Montag, 11 April 2022 16:32

Der Ligaerhalt ist gesichert

geschrieben von Spielbericht
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Spielbericht HV Herzogenbuchsee – HC KTV Altdorf 25:26 (15:13) 10.4.22 Herzogenbuchsee Mittelholz

 

Vorab ein kurzer Blick in den Duden: Dusel, der – Bedeutung: unverdientes Glück, wobei jemandem etwas gutes widerfährt oder etwas Unangenehmes, Gefährliches an jemandem gerade noch vorübergeht. Beispiel: Die Altdorfer Handballer haben im Auswärtsspiel in Herzogenbuchsee grossen Dusel gehabt und sicherten sich mit dem 25:26 Sieg zwei Punkte.

 

Das war definitiv nicht der erwünschte Auftritt, nachdem die Urner in der Vorwoche mit einer überzeugenden zweiten Halbzeit im Derby vermeintlich wieder in die Spur fanden. Vor allem vom Engagement her war dieses Spiel wieder ein Rückschritt, doch dem Heimteam kam diese Altdorfer Zurückhaltung gerade recht. Die Berner konnten zu Beginn jeweils vorlegen, bis sie sich aber erstmals richtig absetzten konnten dauerte es 26 Spielminuten, ehe der beste Herzogenbuchseer Luc Kummer das 14:11 erzielte. Dies war der vierte von zehn Treffern des Rückraumspielers. So konnte sein Team eine 15:13 Führung in den zweiten Umgang mitnehmen.

 

Wer zu Beginn der zweiten Halbzeit auf ein verwandeltes Altdorf hoffte, wurde schnell enttäuscht. Weiterhin blieb man defensiv blass und offensiv wurden keine kreativen Lösungen gegen die agile gegnerische Deckung gefunden. Da es kreativ nicht klappen wollte, entschieden sie sich für die Brecheisenvariante und so gelangten die Bälle in die Hände der beiden Haudegen im Rückraum. Lukas Müller und Samuel Wyss ballerten aus der zweiten und dritten Reihe aufs gegnerische Gehäuse – und trafen. Mit jeweils nur zwei Fehlwürfen erzielten die beiden acht beziehungsweise zehn Treffer. Herzogenbuchsees Torhüter Julian Pfister, der eine durchwegs solide Leistung zeigte und zehn Bälle parierte, sah gegen diese Rückraumwürfe nicht immer sehr sicher aus und hätte da mit dem ein oder andern entschärften Ball mehr zum Matchwinner für seine Farben avancieren können. Doch so blieben die Gelben in Schlagdistanz. Nach dem 21:17 durch Luc Kummer ging erstmals ein Ruck durch die Urner Abwehr, die sich nun aggressiver zeigte. Prompt folgte der Lohn, denn mit vier Toren en suite glichen die Gelben wieder aus (21:21, 47.').

 

Dies war noch nicht der Umbruch im Spiel, aber zumindest der Auftakt in die spannende Schlussphase. Denn acht Minuten vor dem Ende konnten sich die Einheimischen nochmals mit zwei Treffern absetzen. Nun kam der Vorteil zu tragen, den sich die Altdorfer mit den bisherigen Resultaten erspielt haben. Während die Urner einen Ausrutscher verkraften könnten, spürte Herzogenbuchsee im Abstiegskampf das Messer am Hals. So kam den Bernern diese Unbekümmertheit abhanden, mit der sie über die gesamte Spielzeit zu einfachen Toren kamen. Drei Altdorfer Tore in Serie sorgten in der 56. Minute für die erstmalige Altdorfer Führung seit der Startphase. Daraufhin wurde es richtig hektisch. Anstatt siebzig Sekunden vor dem Ende das vorentscheidende 24:26 zu erzielen, führte der Gegenstoss nach einem technischen Fehler zum erneuten Ausgleich. Zwanzig Sekunden vor dem Ende fiel der 26. Treffer mittels Siebenmeter dann doch noch, im Gegenzug brachten die Herzogenbuchseer aber nochmals ihren Kreisläufer in Abschlussposition. Torhüter Christian Amrein spekulierte auf die Richtige Ecke und so jubelten schlussendlich doch noch die Urner.

 

Mit diesem Sieg sicherte sich der KTV noch vor Ostern den definitiven Ligaerhalt. Zwei Siege aus den verbleibenden drei Spielen reichen dem Leader zum Gruppensieg. Nach Ostern steht das Spiel in Lyss an, bevor die Saison mit zwei Heimspielen gegen Herzogenbuchsee und Muri abgeschlossen wird.

 

Für den KTV spielten:

Fabio Arnold/Christian Amrein; Luca Aschwanden, Lorin Schleich (2), Lukas Müller (8), Daniel Baumann, Marco Inderbitzin, Pascal Aschwanden, Samuel Wyss (10), Kevin Ledermann, Matteo Kovacevic, Florian Henrich (4/2), Petar Bubalo, Tomas Adamcik (2)

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