KTV Muotahal – HC KTV Altdorf 11.11.21 20:30 MZH Muotathal

 

Gegen den HC Kriens gibt der KTV Altdorf einen sicher geglaubten Sieg trotz zwischenzeitlicher Sieben-Tore-Führung noch aus der Hand. Die Ausgangslage für das Derby gegen den KTV Muotathal vom Donnerstagabend ist nach dem Remis noch klarer als vorher.

 

45 Minuten lang lieferte der KTV, was von ihm erwartet wurde. Gegen nicht besonders stark aufspielende Krienser erspielten die Urner ein Polster von sieben Toren. Auch wenn beim Altdorfer Auftritt nicht alles zusammenpasste, das Spiel schien entschieden. Die Altdorfer Defensive liess bis dahin ein wenig die letzte Konsequenz vermissen, stand im Grossen und Ganzen aber solide. Die Offensive wurde von Samuel Wyss angeführt, der mit zehn Treffern seine momentane Topform unterstrich. Das Fazit zu diesem Zeitpunkt: Der KTV wird sich einen verdienten Heimsieg holen, für das Derby vom Donnerstag bleibt aber noch Luft nach oben.

 

Doch es folgte eine regelrechte Katastrophenviertelstunde. Erst baute die Defensive ab, in jedem Angriff fing sich der KTV einen Gegentreffer. Der Urner Angriff hielt aber vorerst dagegen und bis zur 54. Minute betrieb man mit dem 28:23 immerhin noch Schadensbegrenzung. Doch nun zerfiel auch das Angriffsspiel. Einen technischen Fehler und zwei Gegentore später nahm der HCK ein time-out, stellte auf eine offensive Deckung und glaubte an die letzte Chance. So stellte Dominik Schnetzler eine Minute vor Schluss den Anschluss zum 28:27 her. Der Krienser, der in Hin- und Rückspiel gegen den KTV acht Fehlwürfe in Serie sammelte, wurde nun zum grossen Krienser Helden. Denn nach einem weiteren Urner Fehlwurf war es erneut Schnetzler, der mit der Sirene zum Ausgleich einnetzte und seinem Team schlussendlich den Punkt sicherte. Klar hätte es aus Altdorfer Sicht nicht so weit kommen dürfen, doch weil die Krienser die Altdorfer Schwäche so konsequent bestraften, muss klar von einem verdienten Punktgewinn gesprochen werden.

 

In den letzten fünf Partien dieser Qualifilktion stehen unter anderem die drei Partien gegen das Leadertrio an. Auf den zweiten Platz und die damit verbundene Finalrundenqualifikation fehlen nun vier Punkte. Durch dieses Remis ist klar: rechnen müssen die Altdorfer nicht mehr. Denn nur mit fünf Siegen kann die Aufholjagd noch gelingen. Schafft man es nicht, den direkten Konkurrenten Punkte abzunehmen, ist die Sache gegessen. So gilt es auch im Derby gegen Muotathal: Altdorf friss oder stirb.

 

Die Schwyzer liegen drei Verlustpunkte vor dem KTV. Die Thaler mussten zuletzt zwei Niederlagen gegen den nun erstplatzierten TV Dagmersellen sowie den Tabellenzweiten Handball Emmen hinnehmen, bevor sie gegen Olten wieder zum Siegen zurückfanden. Der frühere Tabellenführer spürt deswegen nun auch das Messer am Hals. Dies auch, weil Dagmersellen nach der Startniederlage den nun bereits achten Sieg in Serie feierte und an der Spitze zu enteilen versucht. Siegen die Urner, wird das Luzerner Spitzenduo von zwei Aussenseitern gejagt. Feiert der Schwyzer KTV jedoch einen Heimsieg, kommt es an der Spitze zum Triell ohne Altdorfer Beteiligung.

 

Für den KTV spielten:

Fabio Arnold/Christian Amrein; Manuel Gisler, Lorin Schleich, Lukas Müller (1), Daniel Baumann (1), Samuel Wyss (10), Kevin Ledermann (1), Fabian auf der Maur (4), Matteo Kovacevic, Florian Henrich (7/4), Tomas Adamcik (1)

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